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Hochzeitszeitung: Ideen, Rubriken, Zeitplan und Druckkosten

Hochzeitszeitung erstellen: 34 Rubriken-Ideen, Fragebogen für Gäste, Zeitplan und unsere Druckkosten-Stichprobe. Plus, was bei Fotos und Texten gilt.

Herzblatt Redaktion
Herzblatt Redaktion
· 22 Min. Lesezeit

Eine Hochzeitszeitung ist ein selbst gemachtes Heft über das Brautpaar: Freunde oder Familie sammeln Geschichten, Fotos, Interviews, Rätsel und Grüße der Gäste, gestalten daraus eine Zeitung und verteilen sie am Hochzeitstag. Wer eine machen will, sollte etwa drei Monate vorher anfangen. Der Druck von 60 Heften mit 16 farbigen A4-Seiten kostete in unserer kleinen Stichprobe mit fünf Anbietern rund 98 bis 181 Euro inklusive Versand, also etwa 1,60 bis 3 Euro pro Heft.

Hier findet ihr einen Zeitplan, eine Fragebogen-Vorlage für die Gäste, 34 Rubriken-Ideen, die Druckkosten aus unserer Stichprobe (alle Preise Stand 16. Oktober 2026) und das Wichtigste zu Fotos, fremden Texten und umgedichteten Liedern.

Wir sprechen dabei vor allem das Redaktionsteam an, also Trauzeugen, Geschwister und Freunde.

Was ist eine Hochzeitszeitung?

Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache beschreibt sie, gestützt auf ein Wörterbuch von 1969, als humoristische Schrift mit Gedichten und Texten über Brautpaar und Hochzeitsgesellschaft, die am Hochzeitstag vorgelesen werden. Laut Wikipedia erstellen meist die nächsten Angehörigen des Paares die Zeitung, oft mit Kinder- und Jugendfotos, und verteilen sie während der Feier, nachdem sie vorgetragen und manchmal in kleinen Szenen vorgespielt wurde.

Wie alt der Brauch ist, lässt sich nicht genau sagen. Museen bewahren aber Beispiele auf. Das Museum Europäischer Kulturen in Berlin besitzt ein Festblatt zu einer Vermählungsfeier am 24. Oktober 1893 und eine Hochzeitszeitung von 1910, mit lila Tinte geschrieben und gezeichnet, vervielfältigt und mit Klammern geheftet. Aus den Jahren 1922 bis 1928 stammen dort vier Hefte, darunter ein „Hochzeits-Kladderadatsch“ und ein „Ehe-Simplicissimus“. Die Titel spielen auf die Satirezeitschriften Kladderadatsch und Simplicissimus an, die damals wöchentlich erschienen. Das ehrenamtlich geführte Museum Guntersblum in Rheinland-Pfalz verzeichnet Ausgaben von 1946 und 1950 mit 8 und 12 Seiten, eine davon heißt „Alsheimer Generalanzeiger“.

Es gibt zwei Varianten, die t-online so unterscheidet: die Zeitung, die das Paar für seine Gäste drucken lässt, mit Reportagen, Interviews und der Kennenlerngeschichte, und die Zeitung, die Freunde und Verwandte für das Paar machen, mit dem Schwerpunkt auf Unterhaltung. Plant ihr als Paar eine Zeitung für eure Gäste, gilt hier fast alles genauso, nur die Geheimhaltung entfällt.

Wer macht die Hochzeitszeitung? Team, Rollen und Geheimhaltung

Eine feste Zuständigkeit gibt es nicht. Naheliegend sind Trauzeugen oder Geschwister, weil sie beide Familien und den Freundeskreis kennen. Was Trauzeugen sonst übernehmen, steht in unseren Ratgebern zu den Aufgaben der Trauzeugin und den Aufgaben des Trauzeugen.

Für 16 Seiten reichen drei bis fünf Leute. Hilfreich ist eine klare Verteilung:

  • Chefredaktion: eine Person, die Fristen setzt, nachhakt und am Ende entscheidet, was hineinkommt.
  • Texte: zwei Leute, die Fragebögen auswerten, Interviews führen und schreiben.
  • Fotos: eine Person, die Bilder bei Eltern und Freunden einsammelt und klärt, ob die Abgebildeten einverstanden sind.
  • Layout: eine Person, die mit dem gewählten Programm sicher umgehen kann.
  • Korrektur: zwei Leute, die an den Texten nicht mitgeschrieben haben und deshalb Fehler sehen.

Bei der Geheimhaltung hilft eine eigene Gruppe oder E-Mail-Adresse ohne das Paar. Vorsicht bei Familienchats, in denen das Paar mitliest, und bei Fotowünschen an die Eltern, die zufällig gerade mit dem Paar am Tisch sitzen.

Eine Überraschung ist schön, Überrumpelung nicht. Bittet deshalb eine Vertrauensperson, beim Paar vorsichtig abzufragen, ob es Themen gibt, die tabu sind, etwa eine frühere Beziehung, eine Krankheit oder ein Familienkonflikt. Das Paar muss dafür nicht wissen, dass eine Zeitung entsteht.

