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websingles.at im Check: Betreiber, Kosten, Datenschutz

websingles.at im Check: wer die Gratis-Singlebörse betreibt, wozu du bei der Anmeldung einwilligst und was zum Datenschutz auf der Seite steht.

Laura Weber
Laura Weber
· 15 Min. Lesezeit

Im Februar 2001 speicherte das Internet Archive zum ersten Mal die Startseite von websingles.at. Schon damals warb die Seite mit Fotoupload, Gästebüchern und einer Miss- und Misterwahl. Mehr als 25 Jahre später ist die Singlebörse immer noch online, sie verlangt keine Mitgliedsgebühr und wird von einem Unternehmen mit Sitz in Österreich betrieben. Unter den Plattformen, die wir für Österreich geprüft haben, ist das die Ausnahme.

Ein Erfahrungsbericht ist dieser Check nicht. Wir haben geprüft, was sich belegen lässt: Impressum, Nutzungsbedingungen und Hilfeseite, die Einträge in Firmen- und Steuerregistern, alte Testberichte und das Webarchiv. Stand ist der 2. Oktober 2026.

Auf einen Blick

  • Betreiber: laut Impressum die Firma Manfred Jambor mit Adresse in Wien, laut Wirtschaftskammer ein Einzelunternehmen mit Standort in Kierling bei Klosterneuburg.
  • Kosten: keine Mitgliedsgebühr. Die Seite lebt von Werbung und Newslettern, deren Empfang du mit der Mitgliedschaft zustimmst.
  • Datenschutz: Profildaten sind laut Nutzungsbedingungen öffentlich im Internet sichtbar. Eine eigene Datenschutzerklärung fanden wir nicht, nur eine allgemeine der Betreiberfirma, die websingles nicht erwähnt.
  • Bewertungen: 2,5 von 5 Punkten auf Trustpilot, aber bei nur sieben Bewertungen.
  • Registrierung: Bei unserem Aufruf am Prüftag erschien statt des Formulars die Meldung „Ungültiger Anmeldeversuch“. Ob das alle Neuanmeldungen betrifft, wissen wir nicht.

Wer steckt hinter websingles.at?

Als Betreiber nennt das Impressum die „Firma Manfred Jambor“, den „Inh. von cix.at“, mit einer Anschrift im 21. Wiener Bezirk, dazu die Fachgruppe Unternehmensberatung und Informationstechnologie und eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. websingles.at sei ein Produkt von cix.at, einem Dienst für Serverhousing, Webhosting und E-Commerce. Eine Rechtsform nennt das Impressum nicht ausdrücklich, eine Firmenbuchnummer steht dort nicht.

Beides findest du im Verzeichnis WKO Firmen A–Z der Wirtschaftskammer. Dort ist das Unternehmen als „cix internet services e.U.“ eingetragen, Inhaber Manfred Jambor, Rechtsform Einzelunternehmen, Firmenbuchnummer 647315i beim Landesgericht Korneuburg. Das Kürzel e.U. steht für einen im Firmenbuch eingetragenen Einzelunternehmer. Als Gewerbe ist „Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik“ vermerkt, laut WKO seit 1. Juni 2013, wobei das Datum vom Gründungsdatum abweichen kann. Der Standort liegt in Kierling, einem Ortsteil von Klosterneuburg in Niederösterreich, die Wiener Adresse aus dem Impressum ist als weitere Anschrift hinterlegt.

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ATU64906338 meldete das EU-Abfragesystem VIES am 2. Oktober 2026 als gültig, eingetragen auf den Namen Jambor in Kierling. Gewerbeberechtigungen kannst du außerdem kostenlos im Gewerbeinformationssystem GISA nachschlagen, die GISA-Zahl dieses Eintrags lautet 14787003.

Ein Detail kann verwirren: Der WKO-Link im Impressum nutzt eine ältere Kennung und endet auf einer Fehlerseite mit dem Hinweis, das gesuchte Unternehmen habe keine aktive Gewerbeberechtigung. Der aktuelle Eintrag zeigt dagegen eine aufrechte Berechtigung.

