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Spontacts Test & Erfahrungen 2026: Was die Freizeit-App kann

Spontacts geprüft: wer die Freizeit-App betreibt, was gratis ist, wo Preise fehlen, wie du kündigst und warum sie keine Dating-App ist. Stand Oktober 2026.

Laura Weber
Laura Weber
· 15 Min. Lesezeit

Spontacts ist eine Freizeit-Plattform für Erwachsene ab 18. Mitglieder bieten dort gemeinsame Unternehmungen an, andere melden sich an und kommen mit. Betreiber ist die SYNEXIT GmbH aus Wien, die die Marke 2021 übernommen hat. Die wichtigsten Funktionen sind kostenlos und werden über Werbung finanziert. Für Zusatzfunktionen oder eine werbefreie Nutzung gibt es die Bezahlvarianten Plus und Pure. Deren Preise zeigt der Anbieter erst nach der Anmeldung.

Eine Dating-App ist Spontacts nicht. Gerade deshalb kann sie nach einem Umzug oder einer Trennung helfen. Du lernst neue Menschen kennen, ohne gleich ein Date daraus zu machen.

So sind wir vorgegangen: Dieser Bericht ist eine offene Schreibtisch-Prüfung. Wir haben kein eigenes Konto angelegt. Ausgewertet haben wir die öffentliche Website, Impressum, AGB und Datenschutzerklärung. Dazu kamen Community-Richtlinien, Hilfeseiten, das Kündigungsformular sowie die Einträge im App Store und bei Google Play. Stand aller Angaben ist der 23. Oktober 2026. Was nur im eingeloggten Bereich steht, konnten wir nicht prüfen. Das sagen wir an den betreffenden Stellen dazu.

Spontacts auf einen Blick

PunktStand 23.10.2026
BetreiberSYNEXIT GmbH, Firmensitz Wien
NetzwerkTeil von GemeinsamErleben, gemeinsame Mitgliederbasis
Mindestalter18 Jahre laut AGB
Grundfunktionenkostenlos, werbefinanziert
BezahlvariantenPlus und Pure, Preise erst nach der Anmeldung
VerfügbarWeb, iPhone, Android; Deutschland, Österreich, Schweiz
App Store (Deutschland)4,6 von 5 Sternen bei 1.534 Bewertungen
Google Play4,5 von 5 Sternen bei 7.270 Rezensionen, mehr als 1 Mio. Downloads
Konto löschenjederzeit in den Kontoeinstellungen

Wer steckt hinter Spontacts?

Laut Impressum betreibt die SYNEXIT GmbH Spontacts. Der Firmensitz liegt in der Rodlergasse 17/10 in 1190 Wien, die Betriebsstätte in der Zieglergasse 38/9 in 1070 Wien. Die Firma ist beim Handelsgericht Wien unter FN 353317 i eingetragen. Geschäftsführender Gesellschafter ist Alexander Lendl.

Synexit betreibt außerdem die Plattform GemeinsamErleben und weitere Themen-Communities. Technisch hängen alle zusammen. Laut der Spontacts-FAQ greifst du von jeder Seite des Netzwerks auf dieselben Mitglieder, Gruppen und Inhalte zu. Mit einem Konto meldest du dich überall an. Die AGB erlauben pro Person nur ein einziges Konto im gesamten Netzwerk.

Das ist wichtig für die Zahlen. Wenn Spontacts mit „1.500.000+“ Mitgliedern wirbt, gilt diese Anbieterangabe für das ganze Netzwerk. Laut FAQ ist der Großteil zwischen 30 und 65 Jahre alt. Von außen prüfen lässt sich beides nicht. Im App Store wirbt die App noch mit „mehr als 1.000.000 Nutzern“ und „mehr als 800.000 Aktivitäten“. Dieselben Werte nannte das österreichische Portal Leadersnet 2021 für das alte Spontacts vor der Übernahme.

Den Kundendienst erreichst du laut Impressum ausschließlich per E-Mail an support@synexit.com. Die Telefonnummer dort ist ausdrücklich nicht für Anfragen von Mitgliedern gedacht.

Was ist „spontacts-alt“?

Wer Spontacts googelt, stößt in den Suchergebnissen auch auf die Adresse spontacts.com/spontacts-alt. Das ist kein Zugang zur alten App. Es ist eine Umstiegsseite aus dem Jahr 2021, die bis heute online steht.

