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Frau sitzt an einem Cafétisch und tippt auf ihrem Smartphone

Single-Chat: Wo Singles chatten und was es kostet

Single-Chat: Wo du Singles zum Chatten findest, was der Chat in Singlebörsen kostet und woran du erkennst, ob echte Menschen oder Moderatoren schreiben.

Laura Weber
Laura Weber
· 14 Min. Lesezeit

Wer „Single-Chat“ in die Suche tippt, will meist zweierlei wissen: wo man mit anderen Singles ins Gespräch kommt und ob das Geld kostet. Die Antwort hängt davon ab, wo du landest. Unter dem Begriff laufen drei Angebote, die von außen ähnlich aussehen: der Chat in Singlebörsen und Dating-Apps, offene Chatrooms mit Flirt-Räumen und moderierte Unterhaltungs-Chats, in denen Mitarbeitende des Anbieters die Profile bedienen.

Welche Art du erwischst, entscheidet darüber, ob aus einem Gespräch je ein Treffen werden kann und ob du am Ende für jede Nachricht bezahlst. Wie wichtig diese Unterscheidung ist, zeigen mehrere Urteile, die der Verbraucherzentrale Bundesverband gegen Flirtportale erstritten hat. Was wir über die Anbieter schreiben, stammt aus ihren Impressen, AGB, Kosten- und FAQ-Seiten, gelesen am 4. Oktober 2026.

Drei Arten von Single-Chat

Herzenstreffer bringt den Kern in seiner Übersicht, die Dating-Anbieter nach ihrer Art einordnet, auf eine kurze Formel. Eine Singlebörse vermittelt danach Kontakte zu anderen Mitgliedern, „mit dem Ziel, sich irgendwann zu treffen“. Ein Chat- und Unterhaltungsportal ist dagegen „für das Gespräch selbst gemacht“. Dort schreibst du mit moderierten Profilen, und Treffen außerhalb der Plattform sind nicht vorgesehen. Zwischen beiden liegen die offenen Chatrooms. In ihnen schreiben Menschen, die sich selbst angemeldet haben, die Partnersuche ist aber nur ein Anlass unter vielen.

Der Chat in Singlebörsen und Dating-Apps

In Singlebörsen ist der Chat Mittel zum Zweck. Die Verbraucherzentrale unterscheidet in ihren Tipps für die Partnersuche im Netz zwei Modelle: Partnervermittlungen schlagen dir anhand deiner Angaben konkrete Kontakte vor, in Singlebörsen suchst du selbst nach Menschen, die du kennenlernen möchtest. In beiden Fällen ist der Austausch für Menschen gedacht, die selbst auf Partnersuche sind, und sein Ziel ist ein Treffen.

Wer wem schreiben darf und was davon gratis ist, regelt jedes Portal selbst. Drei Beispiele zeigen die Spannbreite, eine Rangliste ist das nicht. Bei lablue, laut Impressum „lablue Partnersuche“ aus Stuttgart, kosten Anschreiben, Antworten und Chatten nach Angaben des Anbieters nichts. Laut Kostentabelle schreibst du in der Gratis-Version aber höchstens 15 Mails am Tag, Antworten sind unbegrenzt möglich. Den ersten Kontakt zu neu angemeldeten Mitgliedern behält lablue allerdings seinem bezahlten Club vor, damit Neue nicht von einer Flut an Nachrichten überrollt werden, so die Begründung. Der Club vergrößert außerdem die Kontaktliste von 15 auf 30 Einträge. Er kostet laut Kostenseite umgerechnet ab 4,16 Euro im Monat (Stand 4. Oktober 2026), wird einmalig für einen gewählten Zeitraum bezahlt und verlängert sich nicht automatisch. Die App darf laut AGB nur nutzen, wer mindestens 18 ist.

Bei bildkontakte.de der Entrex e.K. aus Köln sind nach Angaben des Anbieters „alle wichtigen Funktionen zur Kontaktaufnahme“ kostenlos, also Nachrichten lesen, schreiben und beantworten. Premium-Leistungen kosten extra. Aufschlussreich sind die Regeln in den AGB: Registrieren darf sich nur, wer mindestens 18 ist, Pflicht ist ein Profilbild, auf dem du eindeutig zu erkennen bist, und in der ersten Nachricht an ein anderes Mitglied sind Telefonnummer, Messenger-Daten und Links tabu.

