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Fischkopf Test 2026: Kosten, Erfahrungen, Seriosität

Fischkopf im Test: was die Singlebörse für Norddeutschland gratis bietet, was Goldfisch kostet, wie du kündigst und dein Profil löschst. Stand Oktober 2026.

Laura Weber
Laura Weber
· 17 Min. Lesezeit

Fischkopf ist eine regionale Singlebörse für Norddeutschland, betrieben von der Fischkopf GmbH & Co. KG aus Hatten bei Oldenburg. Profil, Suche und unbegrenzt Nachrichten sind kostenlos, dafür zeigt die Gratis-Version Werbung und hat Grenzen. Die Goldfisch-Mitgliedschaft kostet in der iPhone-App 9,99 Euro im Monat. Laut AGB beteiligt sich der Betreiber nicht an den Chats seiner Mitglieder.

So sind wir vorgegangen: Dieser Test ist eine offene Schreibtisch-Prüfung vom 25. Oktober 2026. Gelesen haben wir Impressum, AGB, Datenschutzerklärung, Hilfe und Leistungsvergleich von fischkopf.de sowie die Einträge in App Store und Google Play. Ein Konto haben wir nicht angelegt und nichts gekauft. Was erst nach dem Login sichtbar ist, kennzeichnen wir so.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kostenlos: Profil, Singlesuche bis 75 Kilometer und unbegrenzt Nachrichten kosten nichts. Die Gratis-Version zeigt Werbung, löscht Nachrichten nach 14 Tagen und hat keinen Chatverlauf.
  • Goldfisch: In der iPhone-App 9,99 Euro im Monat mit automatischer Verlängerung. Die Preise auf der Website sieht man erst nach dem Login.
  • Kündigen: Auf der Website über „Verträge kündigen“, App-Abos bei Apple oder Google. Wer seinen Account löscht, bekommt die Restlaufzeit nicht erstattet.
  • Echtheit: In den AGB steht nichts von Moderatoren oder Profilen des Betreibers. Für die Identität der Mitglieder bürgt Fischkopf aber nicht.
  • Bewertungen: 2,8 von 5 Sternen im App Store (121 Bewertungen), 2,4 Sterne bei Google Play (878 Rezensionen).
  • Stiftung Warentest: Ein Test von Fischkopf ist nicht belegt, in den veröffentlichten Ergebnissen und Pressemitteilungen taucht die Börse nicht auf.

Fischkopf im Steckbrief

Der Steckbrief fasst zusammen, was Impressum, AGB, Hilfe und Store-Einträge angeben (Stand: 25. Oktober 2026).

Fischkopf.de
BetreiberFischkopf GmbH & Co. KG, Wulfsweg 3, 26209 Hatten (Impressum); App Store und Google Play nennen als Anschrift Bremer Heerstr. 88, 26135 Oldenburg
RegisterSitz Oldenburg, Amtsgericht Oldenburg, HRA 200735; Komplementärin Fischkopf Verwaltungs-GmbH (HRB 201153); Geschäftsführer Daniel Onnen
Online seitlaut Copyright-Vermerk 2003
RegionNorddeutschland: Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, große Teile Niedersachsens (im Süden bis Osnabrück, Hannover, Hildesheim und Wolfsburg), dazu Rostock und Schwerin
ZielgruppeVolljährige Singles; Kategorien für Frauen, Männer, gleichgeschlechtliche Suche und Freizeitpartner
GratisProfil mit einem Foto, Singlesuche bis 75 km, unbegrenzt Nachrichten, Matching
PremiumGoldfisch: iPhone-App 9,99 € im Monat, 7 Tage 4,49 € oder 4,99 € (siehe unten); Website-Preise erst nach Login
App„Fischkopf.de Flirtradar“ für iPhone und Android, Altersfreigabe 18
BewertungenApp Store 2,8 von 5 (121), Google Play 2,4 von 5 (878 Rezensionen, mehr als 100.000 Downloads)
SupportKontaktformular nach dem Login, E-Mail support@fischkopf.de, laut Impressum kein telefonischer Support

Was ist Fischkopf? Dating und Partnersuche im Norden

Fischkopf ist eine Partnerbörse nach dem Prinzip der Kontaktanzeige: Du legst ein Profil an und suchst selbst. Partnervorschläge per Persönlichkeitstest gibt es nicht. Die Kategorien heißen „Sie sucht Ihn“, „Er sucht Sie“, „Sie sucht Sie“, „Er sucht Ihn“ und „Freizeitpartner“.

