Liebeszitate gibt es im Netz zu Tausenden, aber viele davon hat die genannte Person nie geschrieben. Hier findest du 60 Liebeszitate, die wir geprüft haben: im Originalwerk, in einer verlässlichen Textausgabe oder bei Wikiquote mit genauer Werkangabe. Zu jedem Zitat stehen Autor und Werk, meist auch das Jahr.
Alle Autorinnen und Autoren sind 1955 oder früher gestorben, ihre Texte sind in Deutschland damit gemeinfrei (§ 64 und § 69 UrhG). Deshalb fehlen Lieblinge wie Hermann Hesse oder Erich Fried. Fremdsprachige Zitate stehen im Original oder in einer gemeinfreien Übersetzung, Übertragungen mit „Sinngemäß“ stammen von uns. Ältere Texte folgen der Schreibweise ihrer Ausgabe, daher „Haß“ oder „thaten“.
Dazu kommen sechs alte Sprichwörter und sieben Sätze, die unter falschem Namen kursieren.
Kurze Liebeszitate für Karte und Nachricht
Kurze Zitate passen auf eine Karte oder in eine Nachricht. Schreib den Namen dazu. Eigene Sätze statt Zitate findest du in unseren Liebessprüchen für jeden Moment.
- „Die Liebe ist der Liebe Preis.“ – Friedrich Schiller, „Dom Karlos“ (1787), 2. Akt, 8. Auftritt
- „Der Haß ist parteiisch, aber die Liebe ist es noch mehr.“ – Johann Wolfgang von Goethe, „Die Wahlverwandtschaften“ (1809)
- „Abschiedsworte müssen kurz sein wie Liebeserklärungen.“ – Theodor Fontane, „Cécile“ (1887), 16. Kapitel
- „Jeder geliebte Gegenstand ist der Mittelpunkt eines Paradieses.“ – Novalis, „Blütenstaub“ (1798)
- „Liebe ist das einzige, was wächst, indem wir es verschwenden.“ – Ricarda Huch, Gesammelte Werke, Band 7 (zitiert nach Wikiquote)
- „Die Liebe hat nicht nur Rechte, sie hat auch immer recht.“ – Marie von Ebner-Eschenbach, „Aphorismen“ (Ausgabe 1893)
- „Denn nicht durch Worte aber durch Handlungen zeigt sich wahre Treue und wahre Liebe.“ – Heinrich von Kleist, Brief an Wilhelmine von Zenge (1800). Im selben Brief bittet er sie, ihm „ich liebe Dich“ zu schreiben.
- „Denn die Summe unsres Lebens / Sind die Stunden, wo wir lieben.“ – Wilhelm Busch, „Summa summarum“ (1874)
- „Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.“ – Christian Morgenstern, „Stufen“ (postum 1918)
- „Sey ewig glücklich / Wie du mich liebst!“ – Goethe, „Mayfest“ (1775), heute meist „Mailied“
Liebeszitate von Goethe, Heine und Rilke: Klassiker der Dichtung
Von Vergil bis Rilke: Diese Zeilen klingen feierlicher und passen in einen Brief, eine Rede oder auf eine Hochzeitskarte. Ganze Gedichte zum Abschreiben stehen in unseren Liebesgedichten.
- „Omnia vincit Amor: et nos cedamus Amori.“ – Vergil, „Eklogen“ 10, Vers 69. Sinngemäß: Die Liebe besiegt alles, also geben auch wir ihr nach.
- „Und doch, welch Glück geliebt zu werden! / Und lieben, Götter, welch ein Glück!“ – Goethe, „Willkommen und Abschied“, Fassung von 1827 (Erstdruck 1775)
- „Fühlst du nicht an meinen Liedern, / Daß ich eins und doppelt bin?“ – Goethe, „Gingo biloba“, „West-östlicher Divan“ (1819)
- „O! zarte Sehnsucht, süßes Hoffen, / Der ersten Liebe goldne Zeit“ – Friedrich Schiller, „Das Lied von der Glocke“ (1800)
- „Im wunderschönen Monat Mai, / Als alle Knospen sprangen, / Da ist in meinem Herzen / Die Liebe aufgegangen.“ – Heinrich Heine, „Buch der Lieder“ (1827)
- „Es war, als hätt’ der Himmel / Die Erde still geküßt“ – Joseph von Eichendorff, „Mondnacht“
- „Was ist alles, was in Jahrtausenden die Menschen thaten und dachten, gegen Einen Augenblik der Liebe?“ – Friedrich Hölderlin, „Hyperion“, Band 1 (1797)
- „Geliebtsein heißt aufbrennen. Lieben ist: Leuchten mit unerschöpflichem Öle.“ – Rainer Maria Rilke, „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ (1910)
- „[…] der Liebe, die darin besteht, daß zwei Einsamkeiten einander schützen, grenzen und grüßen.“ – Rainer Maria Rilke, Brief an Franz Xaver Kappus vom 14. Mai 1904, gedruckt in „Briefe an einen jungen Dichter“ (1929)
Was sagen Philosophen über die Liebe?
