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Kwick 2026: Was aus der KWICK! Community wurde

Kwick gibt es nicht mehr: was aus der KWICK! Community von 1999 wurde, warum der Login nicht geht, was aus alten Daten wird und welche Chats es heute noch gibt.

Markus Hoffmann
Markus Hoffmann
· 10 Min. Lesezeit

Kwick, eigentlich KWICK! Community, war ein kostenloses soziales Netzwerk aus der Region Stuttgart. Es ging am 1. Dezember 1999 als Studienprojekt online und hatte laut eigenem Hilfe-Wiki im Herbst 2007 eine Million Mitglieder. Heute ist Kwick nicht mehr aktiv. Unter kwick.de steht nur noch die leere Standardseite eines Webservers, die Apps sind aus den Stores verschwunden. Ein Login ist nicht möglich.

Einen klassischen Test konnten wir deshalb nicht machen. Wir haben kein Konto angelegt. Am 21. Oktober 2026 haben wir kwick.de aufgerufen und die Einträge bei Google Play und im App Store geprüft. Die Geschichte der Seite haben wir im Internet Archive nachverfolgt. Dazu kommen archivierte Impressen, Nutzungsbedingungen und Ankündigungen von KWICK! sowie eine Pressemitteilung des späteren Eigentümers. Alle Angaben beziehen sich auf diesen Stand.

SteckbriefKWICK! Community
Statusnicht mehr aktiv (Stand: 21. Oktober 2026)
Gestartet1. Dezember 1999 als Internet-Magazin für die Region Stuttgart, Name KWICK! seit 13. Januar 2001
Letzte Betreiberin mit ImpressumKWICK! Community GmbH & Co. KG, Leonberg, HRA 721118, Amtsgericht Stuttgart (Impressum von 2019)
Mindestalter damals12 Jahre laut Nutzungsbedingungen, unter 16 mit Einschränkungen
Kosten damalskostenlos, finanziert über Werbung
Appbei Google Play und im App Store nicht mehr abrufbar
Loginnicht möglich

Gibt es Kwick noch? Der Stand im Oktober 2026

Wer heute kwick.de eintippt, landet auf einer „Apache2 Ubuntu Default Page“. Ein frisch eingerichteter Webserver zeigt sie an, solange noch niemand Inhalte hochgeladen hat. Laut den Angaben des Servers wurde sie zuletzt am 26. August 2025 geändert. Im Internet Archive ist sie seit September 2025 gespeichert. Über eine verschlüsselte Verbindung antwortete die Adresse bei unserem Abruf gar nicht.

Auch die Apps sind weg. Die frühere Android-App von KWICK! ist bei Google Play nicht mehr zu finden, die iPhone-App nicht mehr im App Store. Eine Abschiedsnachricht, eine Nachfolgeseite oder einen Hinweis, wohin die Daten gegangen sind, gibt es nicht.

Verwechslungsgefahr besteht bei einer App namens „kwick community“ im App Store. Sie stammt laut Store-Eintrag von der Schweizer kwick SA und zeigt Strom- und Verbrauchsdaten einer Energiegemeinschaft. Mit dem sozialen Netzwerk hat sie nichts zu tun.

Die Geschichte von KWICK!: vom Partykalender zum Netzwerk

Laut dem archivierten Hilfe-Wiki von KWICK! begann alles am 1. Dezember 1999. Der Wirtschaftsinformatik-Student Jens Kammerer startete als Studienprojekt ein Internet-Magazin für die Region Stuttgart. Kontaktanzeigen, Geschichten und Veranstaltungstipps sollten vor allem Singles das Partyleben erleichtern. Im Sommer 2000 stieg sein WG-Mitbewohner Benjamin Roth ein.

Am 13. Januar 2001 bekam die Seite ihren Namen, angelehnt an den Kwik-E-Mart aus den Simpsons. Noch im selben Monat gab es die ersten Partys im Raum Stuttgart. Laut Hilfe-Wiki zählte die Community 2004 rund 100.000 Mitglieder, im Sommer 2005 eine halbe Million und im Herbst 2007 eine Million. Ab 2008 wandelte sich KWICK! vom regionalen Partytreff zum klassischen sozialen Netzwerk.