Klärt früh, wer bezahlt. Möglich sind ein gemeinsamer Topf des Teams, eine Umlage unter den Beitragenden oder eine freiwillige Spende der Gäste am Hochzeitstag (dazu weiter unten mehr).

Zeitplan: rückwärts vom Hochzeitstag

Der knappste Faktor sind die Rückläufe der Gäste, nicht der Druck. Die Anbieter in unserer Stichprobe nannten für die Standardproduktion nach der Druckfreigabe drei bis fünf Werktage, teils kommt der Versand noch dazu. Unser Vorschlag:

WannWas
12 bis 14 Wochen vorherTeam bilden, Umfang und Budget festlegen, Gästeliste mit Kontaktdaten besorgen, Tabus beim Paar indirekt abfragen
10 bis 12 Wochen vorherFragebogen an die Gäste schicken, Frist drei bis vier Wochen
8 Wochen vorherFotos bei Eltern und Freunden anfragen, Interviews mit engen Vertrauten führen
6 bis 7 Wochen vorherErinnerung an alle, die noch nicht geantwortet haben, Seitenplan festlegen
4 bis 6 Wochen vorherTexte schreiben, Layout bauen, Einverständnis für jedes Foto prüfen
3 bis 4 Wochen vorherZweimal Korrektur lesen, PDF an die Druckerei, digitale oder gedruckte Probe prüfen
1 bis 2 Wochen vorherLieferung kontrollieren, Verteilung und kurzen Auftritt mit Trauzeugen und Location abstimmen
HochzeitstagZeitung vorstellen und verteilen, zwei Exemplare für das Paar zurücklegen

Drei Wochen Puffer vor dem Hochzeitstag klingen großzügig. Sie fangen aber einen verspäteten Versand, eine abgelehnte Druckdatei oder einen Tippfehler im Namen auf der Titelseite ab. Wie sich die Zeitung in die übrige Hochzeitsplanung einfügt, zeigt unsere Checkliste mit Zeitplan.

Fragebogen an die Gäste: Vorlage zum Kopieren

Ein guter Fragebogen ist kurz: höchstens zehn Fragen, der Hinweis, dass Stichworte genügen, und eine konkrete Frist. Die Vorlage haben wir selbst geschrieben, ihr dürft sie frei übernehmen und kürzen:

Liebe [Name],

[Name] und [Name] heiraten am [Datum], und wir machen heimlich eine Hochzeitszeitung. Dafür brauchen wir dich. Bitte antworte bis [Frist] an [E-Mail-Adresse], Stichworte reichen völlig. Und bitte nichts verraten.

  1. Woher kennst du die beiden, und seit wann?
  2. Dein erster Eindruck von [Name] oder [Name] in einem Satz?
  3. Eine harmlose Geschichte, über die das Paar heute noch lacht?
  4. Welche Eigenschaft der beiden schätzt du am meisten?
  5. Wer von beiden … kocht besser? Kommt öfter zu spät? Plant den Urlaub? Gibt beim Streit zuerst nach?
  6. Welcher Satz fällt bei den beiden ständig?
  7. Dein bester Rat für die Ehe in einem Satz?
  8. Was wünschst du den beiden für die nächsten zehn Jahre?
  9. Hast du ein Foto, das wir drucken dürfen? Wenn ja: Wer ist darauf zu sehen, und sind alle Abgebildeten einverstanden?
  10. Dürfen wir deinen Namen unter deine Antworten schreiben? (ja / nur Vorname / lieber anonym)

Danke! Deine Redaktion

Für Eltern, Geschwister und die engsten Freunde lohnt ein persönliches Gespräch statt eines Formulars. Gute Geschichten kommen manchmal erst bei der zweiten oder dritten Nachfrage.

Wenn ihr die Antworten über ein Online-Formular sammelt, fragt nur ab, was ihr wirklich braucht, und löscht die Antworten nach der Hochzeit. Gäste, die nicht kommen können, bekommen den Fragebogen trotzdem: Ihre Grüße können für das Paar die wertvollste Seite werden.

Was gehört in eine Hochzeitszeitung? 34 Rubriken-Ideen

Die Ideen sind wie die Ressorts einer echten Zeitung sortiert. Für 16 Seiten reichen acht bis zwölf davon.

Titelseite und Einstieg

  1. Titelseite: Zeitungskopf mit eigenem Namen („Der Müller-Kurier“, „Ja-Wort-Rundschau“), Datum, Ausgabe „Nr. 1“ und einer Schlagzeile zur Hochzeit.
  2. Editorial: ein kurzer Gruß der Redaktion, wer mitgemacht hat und warum.
  3. Inhaltsverzeichnis: hilft beim Blättern und zeigt, wie viel drinsteckt.

