Was kostet Tinder? Wer nach den Tinder Kosten sucht, stößt zuerst auf eine Lücke: Tinder selbst veröffentlicht keine Preisliste. Die Abo-Seite beschreibt, was Plus, Gold und Platinum können, nennt aber keinen Euro-Betrag. Den Preis siehst du erst in der App, kurz vor dem Kauf, und er ist nicht für alle gleich.
Wir haben deshalb am 8. Oktober 2026 zusammengetragen, was sich öffentlich belegen lässt: die Preise im deutschen App Store und bei Google Play, Tinders Nutzungsbedingungen, FAQ und Hilfeseiten sowie die Bedingungen von Apple und Google. Preise ändern sich, deshalb steht bei jeder Anbieterangabe das Prüfdatum.
Was kostet Tinder? Die Preise im App Store
Auf der Abo-Seite und in der FAQ nennt Tinder keine Preise (Stand: 8. Oktober 2026). Öffentlich einsehbare Beträge gibt es nur in den App-Stores. Die deutsche App-Store-Seite von Tinder führt unter „In-App-Käufe“ zehn Einträge mit Preis auf:
| Eintrag im App Store | Preis |
|---|---|
| Tinder Gold | 13,99 € (zweimal gelistet), 16,49 €, 27,49 € |
| Tinder Platinum | 32,99 € |
| Tinder Plus | nicht gelistet |
| 1 Boost | 7,99 € und 9,99 € |
| 5 Super Likes | 5,99 € und 9,99 € |
| 3 Super-Likes | 11,99 € |
Quelle: App-Store-Seite von Tinder für Deutschland, Abschnitt „In-App-Käufe“ (Stand: 8. Oktober 2026). Laufzeiten nennt die Liste nicht.
Drei Dinge fallen auf. Erstens fehlen die Laufzeiten: Ob 13,99 Euro für eine Woche oder einen Monat gelten, verrät die Liste nicht. Dass es verschiedene Laufzeiten gibt, bestätigt Tinder selbst: Die Hilfeseiten erwähnen Wochenabos und als Beispiel ein sechsmonatiges Plus-Abo. Zweitens fehlt Tinder Plus. Einen belegbaren Preis für die kleinste Stufe haben wir nicht gefunden. Drittens stehen für gleich benannte Artikel verschiedene Preise in der Liste. Das passt zu dem, was Tinder über seine Preisgestaltung schreibt (dazu weiter unten).
Google Play nennt nur eine Spanne: In-App-Käufe kosten dort bei Abrechnung über Google Play zwischen 0,29 und 324,99 Euro (Stand: 8. Oktober 2026). Welche Stufe und Laufzeit am oberen Ende stehen, lässt sich daraus nicht ablesen.
Feste Monatspreise für Plus, Gold und Platinum, wie sie in manchen Übersichten stehen, lassen sich aus öffentlichen Quellen also nicht belegen. Maßgeblich ist das Angebot in der App. Bei Online-Verträgen muss ein Anbieter für ein Abo den Gesamtpreis pro Abrechnungszeitraum nennen und darauf hinweisen, wenn ein Preis automatisiert personalisiert wurde (Art. 246a § 1 EGBGB). Mach vor dem Kauf einen Screenshot von Laufzeit und Gesamtbetrag.
Kann man Tinder auch kostenlos nutzen?
Ja. Die App ist im App Store und bei Google Play kostenlos, im Browser nutzt du Tinder auf tinder.com. Laut FAQ sind „die Basics (Profil erstellen, Leute liken, matchen)“ kostenlos, und laut Hilfeseite kannst du mit der Gratis-Version „matchen, chatten und Leute kennenlernen“. Deine Präferenzen wie Alter, Entfernung und Orientierung legst du in den Discovery-Einstellungen fest; zu den Abo-Funktionen zählt Tinder das nicht (Stand: 8. Oktober 2026).
Die Gratis-Version hat drei spürbare Grenzen:
- Likes: Unbegrenzte Likes gibt es erst mit Plus. Wie viele Likes die kostenlose Version erlaubt, nennt Tinder auf den geprüften Seiten nicht.
