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Bumble Kosten 2026: Boost, Premium, Premium+ und Kündigung

Bumble Kosten 2026: was gratis geht, was Boost und Premium laut App Store kosten, was Premium+ kann und wie du kündigst, bevor du den Account löschst.

Laura Weber
Laura Weber
· 18 Min. Lesezeit

Was kostet Bumble? Wer nach den Bumble Kosten sucht, findet beim Anbieter keine Preisliste. Bumble verweist auf die App: Was Boost, Premium oder Premium+ kosten, zeigt der Bereich „Bezahlplan“ in deinem Profil, also erst nach der Anmeldung. Öffentlich sind nur die Angaben der App-Stores, und die sind lückenhaft.

Wir haben am 8. Oktober 2026 zusammengetragen, was sich belegen lässt: AGB (zuletzt aktualisiert am 17. Juni 2026), Datenschutzrichtlinie, Impressum und Hilfebereich von Bumble, die Einträge im deutschen App Store und bei Google Play sowie die Bedingungen von Apple und Google. Ein Abo haben wir nicht abgeschlossen. Neu seit August 2026 ist außerdem die Regel für die erste Nachricht.

Was kostet Bumble? Die Preise im App Store

Laut Hilfebereich hängen die Kosten für Premium, Premium+, Boost und Zusatzkäufe von Abo-Stufe, Laufzeit und Paketgröße ab; je größer das Paket oder je länger der Plan, desto besser das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Preise selbst nennt Bumble nur in der App (Stand: 8. Oktober 2026). Die deutsche App-Store-Seite listet unter „In-App-Käufe“ zehn Einträge:

Eintrag im App StorePreis
Bumble Premium14,99 € (zweimal gelistet), 16,99 €, 17,99 €, 24,99 €, 29,99 €, 34,99 €
Bumble Boost5,99 € und 6,99 €
2 Bumble SuperSwipes3,49 €
Bumble Premium+nicht gelistet
Spotlightnicht gelistet

Quelle: App-Store-Seite der Bumble-App für Deutschland, Abschnitt „In-App-Käufe“ (Stand: 8. Oktober 2026). Laufzeiten nennt die Liste nicht.

Drei Dinge fallen auf. Erstens fehlen die Laufzeiten: Laut AGB kann Bumble Abos zum Beispiel für eine Woche, einen Monat oder drei Monate anbieten, welcher Betrag wozu gehört, verrät der Store aber nicht. Zweitens fehlt Premium+, einen belegbaren Preis dafür haben wir nicht gefunden. Allerdings zeigt die Seite genau zehn Einträge, so viele wie bei allen anderen Apps, die wir geprüft haben; weitere Angebote und Preise sind also möglich. Drittens stehen für Premium sechs verschiedene Beträge in der Liste. Das kann an verschiedenen Laufzeiten liegen, aber auch an Sonderpreisen, die Bumble laut AGB häufig anbietet.

Google Play nennt nur eine Spanne von 0,29 bis 314,99 Euro bei Abrechnung über Google Play (Stand: 8. Oktober 2026). Feste Monatspreise, wie sie in manchen Übersichten stehen, lassen sich also nicht belegen. Verbindlich ist das Angebot in der App, und bei einem Abo muss der Anbieter dort den Gesamtpreis pro Abrechnungszeitraum nennen (Art. 246a § 1 EGBGB). Mach vor dem Kauf einen Screenshot von Laufzeit und Betrag.

Ist Bumble kostenlos?

Ja, in der Grundversion. Die App ist in beiden Stores kostenlos, und laut AGB lassen sich die Dienste „auch ohne Abonnement“ nutzen. Laut Hilfebereich und App-Store-Beschreibung kannst du ohne Abo ein Profil mit Fotos und Interessen anlegen, im Tab „Leute“ bis zu einem täglichen Like-Limit nach rechts wischen, matchen und mit deinen Matches schreiben, auch per Sprach- oder Videoanruf. Kostenlos sind auch die Basis-Filter nach Alter, Entfernung, Verifizierung, Sprachen und Interessen, einmal am Tag das Verlängern eines Matches und der Snooze-Modus, mit dem du dein Profil ausblendest (Stand: 8. Oktober 2026).

