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Screenshot der Startseite von fun-chat.com mit Kein-Abo-Versprechen und Online-Liste, Fotos unkenntlich gemacht, Stand November 2026

Fun Chat Test & Erfahrungen 2026: Echt oder Fake?

Fun Chat (fun-chat.com) im Test: Laut AGB legen bezahlte Controller fiktive Profile an, hinter denen keine realen Personen stehen. Kosten, Betreiber, Löschen.

Markus Hoffmann
Markus Hoffmann
· 13 Min. Lesezeit

Fun Chat, im Netz unter fun-chat.com zu finden, wirbt als Flirtchat mit dem Versprechen „Kein Abo“ und dem Slogan „Sehr viele Livechatter“. Die AGB erzählen eine andere Geschichte: Laut Ziffer 5 setzt der Betreiber sogenannte Controller ein, die eine Vielzahl von Profilen mit fiktiven Personen anlegen und unter deren Namen schreiben. Ihr Ziel ist laut AGB, den Umsatz zu erhöhen. Wie viele Profile echt sind, verrät fun-chat nicht. Betreiber ist die Hydro Systems AG aus Schindellegi im Kanton Schwyz. Bezahlt wird mit Coins pro Nachricht, eine Preisliste in Euro veröffentlicht das Portal nicht.

So haben wir geprüft: Das ist eine Schreibtisch-Prüfung ohne eigenes Konto. Am 1. November 2026 haben wir auf fun-chat.com die AGB, das Impressum, die Datenschutzerklärung und die Hilfeseite gelesen. Die Startseite haben wir am Rechner und in der Handyansicht aufgerufen, als Gast, denn fun-chat vergibt beim ersten Besuch automatisch einen Gastnamen. Dazu kamen das Schweizer Handelsregister, die Website des Betreibers, sein Partnerprogramm, Watchlist Internet und Trustpilot. Chats, Preise nach der Anmeldung und den Kundendienst haben wir nicht ausprobiert.

Fun Chat auf einen Blick

Kurzfazit

  • Laut AGB legen bezahlte Controller fiktive Profile an, hinter denen keine realen Personen stehen.
  • Wie groß ihr Anteil ist, sagen die AGB nicht, das Portal sei „teilweise animiert“.
  • Auf der Startseite und im Anmeldefenster fehlt jeder Hinweis darauf.
  • Jede Nachricht kostet Coins, den Euro-Preis zeigt fun-chat erst nach der Anmeldung.
  • Impressum und AGB widersprechen sich bei Zahlungsdienst, Geschäftsführung und Gerichtsstand.
PunktStand 1. November 2026
BetreiberHydro Systems AG, Obere Paulistrasse 8, 8834 Schindellegi, Schweiz
Handelsregisteraktiv, Sitz Feusisberg SZ, UID CHE-487.433.923
Früherer NameHydro Intelligence AG, Zweck damals Wasseraufbereitungsanlagen
Art des Dienstes laut AGBmoderierter Dienst mit Controllern, Portal „teilweise animiert“
Profilezum Teil fiktiv, Anteil unbekannt
BezahlungCoins pro Chatnachricht, im Chatfenster 6 Coins hinterlegt
Zahlungsdienstlaut Impressum und Datenschutzerklärung CCBill, laut AGB Ogone
Konto löschenper E-Mail an info@fun-chat.com
Recht laut AGBSchweizer Recht, Gerichtsstand St. Gallen
Watchlist Internetkein Eintrag
Trustpilotkein Profil für fun-chat.com

Wer steckt hinter fun-chat.com?

Im Impressum steht knapp: betrieben von der Hydro Systems AG, Obere Paulistrasse 8, 8834 Schindellegi, Schweiz. Im Schweizer Handelsregister (Zefix) ist die Firma als aktive Aktiengesellschaft mit Sitz in Feusisberg eingetragen, zu der Gemeinde gehört Schindellegi. Zweck laut Eintrag: Kommunikationsdienstleistungen, die Erstellung von Onlineportalen und Webshops sowie Lizenzen und Patente. Auf ihrer eigenen Website beschreibt sich die Firma als Softwareentwickler und Betreiber von Onlineportalen. Welche Portale sie außer fun-chat betreibt, nennt sie dort nicht.