- Werbung: Im Gegenzug für die kostenlose Nutzung stimmst du laut Nutzungsbedingungen zu, dass Tinder und seine Partner Werbung in der App schalten. Google Play kennzeichnet die App mit „Enthält Werbung“.
- Komfort: Wer dich schon gelikt hat, zeigt erst Gold. Einen versehentlichen Wisch nimmst du laut Hilfeseite nur mit Abo zurück.
Kostenlos sind auch die Sicherheitsfunktionen: Laut FAQ kannst du deine Fotos verifizieren lassen und in jedem Match und Chat andere blockieren oder melden (Stand: 8. Oktober 2026). Das wichtigste Warnzeichen musst du aber selbst erkennen. Wer schnell große Gefühle beteuert und dann um Geld bittet, folgt dem Muster des Liebesbetrugs, wie unser Report zu Love Scamming und Romance Scam zeigt.
Welche Singlebörsen und Apps ganz ohne Bezahlfunktion auskommen, steht in unserem Überblick Partnersuche kostenlos.
Plus, Gold, Platinum: Was steckt in den Abos?
Die drei Stufen bauen aufeinander auf. Was jeweils dazukommt, laut Abo-Seite, FAQ und Hilfeseiten von Tinder (Stand: 8. Oktober 2026):
| Stufe | Was dazukommt |
|---|---|
| Tinder Plus | unbegrenzte Likes, Swipes zurücknehmen, Passport, keine Werbung, Inkognito-Modus |
| Tinder Gold | alles aus Plus, dazu sehen, wer dich gelikt hat, wöchentliche Super-Likes, ein Boost pro Monat |
| Tinder Platinum | alles aus Gold, dazu priorisierte Likes; laut FAQ auch Nachrichten vor dem Match |
Mit Passport lernst du Menschen an einem anderen Ort kennen, bevor du dort ankommst, und im Inkognito-Modus sehen dich nur Leute, die du selbst gelikt hast. Mit Platinum werden deine Likes laut Hilfeseite schneller gesehen als die von Mitgliedern ohne Platinum. Eine Garantie, dass deine Likes überhaupt gesehen werden, gibt Tinder ausdrücklich nicht.
Das Kleingedruckte steht in den Hilfeseiten: Der monatliche Boost fehlt in Wochenabos und wegen Tests auch in manchen Gold-Abos, und wegen Tests kann auch in Plus gelegentlich Werbung erscheinen. Gratis-Super-Likes und der monatliche Boost verfallen, wenn du sie nicht nutzt. Außerdem behält sich Tinder in den Nutzungsbedingungen vor, die Funktionen der Abo-Tarife jederzeit zu ändern. Was dein Abo enthält, zeigen die Abo-Details in der App (Stand jeweils: 8. Oktober 2026).
Nach oben wechseln kannst du laut Tinder-Hilfe direkt in der App, aber nur mit derselben Laufzeit: Aus sechs Monaten Plus werden sechs Monate Gold oder Platinum. Nach unten geht es nur bei Apple, und zwar zum Ende der Laufzeit. Bei Google Play und auf tinder.com musst du kündigen, das Abo auslaufen lassen und neu abschließen (Stand: 8. Oktober 2026).
Super-Likes und Boosts: Was kosten Einzelkäufe?
Neben den Abos verkauft Tinder sogenannte Verbrauchs-Items: Super-Likes, Boosts und Super Boosts. Mit einem Super-Like wird dein Profil der anderen Person laut Hilfeseite bevorzugt angezeigt. Ein Boost bringt dich laut Tinder für 30 Minuten unter die Top-Profile in deiner Umgebung. Die versprochenen „bis zu“ zehnmal so vielen Profilaufrufe sind eine Obergrenze; wie oft sie erreicht wird, sagt Tinder nicht.
Im deutschen App Store kostet ein Boost 7,99 oder 9,99 Euro, fünf Super-Likes kosten 5,99 oder 9,99 Euro, drei Super-Likes 11,99 Euro (Stand: 8. Oktober 2026). Welche Pakete dir angeboten werden, siehst du in der App unter „Einstellungen“.