Der Firmensitz lag lange in Weinstadt bei Stuttgart. 2011 kaufte das New Yorker Unternehmen Kiwibox.com das Netzwerk. In seiner Pressemitteilung vom 4. Oktober 2011 sprach der Käufer von mehr als zehn Millionen Mitgliedern, 32 Angestellten und über 150 ehrenamtlichen Moderatoren. Das sind Angaben der Unternehmen, die sich nicht nachprüfen lassen. Die zehn Millionen bezogen sich laut Pressemitteilung auf alle Registrierungen seit dem Start. Die erste Million aktiver Mitglieder habe KWICK! 2007 erreicht.

So funktionierte KWICK!

Wer sich anmeldete, bekam ein Profil mit Blog, Gästebuch und Fotoalben. Auf der Startseite von 2019 warb KWICK! mit Forum, Blog und Livestream. Man sollte dort Leute zum Chatten, Flirten und gemeinsamen Lachen finden. Dazu kamen Eventfotos von Partys, ein Chat, Kurznachrichten und Apps für Android und iPhone. Laut Hilfe-Wiki ließ sich ab Juli 2011 außerdem eine Flirt-Funktion an- und abschalten.

Bezahlen musste niemand. Die Startseite versprach 2019: „KWICK! kostet nichts. Und das wird auch so bleiben.“ Finanziert wurde das Netzwerk laut seiner Jugendschutzseite über Werbung. Außerdem trug KWICK! laut Hilfe-Wiki 2010 und 2011 das TÜV-Siegel „Überwachter Datenschutz“.

Das Ende in Etappen: 2019 bis 2025

Am 31. Juli 2019 kündigte KWICK! das Aus an. Die Community werde ihre Tore zum 31. August 2019 schließen, hieß es in der offiziellen Ankündigung. Als Grund nannte die Ankündigung die wirtschaftliche Lage: „Die Einnahmen decken seit Jahren die Ausgaben nicht mehr.“ Die Mitglieder sollten ihre Daten sichern.

Am letzten Tag kam die Wende. Am 31. August 2019 um 23:14 Uhr erschien die Meldung „KWICK! bleibt!“. Die Weiterführung sei gesichert, Einzelheiten sollten folgen. Ab Oktober 2019 zeigte die Seite dann eine Wartungsseite, unterzeichnet von einer „V&M Service Provider .Limited“.

Was danach im Internet Archive gespeichert ist, zeigt zwei kurze Anläufe und viel Stillstand:

  • 2020 bis Mai 2021: zunächst Wartungsseiten, ab Sommer 2020 eine englischsprachige Startseite mit Registrierung. Mitglieder könnten sich einloggen, aber nicht kommunizieren, hieß es dort.
  • Juli bis September 2021: eine neu gestaltete Startseite als „modernes soziales Netzwerk“, teils mit Platzhaltertext. Apps seien „ab demnächst verfügbar“. Ein Impressum dieser Version ist im Archiv nicht gespeichert.
  • Ab Dezember 2021: Fehlerseiten.
  • 2023 bis 2025: abwechselnd Standardseiten von Webservern und fremde Inhalte, im April 2024 etwa die Startseite eines anderen Netzwerks.
  • Seit September 2025: die leere Apache-Standardseite, die auch heute erscheint.

Wer genau ab 2019 hinter kwick.de stand, ließ sich für uns nicht belegen. Das letzte vollständige Impressum, das wir gefunden haben, stammt vom Mai 2019. Es nennt die KWICK! Community GmbH & Co. KG mit Sitz in Leonberg, eingetragen beim Amtsgericht Stuttgart unter HRA 721118.

Kwick-Login und alte Daten: Was du jetzt tun kannst

Ein Kwick-Login ist nicht mehr möglich, auch kein „Passwort vergessen“. Daran ändert weder ein anderer Browser noch die alte App etwas. Bietet dir eine Seite heute einen Kwick-Login an, gehört sie nicht zum alten Netzwerk. Gib dort keine Zugangsdaten ein.

Für alte Fotos, Blogeinträge und Nachrichten sieht es schlecht aus. Die Betreiberin hatte 2019 dazu aufgerufen, Daten selbst zu sichern. Eine Download-Funktion gibt es nicht mehr. Ob die Datenbanken noch existieren und wer darüber verfügt, ist öffentlich nicht bekannt.