Philosophen beschreiben die Liebe selten romantisch, eher als Sehnsucht, Wagnis oder Aufgabe. In Platons „Gastmahl“ vertreten mehrere Redner verschiedene Thesen, wir zitieren es in der gemeinfreien Übersetzung von Franz Susemihl (1855).
- „Und so führt die Begierde und das Streben nach dem Ganzen den Namen Liebe.“ – Platon, „Das Gastmahl“, Rede des Aristophanes. Laut seinem Mythos waren die Menschen einst Ganze, bis der Gott sie trennte.
- „[…] wohl jeder wird zum Dichter, den die Liebe berührt, wenn er auch zuvor den Musen fremd war.“ – Platon, „Das Gastmahl“, Rede des Agathon
- „Si vis amari, ama.“ – Seneca, Briefe an Lucilius, 9. Brief. Sinngemäß: Wenn du geliebt werden willst, liebe. Seneca zitiert hier Hekaton, es geht um Freundschaft.
- „Le cœur a ses raisons que la raison ne connaît point.“ – Blaise Pascal, „Pensées“ (postum 1670). Sinngemäß: Das Herz hat Gründe, die der Verstand nicht kennt.
- „Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse.“ – Friedrich Nietzsche, „Jenseits von Gut und Böse“ (1886), Aphorismus 153
- „Es ist immer etwas Wahnsinn in der Liebe. Es ist aber immer auch etwas Vernunft im Wahnsinn.“ – Nietzsche, „Also sprach Zarathustra“, Teil 1 (1883)
Berühmte Liebeszitate aus Romanen und Theaterstücken
Zitate aus Romanen und Dramen spricht eine Figur, nicht der Autor, und die Geschichten hinter diesen vier Zitaten enden tragisch. Für eine Hochzeitsrede lohnt also ein Blick auf den Zusammenhang.
- „So grenzenlos ist meine Huld, die Liebe / So tief ja wie das Meer. Je mehr ich gebe, / Je mehr auch hab ich: beides ist unendlich.“ – William Shakespeare, „Romeo und Julia“, 2. Akt, 2. Szene, übersetzt von August Wilhelm Schlegel.
- „Wilhelm, was ist unserm Herzen die Welt ohne Liebe! Was eine Zauberlaterne ist, ohne Licht!“ – Goethe, „Die Leiden des jungen Werthers“ (1774), Brief vom 18. Juli
- „Er liebt mich — liebt mich nicht.“ – Goethe, „Faust“, erster Teil (1808), Szene „Garten“. Margarete zupft dabei eine Sternblume, beim letzten Blatt heißt es: „Er liebt mich!“
- „Ich fürchte nichts — nichts — als die Gränzen deiner Liebe.“ – Friedrich Schiller, „Kabale und Liebe“ (1784), 1. Akt, 4. Szene. Ferdinand sagt das zu Louise.
Liebeszitate auf Englisch: Shakespeare, Austen, Brontë
Englische Zitate wirken auf Karten oft leichter als deutsche Klassiker.
- „Love is not love / Which alters when it alteration finds“ – William Shakespeare, Sonett 116 (1609). Sinngemäß: Liebe, die sich ändert, sobald sich etwas ändert, ist keine Liebe.
- „The course of true love never did run smooth.“ – Shakespeare, „A Midsummer Night’s Dream“, 1. Akt, 1. Szene. Bei Schlegel: „Rann nie der Strom der treuen Liebe sanft“.
- „Doubt thou the stars are fire, / Doubt that the sun doth move, / Doubt truth to be a liar, / But never doubt I love.“ – Shakespeare, „Hamlet“, 2. Akt, 2. Szene. Sinngemäß: Zweifle an Sternen, Sonne und Wahrheit, nie an meiner Liebe. Hamlet schreibt das an Ophelia.
- „In vain have I struggled. […] You must allow me to tell you how ardently I admire and love you.“ – Jane Austen, „Pride and Prejudice“ (1813), Kapitel 34. Sinngemäß: Vergeblich habe ich gekämpft. Erlauben Sie mir zu sagen, wie glühend ich Sie bewundere und liebe. Elizabeth lehnt diesen Antrag ab.