Das Paar

  1. Die Kennenlerngeschichte, zweimal erzählt: Beide werden getrennt gefragt, die Versionen stehen nebeneinander. Gerade die Unterschiede machen den Reiz aus.
  2. Steckbriefe: Geburtsort, Beruf, Spitzname, Lieblingsessen, unerfüllter Kindheitstraum. Bei zwei Bräuten oder zwei Bräutigamen passt ihr Überschriften und Vorlagen an, statt „Braut“ und „Bräutigam“ stehen zu lassen. Im Jahr 2025 haben laut Destatis rund 8.900 gleichgeschlechtliche Paare geheiratet.
  3. Doppel-Interview: dieselben zehn Fragen an beide, getrennt beantwortet.
  4. Zeitstrahl: erstes Treffen, erste gemeinsame Wohnung, Antrag, Hochzeit, mit kleinen Fotos.
  5. Das Paar in Zahlen: Jahre als Paar, Umzüge, gemeinsame Länder, Haustiere, geschätzte Kilometer Fernbeziehung.
  6. Damals: Kinder- und Jugendfotos beider, nur mit Erlaubnis (siehe Rechtliches).
  7. Antrags-Reportage: wie der Antrag ablief, als Zeitungsbericht erzählt.
  8. Zitate des Paares: Sätze, die die beiden ständig sagen.
  9. Wer gehört zu wem: ein einfacher Familien- und Freundeskreis-Plan, damit Gäste sich zuordnen können.

Die Gäste kommen zu Wort

  1. Gästeumfrage: Auswertung der „Wer von beiden …“-Fragen als Balkendiagramm.
  2. So haben wir sie kennengelernt: kurze Erinnerungen von Freunden, Kollegen, Nachbarn.
  3. Ratschläge für die Ehe: von Großeltern, Freunden und Kindern, mit Namen oder anonym.
  4. Grüße von allen, die nicht kommen können: besonders wertvoll für Paare mit Familie im Ausland.
  5. Kindermund: Nichten, Neffen oder Patenkinder erklären, was Heiraten ist, mit Erlaubnis der Eltern.
  6. Leserbriefe: erfundene, liebevolle Briefe, etwa vom Hund des Paares oder von der ersten gemeinsamen Couch.

Ressorts wie in einer echten Zeitung

  1. Lokales: die Orte des Paares, vom Heimatdorf bis zur ersten Wohnung.
  2. Reise: gemeinsame Urlaube, inklusive der Pannen.
  3. Sport: Hobbys, Vereinskarrieren, das legendäre Kicker-Turnier.
  4. Feuilleton: Lieblingsfilme, Bücher, Serien, „ihr“ Lied, beschrieben statt zitiert.
  5. Wetterbericht für die Ehe: „Überwiegend sonnig, morgens vereinzelt Morgenmuffeligkeit.“
  6. Horoskop-Parodie: für die Sternzeichen beider, gutmütig und ohne Spitzen gegen Dritte.
  7. Kleinanzeigen: „Suche: zweite Socke, zuletzt gesehen 2019. Biete: Fernbedienung, heiß umkämpft.“
  8. Stellenanzeige: „Lebensmensch gesucht. Stelle besetzt seit …“
  9. Kummerkasten: „Dr. Herz antwortet“ auf erfundene Leserfragen wie „Wer von uns bringt eigentlich den Müll runter?“
  10. Kochseite: das Lieblingsrezept des Paares oder das „Rezept für eine glückliche Ehe“ aus Gästezitaten.

Rätsel und Mitmachen

  1. Kreuzworträtsel: Lösungswörter aus dem Leben des Paares, die Lösung steht hinten im Heft.
  2. Quiz: Wie gut kennen die Gäste das Paar? Fragen findet ihr in unserer Sammlung Wie gut kennst du mich?.
  3. Fehlerbild: ein Paarfoto zweimal, im zweiten sind zehn Dinge verändert.
  4. Tippspiel: Wann wird die Torte angeschnitten? Wer tanzt zuerst? Auflösung am Ende der Feier.
  5. Kinderseite: Ausmalbild, Labyrinth, Suchbild, damit die jüngsten Gäste beschäftigt sind.

Zum Schluss

  1. Impressum: alle Mitwirkenden, Fotonachweise, ein Dank an die Gäste. Platz für Autogramme des Paares kann daneben stehen.

Noch mehr Programmideen für den Abend, bei denen niemand vorgeführt wird, sammelt unser Ratgeber zu Hochzeitsspielen.

Wie viele Seiten? Umfang und ein Seitenplan

Geheftete Hefte bestehen aus gefalzten Bögen, die jeweils vier Seiten ergeben. Die Druckereien in unserer Stichprobe verlangen deshalb eine Seitenzahl, die durch vier teilbar ist. Ob der Umschlag mitzählt, regelt jede Druckerei selbst: Bei einem Anbieter zählen die Umschlagseiten ausdrücklich mit, bei einem anderen nur, wenn der Umschlag aus demselben Papier ist wie der Innenteil. Ein 16-seitiges A4-Heft besteht aus vier gefalzten A3-Bögen.

