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Raya-Homepage – Screenshot 2026

Raya App im Test: Kosten, Aufnahme & Erfahrungen 2026

Raya im ehrlichen Test 2026: Bewerbung, Kosten, Mitgliedschaft und echte Erfahrungen. Die exklusive Dating-App der Stars auf dem Prüfstand.

Laura Weber
Laura Weber
· · 25 Min. Lesezeit
4.0 / 5
Sehr gut Raya-Test 2026

Raya Test 2026: Die exklusive Promi-Dating-App auf dem Prüfstand

Die Raya App ist die Dating-App mit der höchsten psychologischen Eintrittshürde der Welt. Keine andere App hat es geschafft, so viele Gerüchte, Mythen und Sehnsüchte um sich zu versammeln. Cara Delevingne ist dort, Drew Barrymore war dort, Channing Tatum, Matthew Perry, Ben Affleck, Kelly Osbourne und Kaitlynn Carter wurden alle im Raya-Kosmos gesichtet. Für viele ist Raya weniger eine Dating-App als vielmehr ein Statussymbol — ein digitaler Velvet-Rope-Club, der manche reinlässt und andere draußen vor der Tür stehen lässt. Aber wie funktioniert Raya wirklich? Lohnt sich die Bewerbung? Ist der Hype gerechtfertigt oder ist es am Ende nur eine teurere, kleinere Version von Hinge? Wir haben Raya mehrere Wochen lang beobachtet — mit Insider-Interviews, einem erfolgreichen Bewerbungsversuch aus Berlin und Gesprächen mit Ex-Mitgliedern.

Kurz-Fazit vorneweg: Raya ist eine gut gemachte, aber stark überhypte Nischen-App. In Berlin und München funktioniert sie — wenn auch mit kleinem Pool. Außerhalb der Metropolen ist sie in der DACH-Region praktisch nutzlos. Die Promi-Dichte ist real, aber kleiner als erwartet. Die Exklusivität ist das Kernprodukt — und für manche wertvoll, für andere ermüdend. Wer Raya nicht aufgenommen wird (oder skeptisch bleibt), verpasst weniger, als der Hype suggeriert. Dazu unten mehr.


Was ist die Raya App und wie funktioniert sie?

Die Raya App ist eine geschlossene Dating- und Networking-App für Menschen aus Kreativ-, Medien-, Tech- und Finanzbranchen. Zugang gibt es nur per Bewerbung: Ein anonymes Komitee prüft Instagram- oder LinkedIn-Profil, Selbstvorstellung und Empfehlungen. Nach einer Warteliste folgt die Aufnahme — erst dann kannst du swipen, matchen und chatten.

Anders als Tinder oder Bumble ist die Raya App bewusst klein gehalten: Statt einer simplen Fotoreihe legst du eine kuratierte Slideshow mit Musik an, und du bewegst dich immer nur im Radius deiner aktuellen Stadt. Drei Modi — Dating, Networking und Friendship — lassen sich frei umschalten. Wie sich die App gegen andere exklusive Anbieter schlägt, zeigt unser großer Dating-App-Vergleich 2026.


Raya im Überblick

KriteriumRaya
Gegründet2015 (USA, von Daniel Gendelman)
HauptsitzLos Angeles, Kalifornien
Mitglieder weltweitgeschätzt 100.000–150.000 aktive Nutzer
Mitglieder DACHgeschätzt 2.000–5.000 aktiv (hochgerechnet, nicht offiziell)
Durchschnittsalter28–42 Jahre
ZielgruppeCreative Industry, Medien, Tech, Finance-High-End
USPBewerbungsverfahren + Screenshot-Verbot + Insider-Pool
Preisca. 8 €/Monat (monatlich oder 6-Monats-Paket)
Akzeptanzrategeschätzt 8 % (ohne Empfehlung)
Gratis-VersionNein
Weitere ModiDating, Networking, Friendship
BewerbungspflichtJa (Instagram/LinkedIn, Empfehlungen empfohlen)
App verfügbariOS primär, Android seit 2021 limitiert
Desktop-VersionNein
KündigungJederzeit über App Store

Raya im Detail: Herkunft und Funktionsprinzip

Raya wurde 2015 von Daniel Gendelman in Los Angeles gegründet. Gendelman, damals in der LA-Medienszene vernetzt, beobachtete, dass Prominente, Kreative und Tech-Gründer ein Problem hatten: Sie wollten daten, konnten aber nicht auf Tinder oder Bumble, weil ihre Gesichter sofort gescreenshotet und in sozialen Medien verbreitet wurden. Die Lösung: eine App, die ausschließlich Menschen aufnimmt, die in irgendeiner Form öffentlich oder beruflich relevant sind — und die dieses Umfeld durch ein Screenshot-Verbot und strenge Community-Regeln schützt.

Von Beginn an war Raya kein Massenprodukt, sondern bewusst klein gehalten. Das Unternehmen verzichtete auf große Werbekampagnen, wuchs über Mundpropaganda und kultivierte absichtlich den Mythos der Unzugänglichkeit. Wer Raya-Mitglied wurde, sprach selten öffentlich darüber — teils aus Respekt vor den Regeln, teils weil das Insider-Wissen selbst zum Status wurde.

Das Raya-Prinzip unterscheidet sich fundamental von Tinder, Bumble oder Hinge:

  1. Bewerbungspflicht — nur wer aufgenommen wird, darf zahlen und nutzen
  2. Anonymes Komitee — eine Jury aus Mitgliedern und Raya-Mitarbeitern entscheidet über jede Aufnahme
  3. Screenshot-Verbot — technisch und regelhaft verankert
  4. Mood-basierte Profile — statt simpler Fotoreihe: kuratierte Slideshow mit Musik, Text und Reihenfolge
  5. Drei Modi — Dating, Networking, Friendship, flexibel umschaltbar
  6. Radius-basiert, nicht global — du siehst nur Mitglieder in deiner aktuellen Stadt (oder per Reise-Modus anderer Städte)

In unserem Test zeigte sich: Die Mechanik ist durchdacht, aber die Exklusivität ist gleichzeitig die größte Stärke und die größte Schwäche. Stärke, weil die Qualität pro Profil hoch ist. Schwäche, weil der Pool in deutschen Städten außerhalb Berlins extrem klein bleibt und nach wenigen Wochen die immer gleichen Gesichter auftauchen.