- „If I loved you less, I might be able to talk about it more.“ – Jane Austen, „Emma“ (1815), Band 3, Kapitel 13. Sinngemäß: Liebte ich dich weniger, könnte ich mehr darüber reden.
- „You pierce my soul. I am half agony, half hope.“ – Jane Austen, „Persuasion“ (1817), Kapitel 23. Sinngemäß: Du durchbohrst meine Seele. Ich bin halb Qual, halb Hoffnung.
- „Whatever our souls are made of, his and mine are the same.“ – Emily Brontë, „Wuthering Heights“ (1847), Kapitel 9. Sinngemäß: Woraus unsere Seelen auch gemacht sind, seine und meine sind gleich. Heiraten will Catherine ihn trotzdem nicht.
- „Reader, I married him.“ – Charlotte Brontë, „Jane Eyre“ (1847), Kapitel 38. Sinngemäß: Leser, ich habe ihn geheiratet.
- „How do I love thee? Let me count the ways.“ – Elizabeth Barrett Browning, „Sonnets from the Portuguese“, Nr. 43 (1850). Sinngemäß: Wie ich dich liebe? Lass mich die Arten zählen.
Liebeszitate auf Französisch: Saint-Exupéry und Montaigne
Antoine de Saint-Exupéry starb 1944, seine Texte sind in Deutschland seit 2015 gemeinfrei. Die bekannten deutschen Sätze aus dem „Kleinen Prinzen“ stammen aber aus Übersetzungen, und die können eigene Rechte haben (§ 3 UrhG). Deshalb steht hier das Original.
- „On ne voit bien qu’avec le cœur. L’essentiel est invisible pour les yeux.“ – Antoine de Saint-Exupéry, „Le Petit Prince“ (1943), Kapitel 21. Sinngemäß: Nur mit dem Herzen sieht man richtig, das Wesentliche bleibt den Augen verborgen. Es spricht der Fuchs.
- „[…] l’expérience nous montre qu’aimer ce n’est point nous regarder l’un l’autre mais regarder ensemble dans la même direction.“ – Saint-Exupéry, „Terre des hommes“ (1939). Sinngemäß: Lieben heißt nicht, einander anzusehen, sondern gemeinsam in dieselbe Richtung zu blicken.
- „Parce que c’était lui, parce que c’était moi.“ – Michel de Montaigne, „Essais“, Buch 1, Kapitel 28. Sinngemäß: Weil er es war, weil ich es war. Montaigne beschreibt damit seine Freundschaft mit Étienne de La Boétie.
Liebeszitate für Hochzeit und Trauung
Für Trauung, Karte oder Rede eignen sich Bibelverse ebenso wie Sätze über die Ehe. Die Bibel zitieren wir nach der gemeinfreien Lutherbibel 1912. Wie eine Hochzeitsrede aufgebaut ist, zeigt unsere Anleitung zum Hochzeitsrede schreiben.
- „Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit; sie verträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles.“ – 1. Korinther 13,4–7
- „Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ – 1. Korinther 13,13
- „Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz und wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod […]“ – Hohelied 8,6
- „Wo du hin gehst, da will ich auch hin gehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch.“ – Ruth 1,16. Im Bibeltext sagt Ruth das zu ihrer Schwiegermutter, nicht zu einem Partner.
- „Love one another, but make not a bond of love: / Let it rather be a moving sea between the shores of your souls.“ – Khalil Gibran, „The Prophet“ (1923), „On Marriage“. Sinngemäß: Liebt einander, aber macht aus der Liebe keine Fessel, lasst sie ein bewegtes Meer zwischen euren Seelen sein.
- „Drum prüfe, wer sich ewig bindet, / Ob sich das Herz zum Herzen findet! / Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.“ – Friedrich Schiller, „Das Lied von der Glocke“ (1800).
- „Man muß sich untereinander helfen, das ist eigentlich das beste von der Ehe.“ – Theodor Fontane, „Unwiederbringlich“ (1891), 21. Kapitel
Zitate über Sehnsucht und Liebeskummer
Diese Zitate gehören zu den Tagen, an denen Liebe wehtut: unerwidert, auf Distanz oder vorbei. Trost und weitere geprüfte Verse findest du in unseren Liebeskummer-Sprüchen.
- „Nur wer die Sehnsucht kennt, / Weiß, was ich leide!“ – Goethe, „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ (1795/96). Mignon und der Harfner singen das Lied im Duett.
