GayRomeo gibt es noch, nur unter neuem Namen. Aus GayRomeo wurde PlanetRomeo, heute heißt die Plattform ROMEO. Betreiber ist die ROMEO BV in Amsterdam. Erlaubt ist die Nutzung ab 18, Profil und Chat kosten nichts. Das Zusatzabo PLUS kostet im deutschen App Store 9,99 Euro für 30 Tage (Stand 23. Oktober 2026).
Stark ist ROMEO bei den Privatsphäre-Einstellungen, etwa mit dem festen Standort. Schwachpunkte sind die Note bei Google Play, die Weitergabe öffentlicher Profilinhalte an die Schwesterseite HUNQZ und das laut App-Store-Angabe mögliche Tracking. Wer nicht geoutet ist, sollte die Einstellungen kennen, bevor das erste Foto online geht.
Das Wichtigste in Kürze:
- Betreiber: ROMEO BV, De Ruijterkade 7, 1013 AA Amsterdam (laut Impressum)
- Zielgruppe: schwule und bisexuelle Männer sowie trans Menschen, ab 18
- Kosten: Basis samt Chat kostenlos, PLUS im App Store ab 9,99 Euro für 30 Tage
- Bewertungen (23.10.2026): App Store 4,1 Sterne bei rund 45.500 Bewertungen, Google Play 2,6 Sterne bei rund 174.000 Rezensionen
- Achtung: PLUS verlängert sich automatisch, im App Store laut App-Beschreibung und bei Kreditkartenzahlung auf der Website laut AGB
So haben wir ROMEO geprüft
Dieser Bericht ist eine offene Schreibtisch-Prüfung. Wir haben kein Konto angelegt und keine Funktion selbst bedient. Ausgewertet haben wir die Website romeo.com, das Impressum, die Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 22. Oktober 2026 und die Datenschutzerklärung vom 6. Oktober 2026. Dazu kamen die Sicherheits- und Funktionsseiten des Anbieters sowie die Einträge im App Store und bei Google Play. Stand aller Angaben ist der 23. Oktober 2026.
Das Hilfe-Center von ROMEO konnten wir nicht abrufen. Was wir dort nicht nachlesen konnten, kennzeichnen wir im Text. Eigene Noten vergeben wir nicht.
Von GayRomeo über PlanetRomeo zu ROMEO
Der Anbieter schreibt in seiner App-Beschreibung, man sei seit 2001 dabei, „damals als GayRomeo, später PlanetRomeo“. Ein Interview des Berliner Magazins Siegessäule mit Gründer Jens Schmidt aus dem Jahr 2012 nennt dagegen den Oktober 2002 als Start. Sicher ist: ROMEO ist seit über 20 Jahren am Markt.
Warum der Name wechselte, erklärte Schmidt im selben Interview. PlanetRomeo funktioniere international besser. GayRomeo sei in vielen Ländern gesperrt gewesen, nur weil das Wort „gay“ im Domainnamen stand. Später folgte die Kurzform ROMEO. Wer heute planetromeo.com eintippt, wird auf romeo.com weitergeleitet. Die Support-Adresse lautet weiterhin auf planetromeo.com, und im App Store firmiert der Anbieter noch als „PlanetRomeo B.V.“.
Für dich heißt das: Ob du nach „gayromeo“, „planetromeo“ oder der „romeo app“ suchst, du landest bei derselben Plattform.
Wer steckt hinter ROMEO?
Laut Impressum betreibt die ROMEO BV mit Sitz in Amsterdam die App und die Website. Sie ist im Handelsregister Amsterdam unter der Nummer 70533512 eingetragen. Für Technik und Softwareentwicklung ist die Erasys GmbH in Berlin zuständig.
Für den Vertrag gilt laut Nutzungsbedingungen niederländisches Recht, Gerichtsstand ist Amsterdam, soweit zwingendes Recht kein anderes Gericht vorschreibt. Als Verbraucher in der EU behältst du trotzdem den zwingenden Schutz deines Wohnsitzlandes. Die Haftung von ROMEO ist dort auf 100 Euro pro Ereignis und 200 Euro insgesamt begrenzt, soweit das Gesetz das zulässt.