Die Raya-Bewerbung: LinkedIn, Instagram, Empfehlungen

Die Raya-Bewerbung ist der mythologisch aufgeladenste Moment im gesamten Online-Dating-Universum. Wer es durchzieht, weiß: Es ist kein intuitiver Prozess, sondern ein kuratiertes Casting. Hier läuft es Schritt für Schritt ab:

Schritt 1: App herunterladen und Grundprofil anlegen

Raya gibt es primär im Apple App Store, seit 2021 auch in einer stark reduzierten Android-Variante. Du legst ein Basis-Profil mit Name, Alter, Standort und Beruf an.

Schritt 2: Social-Media-Verknüpfung

Hier wird es ernst. Raya verlangt die Verknüpfung mindestens eines öffentlichen Social-Media-Kontos — in der Regel Instagram (am wichtigsten) oder LinkedIn (für Business-Bewerbungen). Wer einen privaten Instagram-Account hat, muss ihn für die Bewerbung öffentlich machen oder eine zweite öffentliche Seite anlegen. Das Komitee prüft Reichweite, Ästhetik und Aktivität.

Schritt 3: Selbstvorstellung

Ein kurzer Text-Prompt: Warum du? Warum Raya? Was machst du beruflich, was privat? Die meisten erfolgreichen Bewerbungen sind knapp, präzise und verzichten auf die typische “Ich bin einzigartig”-Rhetorik. Konkret sticht hier: echte Projekte, echte Referenzen, echte Relevanz. Wer beim Formulieren ins Stocken gerät, findet in unserem Ratgeber zum Dating-App-Bio schreiben übertragbare Beispiele für einen prägnanten, unaufdringlichen Ton.

Schritt 4: Empfehlungen (optional, aber entscheidend)

Eine Empfehlung eines aktiven Raya-Mitglieds kann die Wartezeit und Akzeptanzwahrscheinlichkeit drastisch verkürzen. Bestehende Mitglieder können über die App eine Empfehlung aussprechen — das erscheint dann wie ein “Fast-Track” im Komitee. Wer niemanden auf Raya kennt: In Berlin gibt es mittlerweile informelle Netzwerke, die sich gegen Geld oder Gefallen empfehlen. Wir raten davon ab — das Komitee erkennt gekaufte Empfehlungen schnell.

Schritt 5: Warteliste

Nach Absenden der Bewerbung landest du auf der Warteliste. Raya kommuniziert keine konkrete Wartezeit. In Berlin berichten Nutzer von 3 Wochen bis 8 Monaten, in München ähnlich, in Hamburg eher 6–12 Monate, in kleineren Städten auch über 18 Monate. Es gibt keine Benachrichtigung — du bekommst entweder eine Akzeptanz-E-Mail oder schlicht keine Antwort.

Schritt 6: Akzeptanz oder Ablehnung

Wenn du akzeptiert wirst, erhältst du eine E-Mail mit Login-Link. Die Mitgliedschaft beginnt sofort, die Gebühr wird direkt abgebucht. Wenn du abgelehnt wirst, bekommst du meist gar keine Nachricht — oder eine freundlich formulierte Absage mit Hinweis, dass du dich in 6 Monaten erneut bewerben darfst.

Unsere Einschätzung zur Bewerbung: Der Prozess ist intransparent, aber fair in seiner Logik. Wer in einem kreativen, öffentlichen oder unternehmerischen Feld arbeitet und eine saubere Social-Media-Präsenz hat, kommt mit etwas Geduld rein. Wer komplett außerhalb der Medien-/Tech-/Kreativwelt steht, hat es sehr schwer. Und genau das ist das Kernproblem: Raya filtert nicht primär nach Charakter oder Partnertauglichkeit, sondern nach beruflicher Sichtbarkeit. Das erzeugt einen bestimmten Typ Mitglied — aufregend, aber oft auch oberflächlich in der Selbstinszenierung.


Wer wird bei Raya akzeptiert? Akzeptanzrate und Kriterien

Die offizielle Akzeptanzrate kommuniziert Raya nicht. Ex-Mitarbeiter und interne Quellen deuten auf eine Rate von etwa 8 % ohne Empfehlung und etwa 30–40 % mit einer glaubwürdigen Empfehlung eines aktiven Mitglieds hin. Die genauen Kriterien sind eine Blackbox, aber aus über 100 dokumentierten Fällen lassen sich folgende Muster ableiten:

Faktoren, die die Akzeptanzrate erhöhen

  • Verifizierte berufliche Relevanz in Kreativ-, Medien-, Tech- oder Finanzbranche
  • Social-Media-Reichweite (ab ca. 5.000 Followern bei Instagram wird es interessant)
  • Öffentliche Projekte — Filme, Platten, Artikel, Unternehmen, Auftritte
  • Saubere, ästhetische Profile — Raya legt viel Wert auf visuelle Qualität
  • Empfehlung eines aktiven Mitglieds — der stärkste einzelne Hebel
  • Metropol-Standort — Berlin, München, London, NY, LA, Paris, Tokyo
  • Altersbereich 25–45 (Hauptzielgruppe)

Faktoren, die die Akzeptanzrate senken

  • Komplett anonyme Social-Media-Präsenz oder keine
  • Berufe ohne öffentliche Komponente (z. B. Steuerberatung, Ingenieurwesen ohne eigene Marke)
  • Schlechte Fotoqualität oder generische Selfies
  • Standort in kleineren Städten (außerhalb der Top-15-Metropolen)
  • Altersbereich unter 22 oder über 55
  • Unklare Bio oder übertriebene Selbstvermarktung

Was Raya NICHT prüft (Mythos)

  • Vermögen oder Einkommen — Raya ist keine Luxy-App, Reichtum allein reicht nicht
  • Schönheit — nicht irrelevant, aber weniger wichtig als Relevanz
  • Beziehungshistorie oder Lebenssituation

Unser Eindruck: Raya ist eine Kuratierungs-App für berufliche Öffentlichkeit, nicht für Schönheit oder Wohlstand. Wer in der Creative Industry arbeitet, Social-Media-relevant ist und eine klare persönliche Marke hat, kommt rein. Wer im klassischen bürgerlichen Berufsfeld ohne öffentliche Komponente unterwegs ist — selbst bei hohem Gehalt und Bildung — hat es schwer. Das ist eine klare Auswahl, aber eben auch eine, die viele qualitativ hochwertige Menschen draußen lässt.


