💘 Die besten Dating-Seiten 2026 — ehrlich getestet & verglichen. Finde die Plattform, die zu dir passt.

Jetzt vergleichen
Zwei goldene Eheringe in einer hellen Schmuckschatulle

Hochzeitstage: Alle Namen und ihre Bedeutung im Überblick

Von der Papierhochzeit bis zur Kronjuwelenhochzeit: alle Hochzeitstage mit Namen, Jahr und Bedeutung – und warum die Listen sich widersprechen.

Sarah Kellner
Sarah Kellner
· 9 Min. Lesezeit

Papierhochzeit, Rosenhochzeit, Petersilienhochzeit: Fast jedes Ehejahr trägt in Deutschland einen eigenen Namen. Wer danach sucht, stößt allerdings schnell auf ein Problem – verschiedene Listen nennen für dasselbe Jahr völlig unterschiedliche Bezeichnungen.

Das liegt nicht an Schlamperei. Es liegt daran, dass es keinen verbindlichen Standard gibt. Weder in Deutschland noch in Österreich existiert eine offizielle Festlegung, welches Jahr wie heißt. Die Namen sind regional gewachsen, und ein Teil von ihnen ist deutlich jünger, als man vermutet.

Hier findest du die gängigen Bezeichnungen im Überblick – und dazu die Einordnung, welche davon wirklich verbreitet sind und welche eher aus dem Katalog eines Händlers stammen.

Die bekanntesten Hochzeitstage

Drei Jubiläen kennt praktisch jeder, und nur diese drei werden in Deutschland regelmäßig groß gefeiert:

JahreName
25Silberhochzeit
50Goldene Hochzeit
60Diamantene Hochzeit

Alles andere ist Beiwerk. Das ist keine Abwertung, sondern eine Beobachtung: Wenn in einer Zeitung eine Anzeige zum Ehejubiläum steht, geht es fast immer um eines dieser drei.

Die ersten zehn Jahre

JahreGängige Namen
1Papierhochzeit, auch Baumwollene Hochzeit
2Baumwollene, Lederne oder Papierene Hochzeit
3Lederne Hochzeit, auch Weizen- oder Fruchthochzeit
4Seidene Hochzeit, auch Bernsteinhochzeit
5Hölzerne Hochzeit (Holzhochzeit), auch Veilchenhochzeit
6Zuckerhochzeit, auch Zinnenhochzeit
7Kupferne Hochzeit, auch Wollene Hochzeit
8Blechhochzeit, auch Bronze- oder Salzhochzeit
9Keramikhochzeit, auch Gläserne oder Porzellanhochzeit
10Rosenhochzeit, auch Hölzerne Hochzeit

Schon hier zeigt sich das Grundproblem: Die Hölzerne Hochzeit taucht zweimal auf – bei fünf und bei zehn Jahren, je nach Quelle. Wer sichergehen will, fragt im Zweifel die Familie, welche Version dort üblich ist.

Jahr 11 bis 25

JahreGängige Namen
11Stählerne Hochzeit, auch Korallenhochzeit
12,5Petersilienhochzeit
15Kristallhochzeit, auch Gläserne oder Veilchenhochzeit
20Porzellanhochzeit, auch Kupferne Hochzeit
25Silberhochzeit

Der Sprung von 15 auf 20 und dann auf 25 ist kein Versehen: Für die Jahre dazwischen existieren zwar Namen, sie sind aber so wenig gebräuchlich, dass sie in den meisten Familien nie fallen.

Ab der Silberhochzeit

JahreGängige Namen
30Perlenhochzeit
35Leinenhochzeit, auch Korallenhochzeit
40Rubinhochzeit, auch Granathochzeit oder Smaragdhochzeit
45Messinghochzeit
50Goldene Hochzeit
55Platinhochzeit, auch Juwelenhochzeit
60Diamantene Hochzeit
65Eiserne Hochzeit
67,5Steinerne Hochzeit
70Gnadenhochzeit
75Kronjuwelenhochzeit, auch Alabasterhochzeit

Die Steinerne Hochzeit nach 67,5 Jahren ist die zweite halbe Zahl der Liste – sie markiert die Mitte zwischen der Diamantenen und der Gnadenhochzeit. Wie die Petersilienhochzeit ist sie eine norddeutsche Besonderheit, die anderswo kaum bekannt ist.

