Rund 348.800 Paare haben 2025 in Deutschland geheiratet. So wenige Eheschließungen hat das Statistische Bundesamt (Destatis) seit Beginn seiner Zeitreihe im Jahr 1950 nie gezählt. Gegenüber 2024 sind es allerdings nur 403 Hochzeiten weniger, ein Minus von 0,1 Prozent. Der lange Trend der Hochzeit-Statistik zeigt trotzdem klar nach unten: 1950 waren es noch rund 750.500.
Wer heiratet, ist dabei älter als früher. Ledige Frauen waren 2025 bei der ersten Hochzeit im Schnitt 33,0 Jahre alt, ledige Männer 35,3 Jahre. Rund 8.900 Ehen schlossen 2025 Paare gleichen Geschlechts.
Hier findet ihr die wichtigsten Zahlen zum Heiraten in Deutschland, fast alle aus der amtlichen Statistik von Destatis und den Statistischen Landesämtern, dazu die Statistiken der katholischen und der evangelischen Kirche. Zu jeder Zahl steht das Jahr, denn die Quellen werden unterschiedlich schnell aktualisiert. Stand der Daten ist Oktober 2026.
| Kennzahl | Wert | Jahr | Quelle |
|---|---|---|---|
| Eheschließungen | 348.813 (rund 348.800) | 2025 | Destatis |
| Eheschließungen je 1.000 Einwohner | 4,2 | 2025 | Destatis |
| Heiratsalter lediger Frauen | 33,0 Jahre | 2025 | Destatis |
| Heiratsalter lediger Männer | 35,3 Jahre | 2025 | Destatis |
| Gleichgeschlechtliche Eheschließungen | 8.883 | 2025 | Destatis |
| Ehen mit mindestens einer ausländischen Person | 50.623 (14,5 %) | 2025 | Destatis |
| Katholische Trauungen | 19.481 (vorläufig) | 2025 | Deutsche Bischofskonferenz |
| Evangelische Trauungen | 23.731 | 2024 | EKD |
Wie viele Hochzeiten gibt es in Deutschland pro Jahr?
Im Statistischen Bericht stehen für 2025 insgesamt 348.813 Eheschließungen, Destatis rundet in seiner Pressemitteilung vom 26. Juni 2026 auf 348.800. Davon schlossen 339.900 Paare aus Mann und Frau die Ehe, 8.900 Paare gleichen Geschlechts. Auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner kamen 4,2 Eheschließungen. 1990 waren es 6,5, im Jahr 1950 sogar 11,0.
Der Rückgang verlief nicht gleichmäßig. Nach der Wiedervereinigung brach die Zahl ein, von 516.388 im Jahr 1990 auf 454.291 im Jahr 1991. Von 1995 bis 2019 lag sie, mit Ausnahme von 2018, zwischen knapp 369.000 und knapp 431.000. Zwei Ausreißer fallen auf:
- 2018: 449.466 Eheschließungen. Die Ehe für alle war gerade eingeführt, und in der Zahl stecken auch die 11.147 gleichgeschlechtlichen Ehen von Oktober bis Dezember 2017 sowie viele Umwandlungen eingetragener Lebenspartnerschaften.
- 2020 bis 2022: In den Corona-Jahren sank die Zahl auf 373.304 (2020) und 357.785 (2021). 2022 stieg sie wieder auf 390.743, seitdem geht es abwärts.
| Jahr | Eheschließungen |
|---|---|
| 1950 | 750.452 |
| 1990 | 516.388 |
| 2000 | 418.550 |
| 2010 | 382.047 |
| 2018 | 449.466 |
| 2019 | 416.324 |
| 2020 | 373.304 |
| 2021 | 357.785 |
| 2022 | 390.743 |
| 2023 | 360.979 |
| 2024 | 349.216 |
| 2025 | 348.813 |
Quelle: Destatis, Statistischer Bericht mit Zeitreihen 1946–2025. Werte bis 1990: früheres Bundesgebiet und DDR zusammengerechnet.
Im europäischen Vergleich wird in Deutschland etwas häufiger geheiratet als im Schnitt. 2023 kamen hier 4,3 Eheschließungen auf 1.000 Einwohner, im EU-Durchschnitt 4,0, wie Destatis mit Daten von Eurostat im Februar 2026 mitteilte. Für Dänemark, Irland und Zypern lagen keine Werte vor.