Drei Dinge kannst du trotzdem tun:

  1. Passwort ändern: Hast du dein KWICK!-Passwort auch anderswo benutzt, ändere es dort. Das ist bei jedem stillgelegten Dienst sinnvoll.
  2. Internet Archive durchsuchen: Öffentliche Profilseiten sind dort manchmal gespeichert. Private Nachrichten und geschützte Alben findest du dort nicht.
  3. Alte Kontakte suchen: Frühere Freunde findest du vielleicht bei Facebook, Instagram oder in anderen Communitys wieder. Spitznamen aus KWICK!-Zeiten helfen bei der Suche manchmal weiter.

Nach der Datenschutz-Grundverordnung hast du grundsätzlich ein Recht auf Auskunft und Löschung. Dafür brauchst du aber einen erreichbaren Verantwortlichen. Den nennt kwick.de seit Jahren nicht mehr.

Jugendschutz damals und heute

KWICK! war für ein junges Publikum gebaut. Laut den Nutzungsbedingungen von 2019 durften sich Mitglieder ab zwölf Jahren anmelden. Die Jugendschutzseite beschrieb besondere Regeln für unter 16-Jährige: Erwachsene konnten sie nicht direkt anschreiben, in der Mitgliedersuche tauchten sie nicht auf.

Dieselbe Seite ging offen mit den Grenzen um. Dort hieß es: „Nach wie vor existiert kein vernünftiges Altersverifikationssystem für minderjährige Mitglieder.“ Ein Erwachsener konnte sich also als Kind ausgeben. Das Problem haben offene Chats und Communitys bis heute.

Wer selbst Kinder hat, kennt das vielleicht noch aus eigener KWICK!-Zeit. Jugendliche begegnen denselben Risiken heute in Chats, Spielen und Messengern.

Warnzeichen für Cybergrooming und Sextortion

Beim Cybergrooming suchen Erwachsene online gezielt Kontakt zu Kindern und Jugendlichen, um sie sexuell zu belästigen oder zu Treffen zu überreden. Laut klicksafe sollten Jugendliche den Kontakt sofort abbrechen, wenn jemand

  • das Gespräch auf Sex oder sexuelle Erfahrungen lenkt,
  • Geld oder Vorteile in Spielen anbietet,
  • Fotos, Videos oder die Webcam verlangt,
  • schnell in einen privaten Messenger wechseln will,
  • ein Treffen vorschlägt.

Bei Sextortion werden intime Bilder als Druckmittel benutzt, um Geld oder weitere Aufnahmen zu erpressen. Die Polizei rät, nicht zu zahlen, denn die Erpressung hört danach meist nicht auf. Was du sonst tun kannst, steht in unserem Ratgeber zum anonymen Chatten und zum Schutz vor Erpressung.

Hier bekommst du Hilfe

  • Polizei 110: bei akuter Gefahr, Drohungen oder Erpressung zuerst die Polizei rufen. Ob du Bilder als Beweis sichern sollst, klärst du vorher mit der Polizei.
  • Nummer gegen Kummer 116 111: für Kinder und Jugendliche, montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr, kostenlos und anonym.
  • Elterntelefon 0800 111 0 550: montags, mittwochs und freitags von 9 bis 17 Uhr, dienstags und donnerstags von 9 bis 19 Uhr.
  • Weisser Ring 116 006: Opfer-Telefon für Betroffene von Straftaten, täglich von 7 bis 22 Uhr.
  • Melden: Verstöße gegen den Jugendschutz kannst du bei jugendschutz.net oder bei der Internet-Beschwerdestelle (internet-beschwerdestelle.de) melden.

Alternativen zu Kwick: Diese Communitys gibt es noch

Eine Community wie KWICK! mit Profil, Blog und Partyfotos aus der eigenen Region gibt es heute kaum noch. Diese deutschsprachigen Angebote kommen dem Gefühl von damals am nächsten:

  • Jappy: Community aus Niederbayern mit Profil, Ticker und Gruppenchats, laut eigener Chronik seit 2001, laut Nutzungsbedingungen ab 16, Minderjährige nur mit Einwilligung der Eltern. Mehr in unserem Jappy-Test.
  • Knuddels: Chat-Community aus Karlsruhe, laut eigenen Angaben seit 1999, laut AGB nur für Volljährige. Details im Test von Knuddels.
  • spin.de: früher Spinchat, mit Chat, Foren und Spielen, die Nutzung empfiehlt der Anbieter ab 16. Mehr im Test zu spin.de.
  • Lycos Chat: Auch dieser Kult-Chat ist vielen aus den 2000ern bekannt. Er läuft unter neuer Adresse weiter, allerdings mit Rechtstexten nur auf Englisch und uneinheitlichen Altersangaben. Mehr in unserem Artikel Was aus dem Lycos Chat wurde.