Die Firmengeschichte ist bewegt. Bis Anfang 2023 hieß die Gesellschaft Hydro Intelligence AG, ihr Zweck war laut Handelsregister seit 2020 die Fabrikation und der Vertrieb von Wasseraufbereitungsanlagen. Im Januar 2023 folgten neuer Name und neuer Zweck. Auch der Sitz wanderte: Bis Anfang 2024 lag er in Wil im Kanton St. Gallen, danach in Freienbach im Kanton Schwyz, seit Ende 2025 in Feusisberg.

Einige Angaben auf fun-chat.com hinken dem hinterher. Das Impressum nennt einen Geschäftsführer, der laut Schweizerischem Handelsamtsblatt seit März 2026 nicht mehr im Verwaltungsrat eingetragen ist. Die AGB nennen St. Gallen als Gerichtsstand, obwohl die Firma den Kanton Anfang 2024 verlassen hat. Als Abrechnungsdienst führen die AGB Ogone in Zürich auf, Impressum und Datenschutzerklärung dagegen den Zahlungsdienst CCBill. Zumindest die AGB sind also nicht auf dem aktuellen Stand.

Das Partnerprogramm hinter fun-chat

Im Seitenfuß führt der Link „Affiliates“ zu Revenoodle. Laut Impressum von Revenoodle ist das eine Marke der Hydro Systems AG. Das Programm kauft nach eigenen Angaben Besucher unter anderem aus Dating, Erotik und Glücksspiel. Partnern verspricht es für mehr als 30 Angebote im deutschsprachigen Raum einen Festbetrag pro Anmeldung oder bis zu 40 Prozent lebenslange Umsatzbeteiligung. Wer neue Nutzerinnen und Nutzer zu fun-chat schickt, kann also an jedem ausgegebenen Euro mitverdienen. Behalte das im Hinterkopf, wenn du anderswo begeisterte Erfahrungsberichte liest.

Laut Ziffer 9.1.3 der AGB gilt Schweizer Recht. Richtet ein Unternehmen sein Angebot aber auf Deutschland aus, darf eine Rechtswahl dir den Schutz der zwingenden deutschen Verbraucherregeln nicht entziehen (Art. 6 Rom-I-Verordnung). Für eine solche Ausrichtung sprechen die deutschen Texte und die deutsche Flagge im Sprachmenü. Ein Gericht hat das für fun-chat bisher nicht festgestellt.

Echte Mitglieder oder Controller? Was die fun-chat-AGB sagen

Hier liegt der Kern dieses Tests. Ziffer 5 der AGB trägt die Überschrift „IKM - Controller“. Dort heißt es, fun-chat sei ein moderierter Dienst, in dem Kontaktmarktschreiber oder Controller eingesetzt werden. Die Moderation diene dazu, Fantasien auszuleben, die im realen Leben oft nicht möglich sind. Dann wird es deutlich: „Die Controller haben das Ziel den Umsatz zu erhöhen.“ Sie legen laut AGB eine Vielzahl von Profilen mit fiktiven Personen an und geben sich als diese aus. Der letzte Satz der Ziffer lautet: „Hinter diesen Profilen befinden sich keine realen Personen.“ (fun-chat.com/terms, abgerufen am 1. November 2026)

Ziffer 8.1.4 ergänzt, das Portal werde vom Betreiber „teilweise animiert“, Mitarbeiter chatteten also unter Pseudonymen. Anders als etwa im Zwinkr-Test, wo laut AGB alle Profile fiktiv sind, lässt fun-chat damit offen, dass es auch echte Mitglieder gibt. Wie viele, steht nirgends. Auch im öffentlich abrufbaren Programmcode der Seite unterscheidet die Chat-Software zwischen Konten von Endnutzern und sogenannten Animate-Konten. Eine Kennzeichnung solcher Profile haben wir auf den frei zugänglichen Seiten nicht gesehen.