Zwei Regeln solltest du kennen. Laut Nutzungsbedingungen sind Käufe virtueller Gegenstände wie Super-Likes und Boosts endgültig und werden nicht erstattet. Und wer sein Konto löscht und ein neues anlegt, verliert laut Hilfeseite alle gekauften Verbrauchs-Items (Stand: 8. Oktober 2026). Ob dir im Einzelfall trotzdem ein gesetzliches Widerrufsrecht zusteht, hängt vor allem davon ab, ob du beim Kauf ausdrücklich zugestimmt hast, dass die Leistung sofort beginnt, und bestätigt hast, dass du dadurch dein Widerrufsrecht verlierst (§ 356 Abs. 5 und 6 BGB). Im Streit hilft die Verbraucherzentrale.
Warum zahlt nicht jeder denselben Preis?
Zwei Menschen in derselben Stadt sehen für Tinder Gold nicht unbedingt denselben Betrag. Das steht in den Nutzungsbedingungen: Tinder biete „häufig Sondertarife an, die je nach Region, Abonnementdauer, Bundlegröße, früheren Käufen, Kontoaktivitäten usw. variieren können“ (Stand: 8. Oktober 2026).
Wie das in der Praxis aussah, hat die EU-Kommission 2024 beschrieben. Nach einem Dialog mit der Kommission und den nationalen Verbraucherschutzbehörden des CPC-Netzes hat Tinder zugesagt, offenzulegen, dass Preisnachlässe für Premium mit automatisierten Verfahren personalisiert werden. Tinder nutze solche Verfahren etwa, um Menschen zu erkennen, die wenig Interesse gezeigt haben, Premium zum Standardpreis zu kaufen, und biete ihnen dann persönliche Rabatte an. Bis Mitte April 2024 wollte Tinder demnach klar darüber informieren, auch darüber, warum jemand einen Rabatt bekommt, und altersabhängige personalisierte Preise nicht mehr ohne klare Vorabinformation verwenden. Niedrigere altersabhängige Preise hatte Tinder laut Kommission bis April 2022 angeboten, ohne die Nutzer zu informieren, und diese Praxis vor Beginn der Untersuchung eingestellt (Pressemitteilung der EU-Kommission vom 7. März 2024). Wie Tinder die Zusagen heute umsetzt, konnten wir ohne eigenes Konto nicht prüfen. In seiner Datenschutzrichtlinie (gültig ab 31. März 2026) nennt Tinder als Zweck der Datenverarbeitung aber ausdrücklich, Rabatte anzubieten und Preise individuell anzupassen, soweit das rechtlich zulässig ist; genutzt werden dafür unter anderem Konto-, Profil-, Kauf- und Nutzungsdaten (Stand: 8. Oktober 2026).
Für dich hat das zwei Folgen. Laut Nutzungsbedingungen kann der Preis nach einem vergünstigten Werbeangebot ab der ersten Verlängerung steigen, und ohne Kündigung läuft das Abo zum vollen, beim Kauf angegebenen Preis weiter. Notiere dir also, was du gezahlt hast, und prüf nach der ersten Laufzeit die Abbuchung.
Verlängert sich ein Tinder-Abo automatisch?
Ja. Laut Nutzungsbedingungen verlängert sich jedes Abo automatisch, bis du kündigst, und zwar zu dem Preis und für den Zeitraum, denen du beim Abschluss zugestimmt hast. Für Abonnentinnen und Abonnenten mit Wohnsitz in Deutschland steht dort ein Zusatz: Nach der Verlängerung kannst du mit einer Frist von einem Monat kündigen (Stand: 8. Oktober 2026). Zur Einordnung: Für Verträge seit dem 1. März 2022 darf sich ein Abo laut AGB-Recht stillschweigend nur auf unbestimmte Zeit verlängern und ist dann jederzeit mit höchstens einem Monat Frist kündbar (§ 309 Nr. 9 BGB).