Zur Anmeldung brauchst du einen Nickname mit 4 bis 13 Zeichen, den du später nicht mehr ändern kannst. Klarnamen fragt Fischkopf laut Datenschutzerklärung nicht ab, wohl aber deine Postleitzahl. Neben der Singlesuche gibt es ein Matching, virtuelle Rosen und in der App das Flirtradar. Für Sexkontakte ist Fischkopf nicht gedacht, die AGB verbieten sexuelle Inhalte. Erlaubt ist nur ein Profil pro Person.

Für welche Regionen ist Fischkopf? Bremen, Hamburg und der Norden

Fischkopf richtet sich an Singles aus Norddeutschland. Die regionale Partnersuche reicht von Emden bis Rostock. Sie nennt unter anderem Hamburg, Bremen, Oldenburg, Hannover, Osnabrück, Kiel, Lübeck und Schwerin. Für viele Landkreise, etwa rund um Oldenburg, in Ostfriesland und zwischen Weser und Elbe, listet sie einzelne Gemeinden.

In Großstädten gibt es viele andere Wege, siehe Singles kennenlernen in Hamburg und Speed-Dating und Partys in Hannover. Auf dem Land hilft eine regionale Börse eher, mehr dazu in Dating in der Kleinstadt.

Er sucht Sie, Sie sucht Ihn: Wie viele Mitglieder hat Fischkopf?

Wie viele Menschen Fischkopf aktiv nutzen, veröffentlicht der Betreiber nicht. Die Startseite zählt aber die Profile je Kategorie. Am Vormittag des 25. Oktober 2026 standen dort 345.048 Profile unter „Er sucht Sie“ und 167.558 unter „Sie sucht Ihn“. Dazu kamen 26.763 Freizeitpartner, 10.019 Profile unter „Sie sucht Sie“ und 5.633 unter „Er sucht Ihn“.

Online waren 354 Mitglieder. In den Store-Texten nennt Fischkopf mehr als 450.000 beziehungsweise 460.000 Mitglieder. Wie viele Profile davon noch genutzt werden, verraten diese Zahlen nicht. Auffällig ist das Verhältnis: Auf eine Frau, die einen Mann sucht, kommen gut zwei Männer, die eine Frau suchen. In der öffentlichen Liste „User online“ hatten beim Abruf 21 von 24 Mitgliedern eine Altersangabe ab 40. Das ist nur eine Momentaufnahme.

Ist Fischkopf kostenlos?

Ja, die Standard-Mitgliedschaft ist dauerhaft kostenlos, und anders als bei vielen Singlebörsen gehört das Schreiben und Lesen von Nachrichten dazu. Das betont Fischkopf auf jeder Seite. Die Grenzen zeigt erst der Vergleich der Mitgliedschaften (Stand: 25. Oktober 2026):

FunktionStandard (gratis)Goldfisch
Nachrichten schreiben und empfangenunbegrenztunbegrenzt
Zeichen pro Nachricht7503.500
Posteingang / Gesendet75 / 30 Nachrichten1.000 / 1.000 Nachrichten (der Infotext nennt 500 im Posteingang)
Alte Nachrichten gelöscht nach14 Tagen60 oder 90 Tagen (die Seite nennt beides)
Chatverlaufneinja
Umkreissuche75 km5 bis 200 km
Erweiterte Suche, Nachrichten- und Profilfilterneinja
Fotos im Profil15
Favoriten15150
Matching1 Match pro Tag sichtbarsofort
Anonym einloggen, Profil pausieren, „geprüftes Mitglied“neinja
WerbungBanner und Pop-upswerbefrei

Eine Ausnahme: Seit Januar 2025 dürfen laut Versionshinweisen der iPhone-App alle Frauen mit öffentlichem Profilbild den Nachrichtenfilter nutzen. Bilder an Nachrichten hängen nur Goldfische an. Im Alltag heißt das: Ohne Chatverlauf und mit 75 Plätzen im Posteingang gehen ältere Unterhaltungen schnell verloren.