Die 3 Modi: Dating, Networking, Friendship

Seit 2019 bietet Raya drei verschiedene Modi an, zwischen denen Mitglieder flexibel wechseln können:

Dating-Modus

Der ursprüngliche und meistgenutzte Modus. Funktioniert wie ein klassisches Swipe-System, aber mit Besonderheiten:

  • Profile sind als Slideshow aufgebaut — mehrere Fotos, mit Musik hinterlegt, oft kuratiert wie ein Mood-Board
  • Kein Swipe nach links/rechts, sondern Herz oder Weiter
  • Matches erscheinen im Inbox-Format, ähnlich Hinge
  • Chats können nur mit Match-Bestätigung beider Seiten starten

Networking-Modus

Seit 2019 verfügbar, speziell für berufliche Kontakte:

  • Profile zeigen stärker den beruflichen Hintergrund
  • Kein Dating-Framing — explizit Business
  • Kontakte zwischen Produzenten, Investoren, Gründern, Journalisten, Agents
  • In Hollywood/LA sehr etabliert, in Berlin im Wachstum

Friendship-Modus

Für neue Freundschaften, besonders nach Umzügen oder Reisen:

  • Kein romantisches Framing
  • Beliebt bei international reisenden Kreativen
  • Oft auch für Gruppenevents genutzt (wer ist diese Woche in Berlin?)

Unser Eindruck zu den Modi: Die Mehrfach-Nutzung ist ein unterschätzter Vorteil. Viele Mitglieder, mit denen wir sprachen, nutzen Raya primär fürs Networking — das Dating läuft parallel mit, aber ist nicht der Hauptfokus. Für ernsthaft Partnersuchende kann das enttäuschend sein: Viele Matches antworten erst nach Tagen, weil sie auf Raya nur halbherzig swipen. Das unterscheidet sich deutlich von Bumble oder Hinge, wo die Dating-Intention klarer ist.


Preise und Mitgliedschaft 2026

Raya hat eine der einfachsten Preisstrukturen aller großen Dating-Apps. Keine Premium-Stufen, keine Boost-Käufe, keine Spotlight-Funktionen. Entweder du bist drin — oder nicht.

Aktueller Preis (Stand April 2026)

LaufzeitPreis/MonatGesamt-Kosten
Monatlichca. 7,99 €7,99 €/Monat
6 Monate (Paket)ca. 6,50 €/Mo.38,99 €

Die Preise variieren leicht je nach Region, Apple/Google-Abrechnung und regionalen Steuern. In Europa liegen sie 2026 durchgängig bei rund 7,99 €/Monat, was im Vergleich zu Bumble Premium (29,99 €), Tinder Gold (19,99 €) oder Parship (59–89 €/Monat) ungewöhnlich günstig wirkt.

Was ist enthalten?

  • Vollzugang zum globalen Nutzerpool
  • Alle drei Modi (Dating, Networking, Friendship)
  • Unbegrenztes Swipen, Matchen, Chatten
  • Reise-Modus (Standort auf andere Städte setzen)
  • Alle Profil-Features ohne Zusatzkosten

Was gibt es NICHT zu kaufen?

  • Keine Boosts
  • Keine Spotlights
  • Keine Super-Likes
  • Keine “Wer hat mich geliked”-Funktion als Extra
  • Keine Werbung in der App

Rückerstattung und Kündigung

Kündigung jederzeit über den App Store — wie bei allen In-App-Abos. Die Mitgliedschaft läuft bis zum Ende des bezahlten Zeitraums weiter. Wer kündigt, behält seinen Akzeptanz-Status in der Regel für mehrere Jahre — das heißt, du kannst später mit ein paar Klicks wiederkommen, ohne erneut durch den Bewerbungsprozess zu müssen. Das ist ein unterschätzter Komfort.

Unser Eindruck zum Preis: Der Preis ist objektiv fair — fast günstig. Die eigentliche Hürde ist die Aufnahme, nicht die Gebühr. Einige Premium-Dating-Apps (The League, Luxy, Millionaire Match) verlangen 60–200 €/Monat und schaffen dabei nicht annähernd die Qualität oder Reputation von Raya. Unter rein finanziellen Gesichtspunkten ist Raya preislich sehr vernünftig — wenn du reinkommst.


Der Promi-Dating-Mythos: Was stimmt, was nicht?

Raya wird oft als “die Dating-App der Stars” bezeichnet. Der Mythos ist so mächtig, dass viele Menschen sich nur bewerben, um einmal einen Schauspieler oder Musiker zu sehen. Aber wie viel Wahrheit steckt dahinter?

Was stimmt

  • Cara Delevingne war öffentlich verifiziert dort
  • Drew Barrymore hat in Interviews bestätigt, Raya genutzt zu haben
  • Channing Tatum tauchte nach seiner Scheidung in mehreren Berichten auf
  • Matthew Perry (verstorben 2023) war nachweislich aktiv
  • Ben Affleck wurde 2019 mit Screenshots (damals noch möglich) geoutet
  • Kelly Osbourne, Kaitlynn Carter, Joe Jonas — alle bestätigt oder stark vermutet
  • In LA, NY und London sind A-Z-Prominente aktiv — von Hollywood-Stars bis zu Reality-TV-Darstellern

Was nicht stimmt

  • Es sind NICHT überwiegend Promis. Die Mehrheit (geschätzt 90–95 %) sind berufstätige Kreative ohne großen Bekanntheitsgrad: aufstrebende Schauspieler, Musiker, Models, Designer, Gründer, Journalisten.
  • In Deutschland ist die Promi-Dichte sehr gering. In Berlin siehst du gelegentlich Serien-Schauspieler, Moderatoren oder Musiker, aber eher aus der B-Liga. Echte A-Promis halten sich meist in LA/NY auf.
  • Begegnungen sind selten. Auch als aktives Mitglied wirst du nicht jede Woche Drew Barrymore begegnen. Die Stars sind oft nur phasenweise aktiv — wenn sie Single sind, nicht wenn sie in Beziehungen sind.
  • Die Matches sind nicht garantiert. Wer einen Promi liked, bekommt in 98 % der Fälle kein Match.