Österreichisches Recht, Gerichtsstand Klosterneuburg

Unter „Gerichtsstand und anwendbares Recht“ halten die Nutzungsbedingungen zwei Dinge fest: Es gilt das Recht der Republik Österreich, und der Gerichtsstand ist, „soweit rechtlich zulässig“, Klosterneuburg. Das passt zum Firmenstandort in Kierling.

Der Zusatz hat Gewicht. Hast du in Österreich deinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt oder arbeitest du hier, kann eine Gerichtsstandsvereinbarung für Klagen gegen dich nach § 14 KSchG nur das Gericht zuständig machen, in dessen Sprengel Wohnsitz, Aufenthalt oder Arbeitsort liegen. Ausgenommen sind laut Gesetz Rechtsstreitigkeiten, die bereits entstanden sind. Eine Klausel, die dir für deine eigene Klage gegen den Unternehmer einen gesetzlichen Gerichtsstand nimmt, ist dir gegenüber unwirksam. Wohnst du in einem anderen EU-Staat und richtet sich das Angebot auch an dein Land, schützen dich Art. 17 bis 19 der EU-Verordnung Nr. 1215/2012 ähnlich: Du kannst an deinem Wohnsitz klagen, und verklagen kann man dich nur in deinem Wohnsitzstaat.

Was kostet websingles.at, und wer zahlt?

Laut Impressum enthält die Seite „ausschließlich Dienstleistungen“, die ihren Nutzerinnen und Nutzern kostenlos zur Verfügung stehen. Die Nutzungsbedingungen präzisieren im Abschnitt „Gebühren“: Für deine Mitgliedschaft werden keine Gebühren erhoben. Ein Premium- oder Bezahlmodell und eine Preisseite haben wir nicht gefunden. Auch die Vergleichstabellen des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) von 2009 und 2015 führen websingles als kostenlos.

Finanziert wird die Seite auf anderem Weg. Mit der Mitgliedschaft stimmst du laut demselben Abschnitt zu, „standardmäßig“ in unregelmäßigen Abständen den Newsletter der Seite zu erhalten, dazu Newsletter mit Produktempfehlungen, die websingles „Stand Alones“ nennt. Diese Newsletter sowie Banner und andere Werbemittel auf der Website dienen laut Nutzungsbedingungen der Finanzierung. Das Impressum nennt auch die Vermarkter: Goldbach Audience für die Website und adpublisher.com für das E-Mail-Marketing.

Wie du nur die Newsletter abbestellst und das Profil behältst, beschreiben weder die Nutzungsbedingungen noch die Hilfeseite. Hinweise auf einen Abmeldeweg gibt es aber: Die Seite hat eine eigene Abmeldeseite, die ohne die Angaben aus einem Abmeldelink nur „Fehler in der Abmeldung“ meldet, und die allgemeine Datenschutzerklärung der Betreiberfirma nennt den Abmeldelink im jeweiligen Newsletter oder eine einfache Nachricht als Weg, Werbung zu widersprechen. Ob jede Mail einen solchen Link enthält, konnten wir ohne Mitgliedskonto nicht prüfen. Eine Einwilligung kannst du nach Art. 7 Abs. 3 DSGVO jederzeit widerrufen, etwa per E-Mail an den Webmaster, den die Hilfeseite derzeit als einzigen Kontakt nennt. Wer gar keine Werbepost möchte, sollte wissen, dass die Zustimmung laut Nutzungsbedingungen zur Mitgliedschaft gehört. Der Vorteil des Modells: Wo nichts bezahlt wird, gibt es kein Abo, das sich verlängert, und keine Kündigungsfrist, die du verpassen kannst.

Datenschutz: was auf der Seite steht und was fehlt

Geregelt ist der Umgang mit Daten in einem kurzen Abschnitt der Nutzungsbedingungen. Mit der Anmeldung erklärst du dich unter anderem einverstanden, dass deine eingegebenen Daten öffentlich im Internet sichtbar sind, ausgenommen Name, E-Mail-Adresse und Geburtsdatum. Gespeichert werden sie laut Text zur Nutzung der Website und zur Abfrage durch andere Mitglieder. Aktionen wie Einloggen oder Profiländerungen werden mit Datum, Username und IP-Adresse festgehalten. Eine Weitergabe an Dritte erfolge nicht, auch nicht zu kommerziellen Zwecken. Der Betreiber verpflichtet sich, unerlaubten Zugang Dritter nach bestem Wissen zu verhindern, schließt die Haftung für unbefugte Zugriffe, etwa durch „Hacker“, aber aus.