Was kostet Fischkopf im Monat?

Im App Store kostet die Goldfisch-Mitgliedschaft 9,99 Euro im Monat (Stand: 25. Oktober 2026). Für sieben Tage nennt die App-Beschreibung 4,49 Euro. In der Liste der In-App-Käufe desselben Eintrags stehen dagegen zwei Goldfisch-Preise ohne Laufzeit: 9,99 und 4,99 Euro. Den gültigen Betrag zeigt Apple vor dem Kauf an. Goldfisch gilt für das ganze Konto, also in App und Website.

Auf der Website sind die Preise nach Laufzeit gestaffelt. Fischkopf zeigt sie laut Hilfe erst nach dem Login unter „Goldfisch werden“. Öffentlich bekannt sind nur die Zahlungswege:

KaufwegLaufzeitPreisZahlung
iPhone-App1 Monat9,99 €Apple-Konto, Verlängerung automatisch
iPhone-App7 Tage4,49 € laut Beschreibung; die In-App-Liste nennt 4,99 € ohne LaufzeitApple-Konto, Verlängerung automatisch
Android-Appkeine AngabeGoogle Play zeigt keine PreiseGoogle-Konto
Website30 Tageerst nach Login sichtbarTelefon (0900-Nummer), PayPal, Kreditkarte
Websiteab 90 Tagenerst nach Login sichtbarzusätzlich Überweisung
Website, Abokeine Angabeerst nach Login sichtbarSEPA-Lastschrift

Bezahlst du per Telefon, landet der Betrag auf der Festnetzrechnung. Laut AGB ist das Entgelt für die ganze Laufzeit sofort fällig. Rechnungen findest du nach dem Login unter „Daten und Einstellungen“ und „Mein Konto“.

Fischkopf-Erfahrungen: Was Bewertungen und Zahlen zeigen

Die Erfahrungen in den App-Stores sind durchwachsen. Im App Store hat die App 2,8 von 5 Sternen aus 121 Bewertungen. Bei Google Play sind es 2,4 Sterne aus 878 Rezensionen (Stand: 25. Oktober 2026). Die Android-App wurde mehr als 100.000-mal installiert und zuletzt im August 2026 aktualisiert.

Die Rezensionen, die die Stores oben anzeigen, stammen im App Store aus den Jahren 2015 bis 2019, bei Google Play aus 2019 und 2025. Kritisiert werden Abstürze, eine altmodische Bedienung, der fehlende Chatverlauf ohne Goldfisch und Anfragen von Fake-Profilen. Gelobt werden die Übersichtlichkeit, die einfache Bedienung und dass die App kostenlos ist. Einzelne Bewertungen sind keine Statistik, zeigen aber, worauf du achten solltest.

Laut „Über uns“ veranstaltet Fischkopf regelmäßig Singlepartys. Im Party-Kalender stand aber in keinem Monat, den wir zwischen Juni 2025 und Dezember 2026 aufgerufen haben, ein Termin.

Die Fischkopf-App: Flirtradar und Standort

Die App heißt „Fischkopf.de Flirtradar“ und ist für iPhone und Android kostenlos. Sie bietet die Funktionen der Website und zusätzlich das Flirtradar, das Singles in deiner Umgebung zeigt.

Den genauen Standort erfasst Fischkopf laut Datenschutzerklärung nur mit deiner Einwilligung. Sonst nimmt das Flirtradar den Mittelpunkt deiner Postleitzahl und zeigt mindestens 1.000 Meter Entfernung an. Standortdaten werden höchstens 24 Stunden gespeichert, in den Einstellungen kannst du „GPS deaktiviert“ wählen. Laut App Store können Nutzungsdaten zum Tracking über Apps anderer Firmen dienen.

