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Ab wann ist man zusammen? Anzeichen, Dauer und wie ihr es klärt

Ab wann ist man zusammen? Wenn ihr beide es so seht und es voneinander wisst. Was Umfragen zur Dauer zeigen, typische Anzeichen und wie ihr Klarheit schafft.

Markus Hoffmann
Markus Hoffmann
· 15 Min. Lesezeit

Ab wann ist man zusammen? Die ehrliche Antwort: Es gibt keinen festen Zeitpunkt, keine magische Zahl an Dates und keine Wochenfrist. Zusammen seid ihr, wenn ihr beide euch als Paar seht und das auch voneinander wisst. Am sichersten wisst ihr es, wenn ihr es ausgesprochen habt.

Das klingt simpler, als es sich anfühlt. Denn die Zeit zwischen dem dritten Date und dem ersten „Wir sind zusammen“ ist oft voller Fragezeichen. Ist das jetzt schon was Festes? Trifft die andere Person noch andere? Darf ich ihn oder sie meinen Freunden als „meinen Freund“ oder „meine Freundin“ vorstellen?

In diesem Ratgeber findest du, was Umfragen aus Deutschland und Österreich tatsächlich über die Dauer bis zur Beziehung sagen (und was nicht), woran du erkennst, dass aus Daten mehr wird, wie sich Exklusivität, Situationship und Beziehung unterscheiden und was du tun kannst, wenn nur einer von euch zusammen sein will.

Wann ist man mit jemandem zusammen?

Sprachlich ist die Sache klar: Der Duden erklärt „mit jemandem zusammen sein“ in seinem Beispiel als „eine Beziehung führen“. Eine Beziehung ist aber kein Ereignis wie ein erster Kuss, sondern eine Übereinkunft zwischen zwei Menschen. Deshalb kann sie auch nicht von einer Seite allein beschlossen werden.

Daraus ergeben sich zwei Bedingungen:

  1. Ihr wollt es beide. Wenn nur eine Person sich als Paar fühlt, ist das (noch) keine Beziehung, sondern ein Wunsch.
  2. Ihr wisst es voneinander. Entweder, weil ihr darüber gesprochen habt, oder weil ihr es so eindeutig lebt, dass keiner von euch mehr zweifelt.

Manche Paare rutschen ohne großes Gespräch hinein und merken irgendwann: Wir planen längst gemeinsam, wir sind ein Paar. Das funktioniert, solange beide dasselbe meinen. Wenn du dich fragst „Sind wir eigentlich zusammen?“, ist genau das der Hinweis, dass es noch nicht geklärt ist.

Was ebenfalls klar ist: Körperliche Nähe allein macht keine Beziehung. In einer Online-Umfrage, die das Institut Marketagent im Juni 2023 im Auftrag von Parship.at unter 1.022 Internetnutzerinnen und -nutzern zwischen 18 und 75 in Österreich durchgeführt hat (laut Auftraggeber bevölkerungsrepräsentativ, quotiert und gewichtet nach Alter, Geschlecht und Bundesland), nannten nur 16 Prozent den ersten Kuss und 17 Prozent den ersten Sex als Zeichen dafür, „fix zusammen“ zu sein. Viel häufiger genannt wurden gemeinsame Pläne und das Gespräch über die Beziehung (dazu gleich mehr).

Wie viele Dates bis man zusammen ist?

Das ist die Frage, auf die sich viele eine Zahl wünschen. Die aktuellste, die wir für Deutschland gefunden haben, stammt aus einer Online-Umfrage, die das Institut Innofact im Januar 2025 für Parship unter 1.308 Singles ab 18 durchgeführt hat. Laut Studieninfo handelt es sich um eine Umfrage unter Parship-Mitgliedern, also unter Menschen, die gezielt einen Partner suchen. Die Grafiken der Parship-Mitteilung tragen zwar den Vermerk „bevölkerungsrepräsentativ“, und auch web.de nennt die Studie repräsentativ. Eine Befragung unter Parship-Mitgliedern steht aber nicht für alle Singles in Deutschland. Wir lesen die Zahlen deshalb als Meinungsbild von Menschen auf Partnersuche.