Jede zusätzliche Seite kostet. Bei einem Anbieter aus unserer Stichprobe machten vier Seiten mehr bei 60 Heften jeweils 31,20 Euro aus, ohne Versand gerechnet: 113,40 Euro für 8 Seiten, 175,80 Euro für 16, 300,60 Euro für 32 Seiten. Plant den Umfang deshalb nach dem Material, das tatsächlich zurückkommt.

Ein Beispiel für 16 Seiten:

SeiteInhalt
1Titelseite
2Editorial, Inhaltsverzeichnis
3Steckbriefe
4 und 5Kennenlerngeschichte, Zeitstrahl
6Doppel-Interview
7Antrags-Reportage
8 und 9Gästeumfrage, Ratschläge für die Ehe
10Damals: Kinderfotos
11Reise und Sport
12Horoskop, Wetterbericht
13Kleinanzeigen, Kummerkasten
14Kreuzworträtsel, Tippspiel
15Grüße von Abwesenden, Rätsellösungen
16Impressum, Dank

Die Doppelseite in der Heftmitte (hier 8 und 9) eignet sich für ein großes Element, weil sie ohne Lücke durchläuft.

Gestaltung: Programme, Vorlagen und Druckdaten

Ihr braucht kein Profiprogramm. Es geht mit Word oder PowerPoint, mit Canva oder mit einem kostenlosen Layoutprogramm wie Scribus. Zwei der Druckdienste in unserer Stichprobe bieten eigene Online-Editoren oder Programme mit Vorlagen an. Wichtiger als das Werkzeug ist, dass nur eine Person das Layout baut und alle anderen ihr fertige Texte liefern.

Was das Heft lesbar macht:

  • Höchstens zwei Schriften: eine für Überschriften, eine gut lesbare für den Text.
  • Ein festes Raster: zwei oder drei Spalten wie in einer Zeitung.
  • Bildunterschriften: Wer ist zu sehen, wann und wo? Das Paar wird es in zwanzig Jahren nicht mehr wissen.
  • Viel Weißraum: lieber eine Rubrik weniger als vollgestopfte Seiten.

Für die Druckdatei gelten die Vorgaben eurer Druckerei. Bei den Anbietern, deren Vorgaben wir gelesen haben, waren das ein PDF mit fortlaufenden Einzelseiten, 2 bis 3 Millimeter Beschnittzugabe für randabfallende Bilder, wichtige Inhalte mindestens 5 bis 6 Millimeter vom Rand entfernt und Fotos mit 300 dpi. Holt euch vor dem Druck eine digitale Ansicht oder einen Probedruck.

Was kostet eine Hochzeitszeitung? Unsere Druckkosten-Stichprobe

Um die Kosten vergleichbar zu machen, haben wir eine feste Ausstattung festgelegt: DIN A4, 16 Seiten inklusive Umschlag, durchgehend farbig, Klammerheftung, 60 Exemplare, Standardproduktion und Standardversand nach Deutschland. 60 Hefte reichen ungefähr für eine Feier mittlerer Größe. In der nicht repräsentativen Hochzeitsstudie 2024 von WeddyPlace mit 634 befragten Paaren kamen im Schnitt 66 Gäste.

AnbieterPapier60 Hefte, brutto inkl. Versandpro Heft
Online-Druckerei aus Nordrhein-Westfalendurchgehend 135 g97,56 €¹1,63 €
Druckdienst für HochzeitszeitungenUmschlag 170 g, innen 135 g118,00 €1,97 €
Online-Druckereidurchgehend 135 g118,65 €1,98 €
Online-Druckereidurchgehend 130 g146,68 €²2,44 €
Druckdienst für HochzeitszeitungenUmschlag 170 g, innen 135 g180,70 €3,01 €
Spanne97,56 bis 180,70 €1,63 bis 3,01 €

¹ Inklusive 5,40 Euro Versandpauschale, die wir vorsichtig als Nettobetrag gerechnet haben. ² 60 Exemplare waren hier nicht bestellbar, der Preis gilt für die nächste Stufe mit 100 Heften. Für 50 Hefte hätte dieselbe Druckerei 100,53 Euro verlangt. Alle Preise Stand 16. Oktober 2026, ohne Probedruck, Express, Rabattcodes oder Veredelung.

So sind wir vorgegangen

Wir wollten zehn Anbieter vergleichen. Bei den meisten großen Online-Druckereien steckt der Preis aber in Rechnern, die wir nicht nachvollziehbar abfragen konnten; diese Anbieter haben wir weggelassen, statt zu schätzen. Übrig blieben nur fünf Angebote, die unserer Vorgabe entsprechen: zwei Druckdienste, die sich auf Hochzeitszeitungen spezialisiert haben, und drei Online-Druckereien.