Wie viele Likes am Tag drin sind, nennt Bumble nicht; 24 Stunden nach dem Ausschöpfen ist das Limit wieder voll. Unbegrenzte Likes gibt es erst mit Boost, die Liste, wer dich schon gelikt hat, erst mit Premium.

Werbung gehört dazu: Im App Store ist die App mit dem Hinweis auf Werbung gekennzeichnet, und laut Datenschutzrichtlinie zeigt Bumble mit deiner Einwilligung über das Cookie-Banner personalisierte Anzeigen von Drittanbietern. Einen Gratis-Tarif nur für Frauen oder nur für Männer nennt Bumble nicht, und Promo-Codes lassen sich laut Hilfe derzeit nicht einlösen (Stand jeweils: 8. Oktober 2026). Welche Apps und Singlebörsen ganz ohne Bezahlfunktion auskommen, zeigt unser Überblick zur kostenlosen Partnersuche.

Wer schreibt zuerst? Die neue Regel seit 11. August 2026

Bumble war lange die App, bei der in Matches zwischen Frau und Mann die Frau den ersten Schritt machen musste. Laut einer Pressemitteilung von Bumble Inc. kann seit dem 11. August 2026 weltweit jede Person im Match die erste Nachricht schicken. Erlaubt ist nur eine erste Nachricht, der Chat öffnet sich erst mit der Antwort, und die Antwortfrist stieg von 24 auf 72 Stunden. Viele ältere Beschreibungen der App sind damit überholt.

Laut Hilfe haben nach dem Match beide 72 Stunden Zeit für ihre erste Nachricht. Schreibt eine Person zuerst, hat die andere ab dann 72 Stunden für die Antwort; schreibt niemand, verfällt das Match. Auch eine kleine Mitteilung vor dem Match zählt als erste Nachricht, und die Funktion „Opening Moves“ gibt es nicht mehr (Stand: 8. Oktober 2026).

Für die Kosten heißt das: Den ersten Schritt machst du jetzt auch als Mann ohne Abo. Geld kostet es erst, wenn du mehr Zeit brauchst. Einmal am Tag darfst du ein Match kostenlos um 72 Stunden verlängern, beliebig oft geht das mit Boost, Premium und Premium+, und ein verfallenes Match erneuerst du nur mit Abo.

Boost, Premium, Premium+: Was steckt in den Stufen?

Die drei Abo-Stufen bauen aufeinander auf. Was jeweils dazukommt, laut Übersicht im Hilfebereich (Stand: 8. Oktober 2026):

StufeWas dazukommt
Boostunbegrenzte Likes, pro Woche 5 SuperSwipes und 1 Spotlight, Matches beliebig oft verlängern, verfallene Matches erneuern, Wischer nach links zurücknehmen
Premiumalles aus Boost, dazu sehen, wer dich gelikt hat („Deine Likes“), erweiterte Filter, Inkognito-Modus, Reise-Modus
Premium+alles aus Premium, dazu Auswertung, welche deiner Fotos am besten ankommen, priorisierte Likes, tägliche Hervorhebung zur „Primetime“, pro Woche 2 kleine Mitteilungen, 10 SuperSwipes und 2 Spotlights

Mit dem Reise-Modus verlegst du deinen Standort für sieben Tage virtuell an einen anderen Ort, im Inkognito-Modus sehen dich nur Menschen, die du selbst gelikt hast. Erweiterte Filter, etwa zum Rauchen, funktionieren nur, wenn du die Angabe auch in deinem eigenen Profil gemacht hast. Wie stark „priorisiert“ und „hervorgehoben“ wirken, beziffert Bumble nicht.

