GayRoyal ist eine Dating-Plattform mit App für schwule und bisexuelle Männer sowie trans und queere Menschen. Betreiber ist die 42pixels B.V. in Amsterdam. Registrierung und Grundnutzung sind kostenlos. Das Web-Abo GayRoyal XL kostet laut Hilfe 8,99 Euro für einen Monat, das App-Premium wird extra abgerechnet. Erlaubt ist GayRoyal laut AGB nur Erwachsenen (Stand: 25. Oktober 2026).
Gut gelöst sind die jederzeitige Kündigung von XL und die Überweisung ohne automatische Verlängerung. Schwach sind die Web-AGB von 2018, der pauschale Widerrufsausschluss, die dünne Datenschutzerklärung und 2,8 Sterne im App Store.
Das Wichtigste in Kürze:
- Betreiber: 42pixels B.V., Kraijenhoffstraat 137A, 1018 RG Amsterdam (laut Impressum)
- Kosten: Basis kostenlos, XL im Web laut undatierter Hilfe-Seite von 8,99 Euro (1 Monat) bis 65,88 Euro (12 Monate), App-Premium separat im Store
- Kündigen: XL per Kreditkarte unter „GayRoyal XL“ → „XL Status“ → „Abo beenden“, App-Premium bei Apple oder Google
- Bewertungen (25.10.2026): App Store 2,8 Sterne bei 152 Bewertungen, Google Play 3,5 Sterne bei 1.810 Rezensionen
- Achtung: Ein Standort ist Pflicht, die Umkreissuche lässt sich laut Hilfe nicht abschalten
So haben wir GayRoyal geprüft
Dieser Bericht ist eine offene Schreibtisch-Prüfung. Wir haben kein Konto angelegt, nichts gekauft und keine Funktion selbst bedient. Ausgewertet haben wir die Startseite gayroyal.com, das Impressum, die AGB der Website vom 24. Mai 2018, die Nutzungsbedingungen der App vom 18. März 2025 und die undatierte Datenschutzerklärung. Dazu kamen Verhaltensregeln, Beschwerde- und Kinderschutzrichtlinie, das Hilfe-Center und die Einträge im App Store und bei Google Play.
Weil die Website fast alles per JavaScript nachlädt, haben wir Quelltext und nachgeladene Unterseiten direkt gelesen. Ohne Konto nicht einsehbar waren Bestellseite, Kontoeinstellungen und die Dauer der Profilprüfung. Stand: 25. Oktober 2026. Eigene Noten vergeben wir nicht.
GayRoyal im Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Betreiber | 42pixels B.V., Amsterdam, Niederlande |
| Register laut Impressum | Handelsregisternummer 140909210000, USt-IdNr. NL8172.00.198.B01 |
| Am Markt | App seit Juli 2015 im App Store, früherer App-Name Tyte |
| Zielgruppe | schwule, bi, trans und queere Menschen, international, sechs Sprachen |
| Mindestalter | 18 laut AGB und Regeln (Altersfreigabe im App Store 16+, bei Google Play USK ab 18) |
| Kostenlos | Registrierung und Grundnutzung |
| Premium Website | GayRoyal XL laut undatierter Hilfe-Seite: 8,99 Euro (1 Monat) bis 65,88 Euro (12 Monate) |
| Premium App | GayRoyal Premium als In-App-Kauf, zum Beispiel 1,99 Euro für 1 Woche |
| App | iPhone, iPad und Android |
| Bewertung (25.10.2026) | App Store 2,8 (152), Google Play 3,5 (1.810), mehr als 100.000 Downloads |
| Registrierungen | 2.718.628 weltweit laut Zähler auf der Startseite |
Der Zähler nennt Registrierungen, keine aktiven Mitglieder. Unabhängige Zahlen für Deutschland fanden wir nicht.
Betreiber: Wer steckt hinter GayRoyal?
Laut Impressum betreibt die 42pixels B.V. mit Sitz in Amsterdam GayRoyal. Auch in beiden App-Stores steht 42pixels als Anbieter. Fragen zum System beantwortet GayRoyal laut Impressum nur über das Support-Formular. Das Impressum selbst nennt aber auch support@gayroyal.com, ebenso AGB und Google Play. AGB und beide Stores geben zudem eine niederländische Telefonnummer an, der App Store als E-Mail directie@gayroyal.com.