Verglichen haben wir den Endpreis inklusive Umsatzsteuer und Standardversand; Nettopreise haben wir mit 19 Prozent hochgerechnet, Versand addiert. Der mittlere der fünf Werte liegt bei 118,65 Euro, bei so wenigen Angeboten sagt die Spanne aber mehr: Rechnet für 60 farbige Hefte mit rund 100 bis 180 Euro. Repräsentativ ist das nicht, eine Rangliste einzelner Anbieter ausdrücklich auch nicht. Zwei weitere Angebote passten nicht ganz zur Vorgabe und dienen nur als Kontrolle: 141,22 Euro mit dickerem Umschlag und ohne ausgewiesene Versandkosten, mindestens 186 Euro auf dünnerem Papier ohne Versand.

Was den Preis treibt

  • Auflage: Der Stückpreis sinkt mit der Menge. Bei einer Online-Druckerei kosteten 16-seitige Hefte bei 30 Stück 3,31 Euro pro Heft, bei 60 Stück 1,98 Euro, bei 100 Stück 1,61 Euro. Zehn Reserve-Hefte (70 statt 60) kosteten bei vier Anbietern rund 10 bis 21 Euro mehr.
  • Papier und Umschlag: Ein dickerer oder zusätzlicher Umschlag kostete bei den Anbietern, die das getrennt ausweisen, Aufpreis.
  • Probedruck und Express: Express kostete überall, wo wir es gesehen haben, extra. Ein gedrucktes Vorabmuster kostete bei einem Anbieter rund 17 Euro mehr, bei einem anderen nichts, verlängerte dort aber die Lieferzeit um drei bis vier Werktage. Zwei Anbieter boten eine kostenlose digitale Vorschau an.
  • Umsatzsteuer: Von den fünf Anbietern in der Tabelle berechnete einer 7 Prozent, vier berechneten 19 Prozent. Den ermäßigten Satz von 7 Prozent sieht § 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG mit Anlage 2 Nr. 49 unter anderem für Bücher, Broschüren und ähnliche Drucke vor, nicht aber für Veröffentlichungen, die überwiegend Werbezwecken dienen. Welchen Satz eine Druckerei für eure Zeitung ansetzt, könnt ihr vor der Bestellung erfragen.
  • Werbeanzeige: Zwei der abgefragten Anbieter gewährten Rabatt, wenn eine Anzeige der Druckerei im Heft abgedruckt wird. Ob das zur Hochzeit passt, entscheidet ihr.

Copyshop oder Selbstdruck?

Ein Copyshop ist nicht automatisch günstiger. Ein Berliner Copyshop nennt für ein farbiges 16-seitiges A4-Heft mit Heftung 3,70 Euro pro Exemplar ab 50 Stück, auf dünnem 80-Gramm-Papier, dazu 5 Euro Bearbeitungspauschale. Für 60 Hefte wären das 227 Euro bei Abholung. Die Preisseite trägt kein Stand-Datum und erwähnt noch das Jahr 2021, sie taugt also nur als Einzelbeispiel. Der Vorteil vor Ort: persönliche Beratung und Abholung kurz vor der Hochzeit.

Zu Hause wird es bei A4 schwierig, weil ihr dafür A3-Bögen beidseitig drucken müsst: Für 60 Hefte à 16 Seiten sind das 240 Bögen. Wer selbst druckt, wählt besser A5 aus gefalzten A4-Blättern und heftet mit einem Langarmhefter. Belastbare Vergleichszahlen für den Druck zu Hause haben wir nicht gefunden, die Kosten für Tinte oder Toner hängen stark vom Gerät ab. Rechnet außerdem die Zeit fürs Falzen und Heften ein.

Was ist rechtlich zu beachten? Fotos, Texte, Lieder

Eine Hochzeitszeitung bleibt meist im Kreis der Gäste. Trotzdem gelten die Regeln zum Recht am eigenen Bild und zum Urheberrecht. Das Folgende ist Orientierung, keine Rechtsberatung.

Fotos von Personen

Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung der Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden (§ 22 KUG). Nach dem Tod eines Menschen braucht es bis zum Ablauf von zehn Jahren die Einwilligung der Angehörigen, also des Ehe- oder Lebenspartners und der Kinder, wenn es diese nicht gibt, der Eltern. Ausnahmen nennt § 23 KUG, etwa für Bilder von Versammlungen oder für Personen, die nur als Beiwerk neben einer Örtlichkeit erscheinen. Sie gelten nicht, wenn berechtigte Interessen der Abgebildeten verletzt werden. Den Begriff „Verbreiten“ legt das Oberlandesgericht München in einem Beschluss von 2024 grundsätzlich weit aus: Eine Öffentlichkeit ist dafür nicht nötig, schon die Weitergabe an Dritte kann genügen. Auch eine Zeitung, die nur an die Gäste geht, kann also darunter fallen.

Praktisch heißt das: Fragt alle, die auf einem Foto gut zu erkennen sind, und bei Kindern die Eltern. Das gilt auch für das Paar selbst. Im Zweifel fragt eine Vertrauensperson unauffällig nach.