Die Frage lautete sinngemäß: Wann sollte im Idealfall die Entscheidung fallen, ob ihr eine Beziehung führt? Die Mittelwerte:

GruppeWunschzeitpunkt (Mittelwert)
Alle Befragten6,3. Date
Frauen7,1. Date
Männer5,5. Date
18 bis 29 Jahre5,1. Date
30 bis 39 Jahre6,6. Date
40 bis 49 Jahre6,1. Date
50 bis 59 Jahre6,2. Date
60 bis 69 Jahre6,4. Date

Quelle: Parship-Umfrage, Innofact, Januar 2025, n = 1.308; gerundete Mittelwerte. Im Fließtext der Parship-Mitteilung steht für alle Befragten 6,1, in der Ergebnistabelle 6,3.

So hilfreich eine Zahl ist, so vorsichtig solltest du sie lesen:

  • Es ist ein Wunsch, kein Erfahrungswert. Gefragt wurde nach einem Ideal-Szenario, nicht danach, wie es tatsächlich gelaufen ist.
  • Ein Mittelwert verdeckt die Spannweite. Hinter „6,3“ können Menschen stecken, die nach zwei Treffen Klarheit wollen, ebenso wie andere, die sich deutlich mehr Zeit lassen. Wie die Antworten verteilt sind, wurde nicht veröffentlicht.
  • Dates sind keine Zeiteinheit. Sechs Treffen in zwei Wochen sind etwas anderes als sechs Treffen in drei Monaten. Wer eine Fernbeziehung anbahnt, sieht sich vielleicht selten, schreibt aber täglich.

Im Netz kursieren außerdem feste Date-Zahlen aus internationalen Leserumfragen, deren Originaldaten sich nicht prüfen lassen. Die lassen wir bewusst weg. Für dich zählt ohnehin weniger, was im Schnitt passiert, als ob ihr zwei im selben Tempo unterwegs seid.

Wie lange dauert es, bis man offiziell zusammen ist?

Für die tatsächliche Dauer gibt es Zahlen aus Österreich. In der bereits erwähnten Umfrage von Marketagent im Auftrag von Parship.at (Juni 2023) wurden die 711 Befragten in einer Partnerschaft gefragt, wie lange es vom ersten Kennenlernen bis zur „Paarwerdung“ gedauert hat:

ZeitpunktAnteil
schon online, vor dem ersten persönlichen Treffen1 %
beim ersten Treffen oder Date7 %
nach 1 bis 4 Wochen36 %
nach 1 bis 2 Monaten22 %
nach 3 bis 6 Monaten18 %
nach mehr als einem halben Jahr16 %

Quelle: Parship.at / Marketagent, „Wann ist es Liebe“, Juni 2023; Befragte in Partnerschaft.

Zwei Drittel (66 Prozent) wurden demnach innerhalb von zwei Monaten ein Paar. Gleichzeitig hat sich rund ein Drittel mehr als zwei Monate Zeit gelassen, rund jede:r Sechste mehr als ein halbes Jahr. Beides ist also verbreitet.

Auch hier gilt: Die Daten stammen aus Österreich, und viele Befragte erinnern sich an einen Anfang, der Jahre oder Jahrzehnte zurückliegt. Erinnerungen daran, wann genau es anfing, können unscharf sein. Eine Faustregel lässt sich daraus nicht ableiten, eher eine Entlastung: Schnell ist nicht verdächtig, langsam ist nicht hoffnungslos.

Wann wird aus Kennenlernen eine Beziehung?

Woran merkt man, dass es ernst wird? Die österreichische Umfrage hat auch danach gefragt, was für die Befragten bedeutet, „fix zusammen“ zu sein. Die häufigsten Antworten (Mehrfachnennungen möglich):

  • gemeinsam Pläne schmieden: 58 %
  • gemeinsam darüber sprechen, dass man zusammen ist: 51 %
  • keine anderen Personen mehr daten, sich nicht mehr für andere interessieren: 49 %
  • Wochenenden und Freizeit selbstverständlich gemeinsam verbringen: 46 %
  • die Eltern des anderen kennenlernen: 40 %
  • den Haustürschlüssel des anderen haben: 36 %

Weit hinten landeten der erste Kuss (16 %), der erste Sex (17 %) und gemeinsame Fotos auf Social Media (8 %). Die Befragten machen eine Beziehung also eher an Verbindlichkeit fest als an körperlicher Nähe oder Öffentlichkeit.