Fischkopf-Login: So kommst du in dein Konto

Den Login findest du auf jeder Seite von fischkopf.de im Kasten „Mitglieder Login“ oder über „User Login“ im Menü. Du meldest dich mit Nickname und Passwort an, beim Passwort zählt laut Fischkopf die Groß- und Kleinschreibung. Über „Benutzerdaten vergessen?“ bekommst du einen Link, der 24 Stunden gilt. Fliegst du nach dem Login gleich wieder raus, rät die Hilfe, Cookies und Verlauf im Browser zu löschen.

Ist Fischkopf seriös? Was die AGB zur Echtheit der Profile sagen

Nach den öffentlichen Unterlagen spricht nichts dafür, dass Fischkopf mit bezahlten Chat-Profilen arbeitet. Wir haben die AGB nach Begriffen wie „Moderator“, „Animateur“, „fiktiv“, „Controller“, „Unterhaltung“ und „Profile des Betreibers“ durchsucht, ohne Treffer. Im Gegenteil: Laut Ziffer 1.6 stellt der Betreiber nur die Plattform bereit. An der Kommunikation der Nutzer beteiligt er sich nicht.

Eine Garantie für echte Menschen ist das nicht. Laut Ziffer 2.6 kann Fischkopf nicht sicher feststellen, ob jemand ist, wer er vorgibt zu sein. Diese Schutzmechanismen nennt der Betreiber:

  • Profilfotos sind erst nach Freischaltung durch das Fischkopf-Team sichtbar. Zusätzlich setzt Fischkopf laut Datenschutzerklärung „ggfs.“ einen Google-Dienst ein, der Bilder automatisch auf anstößige Inhalte prüft.
  • Filter fangen laut Datenschutzerklärung Massennachrichten und Beleidigungen ab.
  • Über „Profil melden“ und „Nachricht melden“ meldest du Verstöße, der Kundendienst sperrt bei Bedarf.
  • Nur Goldfische können sich als „geprüftes Mitglied“ ausweisen, laut Datenschutzerklärung mit einer Ausweiskopie.

Die Hilfe warnt selbst vor Betrugsprofilen mit englischem Text, die auf E-Mail-Kontakt drängen und später Geld wollen. Schwächen sehen wir woanders: Die AGB stammen von August 2014 und erwähnen keine Abos mit automatischer Verlängerung. Solche verkauft Fischkopf aber über die Stores und laut Hilfe auch auf der Website per SEPA-Lastschrift. Woran du seriöse Anbieter erkennst, steht in unserer Prüfliste für seriöse Dating-Seiten.

Datenschutz: Was andere über dich sehen

Ein Teil deines Profils ist ohne Anmeldung sichtbar. Laut Datenschutzerklärung sehen Besucher ohne Konto deinen Nickname, dein Alter, dein Geschlecht, deine Suchwünsche und deinen Ort. Die letzten zwei Ziffern der Postleitzahl werden verdeckt, das Profilfoto erscheint verschwommen. Auf den Seiten der regionalen Partnersuche standen am 25. Oktober 2026 außerdem Flirttexte und Interessen von Mitgliedern, lesbar ohne Login.

Wähle deshalb einen Nickname, der nicht auf deinen echten Namen schließen lässt. Namen, Adressen und Telefonnummern verbieten die AGB im Profil ohnehin. Gut zu wissen: Bei Verdacht auf einen AGB-Verstoß darf der Betreiber laut Ziffer 3.4 deine Nachrichtenverläufe einsehen.

Auf der Website setzt Fischkopf unter anderem Google Analytics, Google AdSense und das Facebook-Pixel ein. Deine Einwilligung änderst du über „Datenschutz-Einwilligung überarbeiten“. Der Datenschutzbeauftragte ist unter datenschutz@fischkopf.de erreichbar.