Wem gehört das Foto?

Unabhängig davon, wer abgebildet ist, hat auch die Person Rechte, die das Foto gemacht hat. Selbst einfache Schnappschüsse sind als Lichtbilder geschützt, das Recht steht dem Fotografen zu und erlischt erst 50 Jahre nach Erscheinen oder Herstellung (§ 72 UrhG). Die Rechte am Kinderfoto aus dem Familienalbum liegen also in der Regel bei der Person, die es aufgenommen hat, etwa der Mutter oder dem Onkel. Bittet sie um Erlaubnis, dann ist auch diese Frage geklärt. Bei Bildern von Berufsfotografen, etwa vom Verlobungsshooting, klärt vorher, was der Vertrag mit dem Fotografen erlaubt.

Fremde Texte, Bilder und Cartoons

Gedichte, Liedtexte, Cartoons und Fotos aus dem Netz sind in der Regel geschützte Werke (§ 2 UrhG). Die Regel zur Privatkopie hilft hier wenig: § 53 UrhG erlaubt nur einzelne Vervielfältigungen zum privaten Gebrauch, die weder unmittelbar noch mittelbar Erwerbszwecken dienen. Eine feste Zahl nennt das Gesetz nicht. Die Universität Bremen verweist auf ein älteres Urteil des Bundesgerichtshofs von 1978, nach dem höchstens bis zu sieben Kopien zulässig sind. Eine Auflage von 60 Heften liegt weit darüber.

Auf der sicheren Seite seid ihr mit:

  • eigenen Texten, Zeichnungen und Fotos, mit Erlaubnis der Abgebildeten,
  • gemeinfreien Werken: Der Urheberrechtsschutz endet 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers, gerechnet ab Ende des Todesjahres. Stand 2026 sind Werke von Autorinnen und Autoren gemeinfrei, die 1955 oder früher gestorben sind,
  • Material mit passender Lizenz: Lest bei Bildplattformen und Vorlagen die Lizenzbedingungen, bevor ihr druckt,
  • echten Zitaten: § 51 UrhG erlaubt Zitate nur, soweit der Zweck des Zitats den Umfang rechtfertigt. Nach dem Bundesgerichtshof (Urteil vom 30.11.2011, I ZR 212/10) braucht ein Zitat eine innere Verbindung zu den eigenen Gedanken; die fehlt regelmäßig, wenn ein fremdes Werk nur zur Illustration dient. Ein fremdes Gedicht als bloßer Seitenschmuck ist also in aller Regel kein Zitat.

Umgedichtete Lieder

Bekannte Lieder mit neuem Text sind ein Klassiker. Eine Bearbeitung oder Umgestaltung eines Werkes, ausdrücklich auch einer Melodie, darf grundsätzlich nur mit Zustimmung des Urhebers veröffentlicht oder verwertet werden; keine Bearbeitung liegt vor, wenn das neue Werk einen hinreichenden Abstand zum Original wahrt (§ 23 UrhG). Seit dem 7. Juni 2021 erlaubt § 51a UrhG außerdem Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe veröffentlichter Werke zum Zweck der Karikatur, der Parodie und des Pastiches (Änderungshistorie). Was genau als Parodie gilt, definiert das Gesetz nicht.

Am einfachsten: Druckt nur euren komplett neuen Text, nennt darüber die Melodie („zu singen nach der Melodie von …“) und übernehmt keine Zeilen aus dem Original.

Online stellen

Ein PDF für Gäste, die nicht kommen konnten, ist eine schöne Idee. Stellt es aber nicht frei ins Netz und verschickt es nur an Menschen, die zur Feier gehören. Nach Auffassung der Datenschutzaufsicht in Baden-Württemberg fallen Erinnerungsfotos von einer Familienfeier nicht unter die DSGVO, solange sie im privaten Kreis bleiben, etwa in einer passwortgeschützten Gruppe. Auf einer frei zugänglichen Webseite gilt die DSGVO dagegen. Und was öffentlich auffindbar ist, erreicht auch Kollegen, Ex-Partner und spätere Arbeitgeber des Paares.

Was nicht in die Hochzeitszeitung gehört

Die Zeitung soll das Paar feiern, nicht vorführen. Bleibt draußen:

  • Ex-Partner: keine Namen, keine Fotos, keine Anspielungen, auch nicht als Witz.
  • Intimes: Sex, Körper, Gewicht, Gesundheit, Kinderwunsch, Schwangerschaften.
  • Peinliches: Geschichten, die vor Eltern, Großeltern oder Kollegen beschämen.
  • Geld und Schulden: auch nicht in der Rubrik „Wirtschaft“.
  • Familienkonflikte: Streit um die Gästeliste, Scheidungen der Eltern, Erbschaften.
  • Spott über Gäste: Wer einen Beitrag schreibt, schreibt über das Paar, nicht über Tante Inge.
  • Insider, die nur drei Leute verstehen: Sie schließen die anderen 57 aus.