Spontacts gab es schon viele Jahre vor der Übernahme. Laut dem österreichischen Start-up-Magazin Brutkasten kaufte Synexit die Plattform 2021 aus dem Medienkonzern ProSiebenSat.1 heraus. Übernommen wurden die Marke, die App-Store-Konten und die Domains. Die Daten der Mitglieder gingen nicht automatisch mit. Laut FAQ stellte der frühere Betreiber die alte App Ende September 2021 ein. Seitdem läuft unter dem Namen Spontacts die Software von GemeinsamErleben.

Die Umstiegsseite sagt das offen. Die Daten ließen sich „nicht auf Knopfdruck übertragen“. Bis Ende September liefen alt und neu parallel, Anfang Oktober wurde die Website ersetzt. Auch der Satz, eine neue App werde „im Laufe des Oktobers“ erscheinen, stammt noch aus dieser Zeit. Die App gibt es längst.

Was heißt das für dich? Ein Konto beim alten Spontacts lässt sich nicht mehr nutzen. Wer damals nicht selbst umgestiegen ist, muss sich neu registrieren. Alte Kontakte und Aktivitäten sind weg. Was mit den Daten des alten Dienstes geschehen ist, geht aus den öffentlichen Quellen nicht hervor.

So funktioniert Spontacts

Das Prinzip ist schlicht. Mitglieder legen Aktivitäten an, andere melden sich an und kommen mit. Das reicht vom Feierabendbier über die Wanderung bis zum Spieleabend. Laut Startseite gibt es mehr als 70 Themen-Communities, etwa Laufen, Brettspiele, Klettern oder Eltern mit Kind.

Die wichtigsten Bausteine laut Website, FAQ und Store-Beschreibung:

  • Aktivitäten: konkrete Treffen mit Ort und Datum, öffentlich oder nur für ausgewählte Freunde sichtbar.
  • Gruppen und Communities: dauerhafte Runden zu einem Thema, mit Pinnwand und Gruppenchat.
  • Mitgliedersuche und Nachrichten: Du kannst gezielt Leute suchen und privat anschreiben.
  • Kontrolle über Kontakte: Du legst fest, wer dir schreiben darf.
  • Teilnehmergrenzen und Wartelisten: Die Teilnehmerzahl lässt sich laut Umstiegsseite kostenlos begrenzen, für ausgebuchte Aktivitäten gibt es Wartelisten.

Die Community-Richtlinien verbieten Aktivitäten mit fiktiven Angaben. Eine Aktivität darf nur anlegen, wer schon eine konkrete Tätigkeit, einen Ort und ein Datum im Kopf hat. Ein Eintrag wie „Suche Leute zum Tischtennisspielen“, der einen ganzen Monat gilt, ist nicht erlaubt. Dafür sind Gruppen gedacht. Kosten wie Eintritt müssen von Anfang an in der Beschreibung stehen. Echte Auslagen dürfen Organisatoren weitergeben, etwa die geteilte Platzmiete beim Tennis.

Verboten sind unter anderem Werbung, Verkaufsanzeigen, Finanzthemen und Treffen, bei denen Drogen oder Cannabis im Mittelpunkt stehen. Diskussionen über Politik oder Impfungen blendet das Team laut Richtlinien aus.

Ohne Konto siehst du wenig. Die öffentlichen Städteseiten, etwa für Berlin, zeigen Werbetexte und eine Mitgliederzahl, aber keine echten Aktivitäten. Wie viel in deiner Gegend los ist, erfährst du erst nach der Anmeldung. Laut FAQ gibt es Spontacts in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Daraus folgt nicht, dass an jedem Ort regelmäßig etwas stattfindet.

Was kostet Spontacts?

Die Grundfunktionen sind kostenlos: Profil, Suche, Nachrichten, Teilnahme an Aktivitäten und Gruppen sowie eigene Aktivitäten. Das bestätigen FAQ und Startseite.

Die Bedingung dafür steht in § 2 der AGB. Die kostenlose Basis-Mitgliedschaft gilt nur, wenn du Cookies und Tracking für Marketing und personalisierte Werbung zustimmst. Außerdem verpflichtest du dich, keinen Werbeblocker zu nutzen. Die Gratis-Version bezahlst du also mit Werbung und mit deinen Nutzungsdaten.