Die wöchentlichen SuperSwipes, Spotlights und kleinen Mitteilungen sammeln sich nicht an: Ungenutzte verfallen laut Hilfe jede Woche an dem Wochentag, an dem du das Abo abgeschlossen hast. Laut AGB darf Bumble virtuelle Gegenstände zudem jederzeit ändern oder abschaffen. Die AGB erwähnen auch lebenslange Abos; ob und zu welchem Preis es sie in Deutschland gibt, steht weder in der Hilfe noch im App Store (Stand jeweils: 8. Oktober 2026).

SuperSwipe, Spotlight, kleine Mitteilungen: Was kosten Einzelkäufe?

Neben den Abos verkauft Bumble laut Hilfe Extras in Paketen unterschiedlicher Größe (Stand: 8. Oktober 2026):

  • SuperSwipe: Die andere Person sieht schon vor dem Match hervorgehoben, dass sie dir aufgefallen ist. Zurücknehmen lässt sich ein SuperSwipe nicht.
  • Spotlight: Dein Profil steht für eine bestimmte Zeit ganz oben und wird mehr Menschen in deiner Umgebung gezeigt. Wie lange, nennt die Hilfe nicht.
  • Kleine Mitteilung (früher „Compliments“): eine Nachricht von höchstens 150 Zeichen vor dem Match, etwa zu einem Foto. Einen Chat öffnet sie erst mit einem Match.

Belegen lässt sich nur ein Preis: Im deutschen App Store kosten zwei SuperSwipes 3,49 Euro. Spotlights und kleine Mitteilungen stehen nicht unter den zehn dort gelisteten Einträgen, Münzen oder Coins nennt Bumble in seiner Übersicht nicht (Stand: 8. Oktober 2026). Laut AGB sind Käufe virtueller Gegenstände endgültig und werden nicht erstattet, auch nicht, wenn dein Konto geschlossen wird. Ob dir trotzdem ein gesetzliches Widerrufsrecht zusteht, hängt vor allem davon ab, ob du beim Kauf ausdrücklich zugestimmt hast, dass die Leistung sofort beginnt, und bestätigt hast, dass du dadurch dein Widerrufsrecht verlierst (§ 356 Abs. 5 und 6 BGB).

Warum zahlt nicht jeder denselben Preis?

Einen Einheitspreis verspricht Bumble nicht. Laut AGB variieren die Preise „je nach einer Reihe von Faktoren“, und Bumble biete häufig Sonderpreise an, „die je nach Region, Dauer des Abonnements, Größe des Pakets und mehr variieren können“. Sonderangebote erscheinen laut Hilfe als Banner in der App (Stand jeweils: 8. Oktober 2026).

Ob Bumble Preise für einzelne Personen anpasst, sagen die öffentlichen Unterlagen nicht. In der Datenschutzrichtlinie fanden wir keinen Verarbeitungszweck wie individuelle Rabatte (Stand: 8. Oktober 2026), anders als bei Tinder, wie unser Artikel zu den Tinder-Kosten zeigt. Wurde ein Preis automatisiert personalisiert, muss der Anbieter dich vor dem Kauf darauf hinweisen (Art. 246a § 1 Abs. 1 Nr. 6 EGBGB).

Preise können auch steigen: Laut AGB verlängert sich ein Abo zum dann gültigen Preis, über Änderungen informiert dich Bumble mit der Möglichkeit zu kündigen. Apple kündigt Preiserhöhungen laut seinen Bedingungen mindestens 30 Tage vorher per E-Mail an. Bei Google Play gilt ein höherer Preis ab der nächsten Abbuchung nur, wenn du mindestens 30 Tage vorher informiert wurdest, sonst erst ab der übernächsten (Stand jeweils: 8. Oktober 2026).

Verlängert sich Bumble Premium automatisch?

Ja. Laut AGB verlängert sich ein Abo am Ende der Laufzeit automatisch um eine weitere Laufzeit gleicher Dauer, zum dann gültigen Preis. Laut Hilfe musst du mindestens 24 Stunden vor dem Verlängerungsdatum kündigen (Stand: 8. Oktober 2026). Zur Einordnung: Für Verträge seit dem 1. März 2022 erlaubt das AGB-Recht eine stillschweigende Verlängerung nur auf unbestimmte Zeit, und der verlängerte Vertrag muss jederzeit mit höchstens einem Monat Frist kündbar sein (§ 309 Nr. 9 BGB).