Einen Vergleich aller getesteten Chats findest du in unserer Übersicht Deutscher Chat: Chatrooms und Chat-Seiten im Vergleich. Wer vor allem neue Freunde in der eigenen Stadt sucht, kommt mit Vereinen, Kursen und Stammtischen oft weiter. Tipps dazu stehen in unserem Ratgeber Freunde finden als Erwachsener.

Manche wollen gar niemanden kennenlernen, sondern nur zum Zeitvertreib flirten. Dafür gibt es reine Unterhaltungs-Chats. Maßgeblich sind dort die AGB und die FAQ, nicht der Werbetext auf der Startseite.

Flirten zum Zeitvertreib

Ein solcher Unterhaltungs-Chat ist Verlieben24. Im Seitenfuß nennt sich das Portal eine „Unterhaltungsplattform für Online-Flirts und Chats“, zugelassen sind nur Erwachsene ab 18. Laut AGB ist es „keine Kennenlern-Plattform“, sondern „eine reine Entertainment-Plattform“. Du schreibst dort laut AGB mit „professionellen Chat-Partnern“, die rein fiktive Profile betreiben. Kontakte zu real existierenden Personen vermittelt das Portal laut AGB auch zahlenden Mitgliedern nicht. Reale Treffen sind laut FAQ „ausdrücklich nicht Teil des Angebots“. Bezahlt wird mit Flirtcoins, nicht verbrauchte erstattet der Anbieter laut AGB nicht. Die Premium-Mitgliedschaft läuft laut AGB 1 oder 12 Monate. Sie verlängert sich automatisch, wenn du nicht spätestens 4 Wochen vor Ablauf in Textform kündigst, also per E-Mail oder Brief. Die Preise siehst du erst nach der Anmeldung. Mehr dazu in unserem Test von Verlieben24.

Fazit: Kwick bleibt eine Erinnerung

KWICK! gehörte zu den frühen sozialen Netzwerken in Deutschland, lange bevor Facebook hier verbreitet war. Aus einem Studienprojekt wurde eine Community mit eigenen Partys, Apps und ehrenamtlichem Team. Nach dem Verkauf 2011 und der angekündigten Schließung 2019 hat sich das Netzwerk nicht mehr erholt.

Heute gibt es unter kwick.de nichts mehr zu holen, weder Login noch Daten. Ändere dein altes Passwort, wenn du es noch woanders nutzt. Und such dir für neue Kontakte eine Community, die ein Impressum hat, ihr Mindestalter klar regelt und erreichbar ist.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es Kwick noch?

Nein. Die KWICK! Community ist nicht mehr aktiv (Stand: 21. Oktober 2026). Unter kwick.de erscheint seit spätestens September 2025 nur die leere Standardseite eines Webservers, über eine verschlüsselte Verbindung antwortet die Adresse gar nicht. Die frühere App ist weder bei Google Play noch im App Store abrufbar. Eine offizielle Abschiedsmeldung zum endgültigen Aus gibt es nicht. Angekündigt war die Schließung schon für den 31. August 2019, die Ankündigung wurde dann aber zurückgenommen. Danach folgten Wartungsseiten, 2020 und 2021 zwei kurze Anläufe für einen Neustart und schließlich Fehlerseiten. Seitdem gibt es keine aktive Community mehr unter der Adresse.

Warum funktioniert der Kwick-Login nicht?