Daneben gibt es Bezahlvarianten:

  • Plus: Laut FAQ gibt es „Zusatzfunktionen“ für eine „geringe monatliche Gebühr“. Welche Funktionen das genau sind, steht nicht öffentlich. Plus kann man laut FAQ auch kostenlos über einen Sponsor bekommen.
  • Ohne Werbung: Laut AGB ist eine kostenpflichtige Mitgliedschaft der Weg, Spontacts ohne Werbung und ohne Marketing-Tracking zu nutzen. Die Bedingungen dafür stehen auf den Seiten der Pure- und der Plus-Mitgliedschaft.
  • Pro: Diese Variante ist für Anbieter gedacht, die ihre kommerziellen Angebote offiziell bewerben wollen. Für Privatleute spielt sie keine Rolle.

Konkrete Preise nennt Synexit öffentlich nirgends. Im App Store sind für Spontacts keine In-App-Käufe hinterlegt. Bezahlt wird laut Datenschutzerklärung über den Zahlungsdienst Stripe. Die Datenschutzerklärung erwähnt außerdem eine kostenlose Plus-Mitgliedschaft für die ersten drei Tage nach der Registrierung. Ob es die heute noch gibt, konnten wir ohne Konto nicht prüfen.

Einen Hinweis auf die Preishöhe haben wir nur in einer Rezension bei Google Play vom August 2026 gefunden. Dort schreibt ein Nutzer, Plus sei von 99 auf 119 Euro im Jahr gestiegen. Der Anbieter widerspricht in seiner Antwort nicht, nennt aber selbst keinen Betrag. Bestätigt ist der Preis damit nicht. Maßgeblich ist, was dir vor dem Kauf angezeigt wird.

Rechne zusätzlich mit Kosten außerhalb der App. Eintritt, Kino, Essen oder eine geteilte Platzmiete zahlst du bei den Aktivitäten selbst.

Kündigung und Konto löschen

Hier gibt es zwei Fälle.

Kostenloses Konto: Laut § 12 der AGB läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit. Du beendest ihn jederzeit, indem du dein Konto löschst:

  1. Melde dich in der App oder im Browser an.
  2. Öffne die Einstellungen (in der App laut FAQ über dein Profilfoto rechts oben und „Meine Einstellungen“) und dort die „Kontoeinstellungen“.
  3. Wähle „Konto löschen“ und bestätige.

Laut Datenschutzerklärung geschieht das sofort und lässt sich nicht rückgängig machen. Alternativ beantragst du die Löschung per E-Mail an support@synexit.com, und zwar von der Adresse, mit der du registriert bist. Laut Datenschutzerklärung verlangt Synexit für solche Anfragen zusätzlich die Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises. Die Löschung dauert dann bis zu sieben Tage. Beiträge in Communities bleiben stehen, dein Name wird dort durch eine neutrale Kennzeichnung ersetzt. Einige Daten bewahrt Synexit nach der Löschung drei Jahre auf: deine E-Mail-Adresse als nicht umkehrbaren Hashwert, Geschlecht, Geburtsjahr, Postleitzahl und die letzte IP-Adresse. Begründet wird das mit dem Schutz vor Missbrauch.

Bezahlte Mitgliedschaft: Im Seitenfuß der Spontacts-Website steht der Link „Verträge hier kündigen“. Das Formular funktioniert ohne Anmeldung. Du wählst eine ordentliche Kündigung zum nächstmöglichen Termin oder eine außerordentliche aus wichtigem Grund. Dazu gibst du unter anderem Profilname, E-Mail-Adresse und das Produkt an, also Plus, Pure oder die gesamte Mitgliedschaft.

Eine Lücke bleibt. Laufzeit, Verlängerung und Kündigungsfrist der Bezahlvarianten regeln eigene „AGB zur Nutzung der kostenpflichtigen Zusatzservices“. Diese sind öffentlich nicht abrufbar. Lies sie vor dem Kauf genau und mach einen Screenshot. Achte vor allem darauf, ob sich die Mitgliedschaft automatisch verlängert.