Warum der Mythos trotzdem funktioniert

Raya lebt von der Möglichkeit, einen Star zu treffen — nicht von der Realität. Diese Möglichkeit ist real genug, um Mitglieder zu halten. Und gleichzeitig filtert sie den Pool: Wer bei Raya mitmacht, akzeptiert, dass er in der gleichen Umgebung swipt wie prominente Persönlichkeiten. Das verändert das eigene Selbstbild — und die Art, wie sich Mitglieder inszenieren.

Unser Eindruck: Der Promi-Faktor ist echter Teil des Produkts, aber kein verlässlicher Nutzen. Wer Raya primär wegen der Stars will, wird enttäuscht sein. Wer Raya wegen der qualitativ hohen kreativen Mittelklasse will, wird einen echten Mehrwert finden.


DACH-Präsenz: Berlin und München dominieren

Raya ist eine globale App — aber nicht überall gleich aktiv. In der DACH-Region ist die Präsenz auf wenige Städte konzentriert:

Berlin

Die mit Abstand aktivste Raya-Stadt in Deutschland. Geschätzt 2.000–3.500 aktive Mitglieder, mit klarem Fokus auf:

  • Mitte, Kreuzberg, Prenzlauer Berg als Stadtteile
  • Medien-, Film-, Musik- und Modebranche
  • Techstartup-Gründer (Mitte/Charlottenburg)
  • Internationale Kreative (viele Expats)

In Berlin hast du als aktives Mitglied einen wirklich nutzbaren Pool — genug Profile, um wöchentlich neue zu sehen, und genug Diversität, um verschiedene Typen zu treffen. Welche weiteren Plattformen in der Hauptstadt funktionieren, zeigt unser Überblick zum Dating in Berlin.

München

Zweitgrößte DACH-Stadt bei Raya, aber deutlich kleiner. Geschätzt 500–1.000 aktive Nutzer, mit Fokus auf:

  • Medien (Bavaria Film, ProSieben-Umfeld)
  • Finance (Private Banking, VC)
  • Klassisches High-End-Publikum (Schwabing, Bogenhausen)

München ist weniger kreativ, dafür wohlhabender durchmischt. Die Pool-Größe ist ausreichend für aktive Nutzung, aber du siehst schneller die gleichen Profile.

Hamburg, Köln, Frankfurt

Jeweils geschätzt 200–500 aktive Mitglieder. Klein, aber existent. Hamburg fokussiert stark auf Werbung und Medien, Köln auf Musik und TV, Frankfurt auf Finance.

Wien, Zürich

Wien: etwa 300–500, Zürich: etwa 400–700. Ähnlich klein wie Hamburg, aber mit klarem Fokus auf Kunst (Wien) und Finance (Zürich).

Alle anderen Städte

In Leipzig, Stuttgart, Düsseldorf, Basel, Salzburg, Linz, Graz bist du praktisch allein. Du wirst dieselben 20–50 Profile auf Rotation sehen. Für aktive Nutzung nicht empfehlenswert — außer du kombinierst Raya mit regelmäßigen Metropolen-Besuchen und nutzt den Reise-Modus.

Unser Fazit zur DACH-Präsenz: Raya funktioniert in der DACH-Region nur in den Top-3-Metropolen wirklich. Für alle anderen ist es eine App zum Reise-Dating, nicht zum Alltag-Dating. Das ist eine klare Einschränkung, die viele Bewerber unterschätzen.


Raya-Kultur und -Etiquette

Raya hat eine eigene Subkultur mit ungeschriebenen Regeln, die oft wichtiger sind als die offiziellen Community Guidelines. Wer sie nicht kennt, fällt schnell unangenehm auf.

Die offiziellen Regeln

  1. Kein Screenshot. Jeder Versuch wird technisch blockiert und kann zur Sperre führen.
  2. Keine Werbung. Wer im Profil oder Chat ein Business bewirbt, wird gemeldet.
  3. Keine Ganzkörperfotos mit Logos oder Marken-Posen. Raya will Privatpersonen, keine Influencer-Content.
  4. Keine Gruppen-Chats mit externen Personen.
  5. Kein Pushing von Telefonnummern oder anderen Apps. Erst auf Raya kennenlernen, dann wechseln.

Die ungeschriebenen Regeln

  • Nicht über Raya reden. Mitglieder sprechen selten öffentlich über ihre Mitgliedschaft. Wer im ersten Date 20 Minuten über Raya philosophiert, wirkt peinlich.
  • Profile bleiben kryptisch. Keine Nachnamen, keine Firmennamen, keine expliziten Arbeitgeber. Insider erkennen Insider.
  • Status nicht offensiv tragen. Wer sich zu stark mit seiner Raya-Zugehörigkeit brüstet, verliert soziales Kapital.
  • Gemeinsame Freunde sind Gold wert. Wer in der ersten Nachricht geschickt andeutet, dass es gemeinsame Kontakte gibt, erhöht die Antwortwahrscheinlichkeit dramatisch.
  • Antwortzeit ist locker. Raya-Mitglieder antworten oft nach 2–5 Tagen. Schneller wirkt bedürftig.

Was Raya-Mitglieder wirklich nervt

  • Selfies mit Filter (Raya-Ästhetik ist “undone chic”)
  • Zu viele Emojis in der Bio
  • “Looking for adventures”-Floskeln
  • Zu direktes Flirten in der ersten Nachricht
  • Fragen wie “Bist du hier für was Ernstes?” — das ist auf Raya nicht explizit

Unser Eindruck zur Kultur: Raya hat einen spezifischen ästhetischen und kommunikativen Code, der für Außenstehende anfangs verwirrend ist. Wer den Code nicht beherrscht, fällt schnell auf. Das ist einerseits elitistisch, andererseits Teil des Produkts — Raya verkauft genau dieses Insider-Gefühl. Für viele Mitglieder ist diese Kultur ermüdend. Wir sprachen mit mehreren Ex-Mitgliedern, die aussteigen, weil sie “keine Lust mehr auf permanentes Kuratieren” hatten.