Auch eine kostenlose Testversion kann laut AGB in ein bezahltes Abo übergehen. Kündigen musst du rechtzeitig vor dem Ende des Testzeitraums, bei Apple laut dessen Bedingungen spätestens 24 Stunden vorher; Konto oder App zu löschen reicht nicht. Wer schon einmal über Apple oder Google eine Bumble-Testversion hatte, bekommt laut AGB keine zweite, sondern wird direkt für ein bezahltes Abo angemeldet. Ob dir eine Testversion angeboten wird, zeigt die App; ein konkretes Angebot fanden wir auf den öffentlichen Seiten nicht. Bei Google Play endet der Zugriff laut Google-Bedingungen in der Regel sofort, wenn du ein Probeabo kündigst.

Für Store-Abos gelten in Deutschland eigene Regeln (Stand jeweils: 8. Oktober 2026):

  • Apple: Ein Abo kannst du laut Apple jederzeit über den Apple Support mit sofortiger Wirkung kündigen und bekommst den Rest anteilig zurück.
  • Google Play: Sofort kündigen mit teilweiser Erstattung geht laut Google nur bei Abos seit dem 1. März 2022, die länger als einen Monat abgerechnet werden, und erst nach der ersten Laufzeit. Von Bumbles Beispiel-Laufzeiten käme dafür nur ein Dreimonatsabo infrage.

Bumble Premium kündigen: So geht’s bei Apple, Google und Bumble

Gekündigt wird dort, wo du bezahlt hast. Im App Store ist laut Apple-Bedingungen die Apple Distribution International Ltd. der Händler, bei Google Play bietet die Google Commerce Limited die Inhalte an, beide mit Sitz in Irland (Stand jeweils: 8. Oktober 2026).

Auf dem iPhone (App Store)

  1. Öffne die Einstellungen und tippe oben auf deinen Namen.
  2. Tippe auf „Abonnements“ und wähle Bumble.
  3. Tippe auf „Abo kündigen“. Fehlt die Taste oder steht ein Ablaufhinweis in roter Schrift da, ist das Abo laut Apple schon gekündigt.

Auf Android (Google Play)

  1. Öffne die Google-Play-App und tippe auf dein Profilsymbol.
  2. Geh zu „Zahlungen & Abos“ und dann zu „Abos“.
  3. Wähle Bumble und tippe auf „Abo kündigen“.

Direkt bei Bumble oder über die Website

Hast du per Karte, PayPal oder Apple Pay direkt bei Bumble bezahlt, kündigst du laut Hilfe in der App: Profilsymbol, „Abodetails“, „Abo-Verwaltung“. Kommst du nicht mehr in die App, hilft der Support; die Browser-Version Bumble Web gibt es laut Hilfe nicht mehr (Stand: 8. Oktober 2026).

Im Seitenfuß der Bumble-Website steht außerdem der Link „Verträge hier kündigen“. Er öffnet ein Formular, in dem „Abo kündigen“ vorausgewählt ist: Du gibst unter anderem Name, E-Mail-Adresse und Plattform an, optional die Bestellnummer, wählst den Tag, zu dem du kündigen willst, und schickst es mit „Jetzt kündigen“ ab (Stand: 8. Oktober 2026). Wo das Gesetz eine solche Schaltfläche vorschreibt, muss der Anbieter sofort elektronisch bestätigen, was gekündigt wurde, wann die Kündigung einging und wann der Vertrag endet (§ 312k BGB). Ob Bumble so antwortet, konnten wir ohne Abo nicht prüfen; mach vor dem Absenden einen Screenshot. Store-Abos kündigst du laut AGB trotzdem im Store.

Nach der Kündigung bleiben dir die bezahlten Funktionen laut Hilfe bis zum Ende der Laufzeit, und laut AGB bleibt dein Profil bestehen.