Was die amtliche Statistik zählt
Die Statistik der Eheschließungen ist eine Vollerhebung, die Standesämter melden jede Trauung. Erfasst werden alle Ehen, die in Deutschland geschlossen werden, auch von Paaren mit Wohnsitz im Ausland. Wer im Ausland heiratet, taucht nur auf, wenn die Ehe in Deutschland nachbeurkundet wird; Destatis rechnet hier selbst mit einer Untererfassung. Regional gezählt wird am Ort des Standesamts, nicht am Wohnort des Paares.
Kirchliche und freie Trauungen stecken in diesen Zahlen nicht, denn rechtlich entsteht eine Ehe nur durch die Erklärung vor dem Standesamt (§ 1310 Abs. 1 BGB). Wie die Anmeldung dort abläuft, steht in unserem Ratgeber Standesamtlich heiraten: Ablauf, Unterlagen, Kosten. Seit dem Berichtsjahr 2025 verändern die Statistikämter zum Schutz der Daten einzelne Fallzahlen minimal (Cell-Key-Methode). Teilsummen ergeben deshalb nicht immer exakt die Gesamtzahl.
Wie alt sind Frauen und Männer bei der ersten Heirat?
Das durchschnittliche Heiratsalter Lediger lag 2025 bei 33,0 Jahren für Frauen und 35,3 Jahren für Männer (Destatis). Männer sind bei der ersten Hochzeit also im Schnitt gut zwei Jahre älter als Frauen. Seit 1991 ist das Erstheiratsalter um fast sieben Jahre gestiegen.
| Jahr | Ledige Frauen | Ledige Männer |
|---|---|---|
| 1991 | 26,1 Jahre | 28,5 Jahre |
| 2000 | 28,4 Jahre | 31,2 Jahre |
| 2010 | 30,3 Jahre | 33,2 Jahre |
| 2020 | 32,4 Jahre | 34,9 Jahre |
| 2025 | 33,0 Jahre | 35,3 Jahre |
Quelle: Destatis, Statistischer Bericht Eheschließungen 2025, Tabelle 12611-03. Ab 2019 einschließlich gleichgeschlechtlicher Paare.
Zuletzt hat sich der Anstieg abgeflacht. Bei ledigen Männern steht der Wert seit 2023 bei 35,3 Jahren, bei ledigen Frauen ging er von 32,8 (2023) auf 33,0 Jahre (2025).
Der Durchschnitt wird von späten Hochzeiten nach oben gezogen. Am häufigsten waren Frauen 2025 bei der Hochzeit 28 Jahre alt, Männer 31 Jahre (Destatis, Tabelle 12611-01, alle Eheschließenden). Zählt man auch Wiederheiraten mit, lag das Durchschnittsalter 2025 bei 36,6 Jahren für Frauen und 39,2 Jahren für Männer.
Ost und West haben die Rollen getauscht
1990 heirateten Ledige in Ostdeutschland deutlich jünger als im Westen: Frauen mit 23,7 und Männer mit 25,8 Jahren, im Westen mit 25,9 und 28,4 Jahren. 2025 ist es umgekehrt. In Ostdeutschland waren ledige Frauen bei der ersten Ehe 35,7 und Männer 38,7 Jahre alt, in Westdeutschland 32,5 und 34,7 Jahre (seit 2001 jeweils ohne Berlin). Für Bayern meldet das Landesamt für Statistik für 2025 ein Erstheiratsalter von 32,5 Jahren bei Frauen und 34,9 Jahren bei Männern.
Wie viele gleichgeschlechtliche Ehen gibt es in Deutschland?
Seit dem 1. Oktober 2017 können zwei Personen gleichen Geschlechts in Deutschland heiraten (§ 1353 Abs. 1 BGB). Neue eingetragene Lebenspartnerschaften gibt es seitdem nicht mehr (§ 1 LPartG). Bestehende Partnerschaften können vor dem Standesamt in eine Ehe umgewandelt werden (§ 20a LPartG).