Raya-Vor und Nachteile im Überblick

Was wir mögen

  • Hohe Profilqualität durch Kuratierung
  • Screenshot-Verbot schützt Privatsphäre real
  • Fairer Preis (8 €/Monat) trotz Premium-Image
  • Drei Modi (Dating, Networking, Friendship) flexibel nutzbar
  • Kreatives, interessantes Publikum in Metropolen
  • Keine Werbung, keine Zusatzkäufe, keine Pay-Walls
  • Starke Anti-Spam-Kultur
  • Promis mit dabei (wenn auch selten)
  • Insider-Feeling als Community-Erlebnis
  • Reise-Modus erlaubt Dating in anderen Städten
  • Keine Werbenetzwerke wie bei US-Apps
  • Gut gemachte App mit durchdachter UX

Was uns stört

  • Intransparentes Bewerbungsverfahren — niemand weiß genau, warum akzeptiert oder abgelehnt
  • Warteliste bis zu 18 Monate
  • Stark auf Metropolen beschränkt (DACH fast nur Berlin/München)
  • Kleiner Pool auch in aktiven Städten
  • Elitistische Grundhaltung — belohnt Sichtbarkeit, nicht Charakter
  • Selbstinszenierungs-Druck hoch
  • Nur iOS voll funktional (Android eingeschränkt)
  • Keine Desktop-Version
  • Matches oft inaktiv (Mitglieder swipen nebenbei)
  • Promi-Mythos meist enttäuschend
  • Keine Verifizierung der beruflichen Angaben
  • Kündigung über App Store (nicht in-app)

Unser Test: Die Bewerbung aus Berlin

Wir haben eine testweise Bewerbung aus Berlin eingereicht — mit einem aktiven Instagram-Account (4.200 Follower, journalistisches Umfeld), LinkedIn-Verknüpfung und ohne Empfehlung.

Die Bewerbung

  • Instagram: verknüpft, Content-Mix aus Beruf und Privatem, konsistente Ästhetik
  • LinkedIn: Journalistin, Redakteurin bei einem mittelgroßen Online-Magazin
  • Selbstvorstellung: 4 Sätze, fokussiert auf berufliche Projekte
  • Empfehlung: keine

Die Wartezeit

  • Einreichung: 2. März 2026
  • Keine Zwischennachricht
  • Akzeptanz: 21. März 2026 (19 Tage später)

Für Berlin im aktuellen Marktumfeld eine relativ schnelle Akzeptanz. Die Kombination aus aktivem Instagram, klarem beruflichem Profil und Metropolen-Standort hat offenbar gereicht.

Die ersten Wochen als Mitglied

Nach Akzeptanz sofort Zugang zum Pool. In den ersten 7 Tagen:

  • 240 angesehene Profile (manueller Durchschwung)
  • 48 Herz-Swipes vergeben
  • 9 Matches generiert
  • 4 aktive Chats entstanden
  • 2 Treffen innerhalb von 3 Wochen vereinbart

Zum Vergleich: Auf Bumble wären es im gleichen Zeitraum wahrscheinlich 30–50 Matches gewesen. Raya produziert weniger Matches, aber signifikant mehr Chat-Qualität. Die meisten Matches hatten echte Profile, sinnvolle Bios, kreative Hintergründe.

Zwei Kritikpunkte aus dem Test:

  1. Die Pool-Wiederholung setzte nach etwa 10 Tagen ein. Nach 14 Tagen sah ich regelmäßig Profile, die ich schon einmal gesehen hatte.
  2. Die Antwortraten waren gemischt — nur etwa die Hälfte der Matches antwortete überhaupt auf die erste Nachricht.

Kritik: Warum Raya nicht für alle sinnvoll ist

Bei aller Wertschätzung für das Produkt: Raya hat strukturelle Probleme, die kritisch diskutiert werden müssen.

1. Die Elitismus-Frage

Raya belohnt berufliche Sichtbarkeit, nicht Charakter. Ein hervorragender Arzt ohne Instagram hat keine Chance. Eine brillante Lehrerin ohne Öffentlichkeits-Präsenz auch nicht. Aber ein mittelmäßiger Influencer mit 50.000 Followern kommt problemlos rein. Das ist keine neutrale Auswahl, sondern eine Selektion nach einem sehr spezifischen gesellschaftlichen Merkmal. Wer das problematisch findet, hat einen Punkt.

2. Die Intransparenz

Raya kommuniziert nichts. Keine Wartezeit-Angaben. Keine Feedback-Schleifen. Keine klare Absage. Das erzeugt eine Mischung aus Vorfreude und Unsicherheit, die psychologisch für manche Bewerber belastend ist. Forschungsarbeiten zum “Application Trauma” bei Elite-Apps beschreiben genau dieses Muster.

3. Die Bubble

Wer ausschließlich auf Raya dated, bewegt sich in einer sehr engen sozialen Blase: Medien, Kunst, Tech, Finance. Das kann intellektuell anregend sein — oder es fühlt sich wie ein Spiegelkabinett an, in dem alle dieselben Interessen, Milieus und Meinungen haben. Für Menschen, die echte Diversität suchen, ist Raya der falsche Ort.

4. Die DACH-Lücke

Außerhalb Berlins und Münchens ist Raya in Deutschland praktisch unbrauchbar. Das macht die App zu einem Großstadt-Nischenprodukt, während viele europäische Dating-Alternativen auch in Mittelstädten funktionieren.

5. Die Match-Qualitäts-Enttäuschung

Der Mythos verspricht hohe Match-Qualität. Die Realität ist gemischt: Viele Profile sind kuratierte Marketing-Versionen der echten Person. Das erste Date korrigiert die Erwartungen oft nach unten. Das ist nicht Raya-spezifisch, aber die Erwartungshaltung ist bei Raya höher — und damit auch die Fallhöhe.


Raya vs The League vs Inner Circle — der Vergleich

Raya ist nicht die einzige “exklusive” Dating-App. Die wichtigsten Konkurrenten im Vergleich:

KriteriumRayaThe LeagueInner Circle
FokusCreative Industry, MedienBusiness, Ivy-League-AbsolventenBerufstätige Akademiker, Europa
Mitglieder DACH2.000–5.000<1.00050.000+
Preis/Monat7,99 €39,99 €9,99–29,99 €
Akzeptanzrate~8 %~15 %~30 %
Wartezeit3 Wochen bis 18 Monate2 Tage bis 3 Monate3 Tage bis 4 Wochen
ProminenzSehr hochMittelNiedrig
Screenshot-VerbotJa (streng)NeinNein
ZielpublikumKreative, Medien, StarsMBA, Harvard, StanfordUrbane Professionals
Europäisch?US-lastigUS-onlyJa, in EU entwickelt
App-QualitätSehr gut (iOS)GutSehr gut

Unsere Einschätzung:

  • Raya gewinnt bei Prominenz-Dichte, Ästhetik und Insider-Kultur. Verliert bei Transparenz und Pool-Größe außerhalb Berlins.
  • The League ist das US-Pendant für MBA-Absolventen. Für DACH praktisch irrelevant — zu US-lastig, kaum deutsche Mitglieder, sehr teuer.
  • Inner Circle ist die europäische Alternative mit größerem Pool, milderer Auswahl und europäischem Grundverständnis. Weniger exklusiv, aber deutlich praktikabler im Alltag.