Was das für dich bedeutet

  1. Ein Teil deiner Chatpartner wird bezahlt. Laut AGB besteht ihre Aufgabe darin, den Umsatz zu erhöhen, also dich zum Schreiben zu bringen.
  2. Du weißt nie, mit wem du schreibst. Ob ein Profil einem Menschen gehört, der selbst jemanden sucht, oder einem Controller, siehst du ihm nicht an.
  3. Jede Nachricht kostet. Je länger ein Gespräch dauert, desto mehr verdient der Betreiber, egal wer am anderen Ende sitzt.
  4. Mit einem Controller-Profil gibt es kein Treffen. Wird ein Date immer wieder verschoben, ist das ein deutliches Warnsignal.
  5. Deine Texte gehören nicht mehr nur dir. Laut Ziffer 3.2 räumst du der Hydro Systems AG ein unwiderrufliches und unbefristetes Recht ein, deine Beiträge zu nutzen, zu bearbeiten und zu veröffentlichen. Dazu zählen laut Ziffer 2.1 Chatnachrichten, Profilangaben und Bilder.

Der Hinweis fehlt dort, wo du dich anmeldest

Ein Portal mit bezahlten Chatpartnern ist nicht per se verboten. Entscheidend ist, ob du vor der Anmeldung erfährst, worauf du dich einlässt. Am Rechner zeigte uns die Startseite am 1. November 2026 ein blaues Siegel mit „Kein Abo“, dazu „Sehr viele Livechatter“, „Grosse Online Chat Community“ sowie „Klasse Frauen“ und „coole Männer“. Der Begrüßungstext verspricht, erotische und romantische Fantasien wahr werden zu lassen, Frau und Mann tauschten sich dort live aus. Rechts läuft eine Online-Liste mit Fotos, Namen, Alter und grünem Punkt.

In der Handyansicht erschien sofort diese Online-Liste. Die Wörter fiktiv, Controller, animiert oder moderiert kamen im sichtbaren Text der Startseite nicht vor, weder am Rechner noch am Handy. Das Anmeldefenster fragt E-Mail-Adresse, Benutzername und Passwort ab, darunter steht ein Häkchen mit dem Satz „Ich erkläre mich mit den AGB einverstanden.“ Den entscheidenden Hinweis findest du also nur, wenn du die AGB bis Ziffer 5 liest.

Einen vergleichbaren Fall hat das Landgericht Berlin am 27. Januar 2022 entschieden (Az. 16 O 62/21, Klage des vzbv): Das Portal icatched.de warb auf der Startseite mit Treffen und erwähnte künstliche Profile nur in den AGB. Die Werbung war irreführend, Nutzer müssen schon vor der Registrierung deutlich auf solche Profile hingewiesen werden (Urteil als PDF). Auch die Verbraucherzentrale betont, ein versteckter Hinweis in den AGB reiche nicht. Über fun-chat selbst hat nach unserer Recherche kein Gericht entschieden.

So funktioniert fun-chat

Ohne eigenes Konto lässt sich der Ablauf aus Startseite, AGB und Gastansicht so nachzeichnen:

  1. Beim ersten Besuch bist du automatisch Gast mit einer Nummer als Namen, dein Coin-Stand oben zeigt null.
  2. In der Online-Liste siehst du Profile mit Foto, Pseudonym und Alter, ein Filter grenzt die Auswahl ein.
  3. Ein Klick öffnet den Steckbrief mit Beschreibung, Bildern und einem Nachrichtenfeld.
  4. Zum Registrieren gibst du E-Mail-Adresse, Benutzername und Passwort ein und setzt das Häkchen für die AGB.
  5. Schreiben kannst du nur mit Coins. Im Menü findest du dafür „Coins aufladen“ und „Gutschein einlösen“.
  6. Kreditkartendaten überträgt laut Datenschutzerklärung der Zahlungsdienst CCBill.

Unser Rat: Lade kein Foto hoch, auf dem man dich erkennt. Wegen Ziffer 3.2 darf der Betreiber eingestellte Bilder unbefristet nutzen.