Geld zurück? Erstattung und Widerruf bei Bumble

Grundsätzlich sind Zahlungen laut AGB nicht erstattungsfähig. Für Abonnentinnen und Abonnenten außerhalb der USA gibt es aber eine Ausnahme: Ein Wochenabo bekommst du laut AGB erstattet, wenn du innerhalb der ersten sechs Tage nach Beginn einen Antrag stellst, ein Monats- oder längeres Abo innerhalb der ersten 14 Tage. Abgezogen wird der Wert der genutzten Zeit. Für Verlängerungen und gesperrte Mitglieder gibt es nichts zurück, und den Antrag musst du zusätzlich zur Kündigung stellen (Stand: 8. Oktober 2026). Wohin du dich wendest, hängt vom Kaufweg ab:

  • Apple: Erstattungen laufen laut AGB über Apple. Beantragen kannst du sie laut Apple auf reportaproblem.apple.com unter „Ich möchte“ und „Eine Rückerstattung beantragen“. Den Widerruf erklärst du laut Apple-Bedingungen binnen 14 Tagen nach Erhalt der Rechnung in der „Kaufhistorie“ über „Transaktion widerrufen“, bei Abos nur nach dem ersten Abschluss. Ausgeschlossen ist er laut Apple, wenn die Lieferung mit deiner ausdrücklichen Zustimmung und deiner Kenntnisnahme begonnen hat, dass du dadurch dein Widerrufsrecht verlierst.
  • Google Play: Die Erstattung bearbeitet laut AGB Google, laut Bumble-Hilfe über „Zahlungen & Abos“, „Abos“, den Bumble-Kauf und „Erstattung beantragen“. Laut Google-Play-Bedingungen verzichtest du beim Kauf digitaler Inhalte, auch bei Abos dafür, auf das Widerrufsrecht; für Dienstleistungen gilt es 14 Tage. Wie Google ein Dating-Abo einordnet, steht dort nicht.
  • Direkt bei Bumble: Hier hilft der Support. Nenne Bestellnummer, die E-Mail-Adresse oder Handynummer des Kontos, deine Bumble-User-ID und die Zahlungsmethode.

Bewilligen Apple oder Google eine Erstattung, kann der Zugriff auf das Abo laut Hilfe sofort enden (Stand jeweils: 8. Oktober 2026).

Willst du in der Frist dein Geld zurück, erkläre ausdrücklich den Widerruf, eine Kündigung reicht nicht. Die 14-tägige Widerrufsfrist (§ 355 BGB) beginnt erst mit ordnungsgemäßer Belehrung, das Recht erlischt aber spätestens zwölf Monate und 14 Tage nach Vertragsschluss (§ 356 Abs. 3 und 4 BGB). Bei Käufen über Apple oder Google regeln deren Bedingungen den Widerruf (siehe oben); was Bumble bei einem Direktkauf zum Widerruf anzeigt, konnten wir ohne Kauf nicht prüfen. Seit dem 19. Juni 2026 muss bei Verträgen über eine Website oder App während der Frist eine Widerrufsfunktion bereitstehen (§ 356a BGB).

Hast du verlangt, dass eine Dienstleistung sofort beginnt, und wurdest du ordnungsgemäß belehrt, schuldest du nach dem Widerruf Wertersatz, grundsätzlich zeitanteilig berechnet. Was das in Euro heißen kann, erklärt unser Ratgeber zu seriösen Dating-Apps. Das ist Orientierung, keine Rechtsberatung; bei Streit hilft die Verbraucherzentrale.

Bumble-Account löschen: Erst kündigen, dann löschen

Den Account löschst du laut Hilfe in der App: Profilsymbol, Zahnrad, ganz nach unten scrollen, „Account löschen“, Grund angeben, bestätigen. Die App zu deinstallieren löscht das Profil nicht (Stand: 8. Oktober 2026).