Eine Unstimmigkeit fiel uns auf. Das Impressum nennt die Handelsregisternummer 140909210000, die Datenschutzerklärung dagegen 14092121. Laut Registerauskunft (liza.nl, Daten der niederländischen Handelskammer KvK) ist 42pixels B.V. unter 14090921 eingetragen: Die Impressum-Nummer beginnt mit dieser Ziffernfolge, die Angabe in der Datenschutzerklärung weicht davon ab. Die Umsatzsteuernummer ist in Impressum und AGB identisch.
Für den Vertrag gilt laut AGB niederländisches Recht. Als Verbraucher in der EU behältst du in der Regel trotzdem den zwingenden Schutz deines Heimatlandes (Art. 6 der Rom-I-Verordnung).
Was bietet GayRoyal Dating auf der Website und in der App?
GayRoyal ist mehr Community als reine Swipe-App. Laut Startseite und Hilfe-Center gibt es Profile, Nachrichten, Foren und Communities, Kontaktanzeigen, Reiseanzeigen („Traveldate“), Bildergalerien und einen Videochat mit Kamera. Gesucht wird per Detail-, Stadt- und Umkreissuche.
Website und App unterscheiden sich. Laut Hilfe zeigt die App nur, was die Regeln von Apple und Google erlauben, und nicht jugendfreie Bilder und Videos sind auf der Website Teil von GayRoyal XL. Ohne XL sind öffentlich nur jugendfreie Inhalte sichtbar.
Zum Schutz der Privatsphäre gibt es private Galerien, eine Ignorier-Liste und den „Ghost Mode“ zum unsichtbaren Surfen, laut Hilfe nur mit XL. In der App heißt das Gegenstück „Spuren verwischen“.
Was kostet GayRoyal? XL und App-Premium
Die Grundversion von GayRoyal kostet nichts. Für Zusatzfunktionen gibt es zwei getrennte Abos: XL für die Website und Premium für die App. Die XL-Preise laut Hilfe-Center:
| Laufzeit GayRoyal XL | Preis | pro Monat |
|---|---|---|
| 1 Monat | 8,99 € | 8,99 € |
| 3 Monate | 23,97 € | 7,99 € |
| 6 Monate | 41,94 € | 6,99 € |
| 12 Monate | 65,88 € | 5,49 € |
Die Hilfe-Seite trägt kein Datum. In einer Rezension im App Store ist von höheren XL-Preisen die Rede. Prüfe den Preis deshalb im Bestellfenster, bevor du zahlst.
Der deutsche App Store zeigt am 25. Oktober 2026 zehn Einträge für GayRoyal Premium. Eine Woche kostet 1,99 Euro, ein Monat 3,99 oder 6,99 Euro, drei Monate 9,99 oder 17,99 Euro. Für sechs Monate stehen 17,99 und 29,99 Euro, für ein Jahr 47,99 Euro. Apple listet höchstens zehn Einträge, weitere Preise sind möglich. Google Play nennt keine Preise.
XL schließt das App-Premium laut Hilfe ein. Umgekehrt enthält das App-Premium kein XL, das steht auch in der Store-Beschreibung.
Zahlung und Kontoauszug
XL bezahlst du laut Hilfe per Kreditkarte, Überweisung oder Paysafecard. Per Überweisung gibt es drei, sechs oder zwölf Monate, die Freischaltung dauert bis zu fünf Werktage. Auf dem Kontoauszug erscheint laut Hilfe als Empfänger nur „42pixels B.V.“, ohne Begriffe wie „gay“ oder „schwul“. Welchen Buchungstext eine Kreditkartenzahlung zeigt, nennt die Hilfe nicht.
GayRoyal-Login: So kommst du in dein Konto
Den Login findest du auf der Startseite gayroyal.com unter „Mitglieder & Login“. Du meldest dich mit Nickname und Passwort an, beides muss mindestens vier Zeichen haben. In der App loggst du dich mit denselben Daten ein.
Bei „Passwort vergessen?“ gibst du Nickname oder E-Mail-Adresse ein. GayRoyal schickt die Zugangsdaten dann an die hinterlegte E-Mail-Adresse, laut Hilfe nur an diese. Schau auch im Spam-Ordner nach.
