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Kizzle: Test & Erfahrungen 2026 – der moderierte Flirt-Chat

Kizzle im Test 2026: was die AGB über moderierte Profile sagen, wie Points funktionieren, wer hinter kizzle.net steht und für wen sich der Flirt-Chat eignet.

Markus Hoffmann
Markus Hoffmann
· 12 Min. Lesezeit

Kizzle (kizzle.net) ist ein Flirt- und Chatportal der dänischen DansoTec ApS. Im Seitenfuß bezeichnet sich Kizzle selbst als „moderierten Dienst mit fiktiven Profilen zur Unterhaltung“. Daneben gibt es laut Anbieter echte Mitglieder, die ihr Profil freiwillig verifizieren können. Bezahlt wird mit Points auf Prepaid-Basis, ein Abo gibt es nicht.

Was das für dich heißt, steht vor allem in den AGB. Die haben wir genau gelesen.

So haben wir geprüft: Wir haben kein Konto angelegt und Kizzle nicht selbst genutzt. Am 20. Oktober 2026 haben wir Startseite, AGB, FAQ, Hilfe-Seite, Impressum und Datenschutzerklärung gelesen. Dazu kamen ältere AGB-Fassungen im Internet Archive, die Eintragung im dänischen Unternehmensregister, App Store, Google Play, Trustpilot und das Bewertungsportal ErfahrungenScout. Alle Anbieterangaben haben den Stand 20. Oktober 2026.

SteckbriefKizzle
BetreiberDansoTec ApS, Padborg (Dänemark), CVR DK34212023
Art des Angebotslaut Seitenfuß „moderierter Dienst“ mit fiktiven Profilen, dazu echte Mitglieder
Mindestalter18 Jahre (laut Startseite)
Anmeldungkostenlos, mit E-Mail-Adresse oder Google-Konto
KostenPoints als Prepaid-Pakete, kein Abo, Preise vor der Anmeldung nicht einsehbar
Appkeine Store-App, Website als Web-App installierbar
AGB„in der Fassung vom 01.04.2014“

Kizzle im Test: Was die AGB über moderierte Profile sagen

Die entscheidende Stelle steht in den AGB von Kizzle, im Abschnitt zu Chat und Kontaktanzeigen. Dort heißt es: „Bei kizzle.net handelt es sich um einen moderierten Dienst.“ Die Moderation soll laut AGB die Aktivität auf dem Portal erhöhen und damit die Umsätze des Betreibers steigern.

Dafür legen Moderatoren, die der Betreiber beschäftigt, Profile an und geben sich als diese Personen aus. Deshalb verbergen sich laut AGB „nicht hinter allen Profilen reale Personen“. Alle Äußerungen und persönlichen Daten dieser Profile seien „Erfindungen der Moderatoren“.

Auch angegebene Kontaktdaten beweisen laut AGB nicht, dass hinter einem Profil ein echter Mensch steht. Und der Betreiber garantiert keine erfolgreiche Kontaktvermittlung. „Das gilt auch, wenn der Teilnehmer entgeltliche Dienste nutzt“, heißt es weiter.

Diese Begriffe sind kein Einzelfall. Die Verbraucherzentrale zu Fake-Profilen beim Online-Dating nennt „Moderator“ und „moderierter Dienst“ als typische AGB-Formulierungen für Profile, hinter denen bezahlte Mitarbeitende stecken.

Werbung auf der Startseite, Hinweis im Seitenfuß

Auf der Startseite klingt das Angebot anders. Wer „die große Liebe noch nicht gefunden“ hat, ein Abenteuer sucht oder neue Leute kennenlernen will, sei bei Kizzle „genau richtig“. In der FAQ steht, bei Kizzle gehe es „um Spaß und um das Finden deiner Liebe“.

Der Hinweis auf die Moderation steht auf derselben Seite, ganz unten im Seitenfuß. Dort spricht Kizzle von fiktiven Profilen zur Unterhaltung. Hinter jedem verifizierten Profil stehe dagegen „eine reale Person mit realen Absichten“. Lesen kannst du das schon vor der Anmeldung. Laut den Kopien im Internet Archive steht dieser Satz spätestens seit Juli 2023 dort.

Ältere Zitate stammen aus einer früheren Fassung

Im Netz kursieren AGB-Zitate, laut denen Kizzle sämtliche weiblichen Profile als fiktiv bezeichnet. Das stand tatsächlich in älteren Fassungen, etwa in der im Internet Archive gespeicherten AGB vom Dezember 2019.