Wichtig ist eine Schwesterfirma: Die HUNQZ BV betreibt hunqz.com. Dort werben Nutzer laut AGB für kommerzielle Angebote wie bezahlte Begleitung, Modeln, Massage oder Videos. Warum das für deine Privatsphäre zählt, erklären wir im Abschnitt zum Outing-Risiko.
Für wen ist die ROMEO-App gedacht?
Die Nutzungsbedingungen beschreiben ROMEO als Gemeinschaft für schwule und bisexuelle Männer sowie für trans Menschen. In der App-Beschreibung nennt der Anbieter zusätzlich queere Menschen. Mitmachen darf nur, wer mindestens 18 Jahre alt ist.
Laut Anbieter ist ROMEO für Dates, Freundschaften und Beziehungen gedacht. Im Profil lässt sich angeben, wofür du offen bist. Die Website gibt es in sechs Sprachen.
Zur Größe gibt es nur Eigenangaben: ROMEO spricht von über drei Millionen Mitgliedern. Google Play zeigt mehr als zehn Millionen Downloads. Unabhängige Zahlen für Deutschland haben wir nicht gefunden.
Lesbische und bisexuelle Frauen nennt ROMEO nicht als Zielgruppe. Für sie lohnt eher unser Vergleich der Dating-Apps für lesbische und queere Frauen.
Funktionen: Was ROMEO kostenlos bietet
Laut Funktionsübersicht des Anbieters und App-Store-Eintrag gehört zur kostenlosen Version:
- unbegrenzter Chat
- sehen, wer gerade online ist
- Suche mit grundlegenden Filtern und bis zu 150 Ergebnissen
- Profile in der Umgebung und weltweit ansehen
- bis zu 200 gespeicherte Kontakte und 100 eigene Bilder
- Fotos für eine begrenzte Zeit teilen (laut Funktionsvergleich auf der Website ohne PLUS nur als Antwort)
- Freunde im eigenen Profil verlinken
- den echten GPS-Standort verbergen
App und Website unterscheiden sich. Gruppen zu Interessen und Hobbys gibt es nur im Browser, laut ROMEO mehr als 83.000. Auch der Aktivitäts-Feed und die Einstufung von Bildern laufen nur über die Website. Fotos für Erwachsene zeigt ROMEO nur PLUS-Mitgliedern, in der iPhone-App zusätzlich erst nach Freischaltung über die Website; die Android-App aus dem Play Store zeigt sie laut Anbieter nicht.
Was kostet ROMEO PLUS?
Die wichtigsten Unterschiede laut Anbieter:
| Funktion | Kostenlos | PLUS |
|---|---|---|
| Chat | unbegrenzt | unbegrenzt |
| Suchergebnisse | 150 | unbegrenzt |
| Filter | grundlegend | detailliert, über 120 Suchoptionen |
| Gespeicherte Kontakte | 200 | unbegrenzt |
| Eigene Bilder | 100 | unbegrenzt |
| Besucher ansehen | letzter Tag | letzte 7 Tage |
| Profilbesuche verstecken | nein | ja |
| Onlinestatus verstecken | nein | ja |
| Reiseanzeigen erstellen | nein | ja |
Im deutschen App Store standen am 23. Oktober 2026 diese Pakete:
- 30 Tage für 9,99 Euro
- 90 Tage für 24,99 Euro, rechnerisch etwa 8,33 Euro pro Monat
- 365 Tage für 83,99 Euro, rechnerisch etwa 7 Euro pro Monat
Dazu listet der Store Einträge namens „Mitgliedschaft“ zu 9,99, 25,95 und 83,99 Euro. Die Preise für ein Abo über die Website ließen sich ohne Konto nicht abrufen. Laut AGB darf ROMEO seine Preise jederzeit anpassen.
Eine Unklarheit bleibt bei der Werbung. Im App Store wirbt ROMEO mit „kostenlos & ohne Werbung“. Google Play kennzeichnet die App dagegen mit „Enthält Werbung“. Auch die Datenschutzangabe im App Store nennt Drittanbieter-Werbung als möglichen Zweck. Was davon auf deinem Gerät gilt, konnten wir ohne Konto nicht klären.