2025 wurden 8.883 Ehen zwischen Personen gleichen Geschlechts geschlossen, gut 2,5 Prozent aller Eheschließungen. 4.685 davon schlossen Frauenpaare, 4.198 Männerpaare. Seit 2019 heiraten in jedem Jahr mehr Frauen- als Männerpaare.
| Jahr | Frauenpaare | Männerpaare | Zusammen |
|---|---|---|---|
| 2018* | 16.138 | 16.766 | 32.904 |
| 2019 | 7.206 | 6.815 | 14.021 |
| 2020 | 5.276 | 4.663 | 9.939 |
| 2021 | 4.642 | 4.068 | 8.710 |
| 2022 | 5.379 | 4.664 | 10.043 |
| 2023 | 4.909 | 4.319 | 9.228 |
| 2024 | 4.706 | 4.112 | 8.818 |
| 2025 | 4.685 | 4.198 | 8.883 |
Quelle: Destatis, Eheschließungen nach Paarkonstellation und Statistischer Bericht 2025, Tabelle 12611-b01. *2018 einschließlich der 11.147 Ehen von Oktober bis Dezember 2017.
Von Oktober 2017 bis Ende 2025 ergeben die Jahreswerte zusammen rund 102.500 gleichgeschlechtliche Eheschließungen (unsere Summe). Das ist die Zahl der Trauungen, nicht die der heute bestehenden Ehen: Scheidungen und Todesfälle sind nicht abgezogen, allein 2025 ließen sich laut Destatis rund 1.700 gleichgeschlechtliche Paare scheiden. Anfangs war ein großer Teil davon die Umwandlung einer bestehenden Lebenspartnerschaft: im Berichtsjahr 2018, das die Monate ab Oktober 2017 einschließt, 21.477 Fälle, im Jahr 2025 noch 629. Seit 2020 schwankt die Zahl der gleichgeschlechtlichen Hochzeiten nur noch zwischen gut 8.700 und gut 10.000 im Jahr.
Regional gibt es große Unterschiede. In Berlin entfielen 2025 laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 6,4 Prozent der Eheschließungen auf gleichgeschlechtliche Paare oder Paare mit einer Person diversen Geschlechts, in Brandenburg 2,9 Prozent. In Bayern lag der Anteil gleichgeschlechtlicher Ehen 2025 bei rund 2,2 Prozent. In Nordrhein-Westfalen waren Männer, die 2025 einen Mann heirateten, im Schnitt 44,5 Jahre alt, Frauen, die eine Frau heirateten, 39,6 Jahre (IT.NRW).
In welchem Monat und an welchem Wochentag wird am meisten geheiratet?
Bundesweite Monatswerte stehen in der Datenbank GENESIS-Online des Statistischen Bundesamts (Tabelle 12611-0002, nach Ländern 12611-0011). Für 2025 haben mehrere Landesämter ihre Monatsdaten ausgewertet und veröffentlicht. Ein einheitliches Bild ergibt sich daraus nicht: In Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg lag der Mai vorn, in Schleswig-Holstein der August:
- Bayern: 8.845 Trauungen im Mai, mehr als in jedem anderen Monat (Bayerisches Landesamt für Statistik, Pressemitteilung 176/2026).
- Nordrhein-Westfalen: 10.029 Eheschließungen im Mai, danach folgten August (9.749) und September (8.690) (IT.NRW, Pressemitteilung 162/26).
- Hamburg: 596 Ehen im Mai, die wenigsten im Februar (257). Im Jahr davor hatte in Hamburg noch der August vorn gelegen (Statistikamt Nord).
- Schleswig-Holstein: 2.235 Ehen im August, mehr als in jedem anderen Monat, die wenigsten im Januar (317). Auch 2024 lag dort der August vorn (Statistikamt Nord, Nr. 104/2026).
Über mehrere Jahre zeigt Sachsen, wie stark sich Hochzeiten auf die warme Jahreszeit konzentrieren. Von 2014 bis 2023 fand dort mehr als die Hälfte der Eheschließungen eines Jahres zwischen Juni und September statt. Auf den Februar entfielen nur 2,8 bis 6,3 Prozent. Besondere Daten ziehen trotzdem: Am 22.02.2022 heirateten in Sachsen 442 Paare (Statistisches Landesamt Sachsen). Vor- und Nachteile einer Hochzeit in den ruhigen Monaten beschreibt unser Ratgeber Winterhochzeit.