Warum die Listen sich widersprechen

Das ist der Punkt, an dem die meisten Übersichten schweigen – und der erklärt, warum die Suche so oft verwirrt.

Die ältesten Bezeichnungen stammen aus der ländlichen Nachbarschaftskultur. Silber und Gold bezogen sich auf Kränze, die dem Paar überreicht wurden: einer aus Silberpapier zum 25., einer aus Goldpapier zum 50. Jahr. Diese beiden sind historisch belegt und deshalb bis heute unumstritten.

Die Lücken dazwischen wurden später gefüllt, und dabei spielten wirtschaftliche Interessen eine erkennbare Rolle. Der Blumen- und Schmuckhandel hat für viele Jahre eigene Namen etabliert – naheliegenderweise solche, zu denen sich ein Geschenk verkaufen lässt. Eine Rosenhochzeit legt Rosen nahe, eine Perlenhochzeit Perlen. Das erklärt, warum ausgerechnet die wertvollen Materialien so dicht gestreut sind.

Dazu kommt die regionale Ebene. Die Petersilienhochzeit ist im Norden verbreitet und im Süden weitgehend unbekannt. Die Fastnachtshochzeit nach elf Jahren ergibt nur dort Sinn, wo die Elf eine närrische Zahl ist. Und Namen wie Lumpen-, Plünnen- oder Flaschenhochzeit für das 15. Jahr sind so lokal, dass sie außerhalb ihrer Region wie ein Scherz klingen.

Die praktische Konsequenz: Es gibt keine falsche Liste, nur unterschiedliche Traditionen. Wenn zwei Quellen sich widersprechen, hat meistens keine von beiden unrecht.

Die Petersilienhochzeit – die entspannteste Feier

Nach 12,5 Jahren ist die halbe Strecke zur Silberhochzeit geschafft. Der Name kommt vom Kraut, das in norddeutschen Bräuchen für Fruchtbarkeit und Beständigkeit steht.

Interessanter als der Name ist die Regel dahinter: Bei der Petersilienhochzeit bringen die Gäste Essen und Getränke mit. Die Gastgeber stellen den Raum, nicht das Buffet. Damit ist es die einzige Feier der Liste, die niemanden in Vorleistung zwingt – und vermutlich der Grund, warum sie sich hartnäckig hält, während die meisten anderen Zwischenjahre in Vergessenheit geraten sind.

Wer ein halbrundes Jubiläum sucht, ohne den Aufwand einer großen Feier zu betreiben, findet hier die passende Vorlage.

Wie man welches Jubiläum feiert

Eine grobe Orientierung, die sich in der Praxis bewährt hat:

Die ersten Jahre (1 bis 5). Zu zweit, ohne Gäste. In dieser Phase ist der Hochzeitstag vor allem eine Erinnerung daran, dass der Alltag noch nicht alles übernommen hat. Ein Essen, ein Wochenende, ein Rückblick auf den Tag selbst.

Die mittleren Jahre (10 bis 20). Hier fällt das Datum oft in die anstrengendste Lebensphase – kleine Kinder, volle Jobs, wenig Luft. Genau deshalb lohnt es sich, den Tag überhaupt zu markieren, und sei es minimal. Wer erst wieder zur Silberhochzeit feiert, lässt fünfzehn Jahre unbemerkt vorbeigehen.

Silberhochzeit (25). Der erste Anlass, bei dem eine echte Feier üblich ist. Familie, Freunde, oft eine Rede. Wenn ihr die Ausgestaltung plant, hilft unser Überblick zur Silberhochzeit und ihren Bräuchen weiter.