Fischkopf kündigen: So beendest du Goldfisch

Wie du kündigst, hängt davon ab, wo du bezahlt hast. Eine einmal bezahlte Laufzeit endet laut AGB Ziffer 7.2 von selbst, ein Abo musst du dagegen kündigen.

Wo hast du bezahlt?Verlängert sich?So kündigst du
Website, Einmalzahlung (Telefon, PayPal, Karte, Überweisung)nein, endet laut AGB mit Ablaufnichts nötig
Website, Abo per SEPA-Lastschriftja, laut Hilfe und Kündigungsseite („laufende Goldfisch-Abonnements“)Link „Verträge kündigen“
iPhone oder iPadja, automatischEinstellungen → dein Name → „Abonnements“, spätestens 24 Stunden vor Ablauf
Androidja, bis zur KündigungAbo-Übersicht von Google Play

Auf der Website kündigen (Stand: 25. Oktober 2026):

  1. Klicke unten auf einer beliebigen Seite von fischkopf.de auf „Verträge kündigen“ oder öffne direkt die Kündigungsseite.
  2. Trage Vorname, Nachname, Nickname, die im Profil hinterlegte E-Mail-Adresse und dein Geburtsdatum ein.
  3. Lass das Feld „Kündigungszeitpunkt“ leer, wenn du zum nächstmöglichen Termin kündigen willst.
  4. Wähle „Ordentlich“ oder bei einem wichtigen Grund „Außerordentlich“ mit Begründung.
  5. Klicke auf „Jetzt kündigen - klick hier!“ und mach einen Screenshot der Bestätigung.

Auf dem iPhone kündigen (laut Apple-Hilfe):

  1. Öffne die Einstellungen und tippe auf deinen Namen.
  2. Tippe auf „Abonnements“.
  3. Wähle das Abo von Fischkopf aus.
  4. Tippe auf „Abo kündigen“.

Bei Android kündigen (laut Google-Play-Hilfe):

  1. Öffne den Play Store mit dem Google-Konto, mit dem du bezahlt hast.
  2. Rufe auf deinem Android-Gerät deine Abos bei Google Play auf (Navigationshilfe: Play Store → Profilbild → „Zahlungen & Abos“ → „Abos“).
  3. Wähle das Abo von Fischkopf aus.
  4. Tippe auf „Abo kündigen“ und folge der Anleitung.

Laut Google-Play-Hilfe kündigt das Deinstallieren der App kein Abo. Bis zum Ende des bezahlten Zeitraums bleibt Goldfisch aktiv.

Fristen, Verlängerung und Kündigungsbutton

Bei Apple musst du die Verlängerung laut App-Beschreibung mindestens 24 Stunden vor Ablauf ausschalten. Eine begonnene Laufzeit endet dort nicht vorzeitig. Für die Website gilt § 312k BGB: Der Betreiber muss eine Kündigungsschaltfläche anbieten. Er muss dir die Kündigung außerdem sofort in Textform bestätigen, mit Datum, Uhrzeit und Vertragsende. Kommt nichts, schreib mit deinem Screenshot an support@fischkopf.de.

Für Verträge, die seit dem 1. März 2022 geschlossen wurden, erlaubt § 309 Nr. 9 BGB eine stillschweigende Verlängerung nur auf unbestimmte Zeit. Dann kannst du jederzeit mit höchstens einem Monat Frist kündigen. Kündigst du selbst, gibt es laut AGB Ziffer 7.5 kein Geld für die Restlaufzeit zurück, außer du kündigst aus einem wichtigen Grund, den Fischkopf zu verantworten hat.

Goldfisch widerrufen: 14 Tage Zeit

Einen Kauf auf der Website kannst du 14 Tage lang ohne Begründung widerrufen (§ 355 BGB). Dafür gibt es unten auf jeder Seite den Link „Verträge widerrufen“. Im Formular nennst du Bestell- oder Rechnungsnummer, Nickname und E-Mail-Adresse. Hast du verlangt, dass Goldfisch sofort startet, kann Fischkopf für die genutzte Zeit Wertersatz verlangen (§ 357a Abs. 2 BGB). Für Käufe in der App beantragst du eine Erstattung bei Apple oder Google.