Was dabei mit einem Abo passiert, beschreiben die AGB an drei Stellen unterschiedlich. Unter „Zahlungsbedingungen“ steht, das Löschen von Konto oder App kündige das Abo nicht. Im Absatz zu Rückerstattungen heißt es, beim Löschen werde ein bestehendes Abo sofort beendet und die restlichen Vorteile verfielen ohne Erstattung. Unter „Kündigung und Rechtsmittel“ steht, das Abo laufe bis zum Ende des bezahlten Zeitraums weiter, Store-Abos müsse man zusätzlich kündigen, um weitere Rechnungen zu vermeiden. Die englische Fassung, die laut AGB bei Abweichungen gilt, enthält dieselben drei Aussagen. Die Hilfe ist klarer: Abos würden „nicht unbedingt automatisch gekündigt“, ein Abo aus dem App Store durch das Löschen nicht automatisch (Stand jeweils: 8. Oktober 2026). Mit dieser Reihenfolge musst du dich auf keine der Aussagen verlassen:

  1. Abo kündigen: im Store oder in der App unter „Abo-Verwaltung“.
  2. Bestätigung sichern: als E-Mail oder Screenshot.
  3. Extras aufbrauchen: Für ungenutzte SuperSwipes und Spotlights gibt es laut AGB kein Geld zurück.
  4. Erst dann den Account löschen.

Laut Hilfe lässt sich ein gelöschter Account 28 Tage lang über den Support wiederherstellen. Laut Datenschutzrichtlinie werden fast alle Profildaten 28 Tage nach dem Löschen entfernt, Daten zu In-App-Käufen bewahrt Bumble aber aus steuerlichen und buchhalterischen Gründen zehn Jahre auf. Für eine Pause musst du nicht löschen: Im Snooze-Modus blendest du dein Profil aus und behältst deine Matches, nur Matches ohne laufenden Chat verfallen. Ein Abo pausiert der Snooze-Modus laut Hilfe nicht (Stand jeweils: 8. Oktober 2026).

Wer steckt hinter Bumble?

Diensteanbieter ist laut Impressum die Bumble Holding Limited in London. Im App Store hat sie sich als Händlerin der App ausgewiesen, bei Google Play ist sie als Entwicklerin eingetragen; In-App-Käufe verkauft im App Store trotzdem Apple. Eine eigene Vertragspartnerin für die EU benennen die AGB nicht. Vertragspartner ist danach die „Bumble Group“, zu der unter anderem die Bumble Holding Limited, Gesellschaften in den USA und die Social Online Payments Limited in Irland gehören. Die Muttergesellschaft Bumble Inc. steht laut eigener Darstellung auch hinter Badoo und BFF (Stand jeweils: 8. Oktober 2026).

Nutzen darf Bumble laut AGB, wer mindestens 18 Jahre alt ist; der App Store gibt die App ab 18 frei, Google Play mit „USK ab 18 Jahren“ (Stand: 8. Oktober 2026).

Für wen ist Bumble geeignet?

Eine Empfehlung geben wir nicht, aber die Angaben des Anbieters zeigen, wofür das Konzept gedacht ist. Laut Startseite will Bumble Mitgliedern helfen, „echte und erfüllende Beziehungen“ zu finden. Im Profil gibst du unter „Was ich suche“ bis zu zwei Dating-Absichten an, von fester Beziehung bis lockerem Dating; gesucht wird über Fotos, Profilangaben und Wischen im Umkreis (Stand: 8. Oktober 2026).

Das kommt dir entgegen, wenn du schnell Menschen in deiner Nähe sehen willst und einen klaren Rahmen magst: eine erste Nachricht, eine Frist, dann der Chat, seit August für alle. Weniger passt es, wenn du dir Partnervorschläge nach einem ausführlichen Fragebogen wünschst. Welche Arten von Apps es gibt, zeigt unser Dating-App-Vergleich, wie Hinge seine Abos aufbaut, unser Artikel zu den Hinge-Kosten.

Genutzt werden Dating-Apps vor allem von Jüngeren. In einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research im Januar 2026 im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.449 Internetnutzerinnen und -nutzern ab 16 Jahren durchgeführt hat, hatten 49 Prozent der 16- bis 29-Jährigen Dating-Apps wie Tinder, Bumble oder Hinge genutzt (Bitkom, 10. Februar 2026); nach Apps aufgeschlüsselt ist das nicht.