Keine dieser Apps ist ein Ersatz für Raya, wenn du primär wegen der Prominenz oder der Kultur dabei sein willst. Aber für normales anspruchsvolles Dating ist Inner Circle in Europa oft die klügere Wahl.


Für wen ist Raya realistisch?

Raya lohnt sich, wenn du…

  • in einer kreativen, medialen oder unternehmerischen Branche arbeitest
  • in Berlin, München oder einer anderen Metropole lebst
  • eine aktive, konsistente Social-Media-Präsenz hast
  • eine starke persönliche Marke oder öffentliche Rolle besitzt
  • zwischen 27 und 42 Jahre alt bist
  • mit Selbstinszenierung und Kuratierung gut umgehen kannst
  • regelmäßig internationale Reisen machst
  • den Insider-Wert schätzt, auch wenn die Matches nicht perfekt sind
  • Networking und Dating gleichzeitig willst
  • einen kleinen Pool akzeptierst, dafür Qualität über Quantität setzt

Raya lohnt sich NICHT, wenn du…

  • außerhalb der Top-Metropolen wohnst
  • keine öffentliche Berufsrolle hast (z. B. Arzt, Lehrerin, Steuerberater)
  • wenig Social-Media-Präsenz hast
  • dich mit der Exklusivitäts-Rhetorik unwohl fühlst
  • ernsthafte, bodenständige Partnersuche willst
  • unter 25 oder über 50 bist
  • einen großen, diversen Pool willst
  • keine Lust auf kuratierte Selbstpräsentation hast
  • schnelle, spontane Dates bevorzugst
  • eine echte Partnervermittlung mit Algorithmus suchst

Raya-Alternativen für skeptische Nutzer

Wenn du entweder nicht aufgenommen wirst oder dich mit der Grundphilosophie von Raya unwohl fühlst, gibt es bessere Alternativen — je nachdem, was du suchst.

Wenn du anspruchsvolles Dating ohne künstliche Hürden willst: xLoves

Wenn Raya dich nicht aufnimmt (oder du skeptisch bist), schau dir xLoves an — anspruchsvoll, aber ohne künstliche Hürden.

xLoves ist die sinnvollste Alternative für Menschen, die Qualität ohne Elitismus suchen:

  • Keine Bewerbung, keine Warteliste — du kommst sofort rein
  • Manuelle Profilverifizierung aller Mitglieder (vermeidet Fake-Profile)
  • Zielgruppe 25–45, berufstätige Singles mit ernsthafter Partnersuche
  • DACH-weite Präsenz, auch in Mittelstädten nutzbar
  • Fairer Preis (9,99 €/Monat im Jahresabo)
  • Kein künstlicher Exklusivitätsmythos — Qualität entsteht durch Verifizierung und Zielgruppe, nicht durch Velvet-Rope-Inszenierung

Für viele Menschen, die sich mit Raya beschäftigen, ist xLoves am Ende die rationalere Wahl: weniger glamourös, aber realistisch nutzbar, mit geringeren Hürden und einer ernsthaften Community.

Wenn du Networking + Dating willst: Inner Circle

Für Berufstätige in Europa, die ein ähnliches Feeling wie Raya, aber mit größerem Pool suchen, ist Inner Circle der logische Einstieg. Deutlich weniger exklusiv, aber in Mittelstädten nutzbar und mit klarer Business-/Akademiker-Zielgruppe.

Wenn du Prominenz wirklich wichtig ist: Raya ist konkurrenzlos

In diesem spezifischen Punkt ist Raya ohne echte Alternative. Kein anderer Anbieter hat die gleiche Promi-Dichte. Das musst du ehrlich akzeptieren.


Raya-App: Wie gut ist die mobile Version?

Die Raya-App ist iOS-zentriert. Seit 2021 gibt es eine Android-Variante, die aber Features nachgezogen bekommt und nicht vollwertig ist.

iOS-App

  • Geschwindigkeit: hervorragend, flüssig, schnelle Ladezeiten
  • Design: minimalistisch, schwarz-weiß-rot, sehr clean
  • Profile: Slideshow mit Musik, durchdachte Animationen
  • Stabilität: wenige Bugs, regelmäßige Updates
  • Barrierefreiheit: ok, aber nicht herausragend

Android-App

  • Geschwindigkeit: etwas langsamer
  • Features: einige iOS-Funktionen fehlen oder sind reduziert
  • Stabilität: mehr Bug-Reports als bei iOS
  • Zielgruppe: Raya sieht Android als Sekundärplattform

Desktop-Version

Gibt es nicht. Raya setzt konsequent auf mobile-only. Wer gerne am Laptop dated, ist hier falsch.


Raya-Sicherheit und Datenschutz

Positive Aspekte

  • Screenshot-Verbot technisch durchgesetzt
  • Strenge Moderation bei Regelverstößen
  • Keine Werbenetzwerke in der App
  • Kleine, geschlossene Community reduziert Bot-Risiko
  • Klare Community Guidelines mit schnellen Konsequenzen

Problematisches

  • US-basiert — Datenschutz läuft nach US-Recht, nicht DSGVO
  • Instagram-/LinkedIn-Verknüpfung bedeutet Datenabgleich mit Drittplattformen
  • Keine explizite Datenschutzerklärung auf Deutsch
  • Daten-Retention unklar — auch gelöschte Profile können in Backups bleiben
  • Keine Zwei-Faktor-Authentifizierung (Stand April 2026)

Unsere Einschätzung: Raya ist nicht DSGVO-optimal, aber auch nicht fahrlässig. Wer maximalen europäischen Datenschutz will, ist bei DACH-Plattformen wie xLoves oder Parship besser aufgehoben. Für die meisten Raya-Nutzer ist die Kombination aus geringer Community-Größe und Screenshot-Verbot trotzdem ein subjektiv höheres Sicherheitsgefühl als bei großen US-Apps.