Beim Wochentag ist das Bild ebenso deutlich. In Bayern wurden 2025 knapp 40 Prozent aller Ehen an einem Freitag geschlossen: 22.896 von 58.640. Auf den Samstag entfielen 17.716 Trauungen, auf den Sonntag nur 426. Beliebtester Einzeltag war Freitag, der 2. Mai 2025, mit 1.266 Trauungen. In Sachsen fanden von 2014 bis 2023 über 72 Prozent der Hochzeiten an einem Freitag oder Samstag statt. Bundesweite Zahlen nach Wochentagen haben wir beim Statistischen Bundesamt nicht gefunden.
Wenn ihr an einem Freitag im Mai heiraten wollt, plant ihr also, zumindest nach den Zahlen aus Bayern, einen der gefragtesten Termine. Wann ihr Standesamt, Location und Dienstleister anfragen solltet, zeigt unsere Hochzeits-Checkliste mit Zeitplan. Wann im Jahr am meisten nach Verlobung, Standesamt und Hochzeit gesucht wird, hat unser Hochzeits-Report ausgewertet; das sind Suchdaten, keine gezählten Trauungen.
In welchem Bundesland wird am meisten geheiratet?
Absolut wurde 2025 in Nordrhein-Westfalen am meisten geheiratet, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg. Aussagekräftiger ist der Wert je 1.000 Einwohner. Hier lagen 2025 Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein vorn, die Stadtstaaten hinten.
| Bundesland | Eheschließungen 2025 | je 1.000 Einwohner |
|---|---|---|
| Mecklenburg-Vorpommern | 8.168 | 5,2 |
| Schleswig-Holstein | 15.090 | 5,1 |
| Niedersachsen | 36.366 | 4,5 |
| Bayern | 58.640 | 4,4 |
| Brandenburg | 10.952 | 4,3 |
| Nordrhein-Westfalen | 76.900 | 4,3 |
| Rheinland-Pfalz | 17.643 | 4,3 |
| Baden-Württemberg | 47.017 | 4,2 |
| Hessen | 25.937 | 4,1 |
| Saarland | 3.995 | 4,0 |
| Sachsen-Anhalt | 7.834 | 3,7 |
| Sachsen | 14.359 | 3,6 |
| Thüringen | 7.168 | 3,4 |
| Berlin | 11.235 | 3,0 |
| Bremen | 2.146 | 3,0 |
| Hamburg | 5.365 | 2,9 |
| Deutschland | 348.813 | 4,2 |
Quelle: Destatis, Statistischer Bericht Ehescheidungen, Eheschließungen, Geborene und Gestorbene 2025, Tabelle 126xx-b17.
Bei diesem Vergleich hilft ein Blick auf die Methode. Weil am Ort des Standesamts gezählt wird, gilt eine Trauung an der Ostsee für Mecklenburg-Vorpommern, auch wenn das Paar in Berlin wohnt. Wie stark solche Reisen zum Standesamt die Landeswerte verschieben, weist die Statistik nicht aus.
Auch die Entwicklung unterscheidet sich von Land zu Land. In Berlin wurden 2025 so wenige Ehen geschlossen wie in keinem Jahr seit der Wiedervereinigung, in Brandenburg stieg die Zahl leicht um 0,3 Prozent. Hamburg verzeichnete mit 5.365 Eheschließungen den höchsten Wert seit 2019.
Wie viele Ehen werden mit ausländischen Partnern geschlossen?
2025 hatten bei 298.191 Eheschließungen beide Eheleute die deutsche Staatsangehörigkeit, das sind 85,5 Prozent. Bei 50.623 Ehen (14,5 Prozent) war mindestens eine Person mit ausländischer Staatsangehörigkeit beteiligt (Destatis, Statistischer Bericht Eheschließungen 2025, Tabelle 12611-05).
In rund 41.000 dieser Ehen traf eine deutsche auf eine ausländische Person. Ein deutscher Mann heiratete 21.895-mal eine ausländische Frau, eine deutsche Frau 17.891-mal einen ausländischen Mann. In 9.603 Fällen hatten beide eine ausländische Staatsangehörigkeit. Auch hier gibt es große regionale Unterschiede: In Berlin war 2025 bei 26,3 Prozent der Ehen mindestens eine ausländische Person beteiligt, in Brandenburg bei 7,3 Prozent.