Fischkopf-Profil löschen: So geht’s

Dein Profil löschst du nach dem Login über „Profil bearbeiten“, „Persönliche Daten“ und „Account löschen“. Laut AGB Ziffer 7.1 kündigst du damit zugleich die Gratis-Mitgliedschaft. Die Schritte laut Hilfe (Stand: 25. Oktober 2026):

  1. Log dich auf fischkopf.de mit Nickname und Passwort ein.
  2. Klicke in der Profilfunktionen-Box rechts auf „Profil bearbeiten“.
  3. Öffne „Persönliche Daten“ und wähle „Account löschen“.
  4. Gib den angezeigten Sicherheitscode ein und klicke auf „endgültig löschen“.

Danach lässt sich das Profil nicht wiederherstellen. Laut Hilfe werden alle Daten und Nachrichten gelöscht und dein Nickname bleibt ein Jahr gesperrt. Eine laufende Goldfisch-Mitgliedschaft endet ohne Erstattung. Die Datenschutzerklärung sagt zu Chats etwas anderes: Sie bleiben gespeichert, solange du oder dein Gesprächspartner registriert ist. Hast du Goldfisch über Apple oder Google gekauft, kündige das Abo zuerst im Store.

Profil deaktivieren statt löschen

Pausieren können nur Goldfische, in der App laut Versionshinweisen unter Menü → Einstellungen → „Profil deaktivieren“. Ein deaktiviertes Profil ist unsichtbar und empfängt keine Nachrichten. Beim nächsten Login ist es automatisch wieder aktiv, erneut deaktivieren kannst du es erst nach 14 Tagen. Die bezahlte Laufzeit läuft weiter.

Fischkopf oder Verliebt im Norden?

Verliebt im Norden ist kein Ableger von Fischkopf, sondern eine eigene Singlebörse eines anderen Betreibers. Beide kommen aus dem Raum Oldenburg, das sorgt für Verwechslungen.

FischkopfVerliebt im Norden
Betreiber laut ImpressumFischkopf GmbH & Co. KG, HattenOlav Brunssen, bo entertainment / bo mediaconsult, Oldenburg
KostenBasis gratis, Goldfisch kostenpflichtiglaut AGB alles gratis, werbefrei samt Profilprüfung einmalig 10 €
Größe laut Anbietermehr als 450.000 Mitgliedermehr als 70.000 Singles
Stand der AGBAugust 2014September 2017

Wer kein Abo will, findet bei Verliebt im Norden das einfachere Preismodell. Fischkopf nennt die größere Mitgliederzahl, unabhängig prüfen lässt sich keine der beiden Angaben. Du kannst beide parallel nutzen.

Fischkopf und Stiftung Warentest: Gibt es einen Test?

Nein, ein Test von Fischkopf durch die Stiftung Warentest ist nicht belegt. Auf test.de sind vier passende Untersuchungen belegt: Singlebörsen 2005, 2011 und 2016 sowie ein Datenschutz-Test von Dating-Apps 2018. In keiner Pressemitteilung und auf keiner Ergebnisseite taucht Fischkopf auf.

Welche Singlebörse hat die Stiftung Warentest ausgezeichnet?

Im letzten Test von Anfang 2016 bekamen Friendscout24, heute LoveScout24, und Neu.de das Urteil „gut“. Die Daten stammen allerdings aus dem Herbst 2015. Was genau geprüft wurde und wie viel die Noten heute noch aussagen, erklären wir in unserem Artikel Singlebörsen-Test der Stiftung Warentest.

Sicher zum ersten Treffen

Wird aus dem Flirt bei Fischkopf ein Date, triff dich an einem öffentlichen, belebten Ort und reise selbst an und ab. So kannst du jederzeit gehen.