Ganz anders rechnet flirt-fever.de der PM Service GmbH ab, die laut Impressum in Biebergemünd sitzt. Die Anmeldung kostet laut AGB nichts. Wer anderen schreiben will, bucht aber einen kostenpflichtigen Nachrichten-Service, und ohne Kündigung läuft der Vertrag weiter. Für Partnervermittlungen mit Gratis- und Premium-Stufe hält die Verbraucherzentrale Ähnliches fest: Die kostenlose Registrierung ermögliche dort „noch keinen Austausch mit anderen Partnersuchenden“ und sei für Verbraucher „letztlich unnütz“.

Offene Chatrooms mit Flirt-Räumen

Offene Chatrooms sind keine Singlebörsen, Flirten gehört nach den Angaben ihrer Betreiber aber ausdrücklich dazu. Die Knuddels GmbH & Co. KG aus Karlsruhe richtet ihren Chat Knuddels nach eigenen Worten auf „Kommunikation, Flirt und Spiele“ aus. Anmeldung und Chat sind laut Anbieter gratis, und die AGB (Stand 8. Oktober 2025) lassen nur Volljährige zu. Bei Chatroom2000, laut Impressum betrieben von FunMedia, Christian Herpolsheimer, aus Erlangen, genügt dagegen ein Nickname, registrieren musst du dich nicht. Laut Nutzungsbedingungen (Stand 23. März 2025) ist der Chat kostenlos, einzelne kostenpflichtige Funktionen werden mit „Coins“ bezahlt, und mitmachen darf, wer mindestens 16 ist. spin.de der SPiN AG aus Regensburg, nach eigener Angabe seit 1996 online, empfiehlt die Nutzung ebenfalls erst ab 16.

In solchen Räumen schreiben echte Menschen, aber nicht alle suchen jemanden. spin.de etwa wendet sich an alle, die einen Flirt-Chat suchen, auf Partnersuche sind, sich langweilen oder ernsthaft diskutieren wollen. Ob dein Gegenüber solo ist, wie alt es ist und welches Geschlecht es hat, weißt du nur aus seinen eigenen Angaben, und die lassen sich laut Knuddels „nicht mit letzter Sicherheit“ überprüfen. Wo die Altersgrenze bei 16 liegt, können außerdem Minderjährige mitlesen und mitschreiben. Für Flirts unter Erwachsenen sind Räume, die erst ab 18 offen sind, deshalb der passendere Ort. Wie anonym du in solchen Chats tatsächlich bist und was beim Jugendschutz gilt, beantwortet der Ratgeber Anonym chatten. Welche Flirt-Chats kostenlos sind und wie sie sich finanzieren, ordnet unser Überblick zum Flirt-Chat ein.

Moderierte Unterhaltungs-Chats

Die dritte Art arbeitet mit Profilen und Fotos wie eine Singlebörse, funktioniert aber anders. „Zahlreiche vermeintlich reale Profile gehören in Wahrheit bezahlten Mitarbeitenden“, warnt die Verbraucherzentrale in ihrem Ratgeber zu Fake-Profilen beim Online-Dating. Du schreibst dann laut Verbraucherzentrale nicht mit echten Partnersuchenden, sondern mit Mitarbeitenden des Anbieters, die für Treffen nicht zur Verfügung stehen. Bezahlt wird dort oft mit einer virtuellen Währung, die du für Nachrichten oder andere Interaktionen ausgibst.

Was das rechtlich bedeutet, zeigen zwei Urteile auf Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Ein Portal, das mit Treffen und neuen Bekanntschaften wirbt, muss nach einem Urteil des Landgerichts Berlin vom 27. Januar 2022 (Az. 16 O 62/21, rechtskräftig) bereits vor der Anmeldung klar erkennbar machen, dass eigene Mitarbeitende einen Teil der Profile bedienen. Der bloße Hinweis in den AGB genügte dem Gericht nicht (Urteil des Landgerichts Berlin als PDF).

Das Landgericht Flensburg erklärte am 28. Oktober 2022 (Az. 8 O 29/22) die AGB-Klausel eines Flirtportals für unwirksam, nach der bezahlte „Controller“ unter erfundenen Profilen chatten durften. Nach Ansicht des Gerichts muss ein solches Portal die Möglichkeit verschaffen, mit Menschen in Kontakt zu treten, die die Plattform nutzen, um andere kennenzulernen. Scheinprofile gefährden genau diesen Vertragszweck, zudem sei die Klausel intransparent. Das Unternehmen nahm seine Berufung zurück, nachdem das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht am 23. Juni 2023 einen Hinweisbeschluss erlassen hatte (Az. 6 U 72/22). Seitdem ist das Urteil rechtskräftig.