Praktisch heißt das: Schreib nichts ins Profil, was du nicht auch auf einer öffentlichen Website lesen willst. Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen zu veröffentlichen, verbieten die Regeln ohnehin.

Für interessenbezogene Werbung setzt der Vermarkter laut Nutzungsbedingungen Cookies ein, widersprechen kannst du über die Branchenseite youronlinechoices. Die Startseite bindet außerdem das Einwilligungstool Cookiebot ein, ein Einwilligungsfenster erschien bei unserem Aufruf am 2. Oktober 2026 aber nicht. Das Tool meldete im Browser, die Domain sei dafür nicht freigeschaltet.

Keine eigene Datenschutzerklärung gefunden

Auf websingles.at selbst fanden wir am 2. Oktober 2026 keine eigene Datenschutzerklärung. Die Fußzeile verlinkt nur Impressum, Nutzungsbedingungen und Hilfe, naheliegende Adressen wie datenschutz.php liefern eine Fehlermeldung (HTTP 404), und die DSGVO und Rechte wie Auskunft oder Löschung kommen in den Nutzungsbedingungen nicht vor. Die Betreiberfirma veröffentlicht allerdings auf ihrer Firmenwebsite, die das Impressum unter cix.at verlinkt, eine allgemeine Datenschutzerklärung mit Stand 1. Januar 2026. Sie soll laut eigenem Text für alle Webseiten und Portale gelten, die die Firma selbst verantwortet, und nennt deine Rechte von der Auskunft bis zum Widerspruch sowie die Beschwerde bei der Datenschutzbehörde. websingles kommt darin aber nicht vor, beschrieben werden vor allem Hosting-Dienste, und für die Website ist nur von technisch notwendigen Cookies die Rede, während die Nutzungsbedingungen von websingles Werbecookies eines Vermarkters beschreiben. Ob diese Erklärung auch die Singlebörse abdecken soll, bleibt deshalb offen. Ob angemeldete Mitglieder weitere Informationen zu sehen bekommen, konnten wir ohne Konto nicht prüfen.

Was die Datenschutz-Grundverordnung grundsätzlich verlangt, steht in Art. 13 DSGVO. Werden Daten bei dir selbst erhoben, muss dir der Verantwortliche zum Zeitpunkt der Erhebung unter anderem Folgendes mitteilen, sofern du es nicht schon weißt: Namen und Kontaktdaten, Zwecke und Rechtsgrundlage der Verarbeitung, gegebenenfalls die Empfänger und die Speicherdauer. Hinzu kommen Hinweise auf deine Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Widerspruch und Datenübertragbarkeit sowie auf dein Recht, dich bei einer Aufsichtsbehörde zu beschweren. Ob websingles diese Angaben bei der Registrierung macht, konnten wir nicht sehen, weil sich das Formular bei unserem Aufruf am Prüftag nicht öffnen ließ.

Hältst du eine Verarbeitung deiner Daten für rechtswidrig, kannst du dich an die Österreichische Datenschutzbehörde wenden. Das Beschwerdeverfahren ist laut Behörde grundsätzlich kostenlos. Geht es im Kern aber nicht um Datenschutzrechte, kann sie eine Gebühr bis 400 Euro verlangen oder die Behandlung ablehnen.

Ein älterer Befund gehört zur Einordnung: Der VKI bemängelte 2015 in einem Vergleich von neun Singlebörsen, die Bedingungen von love.at und websingles seien so unpräzise formuliert, dass eine unsaubere Verwendung der Nutzerdaten nicht auszuschließen sei. Die von websingles bestünden vor allem aus Haftungsausschlüssen.