Die öffentlichen Unterlagen sagen nicht, ob eine laufende Bezahlmitgliedschaft mit der Kontolöschung automatisch endet. Kündige sie deshalb immer zusätzlich über das Formular.

Datenschutz und Sicherheit auf der Plattform

Synexit ist ein österreichisches Unternehmen und an die DSGVO gebunden. Die AGB vereinbaren österreichisches Recht. Du trittst unter einem selbst gewählten Anzeigenamen auf. Im Basisprofil sehen andere aber dein Alter, dein Geschlecht und deinen Wohnort. Kontakt läuft über ein internes Postfach, deine E-Mail-Adresse bleibt verborgen. E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder Links dazu sind im Profil laut AGB verboten.

Gegen Missbrauch nennt der Anbieter diese Maßnahmen:

  • Profilprüfung: Laut Community-Richtlinien werden alle neuen Profile überprüft, als eine von mehreren automatischen und manuellen Schutzmaßnahmen. Wie die Prüfung abläuft, steht dort nicht. Eine Ausweisprüfung erwähnen die Unterlagen nicht.
  • Fotoregeln: Auf dem Profilbild musst du selbst zu sehen sein, das Gesicht deutlich von vorn. Verfremdende Filter sind nicht erlaubt.
  • Vertrauenswert: Bleiben auffällig viele deiner Nachrichten unbeantwortet oder wirst du blockiert oder gemeldet, sinkt laut AGB ein interner Wert. Dann werden deine Nachrichten an neue Mitglieder erst geprüft oder gar nicht mehr zugestellt.
  • Melden und Blockieren: Beiträge meldest du über das Drei-Punkte-Menü, Nachrichten über das Fahnensymbol darunter.

Sichtbarkeit, Werbung und Speicherfristen

Zwei Punkte solltest du kennen, bevor du dich anmeldest. Laut einer Antwort des Anbieters auf eine Google-Play-Rezension vom Juli 2026 sind Teilnahmen an Aktivitäten für die Community sichtbar. Wer jemanden vorsorglich blockieren will, ohne vorher gechattet zu haben, soll sich laut einer weiteren Anbieter-Antwort an den Kundendienst wenden. Das ist besonders nach einer Trennung relevant. Ist deine frühere Partnerin oder dein früherer Partner ebenfalls angemeldet, kann sie oder er womöglich sehen, wo du mitmachst.

Für Werbung bindet Synexit laut Datenschutzerklärung den Google Ad Manager ein, über den Google AdSense, GroupM, YOC, Teads und highfivve Cookies setzen dürfen. Dazu kommen Google Analytics zur Besucheranalyse und das Facebook-Pixel zur Erfolgsmessung von Werbung. Die Selbstauskünfte in den Stores klingen unterschiedlich. Bei Apple steht, dass Nutzungsdaten möglicherweise verwendet werden, um dich über Apps und Websites anderer Unternehmen hinweg zu verfolgen. Bei Google heißt es, es würden keine Daten an Dritte weitergegeben. Beides sind Selbstauskünfte des Entwicklers, Apple weist ausdrücklich darauf hin, dass es die Angaben nicht überprüft hat.

Auch bei den Speicherfristen lohnt ein genauer Blick. Laut AGB darf Synexit Nachrichten 30 Tage nach Erhalt löschen. Die Datenschutzerklärung spricht von einer automatischen Löschung spätestens drei Jahre nach der letzten Nachricht. Verlass dich also nicht darauf, dass alte Chats erhalten bleiben. Beide Dokumente sind übrigens älter als das heutige Spontacts: Die AGB tragen den Stand 13. April 2021, die Datenschutzerklärung den Stand 3. September 2020.

Keine Dating-App – und genau das kann helfen

Bei Google Play wirbt Spontacts mit Kennenlernen „ohne Dating-Druck“. In den AGB steht trotzdem, Synexit ermögliche Bekanntschaften „für Freizeit, Sport, Reise und Partnerschaft“. Eine Partnerschaft ist also nicht ausgeschlossen. Sie ist nur nicht der Schwerpunkt. Es gibt kein Wischen und keine Partnervorschläge.

Für viele ist das entlastend. Bei einer Wanderung oder einem Spieleabend steht die Sache im Mittelpunkt. Du musst dich nicht präsentieren, und ihr habt sofort ein Gesprächsthema. Außerdem erlebst du Menschen in echten Situationen: wie jemand mit Verspätung umgeht, wer am Berg auf die Langsameren wartet, wer zuhört.