Was kostet Fun Chat? Coins pro Nachricht

Profile ansehen und Inhalte abrufen ist laut Ziffer 8.1.2 kostenlos. Chatnachrichten und Post kosten Coins. Wie viel ein Coin in Euro kostet, steht nirgends öffentlich: Laut Ziffer 8.3.1 gelten die „jeweils im Programm angezeigten Gebühren“. Im Chatfenster eines Profils war am 1. November 2026 ein Preis von 6 Coins pro Nachricht hinterlegt, sichtbar war er uns als Gast allerdings nicht.

BausteinWas AGB und Seite sagenPreis
Anmeldung, Profile ansehenkostenlos (Ziffer 8.1.2)0 €
Chatnachrichtwird in Coins abgerechnet, im Chatfenster 6 Coins hinterlegtEuro-Preis nicht öffentlich
Post schreibenwird in Coins abgerechnet (Ziffer 8.1.2)nicht öffentlich
Coin-Pakete„im Programm angezeigte Gebühren“ (Ziffer 8.3.1)nicht öffentlich
Erstattungenlaut Impressum über CCBill „auf Einzelfallbasis“–

Drei Punkte solltest du vor dem ersten Kauf kennen:

  • Abo oder nicht: Die Startseite verspricht ausdrücklich kein Abo und keine versteckten Kosten. Das Impressum erklärt dagegen, wie du ein Abonnement beim Zahlungsdienst CCBill kündigst, die Datenschutzerklärung spricht von Mitgliedschaftskäufen. Welche Pakete es tatsächlich gibt, konnten wir ohne Konto nicht prüfen.
  • Guthaben kann einbehalten werden: Bei Missbrauch darf fun-chat laut Ziffer 8.2.10 den Vertrag fristlos kündigen, das Konto sperren und Guthaben zurückbehalten. Was als Missbrauch gilt, fassen die AGB weit, dazu zählen etwa absichtlich unvollständige Angaben.
  • Kein Wort zum Widerruf: Eine Widerrufsbelehrung fanden wir in den AGB nicht. Nach § 356 BGB erlischt dein Widerrufsrecht bei digitalen Leistungen nur unter Bedingungen vorzeitig, unter anderem musst du dem sofortigen Beginn ausdrücklich zugestimmt haben. Fehlt die Belehrung, verlängert sich die Frist. Das ist Orientierung, keine Rechtsberatung.

Wie Coin-Abrechnung und Moderatoren in Flirt-Chats generell funktionieren, erklärt unser Ratgeber zum Flirt-Chat.

fun-chat kündigen und Konto löschen: Schritt für Schritt

Eine eigene Kündigungsklausel enthalten die AGB nicht. Ziffer 6.2 regelt nur, dass du deine Mitgliedschaft jederzeit beenden kannst, indem du dein Pseudonym per E-Mail löschen lässt.

  1. Keine Coins nachkaufen: Notiere dir Benutzernamen und die E-Mail-Adresse deines Kontos.
  2. Löschung verlangen: Schreib an info@fun-chat.com, dass du dein Konto und alle Daten löschen lassen willst. Beruf dich zusätzlich auf Art. 17 DSGVO.
  3. Zahlungen stoppen: Für Kündigungen, Rechnungen und Erstattungen nennt das Impressum den Zahlungsdienst CCBill, per E-Mail an consumersupport@ccbill.com oder telefonisch unter +1 888 596 9279.
  4. Nachweis sichern: Speichere deine Mails und bitte um eine Eingangsbestätigung.
  5. Abbuchungen kontrollieren: Prüfe in den Wochen danach Kreditkarte und Konto. Bei unberechtigten Buchungen hilft deine Bank weiter.