Mindestalter

Eine Altersgrenze fanden wir am 2. Oktober 2026 weder in den Nutzungsbedingungen noch auf der Hilfeseite oder im Impressum. Das Registrierungsformular selbst ließ sich bei unserem Aufruf nicht öffnen. Ob und ab welchem Alter websingles Anmeldungen zulässt, können wir deshalb nicht sagen.

Profil löschen oder pausieren

Laut Hilfeseite löschst du deine Anmeldung im Mitgliederbereich unter „Übersicht“ und dann „Sonstiges“. Wer nur eine Pause will, deaktiviert das Profil in den Einstellungen über das Häkchen „Singleprofil aktivieren“ und schaltet es später wieder ein. Für Anfragen nennt die Hilfeseite derzeit nur eine E-Mail-Adresse des Webmasters.

Funktionen: Listen, Detailsuche, Chat

websingles ist eine klassische Singlebörse mit Profilen und Suchmasken, keine Swipe-App. Profile lassen sich nach vier Kategorien durchblättern, von „SIE sucht IHN“ bis „ER sucht IHN“, als Detail- oder Fotoliste. Die Detailsuche kennt auch Paare und reicht über Österreich hinaus nach Deutschland und in die Schweiz, jeweils mit Bundesländern beziehungsweise Kantonen. Gefiltert wird unter anderem nach Beziehungswunsch, von fester Beziehung bis One-Night-Stand und Seitensprung, nach Ausbildung, Interessen und sogar nach Tanzpartnern. Eine Eigenheit ist die „Suche nach Nummerntafel“, die laut Suchseite mit einem Autoaufkleber des Kooperationspartners SunCompany zusammenhängt.

Dazu kommen Singlevideos, ein Chat für eingeloggte Mitglieder und „Singles der Woche“. Die Erfolgsgeschichten werden laut einer Systemnachricht „im Moment“ überarbeitet, und die Seite für Gewinnspiele listete am 2. Oktober 2026 keines auf. Nachrichten anderer Mitglieder landen laut Hilfeseite direkt in deinem E-Mail-Postfach. Redaktionell ist es ruhig geworden: Die jüngste Meldung im News-Bereich stammt vom 6. Mai 2020, die davor vom 14. September 2018.

Nutzerzahlen gibt es nur vom Anbieter selbst. Am 2. Oktober 2026 um 10:53 Uhr zeigte der Zähler auf der Startseite 285.710 „User gesamt“, davon 131 eingeloggt, dazu 5.794 „anonym online“. Wenige Minuten später standen dort andere Werte. 2013 warb die Registrierungsseite mit „über 220.000 Singles“. Die VKI-Tabelle von 2009 nannte rund 235.000 registrierte Mitglieder in Österreich, zu 36 Prozent Frauen und zu 64 Prozent Männer. Wie viele dieser Profile noch genutzt werden, verrät keine der Zahlen.

Seit wann gibt es websingles?

Ein offizielles Gründungsdatum nennt die Seite nicht. Der älteste Schnappschuss im Internet Archive stammt vom 20. Februar 2001 und zeigt bereits eine Singlebörse mit Fotoupload, Gästebüchern, ICQ-Nachrichten und Miss- und Misterwahl. Am 29. August 2003 ging websingles laut eigener Meldung mit neuem Design online und hatte da „schon 3 Design-Änderungen“ hinter sich.

2009 prüfte der VKI zwölf Online-Partneragenturen und Singlebörsen, verdeckt und über offizielle Anfragen. websingles, im Konsument-Bericht vom Februar 2009 als Beispiel für „Zwei-Mann-Betriebe“ genannt, schnitt als Gratisangebot mit „gut“ ab. Dieser Test ist mehr als 17 Jahre alt. Seitdem haben sich Seite, Markt und Recht verändert, die DSGVO etwa gilt erst seit 2018. Als Urteil über das heutige Angebot taugt er nicht.