In der heutigen Fassung fehlt dieser Satz. Die Angabe „in der Fassung vom 01.04.2014“ ist trotzdem gleich geblieben. Nach den gespeicherten Kopien wurde der Absatz zwischen Ende Oktober und Ende November 2020 umformuliert. Wenn du Zitate aus Bewertungen liest, prüfe also das Datum.

Was ein moderierter Dienst für dich bedeutet

Ein moderierter Dienst ist im Kern ein Unterhaltungs-Chat. Du schreibst mit Profilen, von denen ein Teil von Moderatoren im Auftrag des Betreibers geführt wird. Laut AGB soll die Moderation die Aktivität und damit die Umsätze steigern.

Gekennzeichnet sind laut Startseite die verifizierten Profile, sie tragen eine goldene Profilkarte. Eine Kennzeichnung der moderierten Profile erwähnen weder AGB noch FAQ. Ob du bei einem Profil ohne Gold mit einem Mitglied oder einem Moderator schreibst, lässt sich nach diesen Texten nicht erkennen.

Verifiziert wird laut FAQ per SMS-Code an eine Handynummer. Das belegt eine erreichbare Telefonnummer, aber weder Namen noch Alter.

Gerichte haben in Verfahren gegen andere Portale entschieden, dass ein Hinweis nur in den AGB nicht genügt, wenn ein Portal mit Kennenlernen wirbt. Die Urteile der Landgerichte Berlin und Flensburg fassen wir im Ratgeber zum Flirt-Chat mit Coins und Moderatoren zusammen. Kizzle nennt die Moderation allerdings nicht nur in den AGB, sondern auch im Seitenfuß der Startseite. Ein Urteil oder eine Warnung von Verbraucherschützern zu Kizzle selbst haben wir nicht gefunden.

Wer steckt hinter Kizzle?

Laut Impressum betreibt die DansoTec ApS das Portal, mit Sitz in Padborg in Dänemark, direkt an der deutschen Grenze nördlich von Flensburg. Eine ApS entspricht in etwa einer deutschen GmbH. Als Geschäftsführung nennt das Impressum Marlis Riedel, die CVR-Nummer lautet DK34212023.

Im dänischen Unternehmensregister ist die Firma seit dem 18. Januar 2012 eingetragen, als Branche ist das Verlegen von Software angegeben. Der Seitenfuß von Kizzle trägt den Vermerk „©2014-2026“.

Den Namen Kizzle trug schon früher ein Flirtportal. Laut dem Branchendienst deutsche-startups.de brachte Axel Springer es 2010 unter dem Dach von Bild digital heraus und stellte es zum 31. März 2012 ein. Einen Zusammenhang mit dem heutigen Angebot der DansoTec ApS konnten wir nicht belegen.

Erreichbar ist der Betreiber nur per E-Mail an den Support, eine Telefonnummer nennt das Impressum nicht. An Verfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle nimmt DansoTec laut Impressum nicht teil.

Anmeldung und Mindestalter

Für die Anmeldung fragt das Formular, ob du Mann oder Frau bist und wen du suchst, dazu E-Mail-Adresse und Geburtsdatum. Alternativ meldest du dich mit einem Google-Konto an. Laut FAQ bestätigst du die E-Mail-Adresse über einen Freischaltlink.

Die Datenschutzerklärung zählt für das Konto mehr Angaben auf, unter anderem Benutzername, Passwort, Geburtsdatum, Land, Postleitzahl, Wohnort, Geschlecht und das gewünschte Geschlecht. Für andere sichtbar sind laut Datenschutzerklärung Benutzername, Alter, Land, Geschlecht und Interesse.

Das Mindestalter liegt laut Startseite bei 18 Jahren. Die AGB selbst nennen keine feste Altersgrenze, ein Abschnitt regelt sogar die Verantwortung von Erziehungsberechtigten, die Minderjährigen die Nutzung erlauben. Maßgeblich ist für dich die klare Angabe auf der Website: ab 18. Einen Altersnachweis erwähnen weder AGB noch FAQ, das Geburtsdatum gibst du selbst an.

Was kostet Kizzle? Points statt Abo

Die Registrierung ist laut AGB kostenfrei. Nach der Anmeldung bekommst du laut FAQ Points geschenkt, um die Funktionen auszuprobieren. Die Startseite wirbt zusätzlich mit einem Neukundenbonus.

Alles Weitere läuft über Points, die du als Paket im Voraus kaufst. Laut Datenschutzerklärung wickeln PayPal, Mollie und Micropayment die Zahlungen ab. Ein Abo schließt du laut FAQ von Kizzle nicht ab, es gibt also keine automatische Verlängerung.