Beide Urteile richten sich gegen Portale, die mit Kennenlernen warben und ihre Moderatoren nicht erkennbar machten. Wem das Gespräch selbst genügt, für den kann ein Unterhaltungs-Chat ein passendes Angebot sein, wenn er vorher in AGB und FAQ nachgelesen hat, wer dort schreibt. Die Startseite allein verrät das nicht immer. Herzenstreffer formuliert es so: „Beides hat seine Berechtigung, man sollte nur wissen, was man vor sich hat.“ Ärgerlich wird es, wenn jemand Geld ausgibt, weil er glaubt, gleich einen Menschen zum Verlieben kennenzulernen.

Nur flirten, ohne Treffen im Hinterkopf?

Für Flirts zum Zeitvertreib passt ein Unterhaltungs-Chat. Als „Unterhaltungsplattform für Online-Flirts und Chats“ stellt sich Verlieben24 vor, zugelassen sind nur Erwachsene ab 18. Laut AGB betreibt der Anbieter mit professionellen, bezahlten Chat-Partnern „rein fiktive, der bloßen Unterhaltung dienende Profile“. Eine „Kennenlern-Plattform“ will das Portal laut AGB nicht sein. Selbst mit kostenpflichtigen Diensten vermittelt es laut AGB keine Kontakte zu wirklich existierenden Personen, und Treffen im echten Leben schließt die FAQ aus, sie seien „ausdrücklich nicht Teil des Angebots“. Chats rechnet der Anbieter in Flirtcoins ab, übrige Coins zahlt er laut AGB nicht zurück. Die Premium-Mitgliedschaft läuft laut AGB 1 oder 12 Monate und verlängert sich automatisch um denselben Zeitraum, sofern du nicht mindestens 4 Wochen vor dem Ende kündigst, und zwar in Textform per E-Mail oder Brief. Preise nennt der Anbieter erst nach der Anmeldung. Weiterlesen: Verlieben24 im Test.

Was der Chat kostet

Auch kostenlose Single-Chats müssen sich finanzieren. Die Frage ist, womit du bezahlst. Vier Modelle begegnen dir immer wieder:

  • Werbung und Daten: lablue finanziert die Gratis-Nutzung laut eigener Angabe über Werbung. Registrieren kannst du dich laut AGB nur, wenn du der Verarbeitung deiner Daten zu Werbezwecken zustimmst.
  • Bezahlte Extras: Der Chat bleibt gratis, für Zusatzfunktionen zahlst du, etwa für einen Club oder eine Premium- oder VIP-Mitgliedschaft. Manche Chatrooms nutzen dafür virtuelle Währungen wie die Knuddel bei Knuddels oder die Coins bei Chatroom2000.
  • Bezahlter Zugang zu Nachrichten: Erst ein kostenpflichtiger Dienst schaltet den Kontakt zu anderen Mitgliedern frei, wie bei flirt-fever.de oder bei Partnervermittlungen, deren Gratis-Stufe laut Verbraucherzentrale keinen Austausch erlaubt.
  • Bezahlung pro Nachricht: Jede Nachricht oder Interaktion kostet virtuelle Münzen. So rechnen moderierte Unterhaltungs-Chats häufig ab.

Vorsicht ist bei Lockangeboten angebracht. Kostenlose Mitgliedschaften und günstige Testangebote verlängern sich laut Verbraucherzentrale häufig automatisch in teure Verträge, als Beispiel nennt sie Angebote wie „1 Euro für 14 Tage“. Sie rät deshalb zu kurzen Laufzeiten und monatlicher Zahlung, auch wenn das etwas teurer sein kann.