Goldene Hochzeit (50) und darüber. Ab hier wird das Jubiläum zum Familienereignis, das oft die Kinder ausrichten. In vielen Gemeinden gratuliert der Bürgermeister, ab der Diamantenen Hochzeit kommen in manchen Bundesländern Glückwünsche vom Ministerpräsidenten dazu. Ob und wie das gehandhabt wird, unterscheidet sich von Ort zu Ort – ein Anruf beim zuständigen Rathaus klärt es in fünf Minuten.

Konkrete Vorschläge für die Gestaltung – vom kleinen Abend bis zum größeren Fest – findest du in unserer Sammlung mit Ideen für den Hochzeitstag. Wer eine Rede halten muss, findet Aufbau und Beispiele in der Anleitung für die Hochzeitsrede.

Geschenke, die zum Namen passen

Die Materialnamen sind eine bequeme Vorlage für Geschenke – man muss sie nur nicht zu wörtlich nehmen. Ein Blechgeschenk zum achten Jahr wirkt schnell wie eine Pflichtübung.

Besser funktioniert die Übersetzung ins Übertragene. Zur Papierhochzeit passt nicht irgendetwas aus Papier, sondern etwas Geschriebenes: ein Brief, ein gedrucktes Fotobuch des ersten Jahres, Tickets für etwas Gemeinsames. Zur Hölzernen Hochzeit passt weniger ein Holzobjekt als etwas, das mit Beständigkeit zu tun hat – ein gepflanzter Baum ist der Klassiker, und zwar zu Recht.

Zur Rosenhochzeit nach zehn Jahren liegt der Strauß nahe. Der bessere Einfall ist ein Rosenstock, der bleibt. Und zur Silberhochzeit ist Schmuck erwartbar; ungewöhnlicher und meistens willkommener ist etwas, das die 25 Jahre sichtbar macht – eine Reise an den Ort der Hochzeitsreise etwa, oder ein Album, zu dem die Gäste beigetragen haben.

Eine Regel gilt über alle Jahre hinweg: Das Geschenk sollte an die gemeinsame Geschichte anknüpfen, nicht an den Materialnamen. Der Name ist ein Stichwort, kein Auftrag. Wer nach fünfzehn Jahren etwas aus Kristall verschenkt, weil die Liste es sagt, trifft seltener als jemand, der sich an einen bestimmten Abend erinnert.

Für die Frage, was am Hochzeitstag außer dem Geschenk noch zählt, lohnt ein Blick in unsere Zahlen zum Heiraten in Deutschland – dort steht unter anderem, wie sich das durchschnittliche Heiratsalter und die Dauer von Ehen über die Jahre verschoben haben.

Was die Namen über die Ehe erzählen

Ein Detail fällt auf, wenn man die Liste als Ganzes liest: Die Materialien werden mit den Jahren härter und wertvoller. Papier, Baumwolle, Leder, Holz – dann Kupfer, Porzellan, Silber – schließlich Gold, Diamant, Eisen, Stein.

Das ist keine zufällige Reihenfolge. Sie erzählt eine Vorstellung von Ehe, die aus einer Zeit stammt, in der Beständigkeit die zentrale Tugend war: Was lange hält, wird härter. Papier reißt, Diamant nicht.

Ob diese Erzählung heute noch trägt, ist eine andere Frage. Eine Ehe, die nach dreißig Jahren so unbeweglich ist wie Stein, würden die meisten Paare nicht als Erfolg beschreiben. Die moderne Lesart wäre eher umgekehrt: Was hält, bleibt beweglich – es muss sich mehrfach neu erfinden, weil beide Menschen sich verändern.

Insofern sind die Namen ein Zeitdokument. Man kann sie feiern, ohne ihre Botschaft wörtlich zu nehmen. Woher die Rituale am Hochzeitstag selbst stammen, steht in unserem Beitrag zu den Hochzeitsbräuchen.