Was die Pakete kosten, zeigt Kizzle vor der Anmeldung nicht. Auch welche Funktionen genau Points kosten, steht öffentlich nicht vollständig da. Die FAQ nennt als Beispiel die Esoterik-Funktionen. In Nutzerbewertungen heißt es, auch das Schreiben von Nachrichten koste Points. Zwei Bewertungen von Juni 2023 und Januar 2026 nennen Pakete für 9,99 Euro. Überprüfen konnten wir beides ohne Konto nicht.

Restguthaben: FAQ und AGB widersprechen sich

Bei nicht verbrauchten Points sagen FAQ und AGB Unterschiedliches. Laut FAQ kannst du für entgeltlich gekaufte, nicht verbrauchte Points beim Löschen per E-Mail eine Erstattung beantragen. Geschenkte Bonus-Points sind davon ausgenommen. Die AGB sagen dagegen, vorhandene Points verfallen bei der Löschung und können nicht ausbezahlt werden.

Willst du gehen und hast noch gekaufte Points, beantrage die Erstattung vor dem Löschen schriftlich beim Support. Heb die Antwort auf. Und leg dir vor dem ersten Kauf ein festes Monatsbudget zurecht.

Funktionen im Überblick

Kizzle bietet die üblichen Bausteine eines Flirtportals:

  • Profil und Fotos: Bilder im JPG- oder PNG-Format bis 5 MB. Als Profilbild akzeptiert Kizzle laut FAQ nur Porträts und unter Umständen Ganzkörperfotos. Fotos kannst du laut Startseite auch nur für Freunde freigeben.
  • Nachrichten: Laut Startseite werden dir Nachrichten auch ohne Premium-Funktionen „uneingeschränkt angezeigt“.
  • Verifizierung: freiwillig und kostenlos per SMS-Code, danach leuchtet die Profilkarte golden.
  • SMS-Funktion: Nachrichten lassen sich per SMS senden und empfangen, wenn beide die Funktion aktivieren. Was das in Points kostet, steht in der FAQ nicht.
  • Esoterik-Bereich: Beziehungsanalysen nach „esoterischen Methoden“ einer Lebensberaterin. Belege für die Aussagekraft nennt Kizzle nicht.
  • Blockieren und Melden: Blockierte Mitglieder sehen dein Profil nicht mehr und können dich nicht kontaktieren.
  • Web-App: keine App in den Stores, aber eine Anleitung, die Website auf dem Startbildschirm zu installieren.

Kündigen, widerrufen, Konto löschen

Weil es kein Abo gibt, musst du nichts kündigen. Dein Konto löschst du laut FAQ selbst: in den Einstellungen unter der Rubrik Account. Die Löschung ist unwiderruflich. Laut Datenschutzerklärung werden Konten spätestens 30 Tage danach vollständig entfernt, außer Aufbewahrungspflichten stehen dem entgegen.

Die AGB enthalten eine Widerrufsbelehrung. Danach kannst du deine Vertragserklärung innerhalb von 14 Tagen in Textform widerrufen, etwa per E-Mail an den Support. Das Recht erlischt laut AGB vorzeitig, wenn der Vertrag auf deinen ausdrücklichen Wunsch vollständig erfüllt ist.

Auffällig: Die Belehrung nennt für Erstattungen eine Frist von 30 Tagen. Nach heutigem deutschem Recht sind empfangene Leistungen spätestens nach 14 Tagen zurückzugewähren (§ 357 BGB). Dieselbe Höchstfrist von 14 Tagen schreibt die EU-Verbraucherrechterichtlinie vor, sie gilt also auch für einen Anbieter in Dänemark.

Das ist keine Rechtsberatung. Weil der Betreiber in einem anderen EU-Land sitzt, hilft bei Problemen das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland kostenlos, sofern du in Deutschland wohnst.

Datenschutz und Sicherheit

Verantwortlich ist laut Datenschutzerklärung die DansoTec ApS. Zuständige Aufsichtsbehörde ist die dänische Datatilsynet, Nutzer aus Deutschland können sich laut Datenschutzerklärung zusätzlich an eine Datenschutzbehörde in Deutschland wenden. Wo die Server stehen, nennt die Datenschutzerklärung nicht.

Die Angabe, für welches Geschlecht du dich interessierst, behandelt Kizzle als besonders geschützte Angabe zur sexuellen Orientierung. Verarbeitet wird sie laut Datenschutzerklärung nur mit deiner ausdrücklichen Einwilligung. Google Analytics und Google reCAPTCHA laufen nur nach Zustimmung, eine Übermittlung in die USA ist möglich.