Schließt du ein Abo ab, helfen dir einige Regeln. Bei Verträgen, die seit dem 1. März 2022 geschlossen wurden, darf eine Kündigungsfrist in den AGB höchstens einen Monat vor Ablauf der Laufzeit betragen. Eine stillschweigende Verlängerung ist nur noch auf unbestimmte Zeit erlaubt, und du musst dann jederzeit mit einer Frist von höchstens einem Monat kündigen können (§ 309 Nr. 9 BGB). Steht in den AGB dagegen, dass sich ein Abo automatisch um eine weitere feste Laufzeit verlängert, lass von einer Verbraucherzentrale prüfen, ob diese Klausel wirksam ist. Wer online Abos verkauft, muss außerdem eine Kündigungsschaltfläche mit der Aufschrift „Verträge hier kündigen“ oder einer gleich eindeutigen Formulierung anbieten. Fehlt sie, kannst du jederzeit und ohne Frist kündigen (§ 312k BGB). Online geschlossene Verträge kannst du laut Verbraucherzentrale grundsätzlich 14 Tage lang widerrufen. Bei Dienstleistungen und digitalen Inhalten kann das Widerrufsrecht unter bestimmten Voraussetzungen schon vor Ablauf der 14 Tage erlöschen (§ 356 Abs. 5 und 6 BGB). Ob gekaufte Coins dabei als digitale Inhalte oder als Dienstleistung gelten, ist ungeklärt. Seit dem 19. Juni 2026 muss es dafür eine Widerrufsfunktion geben, beschriftet mit „Vertrag widerrufen“ oder gleichbedeutend (§ 356a BGB). Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung.

Woran du erkennst, wo du gelandet bist

Auf die Frage, welche Singlebörse seriös und kostenlos ist, gibt es keine pauschale Antwort, wohl aber eine Prüfung, die du vor der Anmeldung selbst machen kannst. Die Startseite hilft dabei wenig, denn Werbung und Kleingedrucktes können auseinandergehen. Maßgeblich ist, was in Impressum, AGB und FAQ steht.

Das Impressum

Die Verbraucherzentrale rät, vor der Anmeldung ins Impressum zu schauen, um zu wissen, mit wem man es zu tun hat. Achte darauf, ob eine Firma mit Anschrift genannt ist und wo sie sitzt. Bei Anbietern im Ausland ist es laut Verbraucherzentrale häufig mühsamer, Geld zurückzufordern, besonders wenn der Sitz außerhalb der EU liegt.

Die AGB

In den AGB steht, was die Startseite nicht verrät. Die Verbraucherzentrale nennt typische Begriffe, die auf bezahlte Mitarbeitende hinweisen: „Animateure“, „Controller“, „CUser“, „Moderator“ oder „moderierter Dienst“. Der Ratgeber von Casual Kompass zu den Mustern, an denen du Fake-Profile erkennst, empfiehlt, die AGB mit der Suchfunktion nach „fiktiv“, „Moderator“, „Animateur“ oder „Unterhaltung“ zu durchsuchen. Ein typischer Satz aus der Sammlung der Verbraucherzentrale lautet: „Alle Äußerungen sowie alle von den fiktiven Profilen angegebenen persönlichen Daten sind Erfindungen der Moderatoren.“ Findest du so etwas, musst du damit rechnen, zumindest teilweise mit Mitarbeitenden des Anbieters zu chatten statt mit anderen Singles.

Das Bezahlmodell

Kostet jede einzelne Nachricht, solltest du genauer hinsehen, wenn du echte Singles suchst. „Besondere Vorsicht ist geboten, wenn jede neue Kontaktaufnahme oder gar jede einzelne Nachricht kostenpflichtig ist“, schrieb die österreichische Plattform Watchlist Internet im Jahr 2019. Die Gefahr, auf Fake-Profile zu stoßen, sei dort besonders groß, weil es im Interesse des Betreibers liege, dass du möglichst viele teure Nachrichten schickst. Ein Chat, in dem Anschreiben und Antworten nichts kosten, schließt Fake-Profile nicht aus. Er nimmt dem Betreiber aber zumindest den Anreiz, an jeder einzelnen Nachricht zu verdienen.

Das Gespräch selbst

Auch Profil und Gesprächsverlauf verraten einiges. Die Verbraucherzentrale rät zur Vorsicht bei Fotos, die besonders professionell oder fast unnatürlich wirken, denn häufig sind es Bilder aus dem Internet oder KI-generierte Bilder. Gleiches gilt für Profile mit kaum persönlichen Angaben und für Kontakte, die nur über kostenpflichtige Rufnummern oder SMS erreichbar sind. Casual Kompass unterscheidet drei Sorten Fälschung: Betrüger, die am Ende Geld wollen, Animateure, die im Auftrag des Portals schreiben, und Bots. Ein Betrüger drängt danach schnell vom Portal weg, etwa zu WhatsApp oder Telegram. Ein Animateur findet dagegen immer einen Grund, warum es beim Chat bleiben muss. Beide Wege enden gleich: Ein konkreter Termin kommt nie zustande.