Bei Käufen über die Stores kommen deren Regeln dazu:
- Apple bucht laut Tinders App-Store-Beschreibung 24 Stunden vor Ablauf der Laufzeit für die Verlängerung ab. Kündige also nicht erst am letzten Tag. In Deutschland kannst du ein Abo laut Apple außerdem jederzeit über den Apple Support mit sofortiger Wirkung kündigen und bekommst eine anteilige Erstattung.
- Google Play erlaubt in Deutschland die sofortige Kündigung mit anteiliger Erstattung für Abos, die seit dem 1. März 2022 abgeschlossen wurden, länger als monatlich abgerechnet werden und deren erste Laufzeit vorbei ist.
- Über Preiserhöhungen informiert dich Apple laut seinen Bedingungen mindestens 30 Tage vorher per E-Mail. Bei Google Play gilt ein höherer Preis ab der nächsten Abbuchung nur, wenn du mindestens 30 Tage vorher informiert wurdest, sonst erst ab der übernächsten (Stand jeweils: 8. Oktober 2026).
Tinder-Abo kündigen: So geht’s bei Apple, Google und Tinder
Gekündigt wird dort, wo du bezahlt hast. Bei Abos über Apple oder Google ist der Store dein Verkäufer, laut den Bedingungen von Apple die Apple Distribution International Ltd., laut Google die Google Commerce Limited, beide mit Sitz in Irland. Wer direkt bei Tinder zahlt, schließt den Vertrag in der EU mit der MTCH Technology Services Limited in Dublin. Welcher Weg deiner ist, verrät laut Tinder-Hilfe die Bestellnummer: MK steht für Apple, GPA für Google Play, TNDR für tinder.com oder die Zahlung per Kreditkarte in der Android-App (Stand jeweils: 8. Oktober 2026).
Auf dem iPhone (Apple)
- Öffne die Einstellungen und tippe auf deinen Namen.
- Tippe auf „Abonnements“ und wähle Tinder aus.
- Tippe auf „Abo kündigen“. Siehst du keine solche Taste oder einen Ablaufhinweis in roter Schrift, ist das Abo laut Apple schon gekündigt.
Auf Android (Google Play)
- Öffne die Google-Play-App und tippe oben rechts auf dein Profilbild.
- Geh zu „Zahlungen & Abos“ und dann zu „Abos“.
- Wähle Tinder, tippe auf „Abo kündigen“ und folge der Anleitung.
Direkt bei Tinder (Karte oder PayPal)
Hast du in der Android-App per Kreditkarte oder PayPal oder auf tinder.com bezahlt, tippst du in der App oder nach dem Login auf tinder.com auf dein Profilsymbol, wählst „Abrechnungskonto verwalten“, dann das Abo und „Abonnement kündigen“. Für Abos, die über eine Website geschlossen werden, schreibt das Gesetz außerdem eine Kündigungsschaltfläche vor (§ 312k BGB).
Tinder Gold kündigen funktioniert genauso wie Plus oder Platinum. Die Funktionen bleiben dir bis zum Ende der bezahlten Laufzeit. Zwei Fallen nennt Tinder selbst: Das Deinstallieren der App kündigt kein Abo, und wer vom iPhone auf Android gewechselt ist, muss auf dem alten System kündigen. Findest du das Abo nicht, such laut Apple in deinen E-Mails nach „Beleg von Apple“ oder „Rechnung von Apple“; dort steht, mit welchem Account du gekauft hast.