Lohnt sich Bumble Premium?

Ein Abo ändert nichts daran, wer in deiner Umgebung aktiv ist, es kauft Komfort und Sichtbarkeit. Eine öffentlich zugängliche Erhebung, ob Zahlende schneller jemanden finden, haben wir nicht gefunden, und eine Garantie für die Kompatibilität von Matches schließt Bumble in den AGB aus. Entscheidend ist, was dich an der Gratis-Version stört:

  • Dir gehen die Likes aus oder Matches verfallen: Das deckt Boost ab.
  • Du willst sehen, wer dich gelikt hat, oder brauchst Reise- und Inkognito-Modus: Das gibt es ab Premium.
  • Du willst mehr Sichtbarkeit: Premium+ priorisiert deine Likes, garantiert aber keine Matches.
  • Du bekommst kaum Matches: Prüf zuerst Fotos und Profiltext, das kostet nichts.

Wenn du zahlst, nimm die kürzeste Laufzeit und schalte die Verlängerung gleich nach dem Kauf ab; die bezahlte Zeit bleibt dir. Prüf nach der ersten Laufzeit die Abbuchung. Männer zahlen beim Online-Dating übrigens häufiger: Laut Bitkom-Umfrage hatten 20 Prozent der männlichen, aber nur 9 Prozent der weiblichen Internetnutzer schon kostenpflichtige Angebote genutzt.

Kein Abo schützt vor Liebesbetrug. Wer schnell große Gefühle beteuert und dann um Geld bittet, folgt einem bekannten Muster, wie unser Report zu Love Scamming und Romance Scam zeigt. Und wenn dich das Wischen eher erschöpft als freut, ist eine Pause womöglich sinnvoller als eine höhere Stufe; Ideen sammelt unser Artikel Menschen kennenlernen ohne Dating-Apps.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bumble ist in der Grundversion kostenlos: Profil, Likes bis zum Tageslimit, Matches und Chats. Seit dem 11. August 2026 darf jede Person im Match die erste Nachricht schicken, die Antwortfrist beträgt 72 Stunden.
  • Bumble veröffentlicht keine Preisliste. Unter den zehn In-App-Käufen, die der deutsche App Store zeigt, stehen Premium zu Beträgen zwischen 14,99 und 34,99 Euro und Boost zu 5,99 und 6,99 Euro, jeweils ohne Laufzeit, Premium+ nicht; weitere Preise sind möglich (Stand: 8. Oktober 2026).
  • Preise können sich unterscheiden: Laut AGB variieren Sonderpreise nach Region, Laufzeit, Paketgröße und mehr.
  • Abos verlängern sich automatisch. Kündige mindestens 24 Stunden vor dem Verlängerungsdatum dort, wo du bezahlt hast: bei Apple, bei Google Play oder in der App.
  • Beim Löschen des Accounts widersprechen sich die AGB. Erst kündigen, Extras aufbrauchen, dann löschen.
  • Außerhalb der USA sehen die AGB auf Antrag eine Erstattung vor, bei Wochenabos binnen sechs und bei längeren Abos binnen 14 Tagen, abzüglich der genutzten Zeit; bei Käufen über Apple oder Google bearbeitet der Store den Antrag.

Quellen und Stand: AGB von Bumble (zuletzt aktualisiert am 17. Juni 2026, deutsche und englische Fassung), Datenschutzrichtlinie, Impressum, Startseite, Kündigungsformular und Hilfebereich von Bumble; Pressemitteilung von Bumble Inc. vom 11. August 2026; App-Store-Seite (Deutschland) und Google-Play-Seite der Bumble-App; Bedingungen der Apple Media Services (Stand: 14. September 2026) und Hilfeseiten von Apple; Google-Play-Nutzungsbedingungen (5. November 2025) und Google-Play-Hilfe; Bitkom, Presseinformation vom 10. Februar 2026; § 309, § 312k, § 355, § 356 und § 356a BGB, Art. 246a § 1 EGBGB. Anbieterangaben geprüft am 8. Oktober 2026.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet Bumble Premium?