Dein Nachrichtenverlauf ist laut Datenschutzerklärung nur für dich und dein Gegenüber sichtbar. Schreibst du mit einem moderierten Profil, ist dieses Gegenüber ein Moderator. Gib deshalb keine Adresse, keinen Arbeitgeber und keine intimen Fotos preis.

Schick niemandem Geld, egal wie überzeugend die Geschichte klingt. Wie Betrugsmaschen beim Online-Dating ablaufen, zeigt unser Ratgeber Online-Dating-Betrug erkennen. Wirst du mit Bildern erpresst, zahl nicht und wende dich an die Polizei, bei akuter Gefahr über die 110. Was dann zu tun ist, steht im Ratgeber anonym chatten.

Kizzle Erfahrungen: Was Nutzer berichten

Große Bewertungsportale geben wenig her. Eine Trustpilot-Seite zu kizzle.net haben wir nicht gefunden, Store-Bewertungen gibt es mangels App nicht.

Auf dem Portal ErfahrungenScout standen am 20. Oktober 2026 18 Bewertungen zu Kizzle, eingereicht seit Januar 2020. Laut Portal würden 56 Prozent Kizzle wieder wählen. Das Portal markiert 4 der 18 Bewertungen als Klagen über gefälschte Profile. Die älteste Bewertung zitiert bereits die AGB-Stelle zum moderierten Dienst.

Mehrere Bewertungen kritisieren Kosten pro Nachricht und Treffen, die nie zustande kamen. Eine Bewertung lobt einen schnellen, freundlichen Support. Einige Texte beziehen sich erkennbar nicht auf ein Chat-Portal. Die Stichprobe ist klein, die Echtheit der Bewertungen können wir nicht prüfen.

Für wen passt Kizzle und für wen nicht?

Kizzle kann passen, wenn du:

  • bewusst einen Flirt-Chat zur Unterhaltung suchst und weißt, dass ein Teil der Profile moderiert ist,
  • volljährig bist und dir vorher ein festes Budget für Points setzt,
  • ohne App im Browser chatten willst.

Kizzle passt eher nicht, wenn du:

  • echte Menschen zum Treffen oder eine Partnerschaft suchst,
  • Preise vor der Anmeldung vergleichen willst,
  • sicher sein willst, dass du mit einem echten Mitglied schreibst.

Alternativen zu Kizzle

Willst du kostenlos mit echten Menschen schreiben, ist eine offene Chat-Community naheliegend. Unser Test zu Knuddels zeigt einen Chat, der laut AGB nur Volljährige zulässt. Bei spin.de liegt die Empfehlung bei 16 Jahren, dort schreiben also auch Jugendliche mit. Weitere Angebote mit Mindestalter, Kosten und App vergleicht unser Überblick zum deutschen Chat.

Geht es dir um ein echtes Date, gehört die Suche in eine Singlebörse. Wie der Chat dort funktioniert und woran du Moderatoren erkennst, erklärt unser Ratgeber zum Single-Chat.

Wer bewusst einen Unterhaltungs-Chat sucht, sollte einen wählen, der in AGB und FAQ klar sagt, wer dort schreibt und was nicht zum Angebot gehört. Maßgeblich sind diese Texte, nicht der Werbetext auf der Startseite.

Bewusst nur zur Unterhaltung flirten

Ein Beispiel für einen solchen Unterhaltungs-Chat ist Verlieben24. Im Seitenfuß nennt sich das Portal eine „Unterhaltungsplattform für Online-Flirts und Chats“, nutzen dürfen es nur Erwachsene ab 18. Laut AGB ist es „keine Kennenlern-Plattform“, sondern „eine reine Entertainment-Plattform“. Geschrieben wird mit „professionellen Chat-Partnern“, die für das Portal arbeiten und rein fiktive Profile betreiben. Auch wer zahlt, bekommt laut AGB keine Kontakte zu wirklich existierenden Personen vermittelt. Reale Treffen sind laut FAQ „ausdrücklich nicht Teil des Angebots“. Bezahlt wird mit Flirtcoins, nicht verbrauchte erstattet der Anbieter laut AGB nicht. Laut AGB läuft die Premium-Mitgliedschaft 1 oder 12 Monate und verlängert sich automatisch, wenn du nicht spätestens 4 Wochen vor Ablauf in Textform kündigst, also per E-Mail oder Brief. Die Preise siehst du erst nach der Anmeldung. Mehr dazu in unserem Test von Verlieben24.