Ganz verschwinden deine Daten nicht sofort. Laut Ziffer 6.2 bleiben sie nach der Löschung noch einige Zeit gespeichert, laut Ziffer 6.1 ist der Betreiber nicht verpflichtet, Daten abgeschlossener Vorgänge sofort zu löschen. Wer Verbraucherinnen und Verbrauchern online Verträge mit Dauerwirkung verkauft, muss nach § 312k BGB außerdem eine ständig verfügbare Kündigungsschaltfläche anbieten. Ob fun-chat sie nach dem Einloggen zeigt, konnten wir ohne Konto nicht prüfen. Weitere Wege sammelt unsere Anleitung Dating-App kündigen.

Fun-Chat-Erfahrungen: Beschwerden, Warnungen, Bewertungen

  • Trustpilot: Für fun-chat.com gab es am 1. November 2026 kein Profil, die Seite meldete „nicht gefunden“.
  • Watchlist Internet: Die Suche der österreichischen Warnseite nach fun-chat ergab keinen Treffer.
  • Verbraucherzentralen und Gerichte: Eine Warnung oder ein Urteil speziell zu fun-chat haben wir nicht gefunden. Das heißt nur, dass öffentlich keine dokumentiert ist.
  • Andere Testseiten: Mehrere Vergleichsseiten zitieren ebenfalls die Animateur-Klausel. Nutzerberichte dort sind anonym und nicht überprüfbar, einige dieser Seiten verdienen selbst an Anmeldungen.

Die verlässlichste Quelle bleiben damit die AGB. Dass ein Teil der Profile fiktiv ist, musst du niemandem glauben, der Betreiber schreibt es selbst.

Datenschutz und Sicherheit bei fun-chat

Für dein Konto speichert fun-chat laut Datenschutzerklärung Pseudonym, Passwort, E-Mail-Adresse, Alter und IP-Adresse, beim Bezahlen kommen weitere Daten beim Zahlungsdienst hinzu. Derzeit verkaufe der Betreiber keine persönlichen Daten, behält sich aber ausdrücklich vor, sie künftig Dritten zur Verfügung zu stellen. Die Seite nutzt Google Analytics, die Daten gehen laut Datenschutzerklärung an Server in den USA. Werbemails behält sich fun-chat ebenfalls vor, abbestellen kannst du sie per E-Mail an support@hydro-systems.ag.

So schützt du dich:

  • Gib im Chat weder Telefonnummer noch Adresse oder Arbeitgeber preis. Am anderen Ende kann laut AGB ein Controller sitzen.
  • Schick niemandem Geld, Gutscheincodes oder Fotos, auf denen man dich erkennt.
  • Leg vor dem ersten Coin-Kauf ein Monatsbudget fest. Gerade wenn ein Gespräch sich gut anfühlt, hilft eine klare Grenze.

Typische Maschen auf anderen Plattformen erklären Online-Dating-Betrug erkennen und Romance Scam erkennen.

Für wen eignet sich Fun Chat – und welche Alternativen gibt es?

Infrage kommt fun-chat höchstens, wenn du …

  • volljährig bist und bewusst einen bezahlten Fantasie-Chat willst,
  • akzeptierst, dass ein Teil deiner Chatpartner Personal des Betreibers ist,
  • dir ein Budget setzt, bevor du Coins kaufst.

Nicht geeignet ist fun-chat, wenn du …

  • echte Kontakte, ein Date oder eine Beziehung suchst,
  • dich einsam fühlst und auf echte Nähe hoffst,
  • Preise vor dem Kauf vergleichen möchtest.

Chats, die du kostenlos nutzen kannst und in denen ehrenamtliche Moderatoren statt bezahlter Controller arbeiten, haben wir mit Knuddels und Chatroom2000 geprüft. Einen weiteren Fantasy-Chat mit Operatoren beschreibt unser Xpartner-Test. Suchst du unverbindliche Treffen mit echten Menschen, hilft unser Casual-Dating-Vergleich.

Fazit: Fun Chat ist zum Teil bezahlte Unterhaltung

Die AGB von fun-chat sind an einer Stelle erstaunlich offen: Controller legen fiktive Profile an, hinter denen keine realen Personen stehen, und sollen den Umsatz erhöhen. Das Problem ist, wo das steht. Auf der Startseite werben „Sehr viele Livechatter“ und „Klasse Frauen“, im Anmeldefenster reicht ein Häkchen. Den entscheidenden Satz findest du erst in Ziffer 5 der AGB.