  • Sag einer Freundin oder einem Freund, wo du bist, mit wem und wann du zurück sein willst.
  • Nenne Adresse, Nachname und Arbeitgeber erst, wenn du der Person vertraust.
  • Lass dich nicht zum schnellen Wechsel auf E-Mail oder Messenger drängen, davor warnt auch die Fischkopf-Hilfe.
  • Schick nie Geld an jemanden, den du noch nie getroffen hast. Die Polizei rät beim Liebesbetrug, Nachrichten zu sichern, das Profil zu melden und Anzeige zu erstatten.
  • Fühlst du dich bedroht, wähle die 110.

Mehr Tipps sammeln wir in unserem Ratgeber zur Sicherheit beim ersten Date.

Für wen eignet sich Fischkopf, für wen nicht?

Fischkopf passt zu Singles aus Norddeutschland, die regional suchen und ohne Abo schreiben möchten. Gerade abseits der Großstädte ist eine Börse mit Umkreissuche praktisch. Die Online-Liste deutet auf viele Mitglieder ab 40 hin.

Weniger geeignet ist Fischkopf, wenn du

  • außerhalb Norddeutschlands suchst,
  • eine moderne Wisch-App erwartest,
  • lockere Sexkontakte suchst, die laut AGB verboten sind,
  • gleichgeschlechtlich suchst, denn diese Kategorien sind deutlich kleiner,
  • keine Werbung sehen und trotzdem nichts zahlen willst.

Welche Singlebörse ist seriös und kostenlos? Alternativen zu Fischkopf

Seriös und kostenlos schließen sich nicht aus. Entscheidend sind ein vollständiges Impressum, Preise vor dem Kauf und die Frage, ob du ohne Abo schreiben kannst. Im Norden erfüllt Verliebt im Norden diese Punkte ähnlich wie Fischkopf. Bundesweit ist Finya ganz und lablue weitgehend gratis. Alle Details stehen in unserem Vergleich, welche Singlebörsen wirklich kostenlos sind.

Auch Stadtportale werben mit regionaler Partnersuche. Was hinter dem Angebot eines großen Portals steckt, zeigt unser Test der Singlebörse von meinestadt.de. Die genannten Gratis-Börsen finanzieren sich über Werbung, du bezahlst also mit Aufmerksamkeit und Daten.

Fazit: Fischkopf im Test

Fischkopf ist eine alteingesessene Singlebörse für den Norden und hält ihr Versprechen: Profil, Suche und Nachrichten kosten nichts. Das Impressum ist vollständig, die AGB enthalten keine Hinweise auf Profile des Betreibers. Schwächen sind die AGB von 2014, Website-Preise erst nach dem Login und mäßige App-Bewertungen. Wer Goldfisch in der App kauft, sollte spätestens 24 Stunden vor der Verlängerung im Store kündigen.

Quellen und Stand: fischkopf.de (Startseite, Impressum, AGB Stand August 2014, Datenschutzerklärung, Hilfe/FAQ, Vergleich der Mitgliedschaften, Seiten „Verträge kündigen“ und „Verträge widerrufen“, Party-Kalender, regionale Partnersuche), App Store und Google Play (Eintrag „Fischkopf.de Flirtradar“), Apple-Hilfe und Google-Play-Hilfe zum Kündigen von Abos, verliebt-im-norden.de (Impressum, AGB), test.de (Tests von 2005, 2011, 2016 und 2018), polizei-beratung.de, §§ 309, 312k, 355 und 357a BGB auf gesetze-im-internet.de (alle abgerufen am 25. Oktober 2026). Keine Rechtsberatung.

Häufig gestellte Fragen

Ist Fischkopf.de kostenlos?

Ja, die Standard-Mitgliedschaft kostet nichts, auch nicht das Schreiben und Lesen von Nachrichten. Gratis sind Profil mit einem Foto, Singlesuche im Umkreis von 75 Kilometern, Matching und Favoritenliste. Dafür siehst du Werbebanner und Pop-ups, Nachrichten werden nach 14 Tagen gelöscht und einen Chatverlauf gibt es nicht. Diese Extras bietet die kostenpflichtige Goldfisch-Mitgliedschaft (Stand: 25. Oktober 2026).

Was kostet Fischkopf im Monat?