Vom Chat zum Date

In einer Singlebörse ist der Chat eine Brücke, kein Ziel. Die Verbraucherzentrale rät, nach dem ersten Kontakt zeitnah ein persönliches Treffen an einem öffentlichen Ort zu vereinbaren, weil sich nur so zeigt, ob die Person den eigenen Erwartungen entspricht. Eine belegte Regel, wie viele Nachrichten vor dem ersten Treffen ideal sind, kennen wir nicht. Ein konkreter Vorschlag mit Tag, Uhrzeit und Ort ist aber zugleich der ehrlichste Test. Ein Mitglied, das selbst jemanden sucht, kann zusagen, absagen oder einen anderen Termin nennen. Moderatoren-Profile sind laut den AGB solcher Portale für Treffen außerhalb der Plattform dagegen nicht verfügbar.

Für den Weg dorthin gibt es bei uns eigene Ratgeber. Wie du ein Gespräch eröffnest, auf das mehr zurückkommt als ein knappes „Hi“, zeigt unser Artikel zur ersten Nachricht in Dating-Apps. Wie es danach weitergeht, steht im Guide fürs Schreiben auf Dating-Apps, und wie aus Small Talk ein echtes Gespräch wird, erklärt der Ratgeber zu tieferen Gesprächen in Dating-Apps. Den Schritt vom Bildschirm ins Café beschreiben unser Ratgeber Online kennenlernen, offline treffen und unsere Tipps zum ersten Treffen nach dem Online-Dating.

Warnsignale im Chat: Geld, Messenger, Kamera

Manche Sicherheitsregeln gelten in jeder Art von Chat. Ausführlich stehen sie in unseren Ratgebern zur Sicherheit beim Online-Dating und zum Romance Scam. Die wichtigsten Warnsignale in Kürze:

  • Bitten um Geld. Beim Romance Scamming bauen Betrüger laut dem Polizei-Ratgeber zum Liebesbetrug über Dating-Plattformen oder soziale Medien oft über Wochen oder Monate eine emotionale Beziehung auf und bitten dann um Geld, etwa für eine Notlage, Reisekosten oder medizinische Ausgaben. Die Polizei rät, niemals Geld an Menschen zu überweisen, die du noch nie im echten Leben getroffen hast.
  • Abgesagte Treffen. Werden geplante Treffen immer wieder kurzfristig wegen dramatischer Zwischenfälle abgesagt, ist das laut Polizei ein typisches Zeichen für Liebesbetrug.
  • Eiliger Wechsel in einen privaten Messenger. Wer dich schnell vom Portal weglotsen will, entzieht sich damit auch dessen Moderation. Deine Handynummer ist zudem ein Stück Identität. Gib sie erst heraus, wenn du dem Gegenüber vertraust. Wann der Umzug zu WhatsApp passt, steht in unseren Regeln fürs WhatsApp-Dating.
  • Druck zum Videochat. Bei Sextortion lenken Täter die Unterhaltung laut Polizei schnell auf Video-Telefonie um, zeichnen intime Aufnahmen auf und fordern danach häufig Geld, damit sie die Aufnahmen nicht ins Netz stellen. Die Polizei rät, nicht vorschnell in einen Videochat einzuwilligen und dich vor der Kamera nicht zu entblößen, wenn du die Person erst seit Kurzem kennst. Wirst du bereits erpresst, gilt laut dem Rat der Polizei bei sexueller Erpressung: kein Geld überweisen, den Kontakt abbrechen, Anzeige erstatten.

Ist schon Geld geflossen, rät die Polizei, den Kontakt zu beenden, alle Nachrichten als Beweis zu behalten, den Vorfall der Plattform zu melden und eine Anzeige zu erwägen.

Welcher Single-Chat zu dir passt

Die eine beste App für Singles lässt sich nicht belegen. Neutral erhobene Daten dazu, über welche Plattform die meisten Paare zusammenfinden, sind uns nicht bekannt. Weiter hilft die Frage, was du eigentlich willst.

Suchst du jemanden zum Treffen, gehörst du in eine Singlebörse oder Dating-App. Prüf vor der Anmeldung, was Anschreiben und Antworten kosten, und schlag nach einigen Nachrichten ein Treffen vor. Willst du einfach mit vielen Menschen schreiben, passt ein offener Chatroom. Achte dort auf die Altersgrenze und gib wenig über dich preis. Willst du flirten, ohne dass daraus ein Treffen werden soll, ist ein Unterhaltungs-Chat eine ehrliche Wahl, solange du weißt, dass dort laut AGB Moderatoren schreiben und Interaktionen Geld kosten können.