Ein Test hilft: Lest jede Seite einmal mit den Augen der Großmutter und einmal mit den Augen der Chefin des Bräutigams oder der Braut. Wenn eine von beiden schlucken müsste, fliegt die Stelle raus.

Verkaufen oder verschenken? Die Verteilung am Hochzeitstag

Mancherorts wird die Zeitung gegen eine Spende an die Gäste abgegeben, der Erlös geht an das Paar. In einem Hochzeitsforum schrieb 2011 eine Nutzerin aus Norddeutschland, bei ihnen werde die Zeitung verschenkt, eine Nutzerin von der Schwäbischen Alb, bei ihr werde sie verkauft. Genannt wurden Beträge zwischen 2 und 10 Euro, mehrere fanden einen festen Preis unpassend. Erhebungen dazu, wie verbreitet der Brauch ist, haben wir nicht gefunden.

Wenn ihr Geld einsammeln wollt, helfen drei Regeln: Sprecht es vorher mit dem Paar oder einer Vertrauensperson ab, nehmt eine freiwillige Spende statt eines festen Preises und übergebt das Geld vollständig dem Paar. Für Fotos und fremde Texte gilt mit Spende dasselbe wie oben: nur eigene oder freigegebene Inhalte.

Für die Übergabe eignet sich ein kurzer Auftritt:

  1. Zeitpunkt mit dem Paar oder den Trauzeugen abstimmen, zum Beispiel nach dem Hauptgang, wenn ohnehin Beiträge laufen.
  2. Vorstellen: Eine Person aus der Redaktion liest zwei, drei Höhepunkte vor, etwa die Kleinanzeigen. Fünf Minuten genügen.
  3. Erst dann verteilen. Liegen die Hefte schon auf den Tellern, liest jeder für sich, und niemand hört mehr zu.
  4. Zwei Exemplare für das Paar zurücklegen, am besten unversehrt in einem Umschlag.
  5. Reste nicht wegwerfen: Abwesende Gäste, Großeltern im Pflegeheim und Nachbarn freuen sich über ein Exemplar per Post.

Macht das Paar selbst eine Zeitung für die Gäste, kann sie dagegen von Anfang an auf den Plätzen liegen und Gästen, die sich nicht kennen, Gesprächsstoff geben. Laut t-online kann ein paar Tage oder Wochen nach der Trauung eine zweite Ausgabe folgen.

Alternativen zur Hochzeitszeitung

Nicht jedes Team hat drei Monate Zeit. Diese Ideen kosten weniger Aufwand und bewahren ebenfalls Erinnerungen:

  • Gästebuch mit Fragen: Statt einer Zeitung beantworten die Gäste vorbereitete Fragen direkt auf der Feier. Formen und Fragen sammelt unser Ratgeber zum Gästebuch zur Hochzeit.
  • Erinnerungsbuch nur für das Paar: dieselben Beiträge, aber als einzelnes Fotobuch. Ein Exemplar statt 60 spart Druckkosten.
  • Videogrüße: kurze Handyvideos von Gästen und Abwesenden, zu einem Film von wenigen Minuten geschnitten.
  • Quiz über das Paar: schnell vorbereitet und gut für gemischte Gästerunden, Fragen dafür findet ihr in unserer oben verlinkten Sammlung.
  • Eine gemeinsame Rede: Mehrere Freunde teilen sich die Geschichten, die sonst in der Zeitung stünden.
  • Zeitkapsel: Gäste schreiben Briefe, die das Paar am ersten oder fünften Hochzeitstag öffnet.
  • Festblatt statt Heft: ein einzelner, beidseitig bedruckter Bogen im Zeitungsstil. Er lässt sich gut auf die Tische legen und macht deutlich weniger Arbeit.
  • Beiträge beim Polterabend: Kleine Vorträge und Szenen haben dort eine lange Tradition, mehr dazu in unserem Ratgeber zum Polterabend.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Hochzeitszeitung ist ein selbst gemachtes Heft über das Paar, Beispiele in Museen reichen bis mindestens 1893 zurück.
  • Startet etwa drei Monate vorher; der Engpass sind die Antworten der Gäste, nicht der Druck.
  • Ein kurzer Fragebogen mit höchstens zehn Fragen und klarer Frist macht den Gästen das Antworten leicht.
  • 16 Seiten mit acht bis zwölf Rubriken reichen; die Seitenzahl muss bei Heftung durch vier teilbar sein.
  • Der Druck von 60 farbigen A4-Heften kostete in unserer kleinen Stichprobe rund 98 bis 181 Euro inklusive Versand (fünf Anbieter, nicht repräsentativ).
  • Fotos nur mit Einwilligung der Abgebildeten und mit Erlaubnis der Person, die sie gemacht hat; fremde Texte und Cartoons nur gemeinfrei, lizenziert oder als echtes Zitat.
  • Ex-Partner, Intimes und Peinliches gehören nicht hinein; ob die Zeitung verkauft wird, klärt ihr vorher mit dem Paar.