Im Alltag sehen solche Anzeichen oft so aus:

Ihr plant über das nächste Treffen hinaus. Nicht nur „Samstag Kino?“, sondern das Konzert in drei Monaten oder der Geburtstag einer Freundin, zu dem du ganz selbstverständlich mitkommst.

Der Kontakt ist verlässlich. Ihr meldet euch nicht nur abends oder wenn gerade nichts Besseres ansteht, sondern auch an einem stressigen Dienstag.

Ihr seid im Alltag füreinander da. Wer dir beim Umzug hilft oder fragt, wie das schwierige Gespräch mit der Chefin gelaufen ist, ist mehr als ein Date.

Euer Umfeld kommt ins Spiel. Viele wollen damit warten: In der deutschen Parship-Umfrage von 2025 fanden 75 Prozent, man solle erst zusammen sein, bevor man den Freundeskreis des Gegenübers kennenlernt, bei der Familie waren es 82 Prozent. Gleichzeitig gaben in derselben Umfrage 45 Prozent an, das Umfeld eines möglichen Partners möglichst früh kennenlernen zu wollen, um sich ein besseres Bild zu machen. Wenn du jemandem vorgestellt wirst, kann das also ein Zeichen sein, dass es für die andere Person ernst wird, muss es aber nicht. Für den Schritt selbst hilft unser Ratgeber, wie du den Partner den Freunden vorstellst.

Niemand hält sich eine Hintertür offen. Dating-Apps werden gelöscht oder zumindest nicht mehr genutzt, und zwar ohne dass jemand darum bitten musste.

Ihr sprecht auch über Unangenehmes. Wer einen ersten Konflikt anspricht, statt ihn wegzulächeln, investiert in etwas, das bleiben soll.

Wichtig: Diese Anzeichen sind Hinweise, kein Beweis. Manche Menschen planen gern und viel, ohne damit eine Beziehung zu meinen. Andere sind zurückhaltend und trotzdem längst verliebt. Wenn die Signale widersprüchlich sind, hilft dir unser Ratgeber zu Mixed Signals beim Dating beim Einordnen. Sicherheit bringt am Ende nur das Gespräch.

Exklusiv oder schon zusammen? Die Stufen dazwischen

Zwischen „Wir haben uns ein paarmal getroffen“ und „Wir sind ein Paar“ liegen für viele mehrere Stufen. Die folgende Unterscheidung ist verbreitet, aber keine feste Definition. Menschen benutzen diese Wörter unterschiedlich, und genau daraus entstehen Missverständnisse.

StufeWas viele darunter verstehenWas meist noch offen ist
Daten, KennenlernenIhr trefft euch und schaut, ob es passt. Andere Dates sind nicht ausgeschlossen.ob einer von euch mehr will
Talking StageRegelmäßiger Kontakt, Flirt, Interesse, aber keine Abspracheob ihr exklusiv seid und wohin es geht
Exklusiv datenIhr trefft niemand anderen mehr, oft ausdrücklich vereinbartob ihr euch als Paar versteht
BeziehungIhr nennt euch Paar, plant gemeinsam und steht nach außen dazu–

Der wichtigste Unterschied steckt in der dritten Zeile: Exklusiv heißt nicht automatisch zusammen. Für die eine Person bedeutet „Ich date gerade niemand anderen“ schon fast eine Beziehung, für die andere nur eine Phase, in der man sich ungestört kennenlernt. Wer davon ausgeht, dass die andere Person dasselbe meint, kann böse überrascht werden.

Was die Talking Stage genau ist und woran du merkst, ob sie in eine Beziehung mündet, liest du in unserem Artikel über die Talking Stage und ihre Bedeutung beim Dating.

Für den Alltag heißt das: Wenn Exklusivität dir wichtig ist, sprich sie an, statt sie aus dem Verhalten abzuleiten. Und wenn ihr exklusiv seid, aber du dich fragst, ob ihr ein Paar seid, ist auch das eine Frage, die ihr miteinander klären dürft.

Was ist der Unterschied zwischen Situationship und Beziehung?