Unser Urteil fällt deshalb klar aus. Wer bei fun-chat jemanden kennenlernen will, kann nie sicher sein, ob er mit einem Menschen oder mit Personal schreibt, und bezahlt jede Nachricht. Preise in Euro siehst du erst nach der Anmeldung, AGB und Impressum widersprechen sich in mehreren Punkten. Wer sich trotzdem anmeldet, sollte fun-chat als bezahlte Unterhaltung behandeln und nichts darüber hinaus erwarten.

Quellen und Stand: fun-chat.com (AGB, Impressum, Datenschutzerklärung, Hilfeseite, Startseite am Rechner und in der Handyansicht), Zefix und Schweizerisches Handelsamtsblatt, hydro-systems.ag, revenoodle.com, Watchlist Internet und Trustpilot, alle abgerufen am 1. November 2026. BGB §§ 312k, 356; Art. 6 Rom-I-Verordnung; LG Berlin, Urteil vom 27. Januar 2022, Az. 16 O 62/21.

Häufig gestellte Fragen

Ist fun-chat.com fake?

Zum Teil, und das steht in den eigenen AGB. Laut Ziffer 5 legen sogenannte Controller eine Vielzahl von Profilen mit fiktiven Personen an und schreiben unter deren Namen, hinter diesen Profilen stehen keine realen Personen. Ziffer 8.1.4 nennt das Portal teilweise animiert. Welche Profile echt sind, erfährst du nicht.

Was kostet Fun Chat?

Anmelden und Profile ansehen ist kostenlos, Chatnachrichten und Post kosten laut AGB Coins. Im Chatfenster war am 1. November 2026 ein Preis von 6 Coins pro Nachricht hinterlegt. Was ein Coin in Euro kostet, zeigt fun-chat erst im Programm, eine öffentliche Preisliste gibt es nicht.

Wer betreibt fun-chat.com?

Laut Impressum die Hydro Systems AG, Obere Paulistrasse 8, 8834 Schindellegi, Schweiz. Im Handelsregister ist sie als aktive Aktiengesellschaft mit Sitz in Feusisberg SZ eingetragen (UID CHE-487.433.923). Bis 2023 hieß die Firma Hydro Intelligence AG, ihr Zweck waren damals Wasseraufbereitungsanlagen.

Kann man über Fun Chat echte Frauen treffen?

Verlassen solltest du dich darauf nicht. Ein Teil der Profile ist laut AGB fiktiv und wird von Controllern geführt, deren Ziel laut AGB ist, den Umsatz zu erhöhen. Mit einem solchen Profil kommt kein Treffen zustande. Welche Profile echten Menschen gehören, lässt sich von außen nicht erkennen.

Wie lösche ich mein fun-chat-Konto?

Laut Ziffer 6.2 der AGB per E-Mail an info@fun-chat.com mit der Bitte, dein Pseudonym zu löschen. Die Daten bleiben laut AGB danach noch einige Zeit gespeichert. Für Fragen zu Abbuchungen und Erstattungen nennt das Impressum den Zahlungsdienst CCBill.

Hat fun-chat ein Abo?

Die Startseite verspricht ausdrücklich kein Abo. Das Impressum erklärt trotzdem, wie man ein Abonnement beim Zahlungsdienst CCBill kündigt, und die Datenschutzerklärung spricht von Mitgliedschaftskäufen. Ohne Konto konnten wir nicht prüfen, welche Pakete es gibt. Kontrolliere nach jedem Kauf deine Abbuchungen.

Gibt es Warnungen vor fun-chat.com?

Eine Warnung oder ein Urteil speziell zu fun-chat.com haben wir am 1. November 2026 nicht gefunden. Die Suche bei Watchlist Internet ergab keinen Treffer, ein Trustpilot-Profil für die Domain gab es nicht. Die deutlichste Quelle sind die AGB des Anbieters selbst.

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