Wer abends vor allem jemanden zum Schreiben sucht, stößt inzwischen auch auf KI-Begleiter. Was solche Apps können, was sie kosten und wo ihre Grenzen liegen, erklärt unser Ratgeber zur KI-Freundin. Und wer lieber gemeinsam Geschichten erfindet, findet im Rollenspiel-Chat eine eigene Szene mit eigenen Regeln.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Single-Chat?

Unter Single-Chat laufen drei verschiedene Angebote. In Singlebörsen und Dating-Apps ist der Chat Teil der Partnersuche: Mitglieder schreiben sich mit dem Ziel, sich irgendwann zu treffen. In offenen Chatrooms schreiben ebenfalls echte Menschen, dort ist Flirten aber nur ein Anlass unter vielen, neben Plaudern, Spielen und Diskutieren. In moderierten Unterhaltungs-Chats schreiben dagegen laut den AGB solcher Portale Mitarbeitende des Anbieters hinter fiktiven Profilen, und für Treffen stehen sie nicht zur Verfügung. Welche Art du vor dir hast, verraten Impressum, AGB und Bezahlmodell.

Kann man als Single kostenlos chatten?

Ja, aber was kostenlos ist, unterscheidet sich stark. Manche Singlebörsen geben an, dass Anschreiben, Antworten und Chatten nichts kosten, und finanzieren sich über Werbung oder bezahlte Zusatzfunktionen. Andere machen nur die Anmeldung kostenlos und verlangen für den Kontakt zu anderen Mitgliedern einen kostenpflichtigen Nachrichten-Service. Offene Chatrooms sind meist gratis nutzbar und bieten bezahlte Extras, teils über virtuelle Währungen. Besonders vorsichtig solltest du sein, wenn jede neue Kontaktaufnahme oder jede einzelne Nachricht Geld kostet, denn dort ist laut Watchlist Internet die Gefahr von Fake-Profilen besonders groß.

Welche Singlebörse ist seriös und kostenlos?

Eine belastbare Rangliste dafür kennen wir nicht, und kostenlos bedeutet je nach Portal etwas anderes. Prüfen kannst du aber selbst, bevor du dich anmeldest: Nennt das Impressum, wer den Dienst betreibt und wo der Anbieter sitzt? Steht auf der Kostenseite oder in den AGB, ob Anschreiben, Antworten und Chatten ohne Bezahlung möglich sind und ob sich ein Abo automatisch verlängert? Tauchen in den AGB Begriffe wie Moderator, Animateur, Controller oder fiktiv auf, musst du damit rechnen, zumindest teilweise mit Mitarbeitenden des Anbieters zu chatten statt mit anderen Singles. Die Verbraucherzentrale rät außerdem zu kurzen Laufzeiten und monatlicher Zahlung.

Welche App ist die beste für Singles?

Belegen lässt sich das nicht. Neutral erhobene Daten dazu, über welche Plattform die meisten Paare zusammenfinden, sind uns nicht bekannt. Hilfreicher ist die Frage, was du suchst. Willst du jemanden treffen, passt eine Singlebörse, in der du selbst suchst, oder eine Partnervermittlung, die dir Kontakte vorschlägt. Willst du einfach mit vielen Menschen schreiben, reicht ein offener Chatroom mit passender Altersgrenze. Willst du flirten, ohne dass daraus ein Treffen werden soll, ist ein Unterhaltungs-Chat eine ehrliche Wahl, sofern du weißt, dass dort laut AGB bezahlte Moderatoren schreiben und Nachrichten Geld kosten können.

Woran erkennt man, ob im Chat echte Singles schreiben?

Einen ersten Hinweis geben die AGB. Viele Portale, die Mitarbeitende hinter fiktiven Profilen schreiben lassen, nennen das dort, laut Verbraucherzentrale häufig mit Begriffen wie Animateure, Controller, CUser, Moderator oder moderierter Dienst. Wirbt ein Portal mit Treffen und neuen Bekanntschaften, muss es nach einem Urteil des Landgerichts Berlin bereits vor der Anmeldung klar erkennbar machen, dass Mitarbeitende Profile bedienen, ein Hinweis nur in den AGB reicht nicht. Weitere Warnzeichen sind laut Verbraucherzentrale sehr professionell wirkende oder KI-generierte Fotos, Profile mit kaum persönlichen Angaben und Kontakt nur über kostenpflichtige Rufnummern oder SMS. Im Gespräch fällt auf, wenn nie ein konkretes Treffen zustande kommt.

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