Ältere Berichte zeichnen ein gemischtes Bild. Ö1 zählte Love.at und Websingles im November 2009 zu den „Spaß-Börsen“, auf denen man bei der ernsthaften Suche nach einem Partner fürs Leben wahrscheinlich nicht sehr glücklich werde (Ö1, „Per Klick zum Glück“). FM4 erzählte im Juni 2010 dagegen von einem Paar, das sich auf Websingles.at gefunden hatte (FM4-Schwerpunkt Online-Dating). Im erwähnten Vergleich von 2015 beschrieb der VKI auf websingles und love.at ein jüngeres Publikum mit vielen, die lockere Flirts, Spaß und Affären suchten, und warnte, auch Romance Scammer seien dort zu finden.

Bewertungen: eine Momentaufnahme mit wenig Aussagekraft

Auf Trustpilot stand das Profil von websingles am 2. Oktober 2026 bei einem TrustScore von 2,5 („Mangelhaft“), bei nur sieben Bewertungen. In den zwölf Monaten davor kam keine dazu. 58 Prozent der Bewertungen vergeben einen Stern, keine einzige fünf. Das Profil ist vom Unternehmen nicht beansprucht, Einladungen zur Bewertung gab es laut Trustpilot keine, und die Plattform weist selbst darauf hin, dass die Bewertungen deshalb womöglich nicht repräsentativ sind.

In den sieben Texten aus den Jahren 2020 bis 2025, von denen einer im März 2026 aktualisiert wurde, wiederholen sich ein paar Punkte: veraltetes Design, viele inaktive Profile, Fake- und Spam-Profile. Gelobt werden die kostenlose Nutzung und die vielen Suchoptionen. Überprüft haben wir keine dieser Aussagen. Sieben Meinungen aus mehreren Jahren ergeben ein Stimmungsbild, keine belastbare Bewertung.

Warum funktioniert websingles nicht?

Eine Beobachtung aus unserer Recherche vorweg: Am 2. Oktober 2026 führte der Aufruf der Registrierungsseite statt zum Formular auf eine Systemnachricht mit dem Text „Ungültiger Anmeldeversuch“. Man solle den Webmaster per E-Mail kontaktieren und dabei die eigene IP-Adresse angeben. Auf Englisch heißt es, aus Sicherheitsgründen müsse man sich an den Webmaster wenden, bevor das Profil abgeschickt werden kann. Weitere Gründe nennt die Seite nicht. Ob die Meldung alle Neuanmeldungen betrifft oder nur bestimmte Verbindungen, wissen wir nicht. Wer sie sieht, folgt dem Hinweis in der Meldung und schreibt dem Webmaster.

Für andere Probleme helfen Hilfeseite und Nutzungsbedingungen weiter:

  • Keine Nachrichten im Postfach: websingles leitet Nachrichten an deine hinterlegte E-Mail-Adresse weiter. Schau im Spam-Ordner nach. Manche E-Mail-Anbieter nehmen die Mails erst beim zweiten Versuch an, dann kommen sie später.
  • Neue E-Mail-Adresse wird nicht übernommen: Eine geänderte Adresse gilt erst, wenn du sie über den Link in der Bestätigungsmail freischaltest.
  • Passwort vergessen: Nach Eingabe von Username oder E-Mail-Adresse schickt die Seite einen Link, über den du ein neues Passwort setzt.
  • Seite hakt oder Funktionen fehlen: Einen Anspruch auf ständige Erreichbarkeit gibt es laut Nutzungsbedingungen nicht. Wer Cookies blockiert, muss „im Einzelfall“ mit eingeschränkten Funktionen rechnen.
  • Profil verschwunden: Profile, die gegen die Regeln verstoßen oder nach Ansicht des Betreibers unwahre Angaben enthalten, kann er ohne Vorankündigung löschen oder sperren. Ein Profil kann auch von seinem Besitzer deaktiviert worden sein.

Support gibt es laut Hilfeseite „im Moment“ nur per E-Mail an den Webmaster. Der Support-Link im Impressum führte am Prüftag lediglich auf die Startseite.

Sicherheit: Hinweise der Seite selbst

Dass Fälschungen vorkommen, schreibt websingles selbst. Im August 2018 warnte die Seite vor Profilen, vermutlich von Spam-Bots, die auf angebliche websingles-Seiten locken, und bat darum, solche Links nicht anzuklicken, sondern zu melden. Im September 2014 riet sie, Telefonnummern aus Spam-Nachrichten nicht anzurufen, und warnte vor Phishing-Mails, die den Namen der Börse missbrauchten. Laut Nutzungsbedingungen sind die Angaben der Mitglieder „nicht immer geprüft“. Weil Nachrichten per E-Mail eintreffen, ist es sicherer, sich im Zweifel direkt über die Startseite einzuloggen statt über einen Link in einer Mail.