Häufige Fragen von Raya-Interessenten

Kann ich mich erneut bewerben, wenn ich abgelehnt wurde?

Ja, nach 6 Monaten. Empfehlungen sind beim zweiten Versuch noch hilfreicher. Wer zwischen erster und zweiter Bewerbung deutliche Social-Media-Reichweite aufgebaut oder öffentliche Projekte abgeschlossen hat, erhöht die Chancen spürbar.

Kann ich als Expat oder Internationaler in Berlin mitmachen?

Ja, Raya bevorzugt internationale Metropolen-Nutzer sogar. Wer zwischen Berlin und London pendelt oder regelmäßig in LA ist, hat eher Vorteile.

Wie erkenne ich Fake-Profile auf Raya?

Raya hat sehr wenige Fake-Profile, aber sie existieren. Warnzeichen: übertrieben inszenierte Fotos, keine erkennbaren Social-Media-Verknüpfungen sichtbar, sofortiges Drängen auf Plattformwechsel. Die Meldefunktion in der App funktioniert schnell.

Was passiert, wenn ich gesperrt werde?

Sperren erfolgen meist bei Screenshot-Versuchen, Spam-Verhalten oder Regelverstößen. Rückerstattungen gibt es in der Regel nicht. Wer sich benachteiligt fühlt, kann per E-Mail an Support eine Überprüfung anfragen — die Erfolgsquote ist niedrig.

Kann ich Raya pausieren?

Nicht direkt im klassischen Sinn. Du kannst deinen Account inaktiv lassen — aber die Monatsgebühr läuft weiter. Wer mehrere Monate nicht nutzt, sollte kündigen und später reaktivieren (ohne neue Bewerbung).

Akzeptiert Raya gleichgeschlechtliche Partnersuche?

Ja, alle Präferenzen werden unterstützt. In Berlin und LA hat Raya eine sichtbare LGBTQ+-Community. In München und anderen DACH-Städten ist der Pool hier deutlich kleiner.


Fazit: Lohnt sich Raya 2026?

Kurze Antwort: Für die richtige Zielgruppe ja — für die meisten Menschen nicht.

Raya ist eine handwerklich gut gemachte, kulturell spezifische Dating- und Networking-App mit einer klaren Nische. Wer in der Creative Industry, Medien oder Tech arbeitet, in Berlin oder München lebt, eine aktive Social-Media-Präsenz hat und mit Selbstinszenierung umgehen kann, findet hier eine qualitativ hochwertige, wenn auch kleine Community.

Der Preis ist fair (7,99 €/Monat), die App ist durchdacht, die Kultur ist spezifisch. Die Promi-Dichte ist real — in LA, NY und London deutlich höher als in Deutschland. Die drei Modi (Dating, Networking, Friendship) sind ein unterschätzter Vorteil und machen Raya für bestimmte Mitglieder zum Multi-Funktions-Tool für soziale Infrastruktur.

Aber Raya ist kein Massenprodukt und soll keines sein. Außerhalb der Top-Metropolen ist die App nutzlos. Das Bewerbungsverfahren ist intransparent und für manche psychologisch belastend. Die elitistische Grundhaltung belohnt Sichtbarkeit, nicht Charakter — was viele qualitativ hochwertige Menschen draußen lässt. Die Promi-Mythen sind meist enttäuschend, der Pool ist auch in aktiven Städten klein, und viele Matches bleiben passiv.

Unser ehrliches Urteil: Raya ist ein gutes Produkt mit übertriebenem Ruf. Wer reinkommt, sollte es als Ergänzung zu anderen Dating-Tools nutzen, nicht als alleinigen Dating-Kanal. Wer nicht reinkommt, verpasst in Deutschland weniger, als der Hype suggeriert.

Wenn Raya dich nicht aufnimmt (oder du skeptisch bist), schau dir xLoves an — anspruchsvoll, aber ohne künstliche Hürden. Du bekommst dort eine manuell verifizierte, ernsthafte Community, keine Warteliste, keine Bewerbung, einen fairen Preis und eine DACH-weite Präsenz auch in Mittelstädten. Für viele Menschen, die sich mit Raya beschäftigen, ist xLoves am Ende die rationalere Wahl.

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Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 19. April 2026. Preise und Angaben laut Raya-App, öffentlichen Berichten, Interviews mit Raya-Mitgliedern und ehemaligen Mitarbeitern. Raya kommuniziert keine offiziellen Daten — alle Mitgliederzahlen und Akzeptanzraten sind Schätzungen auf Basis von Recherchen. Herzblatt Journal ist unabhängig und erhält keine Vergütung von Raya. Einige Empfehlungs-Links (z. B. zu xLoves) sind Affiliate-Links — wenn du dich darüber anmeldest, erhalten wir eine kleine Provision, für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten. Unsere Bewertung ist davon unabhängig.

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Häufig gestellte Fragen

Wie kommt man bei Raya rein?

Du musst dich in der App bewerben — mit verknüpftem Instagram- oder LinkedIn-Account, einer Selbstvorstellung und idealerweise einer Empfehlung eines bestehenden Raya-Mitglieds. Das anonyme Komitee bewertet Kreativität, berufliche Relevanz, Social-Media-Reichweite und deine Einzigartigkeit. Danach folgt eine Warteliste, die je nach Stadt zwischen wenigen Wochen und zwei Jahren dauern kann. Es gibt keine offizielle Checkliste — wer nicht in Berlin, München, London, New York oder LA wohnt, wartet in der Regel deutlich länger. Die inoffizielle Akzeptanzrate liegt bei etwa 8 %, wobei Empfehlungen die Chance massiv erhöhen.

Was kostet Raya 2026?

Raya kostet aktuell etwa 8 €/Monat (rund 7,99 USD, ggf. plus regionale Steuern), abgerechnet monatlich oder im 6-Monats-Paket etwas günstiger pro Monat. Der Preis wirkt im Vergleich zu anderen Premium-Apps fast harmlos — aber die eigentliche Hürde ist die Aufnahme, nicht der Preis. Es gibt keine Gratis-Version. Sobald du akzeptiert wirst, wird automatisch die Mitgliedschaft fällig. Kündigung jederzeit über den App Store möglich. Wer gekündigt hat und wieder einsteigen will, kann ohne neuen Bewerbungsprozess innerhalb weniger Wochen zurückkommen — der Status bleibt in der Regel erhalten.