In der iPhone-App kostet die Goldfisch-Mitgliedschaft 9,99 Euro im Monat und verlängert sich automatisch. Für sieben Tage nennt die App-Beschreibung 4,49 Euro, die Liste der In-App-Käufe führt dagegen 4,99 Euro ohne Laufzeitangabe. Die Preise auf der Website sind nach Laufzeit gestaffelt, Fischkopf zeigt sie aber erst nach dem Login. Die Grundfunktionen bleiben kostenlos (Stand: 25. Oktober 2026).

Wie lösche ich mein Fischkopf-Profil?

Du loggst dich auf fischkopf.de ein, klickst in der Profilfunktionen-Box auf „Profil bearbeiten“ und öffnest „Persönliche Daten“. Dort wählst du „Account löschen“, gibst den angezeigten Sicherheitscode ein und klickst auf „endgültig löschen“. Laut Hilfe lässt sich das Profil danach nicht wiederherstellen, eine über Fischkopf bezahlte Goldfisch-Mitgliedschaft endet ohne Erstattung und dein Nickname bleibt ein Jahr gesperrt. Hast du Goldfisch über Apple oder Google gekauft, kündige das Abo vorher im Store, denn dort verlängert es sich bis zur Kündigung automatisch.

Wie kündige ich die Goldfisch-Mitgliedschaft bei Fischkopf?

Das hängt davon ab, wo du bezahlt hast. Ein Abo auf der Website kündigst du über den Link „Verträge kündigen“ unten auf jeder Seite. Ein Abo aus der iPhone-App kündigst du in den iPhone-Einstellungen unter deinem Namen und „Abonnements“, spätestens 24 Stunden vor der Verlängerung. Bei Android kündigst du in der Abo-Übersicht von Google Play. Die App zu löschen reicht nicht.

Ist Fischkopf seriös?

Nach den öffentlichen Unterlagen ja: Das Impressum nennt Betreiber, Handelsregister und Geschäftsführer, die Grundfunktionen sind ohne Abo nutzbar. In den AGB findet sich kein Hinweis auf Moderatoren oder Profile des Betreibers, laut Ziffer 1.6 beteiligt sich Fischkopf nicht an den Chats. Eine Garantie für die Identität der Mitglieder gibt der Betreiber aber nicht, und die Hilfe warnt ausdrücklich vor Betrugsprofilen.

Hat die Stiftung Warentest Fischkopf getestet?

Nein, ein Test ist nicht belegt. In den Ergebnissen des Singlebörsen-Tests von 2016 und des Datenschutz-Tests von 22 Dating-App-Anbietern aus dem Jahr 2018 kommt Fischkopf nicht vor, ebenso wenig in den Pressemitteilungen zu den Tests von 2005 und 2011. Im Test von 2016 schnitten bei den Singlebörsen Friendscout24, heute LoveScout24, und Neu.de mit „gut“ ab. Einen neueren Test von Singlebörsen hat die Stiftung bis Oktober 2026 nicht veröffentlicht.

Was ist der Unterschied zwischen Fischkopf und Verliebt im Norden?

Es sind zwei getrennte Singlebörsen verschiedener Betreiber aus dem Raum Oldenburg. Fischkopf gehört der Fischkopf GmbH & Co. KG und verkauft die Zusatz-Mitgliedschaft Goldfisch. Verliebt im Norden betreibt laut Impressum Olav Brunssen unter bo entertainment und bo mediaconsult. Dort ist laut AGB alles kostenlos, nur Werbefreiheit samt Prüfung des Profils kostet einmalig 10 Euro.

Welche Singlebörse ist seriös und kostenlos?

Seriös und kostenlos schließen sich nicht aus. Achte auf ein vollständiges Impressum, klare Preise vor dem Kauf und darauf, dass du ohne Abo schreiben kannst. Fischkopf und Verliebt im Norden erlauben im Norden kostenlose Nachrichten, bundesweit ist Finya ganz und lablue weitgehend gratis. Alle finanzieren sich über Werbung, du zahlst also mit deiner Aufmerksamkeit und deinen Daten.

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