Die Grundregeln für Kontakte mit Fremden und erste Treffen fasst unser Ratgeber zur Sicherheit beim Online-Dating zusammen. Woran du Liebesbetrug erkennst, erklärt der Beitrag Romance Scam erkennen, gefälschte Identitäten behandelt der Text über Catfishing.

websingles oder Wiener Singles?

Ähnlich klingt Wiener Singles, doch dahinter steht ein anderes Unternehmen: laut Impressum die studio3w GmbH mit Sitz in München. Die Seite trägt den Zusatz „Mit Liebe gemacht von Funkenflug“. Seit Dezember 2023 laufen laut Betreiber Wiener Singles und mehrere deutsche Städteportale in der App Funkenflug zusammen.

Auch das Modell ist ein anderes. Im Mittelpunkt stehen klassische Dates zu zweit und Events, die Mitglieder selbst organisieren. Mitmachen kostet nach eigenen Angaben nichts, am 2. Oktober 2026 kündigte die Startseite sechs Events in Wien an. Anders als websingles hat Funkenflug ein Premium-Modell. Laut Kostenseite (veröffentlicht am 25. August 2026, abgerufen am 2. Oktober 2026) kostet Premium am Desktop als Einmalzahlung ohne Verlängerung 69 Euro für drei, 89 Euro für sechs und 119 Euro für zwölf Monate. In der App sind es Abos mit automatischer Verlängerung, zu 24,99 Euro für einen, 89 Euro für sechs und 119 Euro für zwölf Monate. Ohne Premium kannst du Nachrichten lesen, aber nicht schreiben, und an bis zu fünf Events gleichzeitig teilnehmen. Mit „Kein Abo“ wirbt die Startseite neben der Einladung, kostenlos mitzumachen. Für Premium gilt das laut Kostenseite nur am Desktop, in der App sind die Pakete Abos mit automatischer Verlängerung. Prüf deshalb vor dem Kauf, wo du buchst.

Wer Menschen in Wien lieber gleich persönlich trifft, findet Formate im Beitrag über Speed-Dating in Wien.

Einordnung: websingles im österreichischen Markt

Für unseren Überblick über Dating-Apps in Österreich haben wir die Betreiberangaben von zwölf Plattformen geprüft. websingles.at war die einzige mit Betreiber im Inland, die meisten anderen werden aus Deutschland betrieben. Der Überblick erklärt auch, welche Rechte du bei kostenpflichtigen Abos hast, vom Rücktritt binnen 14 Tagen bis zur Kündigung.

Wem passt websingles? Die Seite kostet nichts, bietet viele Filter und deckt mit ihren Beziehungswünschen alles von Freundschaft bis Seitensprung ab. Der VKI meinte 2015, wer eine langfristige Partnerschaft suche, finde auf kostenpflichtigen Seiten eher Gleichgesinnte als bei Gratisangeboten wie websingles. Ob das heute noch zutrifft, lässt sich mit aktuellen Daten nicht belegen.

Wer persönliche Begleitung durch eine Agentur sucht, findet im Ratgeber zur Partnervermittlung in Österreich Kosten, Verträge und Rechte. Für Menschen ab 50 gibt es den Überblick zur Partnersuche ab 50 in Österreich, für die Hauptstadt den Guide Dating in Wien. Auf jeder Plattform helfen ein durchdachtes Profil und ein guter Einstieg ins Gespräch, Anleitungen dazu stehen unter Online-Dating-Profil erstellen und die erste Nachricht schreiben.