Geld zurück? Widerruf und Erstattung bei Tinder
Laut Nutzungsbedingungen haben Abonnentinnen und Abonnenten in der EU innerhalb von 14 Tagen nach Beginn des Abos Anspruch auf eine vollständige Rückerstattung. Wie du sie bekommst, hängt vom Kaufweg ab (Stand jeweils: 8. Oktober 2026):
- Apple: Erstattungen laufen laut Tinder über Apple, nicht über Tinder, und Apple entscheidet darüber nach eigenen Regeln. Beantragen kannst du sie laut Apple auf reportaproblem.apple.com unter „Ich möchte“ und „Eine Rückerstattung beantragen“. Den Widerruf erklärst du laut Apples Bedingungen binnen 14 Tagen nach Erhalt der Rechnung in der „Kaufhistorie“ deines Apple Accounts über „Transaktion widerrufen“, bei Abos nur nach dem ersten Abschluss, nicht nach einer Verlängerung. Ausgeschlossen ist er laut Apple, wenn die Lieferung mit deiner ausdrücklichen Zustimmung und deiner Kenntnisnahme begonnen hat, dass du dadurch dein Widerrufsrecht verlierst.
- Google Play: Ob du dort Geld zurückbekommst, kann laut Googles Erstattungsrichtlinien für den EWR davon abhängen, wie viel Zeit seit dem Kauf vergangen ist; du kannst dich auch direkt an den Entwickler wenden. Die Tinder-Hilfe verweist bei Google-Play-Käufen auf Google, die Nutzungsbedingungen nennen für alle Käufe, die nicht über Apple liefen, dagegen den Tinder-Kundenservice. Laut Google-Play-Bedingungen verzichtest du beim Kauf digitaler Inhalte, auch bei Abos dafür, auf das Widerrufsrecht; für Dienstleistungen gilt es 14 Tage, erklärt wird der Widerruf gegenüber der Google Commerce Limited.
- Direkt bei Tinder: Bei Bestellnummern mit TNDR (Abo) oder COSU (Einzelkauf) hilft laut Tinder der Kundenservice über das Hilfe-Center. Schreib von der E-Mail-Adresse, mit der du gekauft hast, und nenne die Bestellnummer.
Willst du in der Frist dein Geld zurück, erkläre ausdrücklich den Widerruf, eine Kündigung reicht dafür nicht. Die Widerrufsfrist von 14 Tagen (§ 355 BGB) beginnt erst mit einer ordnungsgemäßen Belehrung, das Widerrufsrecht erlischt aber spätestens zwölf Monate und 14 Tage nach Vertragsschluss (§ 356 Abs. 3 und 4 BGB). Seit dem 19. Juni 2026 muss bei Verträgen über eine Website oder App während der Frist eine Widerrufsfunktion bereitstehen (§ 356a BGB). Wie Wertersatz berechnet wird und was du tust, wenn schon abgebucht wurde, erklärt unser Ratgeber zu seriösen Dating-Apps. Das ist Orientierung, keine Rechtsberatung; bei Streit hilft die Verbraucherzentrale.
Tinder-Account löschen: Warum das Abo trotzdem weiterläuft
Den Tinder-Account löschst du laut Hilfeseite in der App oder auf tinder.com: Profilsymbol antippen, Einstellungen öffnen, ganz nach unten scrollen und „Konto löschen“ wählen. Das ist laut FAQ endgültig: Matches, Nachrichten und Profil werden entfernt (Stand: 8. Oktober 2026). Halte dabei diese Reihenfolge ein:
- Abo kündigen. Laut Tinder-Hilfe beendet das Löschen des Kontos ein aktives Abo nicht. Käufe über App Store oder Google Play musst du laut Nutzungsbedingungen dort kündigen.
- Super-Likes und Boosts aufbrauchen. Für ungenutzte virtuelle Gegenstände gibt es laut Nutzungsbedingungen kein Geld zurück.
- Daten sichern, wenn du sie behalten willst. Nach der Löschung kannst du sie laut Hilfeseite nicht mehr herunterladen.
- Erst dann das Konto löschen.
Sofort weg sind die Daten nicht. Tinder verzögert die Löschung der Profildaten laut Hilfeseite um 90 Tage, um schädliches oder illegales Verhalten untersuchen zu können. Transaktionsdaten bewahrt Tinder laut Datenschutzrichtlinie wegen steuerlicher und buchhalterischer Pflichten zehn Jahre auf, und Konten, die zwei Jahre inaktiv sind, schließt Tinder automatisch (Stand jeweils: 8. Oktober 2026).