So entstehen manchmal auch Beziehungen. Bist du Single und offen für mehr, ist eine Hobbyrunde ein guter Rahmen. Wie das Kennenlernen über gemeinsame Hobbys gelingt, beschreiben wir in einem eigenen Ratgeber.

Die Spielregeln sind allerdings klar. Wer Aktivitäten als Kontaktbörse nutzt, eckt an. Die AGB verlangen, die Suchwünsche im Profil anderer zu beachten. Bleiben Nachrichten wegen plumper Anmachsprüche oder kopierter Texte unbeantwortet, sinkt laut AGB der Vertrauenswert. Die Richtlinien sagen es knapp: „Kein Interesse“ bedeutet „Kein Interesse“.

Wenn dir jemand aus der Gruppe gefällt, hilft ein ruhiges Vorgehen:

  1. Lern die Person erst bei ein, zwei Treffen kennen.
  2. Sprich sie unter vier Augen an, nicht vor der Gruppe.
  3. Mach ein konkretes, leichtes Angebot, etwa einen Kaffee nach dem Lauftreff.
  4. Nimm ein Nein ohne Nachhaken an und bleib in der Gruppe freundlich.

Neue Freunde nach Umzug oder Trennung

Nach einem Umzug fehlt plötzlich der Alltag mit vertrauten Menschen. Nach einer Trennung fallen oft gemeinsame Freunde und feste Rituale weg. In beiden Fällen ist der Wunsch nach Anschluss groß. Damit bist du nicht allein, wie die Zahlen zu Einsamkeit in Deutschland zeigen.

Eine Studie hilft, die Erwartungen zu sortieren. Der Kommunikationswissenschaftler Jeffrey Hall von der University of Kansas befragte 355 Erwachsene, die in den sechs Monaten zuvor umgezogen waren. Laut der Mitteilung der Universität braucht es rund 50 gemeinsame Stunden, bis aus Bekannten lockere Freunde werden. Bis zur Freundschaft sind es rund 90 Stunden, bis zur engen Freundschaft mehr als 200.

Daraus folgt etwas sehr Praktisches. Aus einem einzelnen Treffen wird selten eine Freundschaft. Wer immer wieder in dieselbe Laufgruppe oder Spielerunde geht, sammelt die Stunden fast nebenbei. Such dir deshalb lieber eine feste Gruppe als zehn verschiedene Einzeltermine. Wie Freunde finden als Erwachsener insgesamt gelingt, haben wir ausführlich aufgeschrieben.

Nach einer Trennung kann Spontacts zweierlei geben: neue Routinen und Kontakte, die nichts mit der alten Beziehung zu tun haben. Ablenkung ist dabei völlig in Ordnung. Das Ende der Beziehung zu verarbeiten, nimmt sie dir aber nicht ab. Wie ein Neuanfang nach der Trennung gelingen kann, liest du in unserem Ratgeber.

Bist du gerade erst zugezogen, findest du weitere Tipps zum Ankommen und Kennenlernen in einer neuen Stadt. Fällt dir der erste Schritt schwer, fang mit einer Gruppenaktivität an. Zu fünft zu wandern ist für viele leichter als ein Treffen zu zweit.

Sicher zum ersten Treffen

Bei Spontacts triffst du Menschen, die du nur aus dem Internet kennst. Die Profilprüfung ersetzt deine eigene Vorsicht nicht. Auch die Community-Richtlinien sagen: Offline bist du für dich selbst verantwortlich.

  1. Öffentlicher Ort: Triff dich beim ersten Mal in einem Café, einem Park oder an einem belebten Treffpunkt, nicht in einer Privatwohnung.
  2. Gruppe vor Einzeltreffen: Eine Aktivität mit mehreren Teilnehmern ist für den Anfang die sicherere Wahl.
  3. Jemandem Bescheid geben: Sag einer vertrauten Person, wo du bist, mit wem und wann du zurück sein willst.
  4. Eigene Anreise: Plane Hin- und Rückweg selbst, damit du jederzeit gehen kannst.
  5. Daten zurückhalten: Nachname, Adresse und Arbeitgeber müssen beim ersten Kennenlernen nicht sein.
  6. Kein Geld: Fordert jemand Geld, Gutscheine oder Kryptowährung, brich den Kontakt ab und melde das Profil. Laut Richtlinien fragt auch der Kundendienst nie per E-Mail nach Zahlungen oder persönlichen Daten.
  7. Bauchgefühl ernst nehmen: Du darfst jederzeit gehen, ohne dich zu erklären.