Wie oft wird ein zweites Mal geheiratet?
Die meisten Menschen, die heiraten, tun es zum ersten Mal. 2025 waren knapp 80 Prozent aller Eheschließenden vorher ledig (unsere Rechnung aus Tabelle 12611-01). Bei den Ehen zwischen Mann und Frau waren 2025 in 71,4 Prozent der Fälle beide Partner ledig. In 12,4 Prozent war keiner von beiden mehr ledig, in den übrigen gut 16 Prozent nur einer von beiden (Destatis). Wer nicht mehr ledig ist, ist meist geschieden: 2025 waren unter den Männern, die eine Frau heirateten, 64.823 geschieden und 4.614 verwitwet, bei den Frauen 66.018 und 3.534 (Tabelle 12611-09).
Der Anteil der Erst-Ehen ist damit wieder höher als um die Jahrtausendwende. 2001 lag er bei 60,7 Prozent, und in 17,2 Prozent der Ehen war damals keiner der beiden mehr ledig.
Wer zum zweiten Mal heiratet, ist naturgemäß älter. Geschiedene Männer waren 2025 bei der neuen Hochzeit im Schnitt 53,5 Jahre alt, geschiedene Frauen 50,3 Jahre. Verwitwete Männer heirateten mit durchschnittlich 66,9 Jahren, verwitwete Frauen mit 60,0 Jahren.
Und nicht jede Familie beginnt mit der Hochzeit. Bei 68.526 der 339.929 Ehen zwischen Mann und Frau im Jahr 2025, also gut jeder fünften, hatte das Paar bereits gemeinsame Kinder. Zusammen waren es 92.754 Kinder (Destatis, Tabelle 12611-08).
Wie viele Paare heiraten kirchlich?
Deutlich weniger als früher. Die Deutsche Bischofskonferenz zählte 2025 nach vorläufigen Zahlen 19.481 katholische Trauungen. 1990 waren es 116.332, also fast sechsmal so viele (DBK, Tabelle Trauungen 1920–2025). In ihrer Pressemitteilung vom 16. März 2026 hatte die Bischofskonferenz 19.478 genannt und die Ergebnisse als vorläufig bezeichnet; die später veröffentlichte Tabelle weist 19.481 aus.
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat zuletzt Zahlen für 2024 veröffentlicht: 23.731 evangelische Trauungen (EKD-Statistik). Bei 12.178 davon waren beide Partner evangelisch, bei 11.399 war eine der beiden Personen nicht evangelisch (laut EKD „konfessions- oder glaubensverschieden“), darunter 5.753 katholische Partnerinnen und Partner.
| Jahr | Katholische Trauungen | Evangelische Trauungen | Standesamtliche Eheschließungen |
|---|---|---|---|
| 2020 | 11.018 | 10.340 | 373.304 |
| 2022 | 35.467 | 35.436 | 390.743 |
| 2024 | 22.513 | 23.731 | 349.216 |
| 2025 | 19.481 (vorläufig) | noch nicht veröffentlicht | 348.813 |
Quellen: DBK, EKD, Äußerungen des kirchlichen Lebens 2024, Destatis.
Rechnerisch entsprachen 2024 die katholischen Trauungen gut 6 Prozent, die evangelischen knapp 7 Prozent der standesamtlichen Eheschließungen. Eine gemeinsame Zahl beider Kirchen gibt es nicht, deshalb addieren wir sie nicht. Auch freie Trauungen werden nicht amtlich gezählt. Sie sind rechtlich keine Eheschließung, mehr dazu in unserem Ratgeber Freie Trauung: Ablauf, Kosten und was rechtlich gilt.
Ehe oder Lebensgemeinschaft: Wie leben Paare heute?
Die Ehe ist noch immer die häufigste Form, als Paar zusammenzuleben. Nach den Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 lebten in Deutschland rund 20,4 Millionen Paare in einem gemeinsamen Haushalt. 17,1 Millionen davon waren verheiratet (84,0 Prozent), 3,3 Millionen lebten ohne Trauschein zusammen (16,0 Prozent). Von den 6,75 Millionen Paaren mit minderjährigen Kindern waren rund 85 Prozent verheiratet.