Klappt der Login trotz richtiger Daten nicht, nennt die Hilfe zwei Ursachen: Dein Browser blockiert Cookies. Oder GayRoyal hat den Account ohne Ankündigung gelöscht, etwa wegen fremder Fotos, Werbung oder aus rechtlichen Gründen.
GayRoyal-Profil freischalten: Warum es dauern kann
Bei GayRoyal muss ein Profil erst freigeschaltet werden, bevor andere es sehen. Laut Verhaltensregeln darf der Anbieter Profile auch ohne Begründung nicht freischalten, später löschen oder deaktivieren. Wie lange die Freischaltung dauert, nennt GayRoyal nirgends.
Typische Gründe für eine Ablehnung laut Hilfe und Regeln:
- eine Telefonnummer im Nickname
- eine E-Mail-Adresse im Profiltext
- ein unzulässiger oder anstößiger Nickname
- ein Profilbild, das nicht jugendfrei ist oder nicht dich selbst zeigt
- eine Sperre wegen eines Regelverstoßes
Bei Kontaktanzeigen bekommst du laut Hilfe keine Mail, wenn sie nicht freigeschaltet werden. Anzeigen mit Altersangaben unter 18 löscht GayRoyal. Für nicht freigeschaltete Profile verweist die Website auf den Support.
Nicht verwechseln: Nach einer Überweisung schaltet GayRoyal XL erst frei, wenn das Geld da ist. Und freizügigere Bilder gibst du für die App eigens frei, dauerhaft unter „Mein GayRoyal“ → „Allgemeine Einstellungen“ → „Automatisches Login und Sounds / Diverses“.
GayRoyal-Störung: Was du tun kannst und wie du den Support erreichst
Eine offizielle Statusseite für Störungen haben wir bei GayRoyal nicht gefunden. Die Adresse status.gayroyal.com leitet auf die Startseite um. Laut AGB garantiert GayRoyal keinen unterbrechungsfreien Betrieb. Für Updates darf die Seite laut Datenschutzerklärung zeitweise offline sein.
Bevor du von einer Störung ausgehst, prüfe diese Punkte:
- Erlaube Cookies und JavaScript im Browser. Ohne beides funktioniert die Website laut Hilfe nicht.
- Schalte Pop-up- und Werbeblocker für GayRoyal ab. Laut Hilfe blockieren sie sonst Nachrichten, Favoriten oder Forenbeiträge.
- Leere den Browser-Cache, wenn Bilder nur als leere Fenster erscheinen.
- Teste die App, wenn die Website hakt, und umgekehrt.
- Aktualisiere die App. Das letzte Android-Update stammt vom 30. September 2026, die iPhone-Version 3.1.4 vom 14. Juli 2025.
- Hilft das alles nicht, schreib über das Support-Formular auf der Website. Es öffnet sich erst, wenn du deine E-Mail-Adresse bestätigt hast.
GayRoyal kündigen: XL und App-Premium beenden
Wie du GayRoyal kündigst, hängt davon ab, wo du bezahlt hast. Für das Konto selbst kannst du laut AGB die Nutzung „einfach einstellen“. Ein laufendes Abo stoppt das aber nicht.
| Wo hast du bezahlt? | Verlängert sich? | So kündigst du |
|---|---|---|
| Website, Kreditkarte (XL) | ja | „GayRoyal XL“ → „XL Status“ → „Abo beenden“ |
| Website, Überweisung (XL) | nein | keine Kündigung nötig |
| Website, Paysafecard (XL) | keine Angabe in der Hilfe | im „XL Status“ prüfen |
| iPhone, App Store (Premium) | ja | Einstellungen → dein Name → Abonnements |
| Android, Google Play (Premium) | ja | Play Store → Profilbild → „Zahlungen & Abos“ → „Abos“ |
XL auf der Website kündigen
So beendest du ein XL-Abo, das du per Kreditkarte bezahlt hast, laut Hilfe-Center:
- Melde dich auf gayroyal.com im Browser an.
- Klicke links im Menü unter „GayRoyal XL“ auf „XL Status“.
- Wähle im neuen Fenster ganz unten „Abo beenden“.
- Mach einen Screenshot der Bestätigung.
Laut Hilfe kannst du „jederzeit und bis zur letzten Sekunde“ kündigen. Läuft XL aus, wird dein Profil wieder ein normales Basic-Profil.