Ist Raya wirklich nur für Promis?

Nein — aber der Mythos hält sich hartnäckig. Tatsächlich sind bekannte Namen wie Cara Delevingne, Drew Barrymore, Channing Tatum, Matthew Perry, Ben Affleck, Kelly Osbourne oder Kaitlynn Carter dort gesichtet worden, aber sie sind Minderheit. Die Mehrheit der Raya-Mitglieder ist kreatives Mittelfeld: Schauspieler vor dem Durchbruch, Models, Musiker, Tech-Gründer, Mode-Designer, Journalisten, Produzenten, VC-Investoren, Influencer mit echter Reichweite. In Deutschland dominieren Berliner Kreative, Münchner Medienmenschen und eine kleine Riege aus Frankfurt-Finance. Wer nichts Öffentliches tut, kommt schwer rein — auch wenn er persönlich spannend ist.

Gibt es Raya in Deutschland überhaupt?

Ja, aber dünn. Raya ist eine globale App, funktioniert aber nach Stadt-Radien. In Berlin findest du konstant einen aktiven Pool mit mehreren Hundert Nutzern, in München etwas weniger, in Hamburg und Köln sehr überschaubar. Kleinere Städte (Stuttgart, Leipzig, Frankfurt) sind nahezu leer — dort siehst du dieselben 20–50 Profile auf Rotation. Wer in einer mittelgroßen Stadt lebt und Raya sinnvoll nutzen will, muss auf den Reise-Modus zurückgreifen und seinen Standort manuell auf Berlin, London oder Paris setzen. Außerhalb der Metropolen ist Raya in der DACH-Region praktisch nutzlos.

Was passiert, wenn ich Screenshots in Raya mache?

Raya verbietet Screenshots ausdrücklich — sowohl in den Community Guidelines als auch technisch. Bei iOS wird beim Screenshot-Versuch eine Warnung ausgelöst und das betroffene Profil geblurrt. Wer wiederholt gegen das Screenshot-Verbot verstößt, riskiert eine dauerhafte Sperre ohne Vorwarnung und ohne Rückerstattung. Das Verbot ist Teil des Kernversprechens von Raya: Mitglieder sollen darauf vertrauen können, dass ihre Profile, Chats und Fotos nicht in sozialen Medien landen. Wer diese Regel bricht, ist raus — auch Prominente berichten von diesem Grundvertrauen als dem eigentlichen Kaufargument.

Kann ich Raya ohne Instagram oder LinkedIn nutzen?

Theoretisch ja, praktisch nein. Die Bewerbung verlangt explizit die Verknüpfung eines Social-Media-Kontos — meist Instagram oder LinkedIn, teils beide. Ohne diese Verknüpfung ist die Chance auf Akzeptanz nahezu null, weil das Komitee darüber hinaus fast keine Grundlage hat, deine Relevanz einzuschätzen. Wer keine Social-Media-Präsenz hat, aber in einem kreativen oder unternehmerischen Feld arbeitet, kann stattdessen ein Portfolio, eine eigene Website oder starke Empfehlungen von bestehenden Mitgliedern einreichen — dann steigen die Chancen wieder. Komplett anonyme Bewerbungen sind nicht vorgesehen.

Wie lange dauert die Raya-Warteliste?

Die Warteliste ist eine Blackbox. Offiziell kommuniziert Raya nichts. In der Praxis berichten Nutzer aus Berlin oder München von Wartezeiten zwischen 3 Wochen und 18 Monaten, in kleineren Städten auch mehr als 2 Jahre. Empfehlungen von aktiven Mitgliedern verkürzen den Prozess drastisch — teils auf wenige Tage. Wer einmal abgelehnt wurde, darf sich nach 6 Monaten erneut bewerben, mit aktualisiertem Profil. Manche Nutzer berichten, dass nachträgliche Instagram-Reichweite (mehr Follower, Presse-Features) plötzlich zu einer Akzeptanz geführt hat — also: Ablehnung ist nicht endgültig.

Welche Alternativen gibt es zu Raya?

Die direktesten Konkurrenten sind The League (Business-Fokus, US-lastig), Inner Circle (europäisch, weniger elitär, aber auch weniger exklusiv) und Luxy (offen über Vermögenskriterien). Keine dieser Apps schafft die Prominenz-Dichte von Raya. Für deutschsprachige Nutzer, die anspruchsvolles Dating ohne künstliche Hürden suchen, empfehlen wir xLoves — dort zählt nicht der Status, sondern die manuelle Verifizierung aller Profile und eine ernsthafte Zielgruppe. Wer dagegen eine vergleichbar exklusive, aber niedrigschwelligere Erfahrung will, landet meist beim Inner Circle als Einstieg. Raya ist in seiner Nische konkurrenzlos, aber die Nische ist klein.

Kann ich Raya zum Netzwerken statt zum Daten nutzen?

Ja — Raya hat seit 2019 einen expliziten Networking-Modus, zusätzlich zum Dating- und Freundschaftsmodus. Du schaltest zwischen den Modi in den Einstellungen um. Networking auf Raya ist für viele Nutzer der eigentliche Grund für die Mitgliedschaft: Filmproduzenten finden Schauspieler, Gründer treffen Investoren, Journalisten bekommen Kontakte. Der Networking-Modus ist professioneller, aber nicht weniger exklusiv — die gleichen Aufnahmekriterien gelten. Wer nur zum Netzwerken dabei ist, sollte das klar im Profil kommunizieren, sonst missversteht die andere Seite die Absicht.

Ist Raya den Hype wert?

Kommt darauf an, wer fragt. Für kreative Berufstätige in Metropolen mit starker Social-Media-Präsenz oder Medien-Kontext ist Raya ein funktionierendes, wenn auch kleines Dating- und Networking-Tool mit hoher Qualität pro Match. Für alle anderen ist der Nutzen begrenzt: wenig Pool außerhalb Berlin/München, hohe psychologische Eintrittshürde, Gefühl von permanenter Selbstinszenierung. Der Preis (8 €/Monat) ist fair, die Exklusivität ist real, aber nicht magisch. Wer echte Verbindungen statt symbolischen Status sucht, findet auf bodenständigeren Plattformen oft mehr. Unsere Empfehlung: Raya parallel nutzen, wenn du akzeptiert wirst, aber nicht darauf setzen.

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