Das Cambridge Dictionary beschreibt eine „Situationship“ als romantische Verbindung zweier Menschen, die sich noch nicht als Paar sehen, aber mehr als eine Freundschaft haben. Das trifft auf fast jede Kennenlernphase zu. Der Unterschied liegt in der Richtung:

  • In einer Kennenlernphase ist die Unklarheit ein Übergang. Ihr findet gerade heraus, was ihr wollt, und irgendwann wird es entschieden.
  • In einer Situationship ist die Unklarheit der Zustand. Ihr seht euch, seid euch nah, vielleicht auch körperlich, aber das Thema „Was sind wir?“ wird gemieden oder vertagt, oft über Monate.
  • In einer Beziehung ist die Frage beantwortet. Das heißt nicht, dass alles sicher ist, aber ihr wisst, dass ihr beide auf derselben Seite steht.

Ein Warnzeichen ist nicht die Dauer an sich, sondern das Muster: Du traust dich nicht mehr zu fragen, weil du die Antwort fürchtest. Oder du fragst, und bekommst jedes Mal ein „Lass uns das nicht zerreden“. Wenn du dich darin wiederfindest, zeigt dir unser Ratgeber Situationship: Was tun, wenn es nicht klar ist?, wie du Klarheit bekommst.

Warum ist die Phase dazwischen so anstrengend?

Wenn dich das Hin und Her erschöpft, bist du nicht überempfindlich. Die Kommunikationsforschung hat für dieses Gefühl einen Namen: relationale Unsicherheit. Nach Knobloch und Solomon (1999) kann sie aus drei Quellen stammen, wie die Psychologin Eliane Boucher in einer Studie von 2015 zusammenfasst:

  • Zweifel an deiner eigenen Beteiligung („Will ich das überhaupt?“)
  • Zweifel an der Beteiligung der anderen Person („Will er oder sie das auch?“)
  • Zweifel an der Beziehung selbst („Was ist das zwischen uns?“)

Boucher fasst außerdem zusammen, dass diese Unsicherheit in frühen Beziehungsphasen typischerweise höher ist. In ihrer eigenen Untersuchung mit 79 Paaren ging mehr Unsicherheit über Partner und Beziehung mit einer schlechter eingeschätzten Beziehungsqualität einher. Das ist ein Zusammenhang, kein Beweis, dass das eine das andere verursacht. Außerdem steckten diese Paare nicht mehr in der Phase dazwischen: Alle waren bereits in einer festen Beziehung, viele verheiratet, im Schnitt seit gut fünf Jahren. Auf die Kennenlernphase lässt sich der Befund deshalb nur vorsichtig übertragen.

Für dich heißt das zweierlei: Ein gewisses Maß an Unsicherheit gehört zum Anfang dazu und ist kein schlechtes Zeichen. Wenn sie aber Wochen und Monate anhält und dich beschäftigt, ist das ein guter Grund, das Thema anzusprechen, statt weiter Zeichen zu deuten.

Wie macht man eine Beziehung offiziell?

Offiziell wird eine Beziehung nicht durch ein Foto auf Instagram, sondern dadurch, dass ihr beide wisst, woran ihr seid. Das muss kein großes Gespräch mit Kerzenschein sein. Oft reicht ein ehrlicher Satz zur richtigen Zeit.

Ein paar Grundregeln helfen:

  • Persönlich statt per Chat. Im Gespräch siehst du die Reaktion, und ihr könnt gleich nachfragen. Per Nachricht wird aus einer Pause schnell ein Drama.
  • Von dir sprechen, nicht fordern. „Ich merke, dass ich mich auf dich festlegen möchte. Wie siehst du das?“ öffnet ein Gespräch. „Was soll das hier eigentlich?“ setzt die andere Person unter Druck.
  • Echte Frage stellen. Frag nur, wenn du bereit bist, auch ein „Ich weiß es noch nicht“ zu hören.
  • Begriffe klären. Wenn einer „exklusiv“ sagt und der andere „Beziehung“ meint, lohnt sich ein Satz Nachfrage: „Heißt das für dich, wir sind zusammen?“

Wie du das Gespräch konkret vorbereitest, welche Formulierungen gut funktionieren und wie du reagierst, wenn die andere Person zögert, steht ausführlich in unserem Ratgeber zum DTR-Gespräch, in dem ihr eure Beziehung definiert.

Und was ist mit „öffentlich“? Ob und wann ihr es Freunden, Familie oder Social Media erzählt, ist eure Sache und muss nicht am selben Tag passieren. Gemeinsame Fotos online waren in der österreichischen Umfrage nur für 8 Prozent ein Zeichen, fix zusammen zu sein. Wenn einer von euch damit länger warten will als der andere, sprecht darüber, statt es als Beweis für fehlendes Interesse zu nehmen.