App-Premium auf dem iPhone kündigen
- Öffne die Einstellungen und tippe auf deinen Namen.
- Tippe auf „Abonnements“ und wähle GayRoyal.
- Tippe auf „Abo kündigen“.
Laut App-Store-Beschreibung verlängert sich Premium, wenn du nicht spätestens 24 Stunden vor Ende des Zeitraums kündigst.
App-Premium bei Google Play kündigen
- Öffne den Play Store mit dem Google-Konto, über das du gekauft hast.
- Tippe oben rechts auf dein Profilbild, dann auf „Zahlungen & Abos“ und „Abos“.
- Wähle GayRoyal und tippe auf „Abo kündigen“.
Laut Google beendet das Deinstallieren der App kein Abo.
Wenn die Kündigung nicht klappt
Meist liegt es am falschen Kanal: Ein App-Abo steht nicht im XL-Status, ein XL-Abo nicht im Store. Prüfe auch, ob du mit der Apple-ID oder dem Google-Konto des Kaufs angemeldet bist. Bei XL hilft sonst der Support. Buche eine Kreditkartenzahlung nicht vorschnell zurück: Laut AGB behält sich GayRoyal vor, dir die dadurch entstandenen Kosten zu berechnen.
GayRoyal-Profil löschen oder deaktivieren
Dein Konto löschst du laut Hilfe-Center auf der Website:
- Klicke links im Menü auf „Mein GayRoyal“.
- Öffne „Allgemeine Einstellungen“.
- Klicke ganz unten auf „Account löschen“ und dann auf „Kompletten GayRoyal-Account löschen“.
- Gib dein Passwort ein und bestätige die Warnung mit „OK“.
Ohne diese Bestätigung wird der Account nicht gelöscht. Kündige laufende Abos vorher. Ob die App einen eigenen Löschknopf hat, beschreibt die Hilfe nicht. Laut Google Play kannst du die Löschung deiner Daten beantragen.
Eine Funktion zum Pausieren oder Deaktivieren des Profils beschreibt die Hilfe nicht. Du kannst deinen Onlinestatus auf „Abwesend“ stellen oder mit XL im Ghost Mode unsichtbar surfen. Willst du ganz weg, bleibt nur die Löschung.
Widerruf und Erstattung bei GayRoyal
Laut AGB sind XL und andere bezahlte Dienste „nach niederländischem Recht“ von Umtausch, Widerruf und Erstattung ausgeschlossen, weil sie nach der Zahlung sofort zugänglich sind. So pauschal ist das nicht. Nach EU-Verbraucherrecht hast du bei Online-Verträgen 14 Tage Widerrufsrecht. Bei einer bezahlten Dienstleistung wie einer Mitgliedschaft erlischt es erst, wenn sie vollständig erbracht ist, und auch nur, wenn du vorher ausdrücklich zugestimmt und dein Wissen darüber bestätigt hast. Widerrufst du früher, musst du unter Umständen Wertersatz für die bis dahin erbrachte Leistung zahlen (§ 357a Abs. 2 BGB). In Deutschland steht das in § 356 Abs. 5 und 6 BGB, die EU-Regel gilt auch in den Niederlanden.
Ob GayRoyal diese Zustimmung beim Kauf einholt, ließ sich ohne Konto nicht prüfen. Für Store-Käufe beantragst du eine Erstattung bei Apple oder Google.
Echtheit der Profile: Was die AGB sagen
AGB, App-Nutzungsbedingungen, Datenschutzerklärung und Regeln haben wir nach „Moderator“, „Animateur“, „fiktiv“, „Controller“, „Unterhaltung“ und „Profile des Betreibers“ durchsucht. Gefunden haben wir nichts davon. Keine Klausel erlaubt dem Betreiber, eigene oder erfundene Profile einzusetzen.
Auf der Startseite wirbt GayRoyal mit „Keine Bots, keine Fakes, keine KI“. Laut Regeln müssen Profilbilder dich selbst zeigen. Wer fremde Fotos nutzt, kann laut Hilfe ohne Ankündigung gelöscht werden. Eine Prüfung per Ausweis oder Verifizierungsfoto beschreibt GayRoyal nicht. Inhalte prüft GayRoyal laut Compliance-Seite nur im Bedarfsfall von Hand. Ob alle Profile echt sind, lässt sich von außen nicht prüfen. Wie du Fakes selbst erkennst, steht in unserem Ratgeber zu Catfishing und Fake-Profilen.