Für eine Pause musst du nicht löschen. Schalte in den Discovery-Einstellungen „Mich auf Tinder anzeigen“ aus, dann zeigt Tinder dein Profil laut Hilfeseite keinen neuen Leuten mehr, Matches und Chats bleiben erhalten. Ein Abo musst du trotzdem separat kündigen.
Für wen eignet sich Tinder?
Tinder funktioniert über Fotos, einen kurzen Profiltext und den Standort: Du legst fest, wen du in welchem Umkreis sehen möchtest, wischst nach rechts oder links, und wer sich gegenseitig likt, kann schreiben. Laut App-Store-Beschreibung kannst du außerdem deine Beziehungsziele angeben; angesprochen werden Menschen, die die große Liebe, ein Date oder neue Freunde suchen (Stand: 8. Oktober 2026).
Das Prinzip passt zu Menschen, die unkompliziert Leute in ihrer Nähe kennenlernen wollen und mit einem ersten Eindruck über Fotos gut leben können. Wie viele passende Profile du siehst, hängt davon ab, wie viele Menschen im eingestellten Umkreis aktiv sind; eine öffentliche Statistik dazu gibt es nicht. Wer lieber über einen Fragebogen und Partnervorschläge sucht, findet in unserem Überblick über Dating-Apps in Deutschland, welche Arten von Apps es gibt und wie sie funktionieren.
In einer repräsentativen Online-Umfrage, die Bitkom Research im Januar 2026 im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.449 Internetnutzerinnen und -nutzern ab 16 Jahren durchgeführt hat, hatten sich 27 Prozent schon einmal bei Dating-Apps wie Tinder, Bumble oder Hinge umgesehen. Von den Befragten mit Online-Dating-Erfahrung suchten 46 Prozent eine feste Beziehung, 26 Prozent lockere Flirts und gelegentliche Dates, 22 Prozent nutzten die Angebote zum Zeitvertreib (Bitkom, 10. Februar 2026). Nach einzelnen Apps aufgeschlüsselt ist das nicht.
Für welches Alter ist Tinder?
Tinder darf laut Nutzungsbedingungen nutzen, wer mindestens 18 Jahre alt ist, eine Obergrenze nennen die Bedingungen nicht. Der App Store gibt die App ab 18 frei, Google Play mit „USK ab 18 Jahren“. Wer im Europäischen Wirtschaftsraum oder in der Schweiz lebt, wird laut Hilfeseite aufgefordert, für die Altersprüfung ein Video-Selfie aufzunehmen; bis sie abgeschlossen ist, kannst du keine Likes oder Nachrichten senden. Welche Altersspanne dir angezeigt wird, stellst du in den Discovery-Einstellungen ein (Stand jeweils: 8. Oktober 2026).
Genutzt werden Dating-Apps vor allem von Jüngeren: In der Bitkom-Umfrage hatten 49 Prozent der 16- bis 29-Jährigen Apps wie Tinder, Bumble oder Hinge genutzt. Wie alt die Menschen sind, die in deiner Region auf Tinder aktiv sind, verrät keine öffentliche Statistik. Wer jenseits der 60 sucht, findet Antworten zu Portalen für Ältere in unserem Ratgeber zur Partnersuche ab 60 und 70.
Wie hoch ist die Erfolgsquote bei Tinder?
Eine belastbare Erfolgsquote für Tinder gibt es nicht. Tinder wirbt mit der Gesamtzahl seiner Matches, doch ein Match heißt nur, dass sich zwei Menschen gegenseitig gelikt haben. Wie viele davon zu einem Treffen oder einer Beziehung werden, veröffentlicht Tinder nicht.
Für Online-Dating insgesamt gibt es Zahlen, die nicht von einem Anbieter stammen. Von den 620 Befragten mit Online-Dating-Erfahrung in der Bitkom-Umfrage lebten 32 Prozent in einer Beziehung, die auf diesem Weg entstanden war. 22 Prozent berichteten von einer inzwischen beendeten festen Partnerschaft, 24 Prozent von einem lockeren Verhältnis, und 31 Prozent sagten, es habe sich nichts ergeben. Mehrfachnennungen waren möglich, nach Apps aufgeschlüsselt ist das nicht. Ob zahlende Mitglieder schneller jemanden finden, dazu haben wir keine öffentlich zugängliche Erhebung gefunden.