Zur Note von 2,6 Sternen bei Google Play: Unter den als hilfreich markierten Rezensionen standen am Stichtag Klagen über Funktionen, die hinter die Bezahlschranke gewandert sind, und über Abstürze nach einem Update. Repräsentativ ist das nicht.
Kündigung, Verlängerung und Konto löschen
Wie du PLUS kündigst, hängt vom Kaufweg ab. So gehst du vor:
- App Store: Laut App-Beschreibung verlängert sich das Abo automatisch, wenn du die Verlängerung nicht mindestens 24 Stunden vor Ablauf abschaltest. Das geht in den iPhone-Einstellungen unter deinem Namen und dann „Abonnements“.
- Google Play: Das Abo läuft über dein Google-Konto. Du kündigst es im Play Store unter „Zahlungen & Abos“.
- Website mit Kreditkarte: Laut AGB verlängert sich PLUS automatisch, bis du kündigst. Den genauen Klickweg konnten wir ohne Konto nicht prüfen. Such ihn in den Kontoeinstellungen oder schreib an support@planetromeo.com und lass dir die Kündigung bestätigen.
Geld zurück gibt es laut AGB nicht. Mit der Bestellung verzichtest du dort bei digitalen Inhalten auf das Widerrufsrecht, sobald die Leistung vollständig erbracht ist. Wer nach der Nutzung eine Kreditkartenzahlung zurückholt, riskiert eine Sperre. Hast du über App Store oder Google Play gekauft, kannst du eine Erstattung bei Apple oder Google beantragen, die darüber nach eigenen Regeln entscheiden.
Dein Konto kannst du laut AGB auf der Website in den Profileinstellungen pausieren oder löschen. Ein pausiertes Profil sehen andere nicht mehr. Das Löschen wirkt sofort. Kündige ein laufendes Abo vorher, damit nichts weiterläuft. Meldest du dich gar nicht mehr an, deaktiviert ROMEO dein Konto nach drei Monaten und löscht es nach zwölf Monaten.
Datenschutz bei PlanetRomeo: Was mit deinen Daten passiert
ROMEO sitzt in den Niederlanden und unterliegt damit direkt der DSGVO. Zuständige Aufsicht ist laut Datenschutzerklärung die niederländische Behörde Autoriteit Persoonsgegevens. Für ein Konto braucht ROMEO E-Mail-Adresse, Profilnamen, IP-Adresse und Standort. Die meisten weiteren Profilangaben sind laut Datenschutzerklärung freiwillig, Angaben zur Sexualität ausdrücklich auch.
Ein Punkt verdient Aufmerksamkeit: Machst du Angaben zu deiner sexuellen Orientierung öffentlich, verarbeitet ROMEO sie mit der Begründung, du habest sie offensichtlich öffentlich gemacht. So erlaubt es Artikel 9 der DSGVO für solche Daten. Was im Profil steht, gilt also als bewusst veröffentlicht.
Weitergegeben werden Daten laut Datenschutzerklärung an Dienstleister in Deutschland, den USA, den Niederlanden und Irland. Zahlungen wickeln Dienstleister in den Niederlanden ab. Auf der Website nutzt ROMEO Googles Spamschutz reCAPTCHA, Marketing-Cookies setzt es laut Cookie-Hinweis nicht. In der Datensicherheits-Angabe bei Google Play steht, dass die App Standort, App-Aktivitäten und zwei weitere Datentypen an Dritte weitergeben kann. Im App Store gibt der Anbieter an, dass Standort, Kennungen und Nutzungsdaten verwendet werden können, um dich über Apps und Websites anderer Unternehmen hinweg zu verfolgen. Als Zweck nennt er dort unter anderem Drittanbieter-Werbung.
So lange bleiben Daten nach dem Löschen gespeichert:
- Profildaten: innerhalb eines Tages gelöscht, danach noch 28 Tage im Backup
- Nachrichten: 24 Stunden nach der Löschung, beim Empfänger bleiben gespeicherte Nachrichten aber sichtbar
- IP- und E-Mail-Adresse: weitere sechs Monate
- Support-Anfragen: bis zu sechs Monate nach dem letzten Kontakt
Auskunft oder Löschung beantragst du per Mail an legal@planetromeo.com. ROMEO antwortet laut eigener Angabe in der Regel innerhalb eines Monats.