Bei Gefahr rufst du sofort die Polizei unter 110. In Österreich ist es die 133, in der Schweiz die 117. Den Euronotruf 112 erreichst du in allen drei Ländern. Belästigung oder Drohungen über die App meldest du zusätzlich dem Kundendienst.

Für wen eignet sich Spontacts – und für wen nicht?

Gut passt Spontacts für:

  • Menschen, die neu in einer Stadt sind und Anschluss suchen.
  • Alle, die nach einer Trennung ihre Freizeit neu füllen wollen.
  • Erwachsene ab etwa 30, die laut Anbieter den Großteil der Mitglieder stellen.
  • Leute, die lieber etwas zusammen unternehmen, als lange zu schreiben.
  • Singles, die offen für Begegnungen sind, aber keinen Dating-Druck wollen.

Weniger passt Spontacts für:

  • Jugendliche unter 18: Die AGB schließen sie aus.
  • Alle, die gezielt eine Partnerschaft suchen und klare Absichten auf beiden Seiten wollen.
  • Menschen, die kostenlos und ohne Werbung oder Tracking unterwegs sein möchten.
  • Menschen, die ungern Fremde treffen und lieber online bleiben.
  • Menschen auf dem Land, in deren Nähe wenig los ist. Das lässt sich erst nach der Anmeldung prüfen.

Alternativen zu Spontacts

Welche Alternative passt, hängt vor allem davon ab, ob du lieber in der Gruppe oder zu zweit startest.

  • Bumble BFF und Bumble For Friends: Auch Bumble bietet eine eigene Freundschaftssuche an. Was es dort heute gibt und was sich geändert hat, klären wir im Artikel zu Bumble BFF.
  • Vereine, Kurse und Ehrenamt: Hier triffst du dieselben Menschen regelmäßig, ganz ohne App. Ideen dafür sammelt unser Ratgeber Menschen kennenlernen ohne Apps.
  • Bestehende Kontakte wiederbeleben: Eine kurze Nachricht an alte Kollegen oder Bekannte kostet nichts und kann ein leichter erster Schritt sein.

Fazit

Spontacts ist eine brauchbare Plattform, um Freizeitpartner zu finden, wenn du offen für Gruppen und neue Gesichter bist. Betreiber, Regeln und die Löschung des Gratis-Kontos sind gut nachvollziehbar. Weniger transparent sind die Bezahlvarianten: Preise und Laufzeiten stehen erst hinter der Anmeldung. Die kostenlose Version zahlst du mit Werbung und Tracking.

„Spontacts alt“ ist Geschichte. Seit Oktober 2021 läuft alles über die Software von GemeinsamErleben, alte Konten wurden nicht übertragen.

Wenn du nach einem Umzug oder einer Trennung neue Menschen suchst, kann Spontacts ein guter Anfang sein. Freundschaft braucht dabei Zeit und Wiederholung. Geh öfter zur selben Gruppe und achte beim ersten Treffen gut auf dich.

Häufig gestellte Fragen

Ist Spontacts kostenlos?

Ja, die Grundfunktionen sind kostenlos: Profil anlegen, Mitglieder suchen, Nachrichten schreiben, an Aktivitäten und Gruppen teilnehmen und eigene Aktivitäten erstellen. Laut AGB gilt das aber nur, wenn du Cookies und Tracking für Marketing und personalisierte Werbung zustimmst und keinen Werbeblocker nutzt. Für Zusatzfunktionen gibt es die Plus-Mitgliedschaft, für die Nutzung ohne Werbung kostenpflichtige Varianten namens Pure und Plus. Konkrete Preise nennt der Anbieter öffentlich nicht, sie erscheinen erst nach der Anmeldung. Eintritt, Essen oder Tickets bei den Aktivitäten zahlst du ohnehin selbst.

Was ist „spontacts-alt“?