- „Freudvoll / Und leidvoll, / Gedankenvoll sein, / Langen / Und bangen / In schwebender Pein, / Himmelhoch jauchzend, / Zum Tode betrübt – / Glücklich allein / Ist die Seele, die liebt.“ – Goethe, „Egmont“ (1788), 3. Aufzug, Klärchens Lied
- „Liebe kennt der allein, der ohne Hoffnung liebt.“ – Friedrich Schiller, „Dom Karlos“ (1787), 2. Akt, 8. Auftritt
- „Sie liebten sich beide, doch keiner / Wollt’ es dem andern gestehn“ – Heinrich Heine, „Buch der Lieder“ (1827), „Die Heimkehr“
- „Man denkt oft, die Liebe sei stärker als die Zeit. Aber immer ist die Zeit stärker als die Liebe.“ – Kurt Tucholsky, „Schloß Gripsholm“ (1931)
- „Wer am meisten liebt, ist der Unterlegene und muß leiden“ – Thomas Mann, „Tonio Kröger“ (1903). Der 14-jährige Tonio denkt das über seinen Freund Hans. Thomas Mann starb im August 1955, sein Werk ist seit Januar 2026 gemeinfrei.
- „’Tis better to have loved and lost / Than never to have loved at all.“ – Alfred Tennyson, „In Memoriam A. H. H.“ (1850), Gesang 27. Sinngemäß: Besser geliebt und verloren als nie geliebt. Das Gedicht betrauert Tennysons Freund Arthur Henry Hallam.
Liebe und Ehe mit Augenzwinkern
Nicht jedes Liebeszitat muss feierlich sein. Diese fünf passen in eine Rede zum Jahrestag oder auf eine Karte zum Polterabend.
- „An Rheumatismen und an wahre Liebe glaubt man erst, wenn man davon befallen wird.“ – Marie von Ebner-Eschenbach, „Aphorismen“ (Ausgabe 1893). Wikiquote zitiert den Satz leicht abgewandelt, wir folgen dem Buchscan.
- „Die Liebe überwindet den Tod, aber es kommt vor, daß eine kleine üble Gewohnheit die Liebe überwindet.“ – Marie von Ebner-Eschenbach, ebenda
- „Gatten die sich vertragen wollen, / Lernen’s von uns beyden! / Wenn sich zweye lieben sollen, / Braucht man sie nur zu scheiden.“ – Goethe, „Faust“, erster Teil (1808). Oberon sagt das im Intermezzo „Oberons und Titanias goldne Hochzeit“.
- „Man soll sich beim Eingehen einer Ehe die Frage vorlegen: glaubst du, dich mit dieser Frau bis ins Alter hinein gut zu unterhalten?“ – Friedrich Nietzsche, „Menschliches, Allzumenschliches“ (1878), Aphorismus 406.
- „To love oneself is the beginning of a lifelong romance.“ – Oscar Wilde, „An Ideal Husband“ (1895), 3. Akt. Sinngemäß: Sich selbst zu lieben ist der Beginn einer lebenslangen Romanze. Lord Goring sagt das zu seinem Butler Phipps, gleich danach betrachtet er sich im Spiegel.
Welche Sprichwörter zur Liebe gibt es?
Sprichwörter haben keinen Urheber, sie sind Volksgut. Diese sechs stehen in Karl Friedrich Wilhelm Wanders „Deutschem Sprichwörter-Lexikon“, Band 3 (1873), manche in längerer Form, als wir sie heute kennen.
- „Alte Liebe rostet nicht und wenn sie zehn Jahr im Schornstein hinge.“
- „Was sich liebt, das neckt sich.“
- „Liebe macht blind, aber die Ehe gibt das Gesicht wieder.“
- „Wo die Liebe hinfällt, da bleibt sie liegen, und wär’ es ein Misthaufen.“
- „Liebe und Husten lassen sich nicht verbergen.“
- „Liebe kann man nicht kaufen.“
Welche Liebeszitate sind falsch zugeschrieben?
Viele beliebte Sätze haben keine nachweisbare Quelle. Steht unter einem Zitat nur ein Name, aber kein Werk, ist Vorsicht angebracht. Diese sieben Fälle sind gut dokumentiert:
- Laotse: Der Gedanke, tief geliebt zu werden gebe Kraft und tief zu lieben Mut, taucht laut der englischen Wikiquote zuerst in Dean Koontz’ Roman „Lightning“ (1988) auf. Koontz nennt dafür keine Quelle.
- Aristoteles: Das Bild von der Liebe als einer Seele in zwei Körpern geht auf eine Anekdote bei Diogenes Laertios zurück, der vermutlich im 3. Jahrhundert n. Chr. lebte. Dort antwortet Aristoteles auf die Frage, was ein Freund sei.