Quellen und Stand: Druckkosten-Stichprobe aus öffentlichen Preislisten und Preisrechnern von fünf Anbietern, abgerufen am 16. Oktober 2026 · DWDS: Hochzeitszeitung · Wikipedia: Hochzeitszeitung · museum-digital: Festblatt 1893 · museum-digital: Hochzeitszeitung 1910 · museum-digital: Hochzeitszeitungen 1922–1928 · museum-digital: Hochzeitszeitungen 1946 und 1950 · Wikipedia: Kladderadatsch · Wikipedia: Simplicissimus · t-online (2012) · Destatis: Eheschließungen 2025 · OLG München, Beschluss vom 26.11.2024, 18 W 1353/24 · LfDI Baden-Württemberg: Fotografieren und Datenschutz (2019) · WeddyPlace Hochzeitsstudie 2024 · § 12 UStG · Anlage 2 UStG · § 22 KUG · § 23 KUG · § 2 UrhG · § 23 UrhG · § 51 UrhG · BGH, Urteil vom 30.11.2011, I ZR 212/10 · § 51a UrhG · § 53 UrhG · § 72 UrhG · Universität Bremen: Kopien zum privaten Gebrauch

Häufig gestellte Fragen

Was gehört alles in eine Hochzeitszeitung?

Feste Regeln gibt es nicht. Gut funktioniert eine Mischung aus drei Teilen: Geschichten über das Paar (Kennenlerngeschichte, Steckbriefe, Interview, Zeitstrahl), Beiträge der Gäste (Umfrage, Ratschläge, Grüße von allen, die nicht kommen können) und Unterhaltung im Zeitungsstil (Horoskop-Parodie, Wetterbericht, Kleinanzeigen, Kreuzworträtsel). Dazu kommen Titelseite, Inhaltsverzeichnis und ein Impressum mit allen Mitwirkenden. Fotos von Personen druckt ihr nur mit deren Einverständnis, und alles, was das Paar vor Eltern oder Kollegen bloßstellen würde, bleibt draußen.

Was kann man anstatt einer Hochzeitszeitung machen?

Wer weniger Aufwand möchte, kann ein Gästebuch mit vorbereiteten Fragen auslegen, ein Erinnerungsbuch nur für das Paar gestalten, Videogrüße zu einem kurzen Film schneiden, eine Diashow zeigen oder ein Quiz über das Paar spielen. Eine weitere Möglichkeit ist eine Zeitkapsel mit Briefen, die das Paar erst später öffnet. Auch eine Zeitung als PDF ist möglich; sie spart Druckkosten, sollte aber nicht frei im Netz stehen. Welche Variante passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit das Team hat.

Wie teuer ist eine Hochzeitszeitung?

In unserer kleinen Stichprobe mit nur fünf Anbietern (Stand 16. Oktober 2026, nicht repräsentativ) kostete der Druck von 60 Heften im A4-Format mit 16 farbigen Seiten und Klammerheftung je nach Anbieter rund 98 bis 181 Euro inklusive Versand. Bei einem Anbieter galt der Preis für 100 Hefte, weil 60 nicht bestellbar waren. Das sind etwa 1,60 bis 3 Euro pro benötigtem Heft. Mehr Seiten, ein dickerer Umschlag und Express-Produktion machen es teurer, ein gedruckter Probedruck je nach Anbieter auch. Ein Copyshop war in unserem einzigen Beispiel, einer Preisseite ohne Stand-Datum, nicht günstiger.

Wie erstelle ich eine Hochzeitszeitung?

Am besten rückwärts vom Hochzeitstag planen und etwa drei Monate vorher starten: ein kleines Team bilden, Umfang und Budget festlegen, einen Fragebogen an die Gäste schicken, Fotos sammeln und die Erlaubnis der Abgebildeten einholen. Danach Texte schreiben, das Layout in einem Programm wie Word, PowerPoint, Canva oder einem Layoutprogramm bauen, zweimal Korrektur lesen und das PDF etwa drei Wochen vor der Hochzeit an die Druckerei geben. Die Seitenzahl muss bei geheftetem Druck durch vier teilbar sein.

Wer macht die Hochzeitszeitung?

Eine feste Zuständigkeit gibt es nicht. Laut Wikipedia erstellen meist die nächsten Angehörigen des Paares die Zeitung, ebenso gut können Geschwister, Trauzeugen oder ein Freundeskreis die Redaktion bilden, oft als Überraschung für das Paar. Wichtig ist, dass eine Person die Fäden zusammenhält, Fristen setzt und klärt, wer die Druckkosten trägt. Manche Paare machen auch selbst eine Zeitung für ihre Gäste, etwa mit Tagesablauf, Kennenlerngeschichte und Infos zur Feier. Dann entfällt die Geheimhaltung, und die Zeitung kann zu Beginn der Feier auf den Plätzen liegen.

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