Ist das in anderen Ländern anders?

Viele Begriffe, mit denen heute über diese Phase geredet wird, stammen aus dem Englischen: Situationship, Talking Stage, DTR („define the relationship“). Oft liest man dazu, dass es in den USA üblicher sei, mehrere Menschen parallel zu daten, bevor man sich festlegt, während in Deutschland ein Date schneller als ernsthaftes Interesse gelte.

Belastbare Vergleichsstudien zu dieser Frage haben wir nicht gefunden. Deshalb machen wir daraus keine Regel. Was die Zahlen aus dem deutschsprachigen Raum zeigen, hast du oben gelesen: eine große Spannweite bei der tatsächlichen Dauer (Österreich) und einen deutlichen Wunsch nach Klarheit, bevor Familie und Freunde ins Spiel kommen (Deutschland).

Praktisch heißt das: Wenn du jemanden aus einem anderen Land oder einer anderen Szene datest, geh nicht davon aus, dass ihr dieselben ungeschriebenen Regeln kennt. Gerade dann lohnt es sich, früh zu fragen, wie die andere Person Dating versteht.

Was tun, wenn nur einer zusammen sein will?

Das ist die schmerzhafteste Variante: Du willst eine Beziehung, die andere Person (noch) nicht. Oder umgekehrt. Ein paar Gedanken, die dir helfen können:

Unterscheide „nicht jetzt“ von „nicht mit dir“. „Ich brauche noch Zeit, ich mag dich sehr“ ist eine andere Antwort als „Ich sehe uns nicht als Paar“. Ein „Ich will gerade überhaupt nichts Festes“ kann beides bedeuten. Frag nach, wenn du dir nicht sicher bist, was gemeint ist.

Setz dir selbst einen Rahmen, kein Ultimatum. Du darfst entscheiden, wie lange du in einer offenen Situation bleiben willst. Das kannst du auch sagen: „Ich verstehe, dass du Zeit brauchst. Für mich ist es schwer, lange in der Schwebe zu bleiben. Lass uns in ein paar Wochen nochmal darüber sprechen.“ Das ist ehrlich, ohne zu drohen.

Achte auf das Verhalten, nicht nur auf Worte. Wer sagt, Zeit zu brauchen, sich aber immer seltener meldet, gibt dir damit auch eine Antwort.

Nimm Zögern nicht automatisch als Bindungsangst. Manche Menschen sind nach einer Trennung noch nicht so weit, andere sind sich ihrer Gefühle schlicht noch nicht sicher. Wenn sich aber ein Muster zeigt, also Nähe und Rückzug im Wechsel, über Monate, kann unser Ratgeber zu Bindungsangst: Ursachen, Symptome und Umgang beim Verstehen helfen.

Und wenn du selbst zögerst: Sag es offen. Eine ehrliche Unsicherheit ist für dein Gegenüber leichter auszuhalten als ein Verhalten, das mal nach Beziehung aussieht und mal nicht. Wenn du merkst, dass du keine Beziehung mit dieser Person willst, ist ein klares, freundliches Nein fairer als langsames Ausschleichen.

Manchmal endet so ein Gespräch damit, dass ihr euch trennt, bevor es richtig angefangen hat. Das tut weh. Es ist aber oft besser, als Monate in einer Situation zu verbringen, die sich für einen von euch dauerhaft falsch anfühlt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt keine feste Zahl an Dates oder Wochen, ab der man zusammen ist.
  • Zusammen seid ihr, wenn ihr beide euch als Paar seht und das voneinander wisst; am sichersten durch ein ausgesprochenes Ja.
  • Kuss und Sex machen noch keine Beziehung: Nur 16 bzw. 17 Prozent sahen sie in einer österreichischen Umfrage von 2023 (1.022 Befragte) als Zeichen, fix zusammen zu sein.
  • Parship-Mitglieder in Deutschland wünschten sich in einer Umfrage von 2025 die Entscheidung im Mittel etwa beim sechsten Date, ein Wunschwert, keine Norm.
  • In Österreich wurden laut derselben Umfrage von 2023 zwei Drittel der 711 Befragten in Partnerschaft innerhalb von zwei Monaten ein Paar, rund jede:r Sechste brauchte mehr als ein halbes Jahr.
  • Exklusiv daten ist nicht automatisch dasselbe wie eine Beziehung. Klärt, was ihr beide mit den Begriffen meint.
  • Unsicherheit am Anfang ist normal. Hält sie lange an, ist das ein Grund für ein Gespräch statt für weiteres Zeichendeuten.