Fazit zu Kizzle

Kizzle sagt in AGB und Seitenfuß offen, dass Moderatoren Profile führen und nicht hinter jedem Profil ein Mensch steckt. Echte Mitglieder gibt es auch, erkennbar sind laut Anbieter die verifizierten. Die Startseite wirbt mit der großen Liebe, die Moderation erwähnt sie erst im Seitenfuß. Das solltest du vor dem ersten Kauf wissen.

Nutzt du Kizzle, dann mit klarem Blick: als Unterhaltung, mit Budget und ohne die Erwartung, dass aus einem Chat ein Treffen wird.

Häufig gestellte Fragen

Ist Kizzle seriös oder sind die Profile fake?

Kizzle sagt selbst, dass nicht alle Profile echt sind. Laut AGB (Fassung vom 01.04.2014, abgerufen am 20. Oktober 2026) ist kizzle.net ein „moderierter Dienst“: Vom Betreiber beschäftigte Moderatoren legen Profile an und geben sich als diese Personen aus. Im Seitenfuß spricht Kizzle von „fiktiven Profilen zur Unterhaltung“. Daneben gibt es laut Anbieter echte Mitglieder. Als real bezeichnet der Anbieter die Profile, die per SMS-Code verifiziert sind und eine goldene Profilkarte tragen. Ein Urteil oder eine Verbraucherschutz-Warnung zu Kizzle haben wir nicht gefunden.

Was kostet Kizzle?

Die Anmeldung ist kostenlos, ein Abo gibt es laut Anbieter nicht. Zusatzfunktionen bezahlst du mit Points, die du als Prepaid-Paket kaufst, laut Datenschutzerklärung über PayPal, Mollie oder Micropayment. Nach der Anmeldung schenkt Kizzle dir einige Points zum Ausprobieren. Die Paketpreise nennt Kizzle vor der Anmeldung nicht. In Nutzerbewertungen ist von Paketen für 9,99 Euro die Rede, überprüfen konnten wir das ohne Konto nicht. Welche Funktionen genau Points kosten, listet Kizzle öffentlich nicht vollständig auf.

Wer betreibt Kizzle?

Laut Impressum betreibt die DansoTec ApS das Portal, eine dänische Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Padborg nahe der deutschen Grenze. Die Geschäftsführung liegt laut Impressum bei Marlis Riedel, die dänische CVR-Nummer lautet DK34212023. Im dänischen Unternehmensregister ist die Firma seit dem 18. Januar 2012 eingetragen. Erreichbar ist der Betreiber nur per E-Mail. An Verfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle nimmt er laut Impressum nicht teil. Wohnst du in Deutschland, hilft bei Streit das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland kostenlos.

Kann man bei Kizzle echte Menschen kennenlernen und treffen?

Laut Anbieter ist das möglich, garantiert ist es nicht. Kizzle betont, dass hinter jedem verifizierten Profil eine reale Person mit realen Absichten stehe. Bei anderen Profilen sagen AGB und FAQ nicht, ob ein Mitglied oder ein Moderator schreibt, denn laut AGB verbergen sich nicht hinter allen Profilen reale Personen. Eine erfolgreiche Kontaktvermittlung garantiert der Betreiber laut AGB ausdrücklich nicht, auch nicht bei bezahlten Diensten. Wer gezielt jemanden zum Treffen sucht, ist in einer Singlebörse oder einer Dating-App ohne moderierte Profile besser aufgehoben.

Wie lösche ich mein Kizzle-Konto?

Laut FAQ löschst du dein Konto selbst: In den Einstellungen findest du unter der Rubrik Account einen Button dafür. Die Löschung ist endgültig. Laut Datenschutzerklärung werden Konten spätestens 30 Tage danach vollständig entfernt, sofern keine Aufbewahrungspflichten bestehen. Ein Abo musst du nicht kündigen, weil es keines gibt. Hast du noch gekaufte Points, beantrage die Erstattung vorher per E-Mail an den Support. Eine Erstattung per E-Mail sieht die FAQ vor, die AGB sagen dagegen, Points verfallen bei der Löschung.

Gibt es eine Kizzle-App?

Eine App im App Store oder bei Google Play haben wir am 20. Oktober 2026 nicht gefunden. Kizzle bietet stattdessen an, die Website als Web-App auf dem Startbildschirm zu installieren: auf Android über Chrome, auf dem iPhone über Safari und auf dem PC über Chrome. Danach kann die Seite Benachrichtigungen schicken, wenn du das erlaubst. Die Website ist laut Anbieter für Desktop, Smartphone und Tablet optimiert.

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