Lohnt sich ein Tinder-Abo?
Ein Abo ändert nichts an deinem Profil und nichts daran, wer in deiner Umgebung aktiv ist. Es kauft dir Komfort und Sichtbarkeit. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, was dich an der Gratis-Version stört:
- Dir gehen die Likes aus oder die Werbung nervt: Das deckt Plus ab.
- Du willst sehen, wer dich schon gelikt hat: Das gibt es erst mit Gold.
- Deine Likes sollen schneller ankommen: Das ist Platinum, ohne Garantie.
- Du bekommst kaum Matches: Dann prüf zuerst dein Profil. Bessere Fotos und ein Text mit Ecken und Kanten kosten nichts; Tipps stehen in unserem Ratgeber Dating-App-Profil optimieren.
Wenn du zahlst, nimm die kürzeste angebotene Laufzeit und schalte die Verlängerung gleich nach dem Kauf ab. Bei Apple und Google kannst du die Funktionen dann bis zum Ende der bezahlten Zeit nutzen. Anders bei einem kostenlosen Probeabo über Google Play: Kündigst du es, endet der Zugriff laut Google-Bedingungen in der Regel sofort.
Männer zahlen beim Online-Dating übrigens häufiger als Frauen: Laut Bitkom-Umfrage hatten 20 Prozent der männlichen, aber nur 9 Prozent der weiblichen Internetnutzer schon kostenpflichtige Angebote genutzt. Und wenn dich das Wischen eher erschöpft als freut, ist eine Pause womöglich sinnvoller als ein teureres Abo. Ideen fürs Kennenlernen ohne App, vom Sportverein bis zur Volkshochschule, sammelt unser Artikel Menschen kennenlernen ohne Dating-Apps.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Grundfunktionen von Tinder sind kostenlos: Profil, Likes, Matches und Chats. Im Gegenzug zeigt Tinder Werbung (Stand: 8. Oktober 2026).
- Tinder veröffentlicht keine Preisliste. Unter den zehn In-App-Käufen, die der deutsche App Store zeigt, stehen Tinder Gold zu Beträgen zwischen 13,99 und 27,49 Euro und Platinum zu 32,99 Euro, jeweils ohne Laufzeit, Plus nicht; weitere Preise sind möglich.
- Preise können je Person verschieden sein. Tinder nennt Sondertarife je nach Region, Laufzeit, früheren Käufen und Kontoaktivität und hat der EU 2024 zugesagt, über personalisierte Rabatte zu informieren.
- Abos verlängern sich automatisch. Gekündigt wird dort, wo du bezahlt hast: bei Apple, bei Google Play oder bei Tinder.
- Das Löschen von App oder Konto beendet kein Abo. Erst kündigen, Super-Likes und Boosts aufbrauchen, dann löschen.
- Eine belastbare Erfolgsquote für Tinder gibt es nicht, und kein Abo garantiert Matches.
Quellen und Stand: Tinder-Nutzungsbedingungen (gültig ab 1. März 2026), Datenschutzrichtlinie (gültig ab 31. März 2026), FAQ, Abo-Seite und Hilfe-Center von Tinder; App-Store-Seite (Deutschland) und Google-Play-Seite von Tinder; Bedingungen der Apple Media Services (Stand: 14. September 2026) und Hilfeseiten von Apple; Google-Play-Nutzungsbedingungen (5. November 2025) und Google-Play-Hilfe; Europäische Kommission, Pressemitteilung IP/24/1344 vom 7. März 2024; Bitkom, Presseinformation vom 10. Februar 2026; § 309, § 312k, § 355, § 356 und § 356a BGB, Art. 246a § 1 EGBGB. Anbieterangaben geprüft am 8. Oktober 2026.