Sicherheit und Outing-Risiko
Für viele schwule, bi und trans Menschen ist Diskretion eine Frage der Sicherheit. Auf ROMEO betrifft das vor allem drei Dinge: Echtheit, Standort und Sichtbarkeit.
Echtheit: Verifizierung über Bekannte
ROMEO nennt keine allgemeine Ausweisprüfung. Es sei „unmöglich, jeden unserer Nutzer rund um die Welt zu verifizieren“, schreibt der Anbieter. Laut Sicherheitsseite des Anbieters verifizieren sich Nutzer gegenseitig. Wer dich im echten Leben kennt, speichert dein Profil als „persönlich bekannt“. Haben das zehn Nutzer getan, die zusammen bei 100 anderen bekannt sind, giltst du als verifiziert. Das Häkchen im Profil belegt echte Kontakte, sagt aber nichts über die Aktualität der Fotos.
Laut eigener Angabe erkennt ROMEO im Schnitt die Hälfte betrügerischer Profile in der ersten Minute und löscht neun von zehn binnen 24 Stunden. Prüfen lässt sich das von außen nicht. Offizielle Nachrichten kommen nur von Profilen mit dem Hinweis „OFFICIAL PROFILE“. Wie du Fake-Profile sonst erkennst, steht in unserem Ratgeber zu Catfishing und Fake-Profilen.
Standort: lieber fest als per GPS
Laut ROMEO wird dein Standort nur auf 50 Meter genau angezeigt. Der Anbieter schreibt selbst, dass keine App mit Entfernungssortierung zuverlässig verhindern kann, dass jemand deinen genauen Standort berechnet. Er empfiehlt deshalb einen festen Standort, etwa die nächste größere Stadt. Diese Funktion ist kostenlos.
Sichtbarkeit: was andere über dich erfahren
Ohne PLUS können andere sehen, wann du online bist und dass du ihr Profil besucht hast. Das kann im eigenen Ort heikel sein, etwa bei Kollegen oder Nachbarn. Öffentlich sichtbare Inhalte gibt ROMEO laut AGB außerdem an HUNQZ weiter, wo sie auf hunqz.com erscheinen können. Geteilte Bilder und Nachrichten liegen beim Empfänger, ROMEO kann sie dort nicht zurückholen.
So schützt du dich, wenn du nicht oder nur teilweise geoutet bist:
- Stell einen festen Standort ein statt GPS.
- Lade kein Gesichtsfoto öffentlich hoch. Teile Bilder nur gezielt und mit Menschen, denen du vertraust.
- Wähle einen Profilnamen ohne Klarnamen und nutze eine eigene E-Mail-Adresse.
- Lass Arbeitgeber, Straße und erkennbare Orte aus Text und Bildern heraus.
- Denk an Spuren außerhalb der App, etwa eine Abo-Abbuchung auf dem Kontoauszug.
- Schick keine intimen Fotos an Menschen, die du nicht kennst. Wirst du erpresst: nicht zahlen, Beweise sichern, Profil melden, Anzeige erstatten.
Ob und wann du dich outest, entscheidest allein du. Unser Coming-out-Ratgeber begleitet dich, wenn du gerade an diesem Punkt stehst.
ROMEO auf Reisen: Vorsicht in Ländern mit Verfolgung
Mit der Reisefunktion schaust du dir kostenlos Profile an einem anderen Ort an. Mit PLUS kannst du Reiseanzeigen für bis zu fünf Städte veröffentlichen und laut App-Store-Text schon zwei Wochen vor der Ankunft im Raster deines Ziels erscheinen. In liberalen Ländern ist das praktisch. Anderswo kann es gefährlich werden.
Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass mehr als siebzig Länder einvernehmliche gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen als Verbrechen einstufen. In einigen Ländern überwacht die Polizei laut Auswärtigem Amt auch Dating-Apps und nutzt Fake-Accounts, um LGBTIQ-Personen ins Visier zu nehmen. Human Rights Watch dokumentierte 2023 zwanzig Fälle, in denen Sicherheitskräfte in Ägypten, im Irak und in Jordanien queere Menschen über Fake-Profile auf Grindr und Facebook in Fallen lockten.