Bumble nennt auf seiner Website keine Preise, alle Preisdetails zeigt die App im Bereich „Bezahlplan“. Unter den zehn In-App-Käufen, die die deutsche App-Store-Seite am 8. Oktober 2026 zeigte, waren Bumble Premium für 14,99, 16,99, 17,99, 24,99, 29,99 und 34,99 Euro und Bumble Boost für 5,99 und 6,99 Euro, jeweils ohne Laufzeit; Premium+ war nicht darunter, weitere Preise sind möglich. Google Play nennt nur eine Spanne von 0,29 bis 314,99 Euro. Dein Preis kann abweichen, weil Bumble laut AGB Sonderpreise je nach Region, Laufzeit, Paketgröße und mehr anbietet. Verbindlich ist, was dir die App vor dem Kauf anzeigt.

Ist Bumble kostenlos?

Ja, in der Grundversion. Laut AGB lässt sich Bumble auch ohne Abonnement nutzen: Du legst ein Profil an, likst bis zu einem täglichen Limit, matchst und chattest mit deinen Matches. Seit dem 11. August 2026 darf dabei jede Person im Match die erste Nachricht schicken, das Gegenüber hat 72 Stunden Zeit für die Antwort. Einmal am Tag kannst du ein Match kostenlos verlängern. Unbegrenzte Likes, sehen, wer dich gelikt hat, sowie Reise- und Inkognito-Modus kosten Geld (Stand: 8. Oktober 2026).

Was bringt Bumble Premium?

Bumble hat drei Abo-Stufen. Boost bringt laut Hilfe unbegrenzte Likes, pro Woche 5 SuperSwipes und 1 Spotlight, beliebig viele Match-Verlängerungen, das Erneuern abgelaufener Matches und das Zurücknehmen von Wischern nach links. Premium enthält alles aus Boost und zeigt dir zusätzlich, wer dich gelikt hat, dazu kommen erweiterte Filter, Inkognito- und Reise-Modus. Premium+ priorisiert außerdem deine Likes, hebt dein Profil täglich hervor und enthält pro Woche 10 SuperSwipes, 2 Spotlights und 2 kleine Mitteilungen. Eine Garantie für Matches gibt es mit keiner Stufe (Stand: 8. Oktober 2026).

Wie kündige ich Bumble Premium?

Dort, wo du bezahlt hast, und laut Bumble mindestens 24 Stunden vor dem Verlängerungsdatum. Auf dem iPhone tippst du in den Einstellungen auf deinen Namen, dann auf „Abonnements“, wählst Bumble und tippst auf „Abo kündigen“. Bei Google Play gehst du über dein Profilsymbol zu „Zahlungen & Abos“ und „Abos“, wählst Bumble und tippst auf „Abo kündigen“. Hast du direkt bei Bumble per Karte, PayPal oder Apple Pay bezahlt, kündigst du in der App unter „Abodetails“ und „Abo-Verwaltung“. Auf der Website steht zudem der Link „Verträge hier kündigen“. Die App zu löschen ist keine Kündigung (Stand: 8. Oktober 2026).

Wird mein Bumble-Abo gekündigt, wenn ich den Account lösche?

Verlass dich nicht darauf. Die AGB sagen an einer Stelle, das Löschen von Konto oder App kündige das Abo nicht, an einer anderen, ein Abo ende beim Löschen sofort und die restlichen Vorteile verfielen ohne Erstattung, an einer dritten, das Abo laufe bis zum Ende des bezahlten Zeitraums weiter und Store-Abos müsse man zusätzlich kündigen. Laut Hilfe wird ein Abo aus dem App Store durch das Löschen nicht automatisch gekündigt. Kündige deshalb zuerst im Store oder in der App, sichere die Bestätigung, brauch SuperSwipes und Spotlights auf und lösche erst dann den Account (Stand: 8. Oktober 2026).

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