Datenschutz bei GayRoyal
GayRoyal beruft sich auf die DSGVO. Die Datenschutzerklärung ist aber kurz, undatiert und aus dem Niederländischen übersetzt. Sie verspricht, Daten würden „nicht an Dritte weitergegeben“. Zugleich nennt sie Zahlungsdienstleister und Werbe-Cookies, die auch Dritte setzen können. Einwilligen soll man durch bloßes Weitersurfen. Konkrete Löschfristen fehlen. Für Anträge auf Auskunft oder Löschung nach DSGVO verlangt GayRoyal eine Ausweiskopie mit Unterschrift.
Auch die Store-Angaben widersprechen sich. Im App Store erklärt 42pixels, die App erfasse keine Daten, Apple hat das nicht geprüft. Bei Google Play heißt es dagegen, die App könne Standort, E-Mail, Nutzerkennungen, Fotos und Videos erheben und Geräte-Kennungen für Werbung an Dritte weitergeben. Der Eintrag trägt den Hinweis „Enthält Werbung“. Zuständige Aufsicht ist die niederländische Autoriteit Persoonsgegevens.
Sicherheit für queere Nutzer: Standort, Fotos, Outing
Für viele queere Menschen ist Diskretion eine Frage der Sicherheit. Bei GayRoyal geht es vor allem um diese Punkte:
Standort: Mindestens eine Ortsangabe ist laut Hilfe Pflicht und erscheint im Profil. Die Umkreissuche lässt sich nicht abschalten. Auf der Website gibst du den Standort per Adresssuche und Karte selbst ein. Die App kann laut Google Play zusätzlich deinen ungefähren und genauen Gerätestandort erheben, beides ist dort als optional angegeben. Prüfe deshalb in den Einstellungen deines Handys, welchen Standort die App sehen darf. Nimm keine genaue Adresse, ein Stadtteil verrät weniger. Schick auch keine Karte deines Wohnorts an Fremde.
Fotos: Profilbilder müssen jugendfrei sein und dich zeigen. Achte auf Hintergründe, die Wohnort oder Arbeitsplatz verraten. Bilder für ausgewählte Menschen gehören in die private Galerie.
Sichtbarkeit: Über „Meine Besucher“ sehen andere, wie oft du ihr Profil besucht hast. Unsichtbar surfst du nur mit XL oder App-Premium.
Erpressung: GayRoyal bietet Videochat. Die Polizei warnt vor Sextortion: Täter zeichnen intime Videochats auf und fordern dann Geld. Schick Unbekannten keine Nacktaufnahmen und stimme nicht vorschnell einem Videochat zu. Wirst du erpresst: nicht zahlen, Kontakt abbrechen, Profil melden, Anzeige erstatten.
Ob und wann du dich outest, entscheidest allein du. Unser Coming-out-Ratgeber begleitet dich dabei. Mehr Grundregeln stehen in unserem Ratgeber zur Sicherheit beim Online-Dating.
Nutzer blockieren und melden
Einen Nutzer blockierst du laut Hilfe über die Ignorier-Liste unter „Mein GayRoyal“ → „User ignorieren“. In der App tippst du auf das Profil, dann auf das orange Dreieck neben der Sprechblase und in den Profilaktionen unten rechts auf „Blockieren“. Die Person kann dir dann nicht mehr schreiben und dein Profil nicht mehr sehen. Das wirkt ab ihrem nächsten Login.
Verstöße meldest du über „Verstoß melden“ unten rechts im Profilbild. Laut Beschwerde-Richtlinie prüft GayRoyal Meldungen binnen fünf Kalendertagen. Deinen Nickname kannst du laut Hilfe übrigens nicht ändern, XL-Mitglieder bekommen aber ein Zweitprofil mit neuem Namen.
Erstes Treffen: So bleibst du sicher
Gewalt bei Verabredungen über Dating-Apps ist dokumentiert. Der Hessische Rundfunk berichtete im Februar 2025 über fünf Jugendliche, die im Main-Taunus-Kreis Männer über Grindr und Romeo in Hinterhalte gelockt haben sollen. Laut dem Verband lesbischer und schwuler Polizeibediensteter in Hessen werden Dating-Apps zunehmend als Tatwerkzeug genutzt. Die Regeln gelten für jede App:
- Telefoniere vorher oder mach einen kurzen Videoanruf, so rät es der Polizeiverband.