Daraus folgen klare Regeln:
- Lies vor der Reise die Länderhinweise des Auswärtigen Amts.
- Veröffentliche in solchen Ländern keine Reiseanzeige mit Datum und Ort.
- Bedenke, dass dein Verhalten auch Menschen vor Ort gefährden kann. Darauf weist das Auswärtige Amt ausdrücklich hin.
- Überleg, ob du die App dort überhaupt nutzen willst.
Erstes Treffen: So bleibst du sicher
Vorsicht beim ersten Treffen hat einen ernsten Grund: Es gibt dokumentierte Fälle von Gewalt. Der Hessische Rundfunk berichtete im Februar 2025 über fünf Jugendliche, denen eine Überfallserie im Main-Taunus-Kreis vorgeworfen wird. Sie sollen Männer über „Grindr“ und „Romeo“ zu angeblichen Verabredungen gelockt, geschlagen und teils ausgeraubt haben, acht Fälle waren den Ermittlern bekannt. Laut Bericht des Hessischen Rundfunks beobachtet der Verband lesbischer und schwuler Polizeibediensteter in Hessen, dass Dating-Apps zunehmend als Tatwerkzeug genutzt werden.
Unsere Regeln für das erste Treffen, gestützt auf die Hinweise von ROMEO und dem Polizeiverband:
- Telefoniere oder mach einen Videoanruf, bevor ihr euch trefft.
- Triff dich beim ersten Mal an einem belebten öffentlichen Ort, etwa in einem Café.
- Sag einer Vertrauensperson, wo du bist und mit wem. Teile notfalls deinen Live-Standort.
- Reise selbst an und ab, damit du jederzeit gehen kannst.
- Lass Getränke nicht unbeaufsichtigt und achte auf Alkohol und Drogen.
- Brich ab, wenn sich etwas falsch anfühlt.
Wenn doch etwas passiert: In akuter Gefahr rufst du sofort die Polizei unter 110. Europaweit funktioniert auch die 112. Danach helfen diese Stellen:
- MANEO, das schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin: Überfalltelefon 030 216 33 36, täglich 17 bis 19 Uhr (maneo.de)
- Opfer-Telefon des Weißen Rings: 116 006, bundesweit, kostenlos und anonym, täglich 7 bis 22 Uhr
- Ansprechpersonen für LSBTIQ* bei der Polizei: In Hessen hat laut Hessischem Rundfunk jedes Polizeipräsidium solche Ansprechpersonen. Frag bei deiner örtlichen Polizei nach, ob es dort eine solche Ansprechperson gibt.
In der App meldest du Profile über den Melden-Knopf. Bei Angriffen im Chat nennt ROMEO die Adresse support@planetromeo.com. Mehr Grundregeln findest du in unserem Ratgeber zur Sicherheit beim Online-Dating.
ROMEO oder Grindr? Der Vergleich
Die naheliegende Alternative ist Grindr. Laut unserem Grindr-Test zeigt die App vor allem ein Raster von Profilen in deiner unmittelbaren Nähe, sortiert nach Entfernung. ROMEO bietet ebenfalls ein Raster, setzt aber stärker auf Suche, Profiltexte und Gruppen im Browser. Belegte Eckdaten im Überblick:
| ROMEO | Grindr | |
|---|---|---|
| Betreiber laut Datenschutzerklärung | ROMEO B.V., Amsterdam | Grindr LLC, West Hollywood (USA), mit EU-Vertreter |
| Mindestalter | 18 | 18 |
| Bezahlstufen | PLUS | Xtra, Unlimited, Edge |
| Website | ja, mit mehr Funktionen als die App | laut Grindr-Test eingeschränkt |
| App Store (23.10.2026) | 4,1 Sterne, rund 45.500 Bewertungen | 4,1 Sterne, rund 27.600 Bewertungen |
| Google Play (23.10.2026) | 2,6 Sterne, rund 174.000 Rezensionen | 4,0 Sterne, rund 1,69 Mio. Rezensionen |
| Downloads Google Play | mehr als 10 Mio. | mehr als 50 Mio. |
Ein klarer Unterschied ist der Firmensitz. ROMEO sitzt in der EU, zuständig ist die niederländische Datenschutzbehörde. Grindr wird aus den USA betrieben und hat für Europa einen Vertreter benannt.