Weil hinter kwick.de kein Netzwerk mehr läuft. Es gibt weder ein Login-Formular noch eine Funktion zum Zurücksetzen des Passworts. Daran kannst du selbst nichts ändern, auch ein anderer Browser oder die alte App helfen nicht. Seiten, die heute einen Kwick-Login anbieten, gehören nicht zum alten Netzwerk. Gib dort keine Zugangsdaten ein. Hast du dein früheres KWICK!-Passwort auch bei anderen Diensten benutzt, solltest du es dort vorsichtshalber ändern. Das gilt für jeden Dienst, der stillgelegt wurde und dessen Datenbestand du nicht mehr kontrollieren kannst.

Kann ich meine alten Kwick-Fotos und Nachrichten zurückbekommen?

Realistisch gesehen nicht. Als die damalige Betreiberin im Juli 2019 die Schließung ankündigte, bat sie alle Mitglieder, ihre Daten selbst zu sichern. Eine Download-Funktion gibt es heute nicht mehr. Ob die alten Datenbanken noch irgendwo existieren und wer darüber verfügt, ist öffentlich nicht bekannt. Grundsätzlich hast du nach der Datenschutz-Grundverordnung ein Recht auf Auskunft und Löschung. Dafür brauchst du aber einen erreichbaren Verantwortlichen, und den nennt die Adresse kwick.de seit Jahren nicht mehr. Im Internet Archive sind Fotos nur selten gespeichert, private Inhalte gar nicht.

Was war Kwick?

KWICK! war ein kostenloses soziales Netzwerk aus der Region Stuttgart. Es startete am 1. Dezember 1999 als Studienprojekt des Wirtschaftsinformatik-Studenten Jens Kammerer, zunächst als Internet-Magazin mit Kontaktanzeigen und Partytipps. Den Namen KWICK! bekam die Seite am 13. Januar 2001, angelehnt an den Kwik-E-Mart aus den Simpsons. Mitglieder hatten ein Profil mit Blog, Gästebuch und Fotoalben, dazu kamen Forum, Chat, Events und eine App. Laut dem eigenen Hilfe-Wiki hatte die Community im Herbst 2007 eine Million Mitglieder. 2011 kaufte das US-Unternehmen Kiwibox.com das Netzwerk.

Ab welchem Alter durfte man Kwick nutzen?

Laut den Nutzungsbedingungen von 2019 durfte man sich ab zwölf Jahren anmelden. Für Mitglieder unter 16 galten besondere Schutzregeln: Erwachsene konnten sie nicht direkt anschreiben, und in der Mitgliedersuche tauchten sie nicht auf. Das Alter wurde allerdings nicht überprüft, das räumte die Jugendschutzseite selbst ein. Wenn Jugendliche heute in anderen Chats unterwegs sind, gilt: Bei Bitten um Fotos, Geschenken, Geheimhaltung oder Treffen den Kontakt abbrechen. Bei Erpressung oder akuter Gefahr zuerst die Polizei unter 110 rufen. Kinder und Jugendliche erreichen die Nummer gegen Kummer unter 116 111, Eltern das Elterntelefon unter 0800 111 0 550.

Welche Alternativen zu Kwick gibt es?

Am nächsten kommt Jappy, eine Community mit Profil, Ticker und Gruppenchats, die es seit 2001 gibt und die ab 16 offen ist. Knuddels aus Karlsruhe ist ähnlich alt, setzt aber stärker auf Chaträume und ist laut AGB nur für Volljährige. spin.de aus Regensburg bietet Chat, Foren und Spiele, die Nutzung empfiehlt der Anbieter ab 16. Auch der Lycos Chat läuft unter neuer Adresse weiter, seine Rechtstexte gibt es allerdings nur auf Englisch. Für neue Freundschaften in der eigenen Stadt helfen oft Vereine, Kurse oder Nachbarschaftsgruppen mehr als ein großes Netzwerk.

Gibt es eine Kwick-App?

Nicht mehr. Die frühere KWICK!-App für Android und iPhone ist aus beiden Stores verschwunden, die alten Store-Adressen führen ins Leere (Stand: 21. Oktober 2026). Vorsicht bei Namensvettern: Im App Store gibt es eine App namens „kwick community“. Sie gehört laut Store-Eintrag zur Schweizer kwick SA und zeigt Verbrauchsdaten einer Energiegemeinschaft an. Mit dem früheren sozialen Netzwerk hat sie nichts zu tun. Wer eine ähnliche Community als App sucht, findet bei Knuddels und spin.de eigene Apps.

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