Was am Hochzeitstag oft schiefgeht

Drei Muster wiederholen sich, und alle drei sind vermeidbar.

Das Datum wird vergessen. Der Klassiker, und er tut mehr weh als jedes ausgefallene Geschenk gutmachen kann. Ein wiederkehrender Kalendereintrag mit einer Woche Vorwarnzeit löst das Problem endgültig. Das ist unromantisch und funktioniert.

Der Aufwand wird zum Maßstab. Wenn ein Jahr größer gefeiert wird als das vorige, entsteht eine Erwartungsspirale, die niemand gewinnt. Es ist völlig in Ordnung, das eine Jahr groß und das nächste klein zu begehen.

Die Feier ersetzt das Gespräch. Ein Hochzeitstag ist eine natürliche Gelegenheit, einmal im Jahr zu fragen, wie es eigentlich läuft – nicht organisatorisch, sondern zwischen euch. Diese Frage geht unter, wenn der Tag nur aus Programm besteht. Wie sich so ein Gespräch führen lässt, ohne dass es in eine Bilanz kippt, steht in unserem Beitrag über die Zeit nach der Hochzeit.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt keinen offiziellen Standard. Widersprüchliche Listen sind normal, nicht fehlerhaft.
  • Drei Jubiläen sind wirklich etabliert: Silberhochzeit (25), Goldene Hochzeit (50), Diamantene Hochzeit (60).
  • Silber und Gold sind historisch belegt und gehen auf überreichte Kränze zurück. Viele andere Namen sind jünger und vom Handel geprägt.
  • Die Petersilienhochzeit (12,5 Jahre) ist die Feier, zu der die Gäste das Essen mitbringen – die unaufwendigste Variante der ganzen Liste.
  • Regionale Unterschiede sind die Regel. Was im Norden selbstverständlich ist, kennt man im Süden oft gar nicht.

Häufig gestellte Fragen

Welche Hochzeitstage sind in Deutschland am bekanntesten?

Drei Jubiläen ragen deutlich heraus: die Silberhochzeit nach 25 Jahren, die Goldene Hochzeit nach 50 Jahren und die Diamantene Hochzeit nach 60 Jahren. Sie werden am häufigsten groß gefeiert und sind die einzigen, bei denen praktisch jeder den Namen kennt.

Warum finde ich für dasselbe Jahr verschiedene Namen?

Weil es keinen verbindlichen Standard gibt. Weder in Deutschland noch in Österreich existiert eine offizielle Liste. Die Namen sind über Jahrhunderte regional gewachsen, und der Blumen- und Schmuckhandel hat später eigene Bezeichnungen hinzugefügt. Für das 15. Jahr etwa kursieren mindestens acht verschiedene Namen.

Was ist die Petersilienhochzeit?

Sie markiert 12,5 Jahre Ehe – also die halbe Strecke zur Silberhochzeit. Traditionell bringen die Gäste Speisen und Getränke selbst mit, statt dass die Gastgeber alles stellen. Das macht sie zur wohl entspanntesten Feier der ganzen Liste.

Zählt der Hochzeitstag ab der standesamtlichen oder der kirchlichen Trauung?

Rechtlich gilt das Datum der standesamtlichen Eheschließung, denn nur diese begründet die Ehe. Viele Paare feiern trotzdem den Tag der kirchlichen oder freien Trauung, wenn das für sie der eigentliche Hochzeitstag war. Eine Regel gibt es nicht – entscheidend ist, worauf ihr euch einigt.

Muss man jeden Hochzeitstag feiern?

Nein. Die meisten Paare markieren die runden Jahre und lassen die dazwischen bewusst klein. Wichtiger als die Größe der Feier ist, dass der Tag überhaupt bemerkt wird – ein gemeinsamer Abend zählt mehr als ein Fest, das nur stattfindet, weil die Liste es vorschreibt.

Artikel teilen:

Welche Dating-Seite passt zu dir?

Finde es heraus — in nur 30 Sekunden.