- Marilyn Monroe: „If you can’t handle me at my worst …“ kursiert laut Wikiquote in Selbsthilfebüchern und sozialen Medien, Herkunft unbekannt.
- Dr. Seuss: „You know you’re in love when you can’t fall asleep …“ wird ihm in sozialen Medien zugeschrieben, ein Beleg fehlt.
- Noch einmal Dr. Seuss: Der Gedanke, wir seien alle ein bisschen seltsam und nennten es Liebe, wenn jemandes Seltsamkeit zu unserer passt, stammt aus Robert Fulghums Buch „True Love“ (1997).
- Khalil Gibran: „Travel and tell no one …“, ein Satz über eine Liebesgeschichte, von der man niemandem erzählt, lässt sich laut Wikiquote keiner Quelle zuordnen und verbreitete sich ab 2016 im Netz.
- Goethe: „Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren“ steht oft unter Goethes Namen in Traueranzeigen. Ein fast gleichlautender Satz steht in Ludwig Ganghofers Roman „Das Schweigen im Walde“ (1899).
Was ist das schönste Liebeszitat?
Ein objektiv schönstes Liebeszitat gibt es nicht, es kommt auf den Anlass an und auf euch. Für eine Karte empfehlen wir Goethes „Und doch, welch Glück geliebt zu werden!“, für die Trauung 1. Korinther 13,13 und für jemanden, der wenig über Gefühle spricht, Jane Austens Satz aus „Emma“.
Drei Regeln fürs Zitieren:
- Nenn Autor und Werk. Das macht das Zitat überprüfbar.
- Kürze nicht heimlich. Markiere Lücken mit […] und ändere keine Wörter, wenn ein Name darunter steht.
- Setz einen eigenen Satz dazu. Persönlich wird ein Zitat erst, wenn du ergänzt, was es mit euch zu tun hat, etwa mit einer Liebeserklärung in eigenen Worten.
Das Wichtigste in Kürze
- Alle 60 Zitate haben wir am Originaltext oder mit genauer Werkangabe geprüft.
- In Deutschland gemeinfrei sind 2026 Texte von Menschen, die 1955 oder früher gestorben sind, seit Januar auch Thomas Mann.
- Hesse, Fried und Kaléko sind noch geschützt, deshalb fehlen sie.
- Fremdsprachige Zitate stehen im Original oder in gemeinfreier Übersetzung, weil Übersetzungen eigene Rechte haben können.
- Zitate aus Romanen und Dramen spricht eine Figur, und viele dieser Geschichten enden tragisch.
- Laotse, Aristoteles, Monroe und Dr. Seuss werden Liebessätze zugeschrieben, die sich bei ihnen nicht belegen lassen.
- Ein Name ohne Werk ist ein Warnsignal.
Quellen: Dom Karlos · Kabale und Liebe · Werther · Faust I · Wahlverwandtschaften · Cécile · Blütenstaub · WQ: Ricarda Huch · Ebner-Eschenbach S. 15 · S. 46 · S. 59 · Kleist, Briefe · Summa summarum · Stufen · Mayfest · Willkommen und Abschied · Divan · Glocke · Monat Mai · Mondnacht · Hyperion · Malte · Gastmahl · Vergil · Seneca · WQ: Pascal · Jenseits von Gut und Böse · Zarathustra · Menschliches, Allzumenschliches · Rilke-Brief 1904 · Romeo und Julia · Sommernachtstraum · Sonnets · Midsummer Night’s Dream · Hamlet · Pride and Prejudice · Emma · Persuasion · Wuthering Heights · Jane Eyre · Sonnets from the Portuguese · The Prophet · An Ideal Husband · WQ: Le Petit Prince · WQ: Terre des hommes · WQ: Montaigne · 1. Korinther 13 · Hohelied 8 · Ruth 1 · Unwiederbringlich · Lehrjahre · Egmont · Heine, Die Heimkehr · Gripsholm · Tonio Kröger · WP: Thomas Mann · Hesse · Fried · Kaléko · WP: Morgenstern · WP: Saint-Exupéry · In Memoriam 27 · WP: In Memoriam · Wander, Liebe · Wander, Lieben · WQ: Laozi · Diogenes Laertius V · WP: Diogenes Laertios · WQ: Monroe · WQ: Dr. Seuss · WQ: Gibran · WQ: Goethe · Ganghofer · § 3 UrhG · § 64 UrhG · § 69 UrhG · WP: Franz Susemihl