Quellen: Duden: „zusammen“ · Parship.de: „Sex beim ersten Date: Jeder vierte Mann ist aufgeschlossen“, 19.06.2025 (Studieninfo: Umfrage unter Parship-Mitgliedern, Innofact, Januar 2025, n = 1.308) · web.de: Bericht über diese Parship-Umfrage (Juni 2025) · Parship.at / Marketagent: „Wann ist es Liebe“, Pressemitteilung vom 10.07.2023 (1.022 Befragte, davon 711 in Partnerschaft), Detailergebnisse in der Parship.at-Präsentation „60 Minuten Liebe“ (2025) · Boucher, E. M. (2015): Doubt Begets Doubt. Communication Reports 28(1), 12–23 · Cambridge Dictionary: „situationship“

Häufig gestellte Fragen

Ab wann ist man offiziell zusammen?

Eine feste Zahl an Dates oder Wochen gibt es nicht. Zusammen seid ihr, wenn ihr beide euch als Paar seht und das voneinander wisst. Am sichersten ist das, wenn ihr es ausgesprochen habt. Ein Kuss oder Sex allein macht noch keine Beziehung: In einer österreichischen Online-Umfrage von Marketagent im Auftrag von Parship.at (Juni 2023, 1.022 Befragte zwischen 18 und 75) sahen nur 16 Prozent den ersten Kuss und 17 Prozent den ersten Sex als Zeichen, fix zusammen zu sein.

Wie viele Dates braucht es, bis man zusammen ist?

Dafür gibt es keine Regel. In einer Online-Umfrage von Innofact unter 1.308 Parship-Mitgliedern in Deutschland (Singles ab 18, Januar 2025) wünschten sich die Befragten die Entscheidung über den Beziehungsstatus im Mittel etwa beim sechsten Date (Ergebnistabelle: 6,3, im Text der Parship-Mitteilung: 6,1; Frauen 7,1, Männer 5,5). Als Mitgliederbefragung steht sie nicht für alle Singles in Deutschland. Das ist ein Wunschwert von Menschen auf Partnersuche, keine Norm, und sagt nichts darüber, wie es bei euch laufen sollte.

Wie lange dauert es vom Kennenlernen bis zur Beziehung?

Das ist sehr unterschiedlich. In einer Online-Umfrage von Marketagent im Auftrag von Parship.at (Juni 2023) gaben 711 Befragte in Partnerschaft an, wie lange es vom ersten Kennenlernen bis zum Paar gedauert hat: 66 Prozent innerhalb von zwei Monaten, 18 Prozent nach drei bis sechs Monaten, 16 Prozent nach mehr als einem halben Jahr. Die Zahlen stammen aus Österreich und beruhen auf Erinnerungen, oft an lange zurückliegende Anfänge.

Ist man zusammen, wenn man exklusiv datet?

Nicht automatisch. Exklusiv daten heißt meist nur, dass keiner von euch andere Menschen trifft. Zu einer Beziehung gehört für die meisten mehr: dass ihr euch als Paar versteht, gemeinsam plant und dazu steht. Weil Menschen diese Begriffe unterschiedlich verwenden, klärt ihr am besten direkt, was für euch gilt.

Woran merkt man, dass aus Kennenlernen eine Beziehung wird?

Typische Anzeichen sind gemeinsame Pläne über das nächste Wochenende hinaus, verlässlicher Kontakt auch im Alltag, kein Interesse mehr an anderen Dates und dass ihr euch Freunden oder Familie vorstellt. Solche Zeichen sind Hinweise, aber kein Beweis. Sicherheit bringt erst ein offenes Gespräch darüber, was ihr beide wollt.

Was tun, wenn nur einer zusammen sein will?

Frag nach, ob die andere Person nur noch Zeit braucht oder grundsätzlich keine Beziehung mit dir möchte, denn das sind zwei verschiedene Antworten. Überleg dir dann, wie lange du in der offenen Situation bleiben willst, und sag das ruhig und ohne Ultimatum. Bleibt es dauerhaft unklar oder einseitig, ist ein Abschied meist ehrlicher als weiteres Warten.

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