In Großstädten dürfte die Auswahl in der Nähe bei Grindr größer sein, belastbare Zahlen für einzelne Städte gibt es aber nicht. ROMEO punktet, wenn du ausführliche Profile, Gruppen und den festen Standort schätzt. Du kannst beide auch parallel nutzen, dann gelten die Schutzregeln eben für beide.
Alternativen zu ROMEO
Einen breiten Überblick bietet unser Vergleich der Gay-Dating-Apps, der neben Grindr auch Hornet und Scruff einordnet. Wer Apps für die ganze queere Community sucht, findet sie in unserem Überblick über LGBTQ+-Dating-Apps. Eine deutlich kleinere Community mit Sitz in Amsterdam ist GayRoyal; was das Web-Abo XL und das App-Premium kosten und wie du beide kündigst, zeigt unser GayRoyal Test mit Kosten, Kündigung und Sicherheit.
Bedenke bei jeder Alternative dieselben Fragen: Wo sitzt der Betreiber? Wie genau ist die Standortanzeige? Wie kündigst du? Diese Punkte entscheiden über deine Sicherheit oft mehr als der Funktionsumfang.
Dates, Freundschaft oder Liebe: So nutzt du ROMEO für dein Ziel
ROMEO ist laut Anbieter für alles offen, von Dates über Freundschaften bis zur Beziehung. Wenn du etwas anderes suchst als dein Gegenüber, sind Enttäuschungen programmiert.
Sag deshalb früh und freundlich, was du willst. Ein Satz im Profil reicht, etwa dass du jemanden zum Kennenlernen bei einem Kaffee suchst. Wer Freundschaften sucht, ist in den Gruppen auf der Website oft besser aufgehoben als im Raster. Dort trifft man sich über gemeinsame Interessen statt über Fotos.
Wenn du eine Beziehung willst, plane mehr Zeit ein. Lies Profile, stell echte Fragen und triff dich, wenn das Gespräch trägt. Absagen gehören dazu und sagen wenig über deinen Wert. Ein klares, höfliches „Passt für mich nicht“ ist fairer als Schweigen. Und wenn du merkst, dass dich die App mehr stresst als freut, leg ruhig eine Pause ein.
Mehr dazu, wie schwules Dating gelingt, liest du in unserem Ratgeber für schwules Dating.
Für wen ROMEO passt und für wen nicht
ROMEO passt zu dir, wenn du …
- eine seit über 20 Jahren bestehende Plattform mit deutscher Oberfläche suchst
- Wert auf einen festen Standort und weitere Privatsphäre-Werkzeuge legst
- auch Gruppen und Austausch abseits von Dates nutzen willst
- dir einen Anbieter mit Sitz in der EU wünschst
ROMEO passt eher nicht, wenn du …
- jünger als 18 bist
- eine App suchst, die ausdrücklich lesbische und bisexuelle Frauen anspricht
- volle Kontrolle über deine Sichtbarkeit willst, aber kein PLUS zahlen möchtest
- ausschließlich die größte Auswahl in deiner unmittelbaren Nähe suchst
Fazit
ROMEO, früher GayRomeo und PlanetRomeo, legt seine Bedingungen offen. Impressum, AGB und Datenschutzerklärung aus Amsterdam sind aktuell und frei abrufbar. Der kostenlose Funktionsumfang mit unbegrenztem Chat ist großzügig. PLUS kostet im App Store rechnerisch 7 bis 10 Euro pro Monat.
Zwei Dinge solltest du vor der Anmeldung wissen. Öffentliche Profilinhalte gehen laut AGB auch an die Schwesterseite HUNQZ. Und ohne PLUS bist du für andere sichtbarer, als dir lieb sein könnte. Wer das einplant, einen festen Standort nutzt und beim ersten Treffen auf Nummer sicher geht, kann ROMEO gut nutzen, ob für Dates, neue Freundschaften oder die Suche nach einer Beziehung.