Gleichzeitig sinkt der Anteil der Verheirateten an der Bevölkerung. Ende 2024 waren 34,6 Millionen Menschen verheiratet, knapp 50 Prozent der Erwachsenen. Ende 1994 waren es 60 Prozent. Der Anteil der Ledigen unter den Volljährigen stieg im selben Zeitraum von 24 auf gut 33 Prozent (Destatis).
Auch bei den Geburten zeigt sich, dass Familie und Ehe nicht mehr zwingend zusammengehören. 2025 kamen in Deutschland 654.241 Kinder lebend zur Welt, bei 207.388 davon (31,7 Prozent) waren die Eltern nicht miteinander verheiratet (Destatis, Statistischer Bericht 2025).
Wie viele Ehen werden geschieden, und was kostet eine Hochzeit?
Zur Einordnung noch zwei Themen, die eng mit der Heiratsstatistik zusammenhängen. 2025 wurden in Deutschland rund 130.100 Ehen geschieden, 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die geschiedenen Paare waren im Schnitt 14 Jahre und 7 Monate verheiratet (Destatis). Die zusammengefasste Scheidungsziffer lag 2025 bei 284. Sie besagt, dass von 1.000 Ehen rund 284 innerhalb der ersten 25 Ehejahre geschieden würden, wenn das Scheidungsverhalten dieses Jahres dauerhaft so bliebe. Von „jeder zweiten Ehe“ kann also keine Rede sein. Alle Zahlen zu Ehedauer, Kindern und Trennungen findet ihr in unserem Artikel Scheidung und Trennung in Deutschland: Zahlen und Fakten.
Zu den Kosten einer Hochzeit gibt es keine amtliche Statistik. In der nicht repräsentativen Online-Umfrage des Portals WeddyPlace unter 3.185 Paaren lag der Durchschnitt 2023 bei 14.297,50 Euro; welche Posten wie viel kosten, steht in unserem Ratgeber Was kostet eine Hochzeit?.
Das Wichtigste in Kürze
- 2025 wurden in Deutschland rund 348.800 Ehen geschlossen, so wenige wie nie seit 1950 (Destatis).
- Ledige Frauen heirateten 2025 im Schnitt mit 33,0 Jahren, ledige Männer mit 35,3 Jahren, fast sieben Jahre später als 1991.
- Rund 8.900 Ehen schlossen 2025 Paare gleichen Geschlechts, seit 2019 jedes Jahr mehr Frauen- als Männerpaare.
- 2025 war in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg der Mai der beliebteste Hochzeitsmonat, in Schleswig-Holstein der August; in Bayern lag beim Wochentag der Freitag vorn.
- Je 1.000 Einwohner wurde 2025 in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein am meisten geheiratet, gezählt wird aber am Ort des Standesamts.
- Bei 14,5 Prozent der Ehen war 2025 mindestens eine Person mit ausländischer Staatsangehörigkeit beteiligt.
- Kirchlich heiraten nur noch wenige Paare: 19.481 katholische Trauungen 2025 (vorläufig) und 23.731 evangelische 2024.
- 84 Prozent der zusammenlebenden Paare waren 2025 verheiratet (Mikrozensus), von allen Erwachsenen Ende 2024 nur knapp die Hälfte.
Quellen: Destatis, Pressemitteilung Nr. 220 vom 26.06.2026 · Destatis, Pressemitteilung Nr. N010 vom 05.02.2026 · Destatis, Statistischer Bericht Eheschließungen 2025 · Destatis, Zeitreihen 1946–2025 · Destatis, Länderergebnisse 2025 · Destatis, Heiratsalter · Destatis, Paarkonstellation · Destatis, Erst-Ehen · Destatis, Deutsche und Ausländer · Destatis, Mikrozensus 2025: Paare · GENESIS-Online, Tabellen 12611 · Bayerisches Landesamt für Statistik, PM 176/2026 · IT.NRW, PM 162/26 · Statistikamt Nord, Nr. 102/2026 · Statistikamt Nord, Nr. 104/2026 · Statistisches Landesamt Sachsen, MI 14/2025 · Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, PM 120/2026 · Deutsche Bischofskonferenz, Trauungen 1920–2025 · EKD, Amtshandlungen · EKD, Äußerungen des kirchlichen Lebens 2024 · § 1310 BGB · § 1353 BGB · § 1 LPartG · § 20a LPartG