- Triff dich beim ersten Mal an einem öffentlichen Ort, etwa in einem Café.
- Sag einer Vertrauensperson, wann und wo du dich triffst.
- Reise selbst an und ab, damit du jederzeit gehen kannst.
- Gib Unbekannten keine persönlichen Daten wie Adresse oder Arbeitgeber.
In akuter Gefahr rufst du sofort die Polizei unter 110 an. Nach einem Übergriff hilft das schwule Anti-Gewalt-Projekt MANEO in Berlin unter 030 216 33 36, täglich 17 bis 19 Uhr. Das Opfer-Telefon des Weißen Rings erreichst du kostenlos unter 116 006, täglich 7 bis 22 Uhr. Mehr bieten unsere Tipps fürs erste Date.
GayRoyal, ROMEO oder Grindr?
Die bekanntesten Alternativen sind ROMEO und Grindr. Belegte Eckdaten im Vergleich:
| GayRoyal | ROMEO | Grindr | |
|---|---|---|---|
| Anbieter laut Store | 42pixels, Amsterdam | ROMEO B.V. / PlanetRomeo B.V., Amsterdam | Grindr LLC, USA |
| Bezahlstufen | XL (Web), Premium (App) | PLUS | Xtra, Unlimited |
| App Store (25.10.2026) | 2,8 Sterne, 152 Bewertungen | 4,1 Sterne, rund 45.500 | 4,1 Sterne, rund 27.600 |
| Google Play (25.10.2026) | 3,5 Sterne, 1.810 Rezensionen | 2,6 Sterne, rund 174.000 | 4,0 Sterne, rund 1,69 Mio. |
| Downloads Google Play | mehr als 100.000 | mehr als 10 Mio. | mehr als 50 Mio. |
GayRoyal ist damit deutlich kleiner als beide, sitzt aber wie ROMEO in der EU. Preise, Datenschutz und Reisewarnungen zu ROMEO stehen in unserem ROMEO-Test mit PLUS-Preisen und Outing-Schutz.
Für wen passt GayRoyal?
GayRoyal passt zu dir, wenn du …
- eine Community mit Foren, Kontaktanzeigen und Galerien suchst, nicht nur ein Profilraster
- diskret per Überweisung ohne automatische Verlängerung zahlen willst
- einen Anbieter mit Sitz in der EU bevorzugst
- vor allem am Computer surfst, denn die Website kann mehr als die App
GayRoyal passt eher nicht, wenn du …
- jünger als 18 bist
- aktuelle AGB und eine ausführliche Datenschutzerklärung erwartest
- deinen Standort ganz verbergen willst
- die größte Auswahl in deiner Nähe suchst
Für die Suche nach einer Beziehung helfen unser Ratgeber für schwules Dating, der Einstiegs-Guide für queeres Dating und unser Beitrag zu LGBTQ+-Dating ab 40.
Fazit: GayRoyal im Test 2026
GayRoyal ist eine seit Jahren bestehende Community mit offen benanntem Betreiber in Amsterdam. Die Grundversion ist kostenlos, XL lässt sich laut Hilfe jederzeit kündigen, und Klauseln zu Moderatoren oder fiktiven Profilen fanden wir nicht. Dagegen stehen alte Web-AGB, ein zu pauschaler Widerrufsausschluss, widersprüchliche Datenschutzangaben und die Pflicht zur Standortangabe. Wer GayRoyal nutzt, hält den Standort grob, wählt Fotos bewusst und trifft sich zuerst an öffentlichen Orten.
Quellen und Stand: Impressum, AGB (24. Mai 2018), Nutzungsbedingungen der App (18. März 2025), Datenschutzerklärung, Verhaltensregeln, Beschwerde-Richtlinie und Hilfe-Center von gayroyal.com; Einträge im App Store und bei Google Play; Hilfe-Seiten von Apple und Google; § 356 BGB; polizei-beratung.de; Hessischer Rundfunk (4. Februar 2025); MANEO; Weißer Ring (alle abgerufen am 25. Oktober 2026). Keine Rechtsberatung.