Unter spontacts.com/spontacts-alt steht eine Umstiegsseite aus dem Jahr 2021. Damals übernahm die Wiener SYNEXIT GmbH die Marke Spontacts samt App-Store-Konten und Domains. Die alte App stellte der frühere Betreiber laut FAQ Ende September 2021 ein, Mitgliederdaten wurden nicht automatisch übertragen. Seitdem läuft Spontacts auf der Software des Netzwerks GemeinsamErleben. Einen Zugang zur alten Version bietet die Seite nicht. Wer damals nicht selbst umgestiegen ist, muss sich neu registrieren. Alte Kontakte und Aktivitäten sind nicht mehr verfügbar.

Wer steckt hinter Spontacts?

Betreiber ist laut Impressum die SYNEXIT GmbH mit Firmensitz in der Rodlergasse 17/10 in 1190 Wien, eingetragen beim Handelsgericht Wien unter FN 353317 i. Die Firma betreibt auch die Plattform GemeinsamErleben. Alle Seiten dieses Netzwerks teilen sich Mitglieder, Gruppen und Inhalte. AGB, Datenschutzerklärung und Community-Richtlinien sind öffentlich einsehbar, ebenso ein Kündigungsformular, das ohne Anmeldung funktioniert. Nicht öffentlich sind die Preise und die Vertragsbedingungen der Bezahlvarianten. Den Kundendienst erreichst du laut Impressum nur per E-Mail.

Wie kündige ich Spontacts?

Das kostenlose Konto beendest du, indem du es löschst: in den Einstellungen unter „Kontoeinstellungen“ mit „Konto löschen“. Das geschieht laut Datenschutzerklärung sofort und endgültig. Eine bezahlte Plus- oder Pure-Mitgliedschaft kündigst du über den Link „Verträge hier kündigen“ im Seitenfuß der Website. Das Formular funktioniert ohne Anmeldung und bietet eine ordentliche oder eine außerordentliche Kündigung. Laufzeit und Verlängerung regeln eigene Bedingungen, die erst nach der Anmeldung einsehbar sind. Kündige eine Bezahlmitgliedschaft deshalb immer ausdrücklich über das Formular und heb die Eingangsbestätigung auf.

Ist Spontacts eine Dating-App?

Nein. Spontacts ist eine Freizeit-Plattform, auf der Mitglieder gemeinsame Aktivitäten anbieten und andere mitmachen. Es gibt kein Wischen und keine Partnervorschläge. Die AGB schließen eine Partnerschaft als mögliches Ergebnis aber nicht aus. Wer offen für mehr ist, lernt Menschen bei einem gemeinsamen Hobby oft entspannter kennen als bei einem klassischen Date. Plumpe Anmachen kommen dagegen schlecht an: Laut AGB sinkt ein interner Vertrauenswert, wenn viele Nachrichten unbeantwortet bleiben oder jemand gemeldet wird. Die Suchwünsche im Profil anderer sollst du respektieren.

Ab welchem Alter ist Spontacts erlaubt?

Laut AGB dürfen nur Menschen ab 18 Jahren die Dienste nutzen. Im App Store ist die App mit 18+ eingestuft, bei Google Play mit „USK ab 18 Jahren“. Nach Angaben des Anbieters ist der Großteil der Mitglieder zwischen 30 und 65 Jahre alt, es gibt aber auch viele Jüngere und Ältere. Von außen überprüfen lässt sich diese Verteilung nicht. Eine Ausweisprüfung erwähnen die öffentlichen Unterlagen nicht. Laut Community-Richtlinien werden alle neuen Profile überprüft, wie genau, steht dort nicht.

Wie treffe ich mich sicher mit Leuten von Spontacts?

Wähle für das erste Treffen einen öffentlichen Ort und am besten eine Aktivität mit mehreren Leuten. Sag einer vertrauten Person, wo du bist und mit wem. Plane deine An- und Abreise selbst, damit du jederzeit gehen kannst. Nachname, Adresse und Arbeitgeber müssen beim ersten Kennenlernen nicht sein. Fordert jemand Geld oder Gutscheine, blockierst und meldest du das Profil. Bei Gefahr rufst du sofort die Polizei unter 110, in Österreich unter 133 und in der Schweiz unter 117. Belästigung meldest du zusätzlich über die Meldefunktion der App.

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