Fazit

websingles.at ist seit mindestens 2001 online, kostet nichts und gehört einem österreichischen Einzelunternehmen, dessen Angaben sich bei Wirtschaftskammer und VIES nachprüfen lassen. Im Gegenzug bekommst du Werbung und Newsletter, denen du mit der Anmeldung zustimmst, und dein Profil ist öffentlich im Internet sichtbar. Eine eigene Datenschutzerklärung der Singlebörse fanden wir nicht, nur eine allgemeine der Betreiberfirma, eine Altersgrenze ebenfalls nicht. Bei unserem Aufruf am Prüftag zeigte die Registrierungsseite statt des Formulars eine Fehlermeldung. Ob das für dich passt, hängt davon ab, was du suchst und wie wichtig dir klare Angaben zum Umgang mit deinen Daten sind.

Häufig gestellte Fragen

Ist websingles.at wirklich kostenlos?

Laut Impressum und Nutzungsbedingungen ja: Für die Mitgliedschaft werden keine Gebühren erhoben, und ein Premium- oder Bezahlmodell haben wir am 2. Oktober 2026 auf der Seite nicht gefunden. Die Seite finanziert sich über Werbung und Newsletter. Mit der Mitgliedschaft stimmst du laut Nutzungsbedingungen zu, standardmäßig in unregelmäßigen Abständen den Newsletter der Seite und zusätzlich Newsletter mit Produktempfehlungen zu erhalten.

Wer betreibt websingles.at?

Laut Impressum die Firma Manfred Jambor, Inhaber von cix.at, mit einer Adresse in Wien. Im Firmenverzeichnis der Wirtschaftskammer steht das Unternehmen als Einzelunternehmen cix internet services e.U. mit Standort in Kierling bei Klosterneuburg und der Firmenbuchnummer 647315i, die im Impressum am 2. Oktober 2026 fehlte. Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer war bei einer Abfrage im EU-System VIES am selben Tag gültig. Laut Nutzungsbedingungen gilt österreichisches Recht, Gerichtsstand ist, soweit rechtlich zulässig, Klosterneuburg.

Welche Erfahrungen haben Nutzer mit websingles.at gemacht?

Belastbare Daten dazu gibt es kaum. Auf Trustpilot hatte websingles.at am 2. Oktober 2026 einen TrustScore von 2,5, allerdings bei nur sieben Bewertungen, und in den zwölf Monaten davor kam keine neue dazu. Kritisiert werden dort ein veraltetes Design, viele inaktive Profile sowie Fake- und Spam-Profile, gelobt werden die kostenlose Nutzung und die vielen Suchoptionen. Im VKI-Test von 2009 schnitt websingles mit „gut“ ab, dieser Test ist aber mehr als 17 Jahre alt.

Warum funktioniert websingles nicht?

Bei unserer Recherche am 2. Oktober 2026 erschien auf der Registrierungsseite statt des Formulars die Meldung „Ungültiger Anmeldeversuch“, verbunden mit der Bitte, den Webmaster per E-Mail unter Angabe der eigenen IP-Adresse zu kontaktieren. Ob das alle Neuanmeldungen betrifft, wissen wir nicht. Für andere Probleme gibt die Seite selbst Hinweise: Nachrichten kommen per E-Mail, also lohnt ein Blick in den Spam-Ordner, eine neue E-Mail-Adresse gilt erst nach Bestätigung per Link, und über „Passwort vergessen“ bekommst du einen Link, mit dem du ein neues Passwort setzt. Support gibt es laut Hilfeseite derzeit nur per E-Mail an den Webmaster.

Wie lässt sich ein Profil bei websingles.at löschen?

Laut Hilfeseite im Mitgliederbereich unter „Übersicht“ und dann „Sonstiges“. Wer nur eine Pause einlegen will, kann das Profil in den Einstellungen über das Häkchen „Singleprofil aktivieren“ deaktivieren und später wieder einschalten. Eine eigene Datenschutzerklärung fanden wir am 2. Oktober 2026 auf websingles.at nicht. Die Betreiberfirma veröffentlicht auf ihrer Firmenwebsite eine allgemeine Datenschutzerklärung, die für alle ihre eigenen Webseiten und Portale gelten soll und das Recht auf Löschung nennt, websingles aber nicht erwähnt. Anfragen nimmt laut Hilfeseite derzeit nur der Webmaster per E-Mail entgegen.